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	<title>Kopfblatt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:23:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kopfblatt&amp;diff=455288&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Libelle63: Passende Kategorie</title>
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		<updated>2025-09-11T11:36:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Passende Kategorie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kopfblatt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mantelzeitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nebenausgabe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) heißen [[Lokalzeitung]]en, die den überregionalen [[Mantel (Zeitung)|Mantel]] vom Hauptblatt des [[Zeitungsverlag|Verlages]], meist einer [[Regionalzeitung]], beziehen und nur den Lokalteil selbst produzieren. Der Name stammt vom [[Zeitungskopf]], der zumeist [[Typographie|typographisch]] herausgehobenen Titelgestaltung, da sich die Titelseiten der angeschlossenen Blätter zumeist nur durch den eigenen Kopf unterscheiden. Das Gegenteil eines Kopfblattes ist eine [[Vollzeitung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Lokaljournalismus|Lokalberichterstattung]] erreicht die Zeitung eine hohe Leserbindung auch in Gebieten, für die sich eine eigene Redaktion zu überregionalen Themen nicht rentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Kopfblätter sind in [[Deutschland]] die &amp;#039;&amp;#039;Ebersberger Neueste Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]], der &amp;#039;&amp;#039;Tölzer Kurier&amp;#039;&amp;#039; des [[Münchner Merkur]]s oder das &amp;#039;&amp;#039;[[Weißenburger Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Nürnberger Nachrichten]]; in der [[Schweiz]] können z.&amp;amp;nbsp;B. das &amp;#039;&amp;#039;[[Thuner Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Berner Zeitung]] oder die &amp;#039;&amp;#039;Obwaldner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; der [[Luzerner Zeitung]] genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die deutsche Presse folgte dem Vorbild Englands. Seit etwa 1875 gab es &amp;quot;Vordruckzeitungen&amp;quot;: Eine ganze Zeitungsauflage wurde von &amp;quot;Vordruckzentralen&amp;quot; auf Papier gedruckt und an lokale Zeitungsverlage ausgeliefert, die ihren Titelkopf, lokale Artikel und örtliche Anzeigen auf die freigelassenen Flächen setzten. Der Nachteil war der Papiertransport und die doppelte Bedruckung der Zeitungsbögen. Diese Kopfzeitung blieb daher die Massenproduktion mehrerer Zeitungstitel mit ähnlichem Inhalt meist in einer Druckerei, also einem Zeitungsunternehmen oder einem Zeitungsverbund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitungswissenschaftler Hans Nestel definierte 1921 &amp;quot;mehrköpfige Zeitungen&amp;quot; als &amp;quot;Zeitungen, die denselben Text und Anzeigenteil unter verschiedenem – jeweils dem Verbreitungsgebiet angepassten – Titel als Kopfzeitung zur Verbreitung bringen&amp;quot;. Entsprechend beschrieb er eine Kopfzeitung als Nebenausgabe: &amp;quot;ein Druckerzeugnis, das entsteht, wenn eine Zeitung für einen Teil ihrer Auflage ihrem Inhalt einen anderen Titel voransetzt&amp;quot;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Heinrich Nestel |Titel=Mehrköpfige und halbfertige Zeitungen in Deutschland [Abstract der Diss., Universität Leipzig] |Sammelwerk=Jahrbuch der Philosophischen Fakultät zu Leipzig für das Jahr 1920-21 |Ort=Weida in Thüringen |Datum=1921 |Seiten=125-127 |Online=https://hdl.handle.net/2027/uc1.c035956916 |Abruf=2023-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zwanziger Jahren entwickelten sich unter hohem Rationalisierungsdruck – nach einem Begriff der Zeitungsforscher Friedrich Bertkau und [[Karl Bömer]] – &amp;quot;Kopfblätterkonzerne&amp;quot;, bei denen die Zeitungsunternehmen juristisch selbstständig bleiben, aber gemeinsam, quasi genossenschaftlich, eine Zentralverwaltung, gemeinsame Zentralredaktion und gemeinsame Druckereibetriebe unterhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele waren der &amp;quot;Zeno-Konzern&amp;quot; Zeitungsverlegerverband Nordwestdeutschlands GmbH&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Grosskopff |Titel=Die Zeitungsverlagsgesellschaft Nordwestdeutschland GmbH, 1922-1940 : Beispiel einer Konzentration in der deutschen Provinzpresse |Sammelwerk=Dortmunder Beiträge zur Zeitungsforschung |Band=7 |Verlag=Westfälisch-Niederrheinisches Institut für Zeitungsforschung |Ort=Dortmund |Datum=1963 |Online=https://books.google.de/books/about/Die_Zeitungsverlagsgesellschaft_Nordwest.html?id=KxsyAAAAIAAJ&amp;amp;redir_esc=y |Abruf=2023-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Münster mit 28 Zeitungen, 1950 wiedergegründet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wn.de/wn-aktion/neun-verlage-ziehen-an-einem-strang-2036100?&amp;amp;npg |titel=Neun Verlage ziehen an einem Strang |werk=wn.de |hrsg=Westfälische Nachrichten |datum=2012-09-18 |abruf=2023-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und als Vorläufer der heutigen  &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitungsgruppe Münsterland]]&amp;#039;&amp;#039; (ZGM), der &amp;quot;Verbo-Konzern&amp;quot; [[Verband oberschwäbischer Zeitungsverleger|Verband Oberschwäbischer Zeitungsverleger nach System Walchner GmbH]] (gegründet 1922) in Friedrichshafen mit 19 Zeitungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rolf Dieterich |url=https://www.schwaebische.de/panorama/16-oberschwaebische-verleger-und-eine-revolutionaere-idee-886213 |titel=16 oberschwäbische Verleger und eine revolutionäre Idee |werk=Schwaebische.de |datum=2013-05-08 |abruf=2023-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Vorläufer der heutigen Gruppe [[Schwäbische Zeitung]] und der &amp;quot;Bayerische Zeitungsblock&amp;quot; in München mit 16 Zeitungen. Diese drei Beispielgruppen standen der katholischen Zentrumspartei nahe. Bertkau und [[Karl Bömer|Bömer]] betonten, die &amp;quot;Kopfblätterkonzerne&amp;quot; seien zwar dem Rationalisierungsgedanken entsprungen. &amp;quot;Sie können aber wegen der Übereinstimmung ihres allgemeinen politischen Textes nur bei Zeitungsunternehmungen gleicher Gesinnungsrichtung vorkommen&amp;quot;. Daher neigten sie stark dazu, auch &amp;quot;Meinungskonzern&amp;quot; zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Bertkau, Karl Bömer |Titel=Der wirtschaftliche Aufbau des deutschen Zeitungsgewerbes |Sammelwerk=Zeitung und Zeit, herausgegeben vom Deutschen Institut für Zeitungskunde in Berlin |Band=3 |Verlag=Carl Duncker Verlag |Ort=Berlin |Datum=1932 |Seiten=199}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung von Satzmaschinen und anderen Innovationen der Zeitungstechnik wie der [[Stereotypie (Buchdruck)|Stereotypie]] kam es 1899 erstmals zur Gründung von &amp;quot;Plattenanstalten&amp;quot;, so genannten Matern- oder Stereokorrespondenzen, als Dienstleistungsunternehmen. Diese erstellten ganze Seiten oder ganze Zeitungen als Halbfertigprodukte auf leichten Papp-Platten (Matern), die leicht zu verschicken waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurden beim örtlichen Zeitungsverlag in einem Metallgießwerk abgegossen. Von der Metalldruckplatte, meist einem Bleihalbzylinder, wurden örtlich die Exemplare gedruckt. Die entstehenden Zeitungen hießen im Unterschied zur Vordruckzeitung Maternzeitung oder Plattenzeitung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Auch diese ermöglichten ein Kopfblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Versenden von Matern an unternehmensfremde lokale Zeitungsverlage, die keine „[[Vollzeitung]]“ produzieren konnten oder wollten, ermöglichte ein neues Geschäftsmodell. Der Anbieter konnte ein eigenständiges Korrespondenzunternehmen sein oder zu einem größeren regionalen oder überregionalen Zeitungsunternehmen mit einer [[Mantelredaktion]] oder einer Nachrichtenagentur wie zum Beispiel der [[Telegraphen-Union]] des [[Hugenberg-Konzern]]s gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pressestatistik um 1900 war recht ungenau, aber der Zeitungswissenschaftler Hans Nestel lieferte in einer Studie (1921) Eckdaten: 1884 gab es in Preußen 106 Zeitungen mit 150 Nebenausgaben und im Reich 159 Zeitungen mit 228 Nebenausgaben; bis 1914 stieg ihre Zahl in Preußen auf 383 Zeitungen mit 671 Nebenausgaben und im Reich auf 627 Zeitungen mit  1052 Nebenausgaben. Die beiden Techniken, die Kopfblätter erlaubten, erhielten während des Ersten Weltkriegs einen großen kommerziellen Schub. An Vordruck- und Maternzeitungen zählte das &amp;quot;Handbuch der deutschen Presse&amp;quot; (bearbeitet vom Kriegspresseamt) im Jahr 1917 in Preußen bei insgesamt 1658 Zeitungen 582, im Reich bei insgesamt 2935 Zeitungen 905.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Versenden physischer Matern war bis zum Ende der [[Bleisatz]]-Ära in den 1970er Jahren üblich, als mit dem Offset-Druck auch die elektronische Übermittlung von Satzdaten einzog. Zugleich vollzogen sich starke Konzentrationsprozesse in der Zeitungsbranche. Das erhöhte auch bei veränderter Satz-, Druck- und Übermittlungstechnik die Bedeutung von Kopfblättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4359938-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Libelle63</name></author>
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