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	<title>Kopf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T19:05:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kopf&amp;diff=811304&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Etymologie */</title>
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		<updated>2026-03-14T05:02:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Körperteil Kopf; zu anderen Bedeutungen siehe [[Kopf (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Iguana Costa Rica.jpg|mini|Am Kopf eines [[Grüner Leguan|Grünen Leguans]] sind die Öffnung des [[Mund]]es und die von [[Nase]], [[Auge]] und [[Ohr]] erkennbar – mit Sinnesorganen für [[Schmecken]], [[Riechen]], [[Sehen]] und [[Hören]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haupt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|caput}}; {{grcS|κεφαλή|kephalē}}) ist der oberste bzw. vordere Bereich des [[Körper (Biologie)|Körpers]] bei Menschen bzw. Tieren. In der Kopfregion liegt die [[Mund]]öffnung umgeben von [[Mundwerkzeuge]]n und verschiedenen der [[Nahrung]]saufnahme dienenden Organen sowie die wichtigen Fern[[sinnesorgan]]e des [[Geruchssinn|Riechens]] ([[Nase]]), [[Gesichtssinn|Sehens]] ([[Auge]]), [[Gehörsinn|Hörens]] ([[Ohr]]) und des [[Gleichgewichtssinn]]s ([[Gleichgewichtsorgan]]). Im Inneren des Kopfes liegen wesentliche Teile des [[Zentralnervensystem]]s ([[Gehirn]]), bei den [[Schädeltiere]]n besonders geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein eigentlicher Kopf ist – im Unterschied zum bloßen Kopfende – deutlich vom restlichen Körper, dem [[Rumpf (Anatomie)|Rumpf]], abgesetzt. Als [[Hals]] wird ein eingeschnürter Abschnitt zwischen Kopf und Rumpf bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kopf&amp;#039;&amp;#039; geht wohl auf eine Entlehnung aus [[spätlateinisch]] bzw. gemein[[Romanische Sprachen|romanisch]] &amp;#039;&amp;#039;cuppa&amp;#039;&amp;#039; „Becher“ zurück. Über die vermittelnde, zuerst im [[Mittelhochdeutsch]]en fassbare, bildlich übertragene Bedeutung „Hirnschale“ wurde das Wort als Bezeichnung des Körperteils verstanden – ähnlich im [[Französische Sprache|Französischen]] &amp;#039;&amp;#039;tête&amp;#039;&amp;#039; zu [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;testa&amp;#039;&amp;#039; („Platte, [Ton]schale“). Erst im [[Neuhochdeutsch]]en hat sich &amp;#039;&amp;#039;Kopf&amp;#039;&amp;#039; gegenüber dem altererbten Wort &amp;#039;&amp;#039;Haupt&amp;#039;&amp;#039; ([[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;houbit&amp;#039;&amp;#039;, mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;houbet&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;houpt&amp;#039;&amp;#039;; [[Kognat|urverwandt]] mit lateinisch &amp;#039;&amp;#039;caput&amp;#039;&amp;#039;) als die gebräuchlichere Körperteilbezeichnung durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Titel=Das Herkunftswörterbuch| Auflage=5. Auflage| Verlag=Dudenverlag| Ort=Berlin| Jahr=2014| Reihe=[[Duden#Duden in zwölf Bänden (2017)|Der Duden in zwölf Bänden]]| BandReihe=7| Online=[https://books.google.de/books?id=KqvWCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA479&amp;amp;dq=Kopf S. 478]}} &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/Kopf#et-1 „Kopf“]) &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur| Autor=[[Friedrich Kluge]]| Titel=[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]]| Auflage=7. Auflage| Verlag=Trübner| Ort=Straßburg| Jahr=1910| Online=[https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070228/images/index.html?&amp;amp;seite=280 S. 258]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgangssprachliche Bezeichnungen für den Kopf sind &amp;#039;&amp;#039;Birne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Schädel]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Melle&amp;#039;&amp;#039; ([[Schwäbischer Dialekt|schwäbisch]]) oder &amp;#039;&amp;#039;Grind&amp;#039;&amp;#039; ([[Alemannische Dialekte|alemannisch]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution des Kopfs ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Ancylostoma braziliense mouth parts CDC PHIL ID1375.jpg|mini|Kopfende des Fadenwurms &amp;#039;&amp;#039;[[Ancylostoma braziliense]]&amp;#039;&amp;#039; mit Mundöffnung]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Spriggina flounensi C.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Spriggina flounensi&amp;#039;&amp;#039; mit möglichem Kopf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Phylogenese|phylogenetische]] Entwicklungsprozess, bei dem am Vorderende eines Tieres eine besonders definierte Region ausgebildet wird, in der sich Sinnesorgane, Mundöffnung und Zentralnervensystem sammeln, wird als &amp;#039;&amp;#039;[[Cephalisation]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. [[Sessiles Tier|Sessile]] oder [[Radiärsymmetrie|radiärsymmetrische]] Tiere, wie [[Schwämme]] und viele [[Hohltiere]] oder [[Stachelhäuter]], haben oft kein definiertes Vorderende und besitzen somit auch keinen Kopf. Mit der Ausprägung einer bevorzugten [[Fortbewegung]]srichtung und einer aktiven Nahrungsaufnahme entstand dann ein Körperende, das als erstes mit neuen [[Reiz|Umweltreizen]] in Kontakt kommt, sodass die Ansammlung verschiedener Sinnesorgane an diesem Ende einen [[evolution]]ären Vorteil mit sich brachte. Ein Kopf in diesem Sinne findet sich bei einigen Hohltieren (wie den [[Süßwasserpolypen]] &amp;#039;&amp;#039;Hydra&amp;#039;&amp;#039;) und bei den meisten [[Bilateria]]. Ein deutlich abgesetzter eigentlicher Kopf tritt vor allem bei [[Weichtiere]]n, [[Gliederfüßer]]n und [[Wirbeltiere]]n auf. Neben der Konzentration von Sinnesorganen sind häufig auch die Möglichkeiten zur Manipulation der Umgebung im Kopfbereich gebündelt, so die Werkzeuge zur Aufnahme und Zerkleinerung der Nahrung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Michael H. Stoffel| Titel=Funktionelle Neuroanatomie für die Tiermedizin| Seiten=15| Verlag=Enke| Ort=Stuttgart| Jahr=2010| ISBN=978-3-8304-1155-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Ansammlung von Strukturen, die einer [[Nervensystem|nervösen]] Steuerung bedürfen, kommt es parallel zur Cephalisation auch zu einer Ansammlung des Nervensystems im Kopfbereich bis hin zur Bildung eines [[Gehirn]]s, ein Vorgang, der als &amp;#039;&amp;#039;[[Cerebralisation]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/cerebralisation/12912 &amp;#039;&amp;#039;Cerebralisation&amp;#039;&amp;#039;] in der Onlineversion des [[Lexikon der Biologie|Lexikons der Biologie]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ältesten [[Fossil]]ien, die eine bilaterale Symmetrie aufweisen, sind bereits aus der [[Ediacara-Fauna]] bekannt, so zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Spriggina]]&amp;#039;&amp;#039;. Allerdings ist bei diesen Tieren oft nicht sicher, ob es sich bei dem abgesetzten Ende tatsächlich um einen Kopf oder um ein Anheftungsorgan handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Paul Selden, John Nudds| Titel=Evolution of Fossil Ecosystems| Seiten=17-18| Auflage=2| Verlag=Academic Press| Ort=London, Waltham, San Diego| Jahr=2012| ISBN=978-0-12-404637-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Organisation des Körpers entlang der Körperachse und die daraus folgende Unterteilung in Kopf und Rumpf wird durch [[Hox-Gen]]e gesteuert. Gene, mit denen das Kopfende bei höheren Tieren festgelegt wird, sind Genen verwandt ([[Homologie (Genetik)#Homologie zwischen verdoppelten oder fremden Genen|ortholog]]), die sich bereits bei &amp;#039;&amp;#039;Hydra&amp;#039;&amp;#039; finden, und teilweise sogar bei Schwämmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor = Brigitte Galliot, David Miller| Titel = Origin of anterior patterning how old is our head?| Sammelwerk = Trends in Genetics| Jahr = 2000| Seiten = 1–5| Band =16| Nummer = 1|Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Köpfe verschiedener Tiergruppen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weichtiere (Mollusca) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Arion lusitanicus-Closeup head and sole.jpg|mini|links|Kopf von &amp;#039;&amp;#039;[[Arion lusitanicus]]&amp;#039;&amp;#039; mit Augen auf Stielen und Fühlern]]&lt;br /&gt;
Während der Kopfbereich bei Weichtieren immer zentrale Teile des Nervensystems beinhaltet, ist er nur bei den [[Schnecken]] und [[Kopffüßer]]n als eigener, die Augen tragender Körperteil abgesetzt, während ein definierter Kopf bei den [[Muscheln]] wahrscheinlich sekundär verloren gegangen ist. Bei Schnecken trägt der Kopf ein Paar [[Fühler (Biologie)|Fühler]], die Augen, die an der Basis der Fühler oder auf eigenen Stielen sitzen, und häufig weitere [[Tentakel]], die den Mundraum umgeben (Labialtentakel). Der Kopf der Schnecken geht in ganzer Breite in den Fuß über, kann aber durch einen verengten Hals vom Rest des Körpers abgesetzt sein. Bei den Kopffüßern sind Kopf, Arme und Trichter zu einer vom Rest des Körpers abgesetzten Einheit, dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cephalopodium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst, das der Fortbewegung und dem Beutefang dient. Die Kopffüßer weisen die am weitesten entwickelte Cerebralisation und die höchstentwickelten Augen aller wirbellosen Tiere auf und ihr Gehirn ist, [[Analogie (Biologie)|analog]] zum Schädel der Wirbeltiere durch eine [[knorpel]]ige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kopfkapsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Herausgeber=Wilfried Westheide, Reinhard Rieger| Titel=Spezielle Zoologie. Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere| Seiten=335, 353–355| Auflage=2| Verlag=Spektrum Akademischer Verlag| Ort=München| Jahr=2007| ISBN=978-3-8274-1575-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Gliederfüßer (Arthropoda) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Croat fg081.jpg|mini|Kopf und Halsschild eines weiblichen [[Hirschkäfer]]s mit gut sichtbaren [[Mandibel]]n, Augen und [[Fühler (Biologie)|Antennen]]]]&lt;br /&gt;
Bei den Gliederfüßern ist die Evolution des Kopfes (hier auch Deutocephalon genannt)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/deutocephalon/17669 Deutocephalon], auf Spektrum.de, Lexikon der Biologie&amp;lt;/ref&amp;gt; in mehreren Schritten verlaufen. Ursprünglich sind mit dem [[Prostomium|Acron]], dem vordersten Körperabschnitt, wahrscheinlich zwei [[Segmentierung (Biologie)|Segmente]] verschmolzen: Das Praeantennalsegment, dessen Gliedmaßen möglicherweise zum [[Labrum]] wurden und das [[Fühler (Biologie)|Antennen]] tragende 2. Segment. Später verschmolz erst ein weiteres Segment, das die 2. Antennen trägt, und dann noch einmal drei weitere Segmente mit dem Kopf, die primär Laufbeine trugen. Die [[Ganglion (Nervensystem)|Ganglien]] der ersten drei Segmente wurden dabei zum [[Oberschlundganglion]], die der folgenden drei zum [[Unterschlundganglion]]. Ein Kopf mit Antennen und drei Laufbeinpaaren ist bei den [[Trilobiten]] erhalten. Bei den [[Kieferklauenträger]]n ist der Körper in einen Vorderkörper ([[Prosoma]]) und einen Hinterkörper ([[Kieferklauenträger#Merkmale|Opisthosoma]]) unterteilt, wobei der sieben oder acht Segmente umfassende Vorderkörper die Sinnesorgane, Mundwerkzeuge und Laufbeine trägt. Bei den [[Mandibulata]] ist der Kopf ein einheitlicher Körperabschnitt ([[Tagma (Anatomie)|Tagma]]), bei dem die Laufbeine zu [[Mundwerkzeuge]]n ([[Mandibel]]n und [[Maxille]]n bzw. [[Labium (Insekt)|Labium]]) wurden. Bei manchen [[Krebstiere]]n ist dieser Kopf allerdings mit dem [[Thorax (Gliederfüßer)|Thorax]] zu einem [[Cephalothorax]] verschmolzen. Bei [[Insekten]] werden beim Kopf folgende Abschnitte unterschieden: [[Clypeus]] (Kopfschild), [[Vertex]] (Scheitel), [[Gena (Insekt)|Genae]] (Wangen), [[Occiput (Insekt)|Occiput]] (Hinterkopf).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Herausgeber=Wilfried Westheide, Reinhard Rieger| Titel=Spezielle Zoologie. Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere| Seiten=441 f., 464, 479, 555, 643| Auflage=2| Verlag=Spektrum Akademischer Verlag| Ort=München| Jahr=2007| ISBN=978-3-8274-1575-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===  Wirbeltiere (Vertebrata) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grey nurse shark 2.jpg|mini|links|Kopf eines [[Sandtigerhai]]s mit sichtbarer Mundöffnung, Augen, Nasen- und Ohröffnung]]&lt;br /&gt;
Alle Wirbeltiere sind in Kopf, Rumpf und Schwanz gegliedert, wobei sich der Kopf durch den Besitz eines [[knorpel]]igen oder [[Knochen|verknöcherten]] [[Schädel]]s auszeichnet. Der Kopf der Wirbeltiere ist eine evolutionäre Neuerung gegenüber den schädellosen [[Chordatiere]]n, nur sein hinterster Abschnitt leitet sich von den vordersten Rumpfsegmenten ab. Der überwiegend aus Zellen der [[Neuralleiste]] hervorgehende Schädel kann unterteilt werden in den das Gehirn schützenden [[Neurocranium|Hirnschädel]] (Neurocranium), den der Nahrungsaufnahme und der [[Atmung]] dienenden [[Gesichtsschädel]] (Viscerocranium) mit dem [[Kiefer (Anatomie)|Kiefer]] bei [[Kiefermäuler]]n, sowie aus dem [[Bindegewebe]] gebildeten [[Deckknochen]] ([[Dermatocranium]]). Im und am Wirbeltierkopf sind die Mundöffnung und zahlreiche Sinnesorgane konzentriert: [[Nase]], [[Auge]]n, [[Ohr]]en mit [[Lagesinn]] und [[Geschmackssinn]]. Ursprünglich und auch heute noch bei [[Fische]]n trägt der Kopf die [[Kiemen]] und ist gegenüber dem Rumpf relativ unbeweglich. Bei den [[Landwirbeltiere]]n (Tetrapoda) weist der Kopf dagegen eine Reihe von Neuerungen auf: Eine innere Nasenöffnung ([[Choane]]) ermöglicht es, die Nase zusätzlich zum Riechen für das Einatmen einzusetzen; [[Tränendrüse]]n befeuchten die Augen und eine fleischige [[Zunge]] dient der Nahrungsverarbeitung und trägt Geschmackssinnesorgane. Bei den [[Amnioten]] kommen die Ausbildung eines verlängerten Halses und eine erhöhte Beweglichkeit des Kopfes durch die Entwicklung des [[Atlas (Halswirbel)|Atlas]]-[[Axis (Halswirbel)|Axis]]-Gelenks hinzu. [[Säugetiere]] haben zudem am Kopf sichtbare äußere [[Ohrmuschel]]n und eine ausgeprägte [[mimische Muskulatur]], die eine komplexe Bewegung des Gesichts ([[Mimik]]) über die Kiefer- und Augenbewegungen hinaus erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Herausgeber=Wilfried Westheide, Reinhard Rieger| Titel=Spezielle Zoologie. Teil 2: Wirbel- oder Schädeltiere| Seiten=32–48, 54, 304, 441| Auflage=3| Verlag=Spektrum Akademischer Verlag| Ort=München| Jahr=2011| ISBN=978-3-642-55435-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei jungen Wirbeltieren ist der Kopf häufig im Vergleich zum Körper vergrößert, was als Teil des [[Kindchenschema]]s auch als Merkmal junger Tiere fungiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Lateral head anatomy detail.jpg|mini|hochkant|Anatomie des menschlichen Kopfes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonardo da vinci, Study on the proportions of head and eyes.jpg|mini|hochkant|Kopfstudie von [[Leonardo da Vinci]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kopf des [[Mensch]]en entspricht grundsätzlich dem Säugetierkopf, stellt aber auf Grund des [[Bipedie|aufrechten Gangs]] bei normaler Körperhaltung das obere Ende des Körpers dar. Die Augen sind wie bei allen [[Primaten]] nach vorn ausgerichtet, und der das große Gehirn schützende Gehirnschädel ist gegenüber dem Gesichtsschädel stark vergrößert und überragt diesen auch auf der Vorderseite des Kopfes, so dass ein insgesamt runder Kopf ohne hervorstehende [[Schnauze]], sondern mit einem relativ flachen, nach vorn weisenden [[Gesicht]] gebildet wird. Der Kopf ist bei Neugeborenen so groß, dass er als der Körperteil mit dem größten Durchmesser den [[Geburt]]svorgang bestimmt. Neben den [[Achselhöhle]]n und dem [[Schambehaarung|Schambereich]] ist der Kopf der einzige Bereich des menschlichen Körpers, der eine dichte [[Haar|Behaarung]] aufweist, die in das [[Haupthaar]] und das [[Barthaar]] der Männer unterteilt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Herausgeber=Wilfried Westheide, Reinhard Rieger| Titel=Spezielle Zoologie. Teil 2: Wirbel- oder Schädeltiere| Seiten=540| Auflage=3| Verlag=Spektrum Akademischer Verlag| Ort=München| Jahr=2011| ISBN=978-3-642-55435-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturell wird der Kopf häufig als zentrales Merkmal des Menschen betrachtet. Dies drückt sich zum Beispiel in stehenden [[Redewendung]]en aus, bei denen der Kopf [[Pars pro toto|stellvertretend]] für den gesamten Menschen oder das einzelne Individuum steht (z.&amp;amp;nbsp;B. „Pro-Kopf-“, „die besten Köpfe“). Auch den Köpfen von Feinden wurde oft eine besondere Bedeutung zugemessen, was sich unter anderem in der Hinrichtung durch Abtrennen des Kopfes vom restlichen Körper ([[Enthauptung]] oder Köpfen) und der Zurschaustellung des abgetrennten Kopfes bis hin zur [[Kopfjagd]] in manchen Kulturen äußert. Bei menschlichen Darstellungen spielt der Kopf ebenfalls eine große Rolle, wobei er abhängig vom Kulturkreis entweder besonders betont oder stark abstrahiert wird. Kinder beginnen den Menschen gewöhnlich als [[Kopffüßler]] ohne Rumpf darzustellen, möglicherweise weil Kopf und Gliedmaßen als wichtigste Elemente des Menschen wahrgenommen werden. Auch später wird der Kopf noch überproportional groß dargestellt. Während der Kopf in der westlichen [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]] meist eine zentrale Rolle spielt, kann seine Darstellung in anderen Kulturen mehr oder weniger stark [[tabu]]isiert sein. Bei frühesten Menschendarstellungen fehlt der Kopf häufig oder er ist auf einen Strich reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Rolf Oerter| Titel=Der Mensch, das wundersame Wesen: Was Evolution, Kultur und Ontogenese aus uns machen| Seiten=274–276| Verlag= Springer Spektrum| Ort=Wiesbaden| Jahr=2014| ISBN=978-3-658-03322-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Üben kann der Mensch auf dem [[Kopfstand|Kopf stehen]], in der Regel mit den Händen oder Ellbögen auf zwei weiteren Abstützungspunkten. [[Akrobatik|Akrobatisch]] nur auf dem Kopf gestützt kann auch um die Hochachse rotiert werden. Ein [[Babytragetuch|Tragetuch]] für eine an der Rückenseite getragene Last oder ein [[Tragring]] für eine auf dem Kopf balancierte Last sind Hilfsmittel für freihändiges Tragen mit dem Kopf. Ein Akrobat kann mit den [[Fußgewölbe]]n am leichtesten auf dem Kopf eines anderen stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Heads|Kopf}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Kopf}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kopf}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kopf/36971 &amp;#039;&amp;#039;Kopf&amp;#039;&amp;#039;] in der Onlineversion des [[Lexikon der Biologie|Lexikons der Biologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4128931-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kopf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperregion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
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