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	<title>Kontinentale Erdkruste - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:41:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kontinentale_Erdkruste&amp;diff=147269&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2026-98239-4 (Diskussion) auf die letzte Version von Horst Gräbner zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kontinentale_Erdkruste&amp;diff=147269&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-13T10:02:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-98239-4&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-98239-4&quot;&gt;~2026-98239-4&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-98239-4&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-98239-4 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Horst_Gr%C3%A4bner&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Horst Gräbner (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Horst Gräbner&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erdkruste.png|mini|300px|Übergang von ozeanischer und kontinentaler Kruste an einem passiven Kontinentalrand (Darstellung stark vereinfacht). Man beachte, dass hier sowohl der Bereich mit kontinentaler Kruste, der Kontinentalblock, als auch der Bereich mit ozeanischer Kruste der gleichen [[Lithosphärenplatte]] („Kontinentalplatte“) angehören.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kontinentale Erdkruste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kontinentale Kruste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bildet im [[Innerer Aufbau der Erde|Aufbau der Erde]] zusammen mit der [[Ozeanische Erdkruste|ozeanischen Erdkruste]] die oberste Gesteinsschicht der [[Lithosphäre]]. Sie besteht aus [[Magmatisches Gestein|magmatischen Gesteinen]] mit mittlerem bis hohem SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt (im Wesentlichen [[Granitoid]]e), teils mächtigen [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimenten]] sowie jeweils daraus entstandenen [[Metamorphes Gestein|metamorphen Gesteinen]]. Wegen des im Vergleich zur ozeanischen Kruste hohen Anteils an [[Aluminium|Aluminium (Al)]] und dem generell hohen Anteil an [[Silizium|Silicium (Si)]], ist für die kontinentale [[Erdkruste]] (die äußerste Schicht der Erde) auch die vereinfachende Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sial&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SiAl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und der Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SiAl-Schicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dichte der kontinentalen Erdkruste ist mit etwa 2,7 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; geringer als die der ozeanischen Kruste (etwa 3,0 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;). Beide sind vom [[Lithosphärischer Mantel|lithosphärischen Mantel]], dem festen Anteil des oberen [[Erdmantel]]s, unterlagert. Kruste und lithosphärischer Mantel „schwimmen“ [[Isostasie|isostatisch]] auf der [[Asthenosphäre]]. Die [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] der kontinentalen Kruste beträgt unter Ebenen im Mittel 35&amp;amp;nbsp;km und steigt gemäß dem isostatischen Verhalten unter hohen Gebirgen auf bis zu 80&amp;amp;nbsp;km an. Die Mächtigkeit der ozeanischen Kruste ist mit 5–8&amp;amp;nbsp;km deutlich geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere zusammenhängende Bereiche kontinentaler Kruste an der Erdoberfläche werden, unabhängig von eventuell vorhandener Meeresbedeckung, als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kontinentalblöcke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kontinentalschollen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der geographische Begriff „[[Kontinent]]“ bezeichnet hingegen nur die trocken liegenden („festländischen“) Areale der Kontinentalblöcke.&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Im geologischen Sprachgebrauch wird der Begriff „Kontinent“ oft [[synonym]] zum hier genutzten Begriff „Kontinentalblock“ bzw. „Kontinentalscholle“ gebraucht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vom Meer bedeckten Bereiche eines Kontinentalblocks werden [[Schelf]] genannt. Für kleinere „Schnipsel“ kontinentaler Kruste ist der Begriff [[Mikrokontinent]] gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Continental Crustal Structure.png|mini|Gliederung der kontinentalen Erdkruste nach seismischen [[Seismische Welle#P-Wellen|P-Wellen]] Geschwindigkeiten für verschiedene Bereiche (Kratone, Orogene, Becken)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Simplified Earth&amp;#039;s Crust Structure.jpg|mini|Vereinfachte Struktur der Erdkruste, Vergleich zwischen gemittelter kontinentaler und ozeanischer Kruste]]&lt;br /&gt;
Eine einfache und stark schematisierende Gliederung unterteilt die kontinentale Erdkruste in eine &amp;#039;&amp;#039;obere&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;untere&amp;#039;&amp;#039;, teilweise auch &amp;#039;&amp;#039;mittlere&amp;#039;&amp;#039; Kruste. Die Unterteilung ist nicht vereinheitlicht und variiert für verschiedene kontinentale Bereiche wie [[Kraton]]e, [[Gebirge|Orogene]] oder [[Becken (Geomorphologie)|Becken]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rolf Meissner, Hartmut Kern |Titel=Continental Crustal Structure |Sammelwerk=Encyclopedia of Solid Earth Geophysics |Verlag=Springer International Publishing |Ort=Cham |Datum=2019 |ISBN=978-3-030-10475-7 |DOI=10.1007/978-3-030-10475-7_30-1 |Seiten=1–7 |Online=https://link.springer.com/10.1007/978-3-030-10475-7_30-1 |Abruf=2023-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als seismische Diskontinuität scheint manchmal die [[Conrad-Diskontinuität]] geeignet zu sein um die obere [[Felsische Minerale|felsische]] von der unteren [[Mafische Minerale|mafischen]] Kruste zu trennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Obere Kruste ===&lt;br /&gt;
Die obere Kruste umfasst die Sedimentschicht und das darunter lagernde Grundgebirge,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/kontinentale-erdkruste/8707 |titel=kontinentale Erdkruste |werk=Lexikon der Geowissenschaften |hrsg=Spektrum |sprache=de |abruf=2023-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erstreckt sich in eine Tiefe von etwa 12 bis 20&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die chemische Grundzusammensetzung der oberen Kruste ist grundsätzlich felsisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In Beckenregionen kann die Sedimentschicht über 10–15&amp;amp;nbsp;km mächtig werden. Das Grundgebirge ist aus metamorphen und magmatischen Gesteinen wie [[Gneis]]en, [[Granit]]en und [[Granodiorit]]en mit [[Seismische Wellen#P-Wellen|P-Wellen]] Geschwindigkeiten zwischen 6,0 und 6,5&amp;amp;nbsp;km/s aufgebaut. Der Grad der [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] nimmt mit der Tiefe zu. In 10–15&amp;amp;nbsp;km Tiefe findet der Übergang zu [[Migmatit]]en mit P-Wellen Geschwindigkeiten um 6,5–6,7&amp;amp;nbsp;km/s statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegensatz zur (mit wenigen Ausnahmen) aseismsischen mittleren und unteren Kruste, treten [[Erdbeben]] im Allgemeinem in der oberen Kruste auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 10–20&amp;amp;nbsp;km Tiefe sind [[Druck (Physik)|Druck]] und [[Temperatur]] so hoch, dass die Hauptmineralbestandteile der Kruste, [[Quarz]] und [[Feldspat]], bei tektonischer Beanspruchung nicht mehr spröde, sondern durch Kriechen an [[Korngrenze|Kristallgrenzen]] oder [[Umkristallisation]] duktil reagieren. Im duktilen Bereich lässt sich die Erdkruste [[Plastische Verformung|plastisch]], also bruchlos und dauerhaft, [[Verformung|deformieren]]. Die Lage der Übergangszone ist vom [[Wärmestrom]] und dem [[Fluid]]gehalt der Erdkruste abhängig. In magmatisch aktiven Regionen mit erhöhtem Wärmefluss und höherer Fluidkonzentration beginnt der duktile Bereich in geringerer Tiefe, die Erdkruste ist daher leichter deformierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untere Kruste ===&lt;br /&gt;
Die untere Kruste besteht aus basischen oder/und hochmetamorphen Gesteinen in [[Granulit-Fazies|Granulitfazies]] wie [[Gabbro]]s, [[Amphibolit]]en und [[Granulit]]en mit P-Wellen Geschwindigkeiten zwischen 6,5 und 7,5&amp;amp;nbsp;km/s. In zahlreichen Regionen ist die untere Kruste durch eine ausgeprägte Lamellierung, d.&amp;amp;nbsp;h. einen Wechsel von Zonen mit erhöhter und verringerter Geschwindigkeit, charakterisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die durchschnittliche Zusammensetzung der unteren Kruste ist in [[Kraton]]en im Allgemeinen mafisch, aber in einigen Regionen tendiert sie dazu, intermediär oder sogar felsisch zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mohorovičić-Diskontinuität ===&lt;br /&gt;
Die Kruste wird unten von der [[Mohorovičić-Diskontinuität]] (&amp;#039;&amp;#039;Moho&amp;#039;&amp;#039;) begrenzt, regional kann sich jedoch der Übergang von der Erdkruste zum Erdmantel über eine mehr oder minder breite Übergangszone mit einer Mächtigkeit von mehreren Kilometern vollziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Darunter befindet sich der lithosphärische Mantel, der bis in etwa 80–120&amp;amp;nbsp;km Tiefe fest ist und zusammen mit der Erdkruste die lithosphärischen Platten aufbaut. Ein geringer Grad an Aufschmelzung lässt die darunter folgende [[Asthenosphäre]] ([[Erdmantel]]) plastisch reagieren und ermöglicht somit die Verschiebung der Lithosphärenplatten, wobei die untere Lithosphäre wahrscheinlich auch eine Mobilität jenseits der Kruste besitzen kann (durch Delamination oder Verschiebung).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Zhensheng Wang, Timothy M. Kusky, Fabio A. Capitanio |Titel=Ancient Continental Lithosphere Dislocated Beneath Ocean Basins Along the Mid-Lithosphere Discontinuity: A Hypothesis: Cratonic Roots beneath Oceans |Sammelwerk=Geophysical Research Letters |Band=44 |Nummer=18 |Verlag= |Ort= |Datum=2017 |Seiten=9253–9260 |Online=https://www.mantleplumes.org/MidLithosphericDiscontinuity.html |DOI=10.1002/2017GL074686}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung und Mineralogie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Häufigkeit Elemente Erdkruste 2018-04-12.svg|mini|Häufigkeit chemischer Elemente in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kontinentalen Erdkruste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Massenanteil)]]&lt;br /&gt;
Die Erdkruste ist chemisch nicht homogen und wird in eine [[felsisch]]e Oberkruste, die in etwa die Zusammensetzung eines Granits hat, und eine Unterkruste unterteilt. Für die Zusammensetzung der Unterkruste gibt es verschiedene Modelle, die für die Gesamtkruste eine felsische, intermediäre oder [[Mafische Minerale|mafische]] Gesamtzusammensetzung fordern. Da die Oberkruste, wie bereits gesagt, felsisch ist, erfordern diese Modelle daher eine mafischere Unterkruste, die Oberkruste wäre demnach erst ein Resultat von post[[orogen]]em Magmatismus (siehe [[Granit#Granitgenese|S-Typ Granit]]).&amp;lt;ref&amp;gt;R. Taylor, S. McLennan: &amp;#039;&amp;#039;Planetary Crusts. Their Composition, Origin and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge, UK, 2009. ISBN 978-0-521-84186-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mineralogie der Kruste unterscheidet sich sehr stark, tendenziell nimmt der SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und Wassergehalt mit der Tiefe ab, da entsprechende Minerale mit hohen Gehalten jener Elemente entweder unter höheren Drücken nicht stabil sind, oder dazu neigen bei erhöhten Temperaturen in Schmelze zu gehen und dann aufsteigen. Die Gesteine der unteren Kruste unterliegen in der Regel metamorphen Prozessen, ihre Mineralogie richtet sich daher auch stark nach ihrem Alter, welches in der Regel den Druck/Temperatur Pfad der [[metamorphe Fazies|metamorphen Fazies]] vorgibt. So können in der Unterkruste [[eklogit]]- und [[blauschiefer]]fazielle Verhältnisse erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sebastian Buntin, Irina M. Artemieva, Alireza Malehmir, Hans Thybo, Michal Malinowski, Karin Högdahl, Tomasz Janik, Stefan Buske |Titel=Long-lived Paleoproterozoic eclogitic lower crust |Sammelwerk=Nature Communications |Band=12 |Nummer=1 |Verlag= |Datum=2021 |Seiten=6553 |ISSN=2041-1723 |DOI=10.1038/s41467-021-26878-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maximales Alter und Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste kontinentale Kruste entstand im [[Hadaikum]]. Als älteste erhaltene mineralische Substanz der Erde gelten einige winzige Zirkonkörner mit einem Alter von bis zu 4,4 Milliarden Jahren ([[Jahrmilliarde|Ga]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;wilde_et_al_2001&amp;quot;&amp;gt;Simon A. Wilde, John W. Valley, William H. Peck, Colin M. Graham: &amp;#039;&amp;#039;Evidence from detrital zircons for the existence of continental crust and oceans on the Earth 4.4 Gyr ago.&amp;#039;&amp;#039; Nature. Bd.&amp;amp;nbsp;409, 2001, S.&amp;amp;nbsp;175–178, [[doi:10.1038/35051550]], Alternativzugriff auf Volltext: [http://www.researchgate.net/publication/12133721_Evidence_from_detrital_zircons_for_the_existence_of_continental_crust_and_oceans_on_the_Earth_4.4_Gyr_ago ResearchGate]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um sogenannte [[Detritus (Geologie)|detritische]] Zirkone, die heute in den [[Jack Hills]] im Westen Australiens in [[Metamorphes Gestein|metamorphen]] [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgesteinen]] (Metasedimenten) zu finden sind, deren Ablagerungszeitraum allerdings auf etwa 3 Ga geschätzt wird (sie liegen also nicht mehr in ihrer ursprünglichen Umgebung vor). Die Ergebnisse der Untersuchungen des Verhältnisses der in ihnen enthaltenen [[Isotopengeochemie|stabilen Isotope]] ([[δ18O|δ&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt;O]], &amp;lt;sup&amp;gt;176&amp;lt;/sup&amp;gt;Hf/&amp;lt;sup&amp;gt;177&amp;lt;/sup&amp;gt;Hf) und von Fremdmineral-Mikroeinschlüssen (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Kalifeldspat]], [[Quarz]] und [[Monazit]]).&amp;lt;ref&amp;gt;T. M. Harrison, J. Blichert-Toft, W. Müller, F. Albarede, P. Holden, S. J. Mojzsis: &amp;#039;&amp;#039;Heterogeneous Hadean Hafnium: Evidence of Continental Crust at 4.4 to 4.5 Ga.&amp;#039;&amp;#039; Science. Bd.&amp;amp;nbsp;310 (Nr.&amp;amp;nbsp;5756), 2005, S.&amp;amp;nbsp;1947–1950, [[doi:10.1126/science.1117926]]; siehe auch die darin zitierte Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden teils als Belege für die Existenz von bereits stark differenzierter granitischer kontinentaler Kruste und von [[Chemische Verwitterung|chemischer Verwitterung]] unter Einfluss von kalten Oberflächenwässern auf der frühen „Urerde“ interpretiert. Diese Interpretationen sind jedoch umstritten, und es besteht lediglich darin allgemeine Übereinstimmung, dass die Zirkone einst nicht in primordialer, sondern zumindest moderat differenzierter Kruste bzw. in zumindest [[Intermediäres Gestein|intermediären magmatischen Gesteinen]] auskristallisierten.&amp;lt;ref&amp;gt;John W. Valley, Aaron J. Cavosie, Bin Fu, William H. Peck, Simon A. Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Comment on “Heterogeneous Hadean Hafnium: Evidence of Continental Crust at 4.4 to 4.5 Ga”.&amp;#039;&amp;#039; Science. Bd.&amp;amp;nbsp;312 (Nr.&amp;amp;nbsp;5777), 2006, S.&amp;amp;nbsp;1139, [[doi:10.1126/science.1125301]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund des Nachweises von [[Diamant]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;einschlüssen in 4,25 Ga alten detritischen Zirkonen aus den Metasedimenten der Jack Hills ist es sehr wahrscheinlich, dass zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens zwei Kontinentalblöcke existierten, die miteinander kollidierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Martina Menneken, Alexander A. Nemchin, Thorsten Geisler, Robert T. Pidgeon, Simon A. Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Hadean diamonds in zircon from Jack Hills, Western Australia.&amp;#039;&amp;#039; Nature. Bd.&amp;amp;nbsp;448 (Nr.&amp;amp;nbsp;7156), 2007, S.&amp;amp;nbsp;917–920, [[doi:10.1038/nature06083]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird davon ausgegangen, dass sich aus Ozean-Ozeanplatten-Kollisionen Inselbögen formten, indem durch Inselbogenvulkanismus, gegenseitige Überschiebung von Inselbögen und Unterschiebung ozeanischer Kruste eine krustale-Verdickung stattfand, und diese Inselbögen durch weitere „[[Orogenese]]n“ langsam immer kontinentaler wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cin-Ty A. Lee, Peter Luffi, and Emily J. Chin: Building and Destroying Continental Mantle. Annual Review of Earth and Planetary Sciences 2011 39:1, 59–90&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ältesten bekannten irdischen Gesteine auf der Erde im [[Nuvvuagittuq-Grünsteingürtel]] (umstrittene Datierung: 4,03 Ga&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Van Kranendonk, Vickie C. Bennett, J. Elis Hoffmann |Titel=Earth&amp;#039;s oldest rocks |Auflage=Second edition |Ort=Amsterdam |Datum=2019 |ISBN=978-0-444-63902-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) geben einen Hinweis darauf, dass die erste kontinentale Kruste durch Aufschmelzung versenkter ozeanischer Kruste entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;M.G. Bjørnerud, H. Austrheim: &amp;#039;&amp;#039;Inhibited eclogite formation: The key to the rapid growth of strong and buoyant Archean continental crust.&amp;#039;&amp;#039; Geology. Bd.&amp;amp;nbsp;32, Nr.&amp;amp;nbsp;9, 2004, S.&amp;amp;nbsp;765–768, [[doi:10.1130/G20590.1]], Alternativzugriff auf Volltext: [http://www.es.ucsc.edu/~crowe/structure/handouts/GEOL_Bjornerud_2004.pdf Website der University of California Santa Cruz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten J. Nagel, J. Elis Hoffmann, Carsten Münker: &amp;#039;&amp;#039;Generation of Eoarchean tonalite-trondhjemite-granodiorite series from thickened mafic arc crust.&amp;#039;&amp;#039; Geology. Bd.&amp;amp;nbsp;40, Nr.&amp;amp;nbsp;4, 2012, S.&amp;amp;nbsp;375–378, [[doi:10.1130/G32729.1]]. Siehe dazu auch den Artikel &amp;#039;&amp;#039;[https://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14539-2012-03-09.html Ozeanische Ur-Kruste „schwitzte“ älteste Kontinente aus]&amp;#039;&amp;#039; auf scinexx.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der höheren Erdmanteltemperatur, die für den Zeitraum zwischen 4,5 Ga und 3,0 Ga angenommen wird,&amp;lt;ref&amp;gt;S. Labrosse, C. Jaupart: &amp;#039;&amp;#039;Thermal Evolution of the Earth: Secular Changes and Fluctuations of Plate Characteristics.&amp;#039;&amp;#039; Earth and Planetary Science Letters. Bd.&amp;amp;nbsp;260, 2007, S.&amp;amp;nbsp;465–481, [[doi:10.1016/j.epsl.2007.05.046]]&amp;lt;/ref&amp;gt; sind in diesem Zeitraum vermutlich etwa zwei Drittel der heute vorhandenen Kruste entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Dhuime, Chris J. Hawkesworth, Peter A. Cawood, Craig D. Storey: &amp;#039;&amp;#039;A Change in the Geodynamics of Continental Growth 3 Billion Years Ago.&amp;#039;&amp;#039; Science. Bd.&amp;amp;nbsp;335 (Nr.&amp;amp;nbsp;6074), 2012, S.&amp;amp;nbsp;1334–1336, [[doi:10.1126/science.1216066]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach sank die Temperatur des Erdmantels, so dass in [[Subduktionszone]]n weniger oder keine Aufschmelzung subduzierter ozeanischer Kruste mehr stattfinden konnte (siehe auch [[TTG-Komplex]] oder [[Adakit]]). Passend zu dieser Theorie tauchen [[Eklogit]]e als nicht aufgeschmolzene Gesteine der ozeanischen Kruste erst ab etwa 3 Ga vermehrt auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Steven B. Shirey, Stephen H. Richardson: &amp;#039;&amp;#039;Start of the Wilson Cycle at 3 Ga Shown by Diamonds from Subcontinental Mantle.&amp;#039;&amp;#039; Science. Bd.&amp;amp;nbsp;333 (Nr.&amp;amp;nbsp;6041), 2011, S.&amp;amp;nbsp;434–436, [[doi:10.1126/science.1206275]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Fehlen großer Teile der damals entstandenen Kruste ist darauf zurückzuführen, dass ein großer Teil der heutigen Krustengesteine im Rahmen von Gebirgsbildungen bzw. durch den [[Kreislauf der Gesteine]] wieder „recycelt“ wurde und eigentlich auf deutlich ältere Kruste zurückgeht. So lassen sich in den meisten [[Grundgebirge|Grundgebirgskomplexen]] der Erde in den Gesteinen meist noch wesentlich ältere Zirkone finden, die auf ein wesentlich höheres Alter des Ursprungsmaterials ([[Protolith]]) schließen lassen&amp;lt;ref&amp;gt;Chris Hawkesworth, Peter Cawood, Tony Kemp, Craig Storey, Bruno Dhuime: &amp;#039;&amp;#039;A Matter of Preservation.&amp;#039;&amp;#039; Science. Bd.&amp;amp;nbsp;323 (Nr.&amp;amp;nbsp;5910), 2009, S.&amp;amp;nbsp;49–50, [[doi:10.1126/science.1168549]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch [[Geologie Deutschlands#Grundgebirgsstockwerk|Grundgebirge Deutschlands]]). Folglich muss die kontinentale Kruste, wie sie heute in der Regel vorliegt, durch eine ganze Reihe verschiedener geologischer Prozesse ge- und überprägt worden sein. Am Ausgangspunkt der Krustenentwicklung können [[Inselbogen|Inselbögen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Esteban Gazel, Jorden L. Hayes, Kaj Hoernle, Peter Kelemen, Erik Everson |Titel=Continental crust generated in oceanic arcs |Sammelwerk=Nature Geoscience |Band=8 |Nummer=4 |Datum=2015-04 |Seiten=321–327 |DOI=10.1038/ngeo2392}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und/oder [[Ozeanisches Plateau|ozeanische Plateaus]]&amp;lt;ref&amp;gt;wie es z.&amp;amp;nbsp;B. für den [[Arabisch-Nubischer Schild|Arabisch-Nubischen Schild]] postuliert wird, siehe Mordechai Stein, Steven L. Goldstein: &amp;#039;&amp;#039;From plume head to continental lithosphere in the Arabian–Nubian shield.&amp;#039;&amp;#039; Nature. Bd.&amp;amp;nbsp;382, 1996 773–778, [[doi:10.1038/382773a0]], Alternativzugriff auf Volltext: [https://www.researchgate.net/publication/232785624 ResearchGate]&amp;lt;/ref&amp;gt; stehen, die im Zuge der Plattenbewegungen wegen ihrer relativ geringen Dichte nicht subduziert werden, sondern an der Oberfläche des Erdkörpers aneinander oder an bereits vorhandenen Kontinentalkernen akkretieren. Während der entsprechenden Gebirgsbildungen kommt es unter anderem zur Entstehung von meist [[granitoid]]en Teilschmelzen in der Unterkruste. Die damit verbundene Verarmung der tieferen Krustenniveaus an SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und Platznahme granitoider Plutone in höheren Krustenniveaus führt zu einer vertikalen Differentiation mit Ausbildung einer eher felsischen (sauren) Oberkruste und einer eher mafischen (basischen) Unterkruste. Bei weiterer Erhöhung der Dichte der Unterkruste durch [[Eklogit]]isierung sind deren Abscherung und Absinken in den Erdmantel möglich (Delamination).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Studien gehen davon aus, dass es deutlich später verdickte kontinentale Kruste gab, welche isostatisch aus dem Ozean trat. Unterschiedliche Studien, welche Isotopenuntersuchungen von Meerwasser zur Grundlage hatten, kamen hier zu unterschiedlichen Ergebnissen zwischen 3,7 Ga vor heute&amp;lt;ref&amp;gt;https://meetingorganizer.copernicus.org/EGU21/EGU21-4701.html&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2,5 Ga vor heute&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=I. N. Bindeman, D. O. Zakharov, J. Palandri, N. D. Greber, N. Dauphas |Titel=Rapid emergence of subaerial landmasses and onset of a modern hydrologic cycle 2.5 billion years ago |Sammelwerk=Nature |Band=557 |Nummer=7706 |Datum=2018-05 |Seiten=545–548 |DOI=10.1038/s41586-018-0131-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Studie zum Singhbhum-Kraton geht von einer Heraushebung zwischen 3,3 und 3,2 Ga vor heute aus&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pnas.org/content/118/46/e2105746118&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heraushebung der Kontinente ==&lt;br /&gt;
Veränderungen der Atmosphäre gegen Ende des Archaikums weisen stark darauf hin, dass zu dieser Zeit eine Heraushebung der Kontinente aus dem Meer stattfand. Ursächlich für die – wahrscheinlich [[Isostasie|isostatische]] – Hebung waren wahrscheinlich Veränderung der Lithosphärenplatten, welche mit Veränderungen der Plattentektonik im Allgemeinen einhergingen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.annualreviews.org/doi/pdf/10.1146/annurev-earth-081619-052705&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2105746118#sec-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0012821X16307117&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temperatur ==&lt;br /&gt;
Die natürliche mittlere [[Wärmestromdichte]] an der Erdoberfläche beträgt 0,065&amp;amp;nbsp;W/m². Dies entspricht einem mittleren [[Geothermischer Gradient|geothermischen Gradienten]], das heißt einem durchschnittlichen Anstieg der Temperatur mit der Tiefe, von 3&amp;amp;nbsp;K pro 100&amp;amp;nbsp;m. Je nach regionaler geologischer Situation (dominierende Gesteinsart, Krustenmächtigkeit) können diese Werte jedoch deutlich über- oder unterschritten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.geothermie.de/wissenswelt/geothermie/einstieg-in-die-geothermie/ursprung-der-erdwaerme.html |titel=Ursprung der Erdwärme |werk=Webpräsenz des Bundesverbandes Geothermie |abruf=2018-02-06 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180207010850/http://www.geothermie.de/wissenswelt/geothermie/einstieg-in-die-geothermie/ursprung-der-erdwaerme.html |archiv-datum=2018-02-07 |offline=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kent C. Condie: &amp;#039;&amp;#039;Origin of the Earth’s Crust&amp;#039;&amp;#039;. Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology. Bd.&amp;amp;nbsp;75, Nr.&amp;amp;nbsp;1–2 (Special Issue &amp;#039;&amp;#039;The Long Term Stability of the Earth System&amp;#039;&amp;#039;), 1989, S.&amp;amp;nbsp;57–81, [[doi:10.1016/0031-0182(89)90184-3]].&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Peter Giese |Titel=Ozeane und Kontinente. Ihre Herkunft, ihre Geschichte und Struktur |Verlag=Spektrum der Wissenschaft Verlag |Ort=Heidelberg |Datum=1987 |ISBN=3-922508-24-3 |Seiten=1-248}}&lt;br /&gt;
* [[Frank Press|F. Press]], [[Raymond Siever|R. Siever]]: &amp;#039;&amp;#039;Understanding Earth&amp;#039;&amp;#039;. W.H. Freeman, New York 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4451364-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4451364-1|LCCN=sh2007003374}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Plattentektonik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdkruste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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