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	<title>Konsum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Paris, Galeries Lafayette Haussmann, Coupole.jpg|mini|Kaufhäuser wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Galeries Lafayette]]&amp;#039;&amp;#039; in Paris werden umgangssprachlich-ironisch als „[[Konsumtempel]]“ bezeichnet.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konsum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|consumere}} „verbrauchen“) wird allgemein der [[Verzehr]] oder [[Verbrauch]] von [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] oder die Inanspruchnahme von [[Dienstleistung]]en verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Im [[Volkswirtschaftslehre|volkswirtschaftlichen]] Sinne steht der Begriff für den Kauf von Gütern des privaten Ge- oder Verbrauchs durch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konsumenten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Privathaushalt]]e). Der volkswirtschaftliche Überbegriff Verbrauch ist davon abzugrenzen, da er, neben dem Verbrauch von Haushalten auch den von Staat und Unternehmen umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kai-Ingo Voigt |url=https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/verbrauch-51080 |titel=Definition: Verbrauch |abruf=2020-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Pendant ist [[Sparen]], das vorliegt, wenn nicht konsumiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Betriebswirtschaftslehre|betriebswirtschaftlichen]] Sinne ist der Konsum von zentraler Bedeutung für die produkterzeugende [[Industrie]]. Der Konsum wird hier auch als [[Leistung (Rechnungswesen)|&amp;#039;&amp;#039;Output&amp;#039;&amp;#039;]] von Gütern bezeichnet. Der Konsumabsatz wird dabei mit gezielten Maßnahmen (Instrumente der [[Absatzförderung]]) gesteigert: [[Marketing]], [[Werbung]], [[Verkaufsförderung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Sozialwissenschaften|sozialwissenschaftlicher]] Perspektive steht der Begriff darüber hinaus im Kontext des modernen [[Lebensstil]]es in [[Industrialisierung|industrialisierten]] und [[marktwirtschaft]]lich organisierten Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung des Konsums ==&lt;br /&gt;
Konsum existiert, seit es die Menschheit gibt, denn [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] wurden schon immer verbraucht. Konsum wurde zudem auch durch Vorschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Jarnut]]: &amp;#039;&amp;#039;Konsumvorschriften im Früh- und Hochmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Trude Ehlert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit einem Register von Ralf Nelles.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 119–128.&amp;lt;/ref&amp;gt; geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Ethnologie]] werden alle sozialen Einheiten einer Gesellschaft, in denen Konsum stattfindet, als &amp;#039;&amp;#039;Konsumgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Das sind in erster Linie die Haushalte, zudem Clans, Dorfgemeinschaften, Zweckverbünde. Der gemeinsame Konsum, der über den Haushalt hinausgeht, bekräftigt den sozialen Zusammenhalt der Gruppe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dtv-Ethnologie&amp;quot;&amp;gt;[[Dieter Haller (Ethnologe)|Dieter Haller]], Bernd Rodekohr: &amp;#039;&amp;#039;Dtv-Atlas Ethnologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, dtv, München 2010, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 15. und 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;[[Konsumgesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (bei welcher der &amp;#039;&amp;#039;Konsum an sich&amp;#039;&amp;#039; individualisiert und wichtiger als die soziale Komponente ist) entwickelte sich erstmals im [[Geschichte Englands#Wirtschaft und Gesellschaft im Spätmittelalter|England des 15. Jahrhunderts]], als unter anderem die Entstehung neuer Drucktechnologien und des Baumwollhandels den Konsum erheblich anwachsen ließen. Eine Konsumgesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass die Befriedigung möglichst vieler [[Bedürfnis]]se nur durch Konsum gegen entsprechende Bezahlung möglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Haller, Bernd Rodekohr: &amp;#039;&amp;#039;Dtv-Atlas Ethnologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. dtv, München 2010, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Konsumenten kaufen nicht nur das, was sie zum Leben benötigen, sondern auch die „schönen“ Dinge des Lebens und Güter, die keinen [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] stiften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert kaufte die Bevölkerung das, was sie nicht selbst herstellen konnte, auf Wochen- und Jahrmärkten. Es gab keine festen [[Preis (Wirtschaft)|Preise]], es wurde gehandelt. Mit [[Luxusgüter]]n wie feinen Gewürzen und erlesenen Stoffen pflegte zunächst nur der [[Adel]] [[Prestigekonsum]]. Im Laufe der Zeit emanzipierte sich das [[Bürgertum]] und damit wuchs dessen [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraft]]. Das menschliche Interesse entwickelte sich vom [[Bedarf]] zum [[Wunsch]]. Es wurde konsumiert, um [[Prestige|etwas darzustellen]]. In [[England]] wuchs im frühen 18. Jahrhundert die Industrie und Arbeitsplätze wurden geschaffen. Aufgrund des damit verbundenen Anstiegs des [[Einkommen]]s des Bürgertums stieg die Massenverbrauchsgüter[[nachfrage]], wie zum Beispiel nach Bier, Tee, Seife und bedruckter Kleidung. [[Produktkatalog]]e wurden ab 1744 erstmals durch [[Benjamin Franklin]]s Bücherkatalog mit 600 Angeboten versandt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=RdXPBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA599&amp;amp;dq=Benjamin+Franklins+B%C3%BCcherkatalog+1744&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjK-7Cy0rnuAhVIzKQKHbuYByEQuwUwAXoECAgQBw#v=onepage&amp;amp;q=Benjamin%20Franklins%20B%C3%BCcherkatalog%201744&amp;amp;f=false Manfred Bruhn: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmens- und Marketingkommunikation.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 599.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Kataloge avancierten zum erfolgreichsten [[Kommunikationsmittel]] für die Konsumgesellschaft und führten zu einer Steigerung der Konsumbedürfnisse. Bald zogen andere Zeitschriften nach. Neben Großbritannien wurden Frankreich, Deutschland und Holland von dieser Revolution beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Unternehmer Aaron Montgomery Ward (1843–1913) präsentierte den ersten Versandkatalog im Jahre 1872 für sein Versandgeschäft in [[Chicago]]. Er bestand aus einem einzigen Blatt mit den Angeboten und den Versandbedingungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2026-01 |url=http://inventors.about.com/library/inventors/blshopping.htm |text=Shopping Innovations, &amp;#039;&amp;#039;The History of the Shopping Mall&amp;#039;&amp;#039;, 9. August 2016 |archivebot=2026-01-17 17:46:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[Innovation]] Mitte des 19. Jahrhunderts war die [[Litfaßsäule]]. Sie bot viel Platz für [[Werbung]] und war ein wichtiges Mittel zur [[Absatzförderung]]. Durch die Entwicklung der Werbung in Zeitungen, Zeitschriften und Schaufenstern wurde der Konsum stetig erhöht. Durch die [[Industrialisierung]] in Europa und Nordamerika entstanden komplexe Produktions-, Transport- und Informationsnetzwerke. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Konsumhäuser gebaut, die durch feste Preise gekennzeichnet waren. Durch das erhöhte Angebot wuchsen die Konsumentenwünsche und die Konsumlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Das [[Wirtschaftswunder]] und der damit verbundene Massenkonsum begannen mit dem Wiederaufbau Deutschlands nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Aus den oben genannten Luxusgütern wurde Massenware. Auch internationale Güter kamen in den 1950er Jahren auf den Markt und die [[Globalisierung]] des Konsums begann. In den 1960er Jahren boomte der Markt für Elektrogeräte, in den 1970er Jahren der Markt für Kunststoffmöbel, kostbare Rohstoffe und Energieträger. In den 1980er Jahren entwickelt sich eine Art Luxussucht. Reichtum und Schönheit erlangten mehr Bedeutung. Das [[World Wide Web]] entwickelt eine innovative Dimension des Konsums. Dadurch wurde es möglich, direkt beim Erzeuger in anderen Ländern zu bestellen. Konsum wurde zu einer Freizeitbeschäftigung vieler Menschen. „Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels ging davon aus, dass die Verbraucher in Deutschland 2007 16,8 Milliarden Euro für Einkäufe im Internet ausgegeben haben – Tendenz steigend.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensio/Buecher/orba1298.htm &amp;#039;&amp;#039;Europaeische Konsumgeschichte. Zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Konsums (18. bis 20. Jahrhundert)&amp;#039;&amp;#039;], Rezensiert für H-Soz-u-Kult von Dr. Barbara Orland, 18. Dezember 1998, Abruf am 2. Dezember 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere, aktuelle Tendenz ist die [[Politischer Konsum|Politisierung des Konsums]]. Dabei&lt;br /&gt;
* machen &amp;#039;&amp;#039;Medien&amp;#039;&amp;#039; auf die politischen Folgen bestimmten [[Konsumverhalten]]s aufmerksam,&lt;br /&gt;
* stellen &amp;#039;&amp;#039;Konsumenten&amp;#039;&amp;#039; das eigene Konsumverhalten in Frage oder verändert es (z. B. [[Veganismus]]),&lt;br /&gt;
* versuchen &amp;#039;&amp;#039;Unternehmen&amp;#039;&amp;#039; ihre Produkte um eine politische Dimension zu ergänzen und aufzuwerten ([[Greenwashing]]-Kampagnen wie das Regenwald-Projekt der Bier-Brauerei Krombacher 2008&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Pötter |Titel=Greenwashing mit Krombacher: Die Ökospur der Kronkorken |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2012-08-22 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Greenwashing-mit-Krombacher/!5085828/ |Abruf=2020-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;),&lt;br /&gt;
* fordern [[Nichtregierungsorganisation|&amp;#039;&amp;#039;NGOs&amp;#039;&amp;#039;]] zu einem bestimmten Konsum- oder Boykottverhalten auf (wie beim [[Brent Spar|Shell-Boykott]], 1995) oder es&lt;br /&gt;
* betonen &amp;#039;&amp;#039;wissenschaftliche Studien&amp;#039;&amp;#039; die Wirkung des Konsums auf den [[Globale Erwärmung|Klimawandel]]. Zum Beispiel weist das [[Worldwatch Institute]] im Bericht &amp;#039;&amp;#039;Zur Lage der Welt 2010 (State of the World Report 2010)&amp;#039;&amp;#039; darauf hin, dass der weltweite Konsum „Klimakiller Nummer Eins“ sei. Wenn alle Erdenbürger beispielsweise wie die [[USA|US-Amerikaner]] leben würden, könnte der Planet nur rund 1,4 Milliarden Menschen ernähren.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv |url=http://wissen.dradio.de/index.37.de.html?dram:article_id=841 |text=Zur Lage der Welt 2010: Maßlos statt nachhaltig |wayback=20100226063941 |archive-today=}}, [[DRadio Wissen]] vom 18. Februar 2010&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv |url=http://www.tagesschau.de:80/ausland/klimakiller100.html |text=Worldwatch stellt Bericht zur „Lage der Welt“ vor: Weniger Arbeiten für eine bessere Umwelt? |wayback=20100322191500}}, [[Tagesschau.de]] vom 18. März 2010&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Marx 001.jpg|mini|Karl Marx (1818–1883), bedeutender Philosoph und Kapitalismuskritiker, schreibt den produzierten Waren im Kapitalismus einen [[Karl Marx#Fetischcharakter der Ware|Fetischcharakter]] zu.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsumkritik ===&lt;br /&gt;
Gesellschaftliche Kritik am Konsum entstand nicht erst mit den modernen, westlichen Marktwirtschaften im 20. Jahrhundert, bereits im 19. Jahrhundert entwickelte sich die [[Kapitalismuskritik]], in dessen Rahmen auch der Konsum kritisiert wurde. Außerdem begleitet viele Gesellschaften und Kulturen seit Jahrhunderten die Kritik am Konsum – insbesondere in Auseinandersetzung mit religiösen oder ethischen Normen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere durch die Werbung in [[Massenmedien]] erhält die Aufforderung zum Konsum eine zentrale Aufmerksamkeit in marktwirtschaftlichen [[Informationsgesellschaft]]en des 20. und 21. Jahrhunderts. Dies wird u.&amp;amp;nbsp;a. mit dem Begriff des &amp;#039;&amp;#039;Konsumterrors&amp;#039;&amp;#039; kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Konsumterror |titel=Duden {{!}} Konsumterror {{!}} Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |abruf=2020-10-13 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Konsumgesellschaft]], [[Konsumismus]], [[Geltungskonsum]], [[Konsumverweigerung]], [[Konsumentenboykott]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konsum im Rahmen der volkswirtschaftlichen Theorie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wirtschaftskreislauf2.svg|miniatur|hochkant=1.5|Der geschlossene Wirtschaftskreislauf ohne staatliche Aktivität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beschreibung des Konsums ist es notwendig die Beziehung zwischen [[Unternehmen]] und Haushalten zu erläutern. Diese Beziehung wird in der [[Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung|volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsum in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ohne Ersparnisse und Staat ===&lt;br /&gt;
Ein Beispiel zur Darstellung dieser Beziehung ist der geschlossene [[Wirtschaftskreislauf]] ohne staatliche Aktivität. [[Privathaushalt]]e erbringen für die Unternehmen [[Arbeitsleistung]]en, mit denen die Unternehmen Güter produzieren. Diese werden von den Haushalten gekauft und konsumiert. Mit Hilfe der konsumierten Güter wird es den Haushalten ermöglicht, weitere Arbeitsleistungen zu erbringen und den Unternehmen weiter zu produzieren und Umsatz zu generieren, womit sie die Arbeitsleistungen wiederum mit [[Einkommen]] (&amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt;) vergüten können. Mit Hilfe dessen können die Haushalte wiederum die Konsumausgaben an die Unternehmen zahlen. Die vereinfachten Darstellung geht davon aus, dass die Haushalte nichts von ihren Einkommen sparen. Somit geben sie wieder alles zum Kauf von Konsumgütern aus und zahlen dafür Konsumausgaben (&amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;). Somit lässt sich das gesamte [[Bruttoinlandsprodukt]] oder das gesamte Einkommen aller an der Wirtschaft Beteiligten (&amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt;) als [[Addition]] von privaten Konsumausgaben (&amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;) und [[Investitionsausgaben]] (&amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt;) darstellen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y = C + I&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bart&amp;quot;&amp;gt;Luzius Bartling: &amp;#039;&amp;#039;Lernbücher für Wirtschaft und Recht: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Verlag Franz Vahlen, München 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsum in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mit Ersparnissen ===&lt;br /&gt;
Das vorherige Modell kann um die Möglichkeit des Sparens, aber ohne Staat erweitert werden. Der Teil des Einkommens, der nicht für den Konsumgüterkauf ausgegeben wird, heißt [[Ersparnis]] (&amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt;). Dann entspricht das Haushaltseinkommen der Summe der Konsumausgaben und der Ersparnis:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y = C + S&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Damit es zu einem [[Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht|gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht]] kommt, müssen die Ersparnisse, also die Differenz zwischen Einkommen und Konsum gleich den Ausgaben für die Investitionen sein:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S = Y - C = I&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Mathematische Herleitung:&lt;br /&gt;
#&amp;lt;math&amp;gt;Y=C+I&amp;lt;/math&amp;gt; - [[Subtraktion]] von &amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;I=Y-C&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;math&amp;gt;Y=C+S&amp;lt;/math&amp;gt; - Subtraktion von &amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;S=Y-C&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
#&amp;lt;math&amp;gt;S=I&amp;lt;/math&amp;gt; - &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; - und &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; gleichsetzen&lt;br /&gt;
#:&amp;lt;math&amp;gt;S=Y-C=I&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsum in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mit Staat ohne Ausland ===&lt;br /&gt;
Weiterhin entspricht im Gleichgewicht die Produktion (&amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt;) der Güternachfrage (&amp;lt;math&amp;gt;Z&amp;lt;/math&amp;gt;). Die gesamtwirtschaftliche Güternachfrage lässt sich durch die Addition von Konsum, Investition, [[Staatsausgaben]] (&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt;) und dem [[Außenbeitrag]] zum BIP (&amp;lt;math&amp;gt;EX(\text{Export})-IM(\text{Import})&amp;lt;/math&amp;gt;) berechnen. Da es in einer [[Geschlossene Volkswirtschaft|geschlossenen Volkswirtschaft]] keinen Außenbeitrag gibt, gilt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;EX - IM = 0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Somit lässt sich die Güternachfrage mit der folgenden [[Gleichungsarten ökonomischer Modelle#Identitätsgleichung|Identitätsgleichung]] darstellen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Z  =C + I + G&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Nachfrage nach Gütern durch die Haushalte (&amp;lt;math&amp;gt;Z&amp;lt;/math&amp;gt;) hängt vom Konsum und somit vom Einkommen ab. Gleichgewicht stellt sich aber nur ein, wenn &amp;lt;math&amp;gt;Y = Z&amp;lt;/math&amp;gt; und somit gilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;bart&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y = Z = C + I + G&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;C = c_0 + c_1 \cdot Y_D&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Z = c_0 + c_1 \cdot Y_D + I+G&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfragetheoretische Aspekte ===&lt;br /&gt;
Der Zweck jedes [[Wirtschaften]]s besteht darin, die Bedürfnisse zu befriedigen. Die privaten Haushalte werden also mit den [[Konsumgüter]]n versorgt, die sie nachfragen. Die Nachfrage nach einem Gut im Vergleich zu einem anderen regelt sich durch den Preis.&amp;lt;ref&amp;gt;Hariolf Grupp: &amp;#039;&amp;#039;Messung und Erklärung des technischen Wandels: Grundzüge einer empirischen Innovationsökonomik&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin wird die Nachfrage durch den Nutzen, den die Güter stiften, den Bedürfnissen der Menschen und dem Einkommen, das den Haushalten zur Verfügung steht, beeinflusst. Folglich hängt der Konsum der privaten Haushalte ebenfalls von den oben genannten Faktoren ab. Bei steigendem Preis eines Gutes und/oder bei sinkenden Einkommen sinkt grundsätzlich die Nachfrage der Haushalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Theorien ===&lt;br /&gt;
Die [[Nachfragetheorie]] zielt nicht nur auf die Steigerung des Konsums als eigentliche Determinante des Wirtschaftswachstums ab, sondern allgemein auf eine ausgeglichene und angemessene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern. Die [[Kaufkrafttheorie]] ist in diesem Sinne als eine Theorie zu sehen, wonach sich ein angemessenes [[Wirtschaftswachstum]] bei einer ausgeglichenen [[Einkommensverteilung]] ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung der Konsumausgaben ===&lt;br /&gt;
Der Konsum ist ein Aggregat des [[Bruttoinlandsprodukt]]s nach der volkswirtschaftlichen [[Verwendungsrechnung]]. Die Konsumausgaben gliedern sich in drei Teile:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Private Konsumausgaben&amp;#039;&amp;#039; (Privater Verbrauch); hierzu gehören alle Waren- und Dienstleistungskäufe der [[Privathaushalte]] (Privathaushalte der Unternehmer, Arbeitnehmer, Rentner, Arbeitslosen) und der selbständigen Einzelunternehmungen wie Gastwirte, Freiberufler im Inland. So gehören langlebige Güter, wie Möbel und Fahrzeuge zu den Konsumgütern. Generell werden nach der [[Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen|ESVG]] Immobilienkäufe in der Verwendungsrechnung des BIP zu den [[Investition]]sausgaben gerechnet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konsumausgaben privater [[Organisation]]en&amp;#039;&amp;#039;, wie beispielsweise Kirchen, Gewerkschaften.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Staatliche Konsumausgaben&amp;#039;&amp;#039; ([[Staatsverbrauch]]); hierzu gehören alle Dienstleistungen, die der Staat nicht auf dem Markt anbietet. Alle laufenden Kosten wie die Gehaltszahlungen für Lehrer und Beamte gelten als staatlicher Konsum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflussfaktoren des Konsums ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Konsumfunktion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Länder nach Konsumausgaben]]&lt;br /&gt;
* [[Verbraucher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt E. Becker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konsum.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main et al. 1992, Reihe „Grundlagen“, herausgegeben von [[Alphons Silbermann]], ISBN 3-631-42402-7.&lt;br /&gt;
* [[Olivier Blanchard]], [[Gerhard Illing]]: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage, Pearson Studium, München 2014, ISBN 978-3-86894-191-3.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Bolz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das konsumistische Manifest&amp;#039;&amp;#039;. Fink, München 2002, ISBN 3-7705-3744-0.&lt;br /&gt;
* [[Eva Illouz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Konsum der Romantik: Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Consuming the Romantic Utopia&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Andreas Wirthensohn). Campus, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37201-0 (= &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie&amp;#039;&amp;#039;, Band 4); als Taschenbuch: Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft Band 1858, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-518-29458-1.&lt;br /&gt;
* [[Renate Neubäumer]], Brigitte Hewel u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre: Grundlagen der Volkswirtschaftstheorie und Volkswirtschaftspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Gabler, Wiesbaden, 2. Auflage.&lt;br /&gt;
* [[Diedrich Saalfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Wandlungen der bäuerlichen Konsumgewohnheiten vom Mittelalter zur Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Irmgard Bitsch, [[Trude Ehlert]], [[Xenja von Ertzdorff-Kupffer|Xenja von Ertzdorff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Essen und Trinken in Mittelalter und Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 10.–13. Juni 1987 an der Justus-Liebig-Universität Gießen.&amp;#039;&amp;#039; Sigmaringen 1987, S. 59–76.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Walter (Historiker)|Rolf Walter]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftswissenschaften: Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 1997.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Wüst]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Regionale Konsumgeschichte. Vom Mittelalter bis zur Moderne&amp;#039;&amp;#039; (= Franconia 7. Beihefte zum Jahrbuch für fränkische Landesforschung), Erlangen 2015, ISBN 978-3-940049-19-3.&lt;br /&gt;
* [[Birger P. Priddat]]: &amp;#039;&amp;#039;Economics of Persuasion. Ökonomie zwischen Markt, Kommunikation und Überredung.&amp;#039;&amp;#039; Metropolis, Marburg 2015.&lt;br /&gt;
* Claudius Torp: &amp;#039;&amp;#039;Wachstum, Sicherheit, Moral - Politische Legitimationen des Konsums im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1040-7.&lt;br /&gt;
* Carl Tillessen: &amp;#039;&amp;#039;Konsum, Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen&amp;#039;&amp;#039;. HarperCollins, 2021, ISBN 978-3-95967-395-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4078777-1}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20141218143535/http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_18_cu_konsum.pdf Cleverer Umweltschutz – nachhaltiger Konsum] (UmweltWissen – Bayerisches Landesamt für Umwelt; PDF; 189 kB)&lt;br /&gt;
* Statistisches Bundesamt (Destatis): [https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/Konsumausgaben/Konsumausgaben.html Themenbereich Konsumausgaben, Lebenshaltungskosten], abgerufen am 14. November 2017.&lt;br /&gt;
* Stiftung für Zukunftsfragen - eine Initiative von British American Tobacco: [http://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/de/newsletter-forschung-aktuell/262.html &amp;#039;&amp;#039;Neue Konsumstudie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen&amp;#039;&amp;#039;]. In: Forschung Aktuell, 262, 36. Jg., 15. Mai 2015.&lt;br /&gt;
* [https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wirtschaft-konsum/fachinformationen/nachhaltiger-konsum/konsumentscheide-und-umwelt.html Konsumentscheide und Umwelt] – Informationen des [[Bundesamt für Umwelt|Bundesamts für Umwelt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* Manuel Schramm: &amp;#039;&amp;#039;[https://docupedia.de/zg/Schramm_konsumgeschichte_v3_de_2020 Konsumgeschichte]&amp;#039;&amp;#039;, Version 3.0, in [[Docupedia-Zeitgeschichte]], 2. September 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4078777-1|LCCN=sh85031498|NDL=00572051}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsum| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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