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	<title>Konstruktvalidität - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T08:56:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-28T14:51:02Z</updated>

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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konstruktvalidität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;construct validity&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet in der [[multivariate Verfahren|multivariaten Statistik]] einen Teilaspekt der [[Validität]] und liegt vor, wenn die Messung eines [[Konstrukt]]s weder durch systematische Fehler noch durch andere Konstrukte verfälscht ist. Es geht gewissermaßen um die Fragestellung, ob sich die zur Messung des Konstrukts gewählten [[Indikator (Sozialwissenschaften)|Indikatoren]] auf eine Weise verhalten, welche erlaubt, sie gemeinsam als ein „intellektuelles Ganzes“ aufzufassen.&lt;br /&gt;
== Ziel ==&lt;br /&gt;
Die Konstruktvalidierung verfolgt das Ziel, einen Test psychologisch zu analysieren und steht damit im Gegensatz zur [[kriterienbezogene Validität|kriterienbezogenen Validität]]. Der Schwerpunkt der Konstruktvalidität liegt in der theoretischen Klärung, was ein Test misst. Beispielsweise erfasst ein [[Intelligenztest]] oder ein Fähigkeitstest angenommene Eigenschaften bzw. Konstrukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei handelt es sich um eine abgeleitete und nicht unmittelbar operational fassbare komplexe Einheit. Aufgrund der fehlenden operationalen Fassbarkeit ist die Konstruktvalidierung mit erheblichen Schwierigkeiten und großem technisch-ökonomischen Aufwand verbunden. Dabei stehen Theorie und [[Empirie]] in einem Interaktionsverhältnis zueinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Test und das Konstrukt stehen in einer Interaktion zueinander, so dass der Test das Konstrukt verändern und das Konstrukt die Struktur des Tests beeinflussen kann.&lt;br /&gt;
Konstruktvalidität ist daher in wesentlich höherem Maße als kriterienbezogene und logische Validität in der persönlichkeitspsychologischen Grundlagenforschung verankert.&amp;lt;ref&amp;gt;Lienert, Gustav A. (1998): Testaufbau und Testanalyse. [Studienausgabe]. 6. Aufl. Weinheim: Beltz Psychologie-Verl.-Union.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konzepte der Konvergenz- und Diskriminanzvalidität als Teilaspekte von Konstruktvalidität wurden von Campbell und Fiske (1959) eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Campell, D. T.; Fiske, D. W. (1959): Convergent and discriminant validation by the multitrait-multimethod matrix. Psychological Bulletin, Vol. 56, pp. 81–105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither wurden weitere Teilaspekte der Konstruktvalidität vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feststellung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konstruktvalidität ist gegeben, wenn [[Inhaltsvalidität]], [[Konvergenzvalidität]], [[Diskriminanzvalidität]] und [[nomologische Validität]] festgestellt werden können und eine [[Methodenverzerrung]] (&amp;#039;&amp;#039;common-method bias&amp;#039;&amp;#039;) ausgeschlossen werden kann. Während Inhaltsvalidität die Lücke zwischen einem gedanklich-theoretischen [[Konstrukt]] und dessen Messung durch eine aus [[Indikator (Sozialwissenschaften)|Indikatoren]] bestehende Skala schließt, werden Konvergenz- und Diskriminanzvalidität häufig über objektive, statistisch messbare Kennzahlen ermittelt. Inhalts-, Konvergenz- und Diskriminanzvalidität lassen sich aber auch unter Zuhilfenahme von Juroren verbessern. Ein derartiges subjektives Verfahren, bei dem Juroren auf Karteikarten vermerkte Indikatoren einerseits in selbst zu wählende und zu selbst zu benennende Kategorien (mithin zu Konstrukten) und andererseits in vorgegebene Kategorien zuordnen sollen, ist zur Verbesserung von Konstruktvalidität von Moore und Benbasat vorgestellt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Moore, Gary C.; Benbasat, Izak (1991): Development of an Instrument to Measure the Perceptions of Adopting an Information Technology Innovation. Information Systems Research, Vol. 2, No. 3, pp. 192–222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bloße Betrachtung von Konvergenz- und Diskriminanzvalidität zur Feststellung von Konstruktvalidität wird vor allem durch [[John R. Rossiter]] kritisiert, indem er anführt, dass die Konstruktvalidität unabhängig von anderen Konstrukten erzielt werden müsse. Er betont die Bedeutung der [[Inhaltsvalidität]] und setzt sie sogar mit Konstruktvalidität gleich. So können Maßnahmen zur Verbesserung von Diskriminanz- und Konvergenzvalidität dazu führen, dass Indikatoren entfernt werden und sich die statistisch messbaren Eigenschaften der Messmodelle dadurch verbessern, sich die Messmodelle gleichzeitig aber vom semantischen Inhalt ihrer Konstrukte entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rossiter, John R. (2008): Content Validity of Measures of Abstract Constructs in Management and Organizational Research. British Journal of Management, Vol. 19, pp. 380–388.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Indikatoren kreisen ein Konstrukt gewissermaßen ein und die einseitige Entfernung von Indikatoren zur Verbesserung statistischer Kennzahlen entfernen das Konstrukt womöglich von der Messung. [[John G. Wacker]] (2004) unterstreicht die Bedeutung formaler konzeptioneller Definitionen&amp;lt;!-- richtig übersetzt? ursprünglich: formal conceptual definition --&amp;gt; als wichtigsten Schritt, bevor irgendein traditioneller statistischer Validitätstest durchgeführt wird. Er beschreibt derartige Definitionen als notwendige Bedingung für Konstruktvalidität, während statistische Tests hinreichende Bedingungen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Wacker, John G. (2004): A theory of formal conceptual definitions: developing theory-building measurement instruments. Journal of Operations Management Band, Vol. 22, No. 6, pp. 629–650.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt lässt sich feststellen, dass in der Vergangenheit Maßnahmen zur Definition eines Konstrukts und insbesondere zur Verbesserung der Inhaltsvalidität häufig nicht die notwendige Beachtung geschenkt wurde, während zur Verbesserung rein objektiver statistischer Gütekriterien wie [[Cronbachs Alpha]] oder der Modellgüte eines [[Strukturgleichungsmodell]]s oftmals auf Kosten der Konstruktvalidität vorschnell Indikatoren gelöscht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://en.wikibooks.org/wiki/Handbook_of_Management_Scales Handbook of Management Scales], enthält eine Reihe von Skalen zur Messung von Konstrukten aus der betriebswirtschaftlichen Forschung. Vielfach wurde bei diesen die Konstruktvalidität abgeklärt. (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Konstruktvaliditat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Multivariate Statistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deskriptive Statistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lukania31</name></author>
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