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	<title>Konstitution - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konstitution&amp;diff=202851&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Monow: Rechtschreibung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konstitution&amp;diff=202851&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-28T21:25:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die körperliche Verfassung von Lebewesen. Weitere Bedeutungen unter [[Konstitution (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konstitution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|&amp;#039;&amp;#039;constitutio&amp;#039;&amp;#039;}} ‚Zusammensetzung‘, ‚Zuordnung‘) bezeichnet im allgemeinen Sinn die körperliche ([[Physis|physische]]) Verfassung eines Lebewesens als solche. Im spezifischen Sinn bezeichnet sie die Gesamtheit der überdauernden, genetisch vermittelten Eigenschaften eines Lebewesens. Im Einzelnen sind damit [[Morphologie (Biologie)|morphologische]], physiologisch-biochemische und [[Persönlichkeitseigenschaft|psychologische Merkmale]] der [[Individualität]] gemeint. Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;konstitutionell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet demnach im weiteren Sinn &amp;#039;&amp;#039;auf die körperliche Verfassung bezogen&amp;#039;&amp;#039;, im Sinne der spezifischen Begriffsverwendung hingegen so viel wie &amp;#039;&amp;#039;durch Anlage bedingt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[angeboren]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/konstitutionell |titel=konstitutionell |werk=Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |hrsg=Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften |datum=2022 |abruf=2022-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;–&amp;#039;&amp;#039; ohne Wertung, ob hierdurch eine [[Krankheit]] verursacht wird&amp;lt;ref&amp;gt;[[Diskussion:Konstitution#konstitutionell]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zur Disposition ==&lt;br /&gt;
Die Konstitution als Anlage bildet das Antinom zur [[Disposition (Medizin)|Disposition]], das ist eine ggf. schon früh in der Entwicklung [[Peristase (Biologie)|peristatisch]] erworbene, wechselhafte oder kürzer überdauernde innere Bereitschaft des Organismus, auf bestimmte äußere Einflüsse außergewöhnlich – meist im Sinne einer Krankheit – zu reagieren. Es handelt sich um eine [[Idealtypus|idealtypische]] Unterscheidung, das bedeutet, dass im akuten Fall in der Regel beide Momente – Konstitution und Disposition – eine Rolle spielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GPS&amp;quot;&amp;gt;[[Thure von Uexküll|Uexküll, Thure von]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der psychosomatischen Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 1963, Teil I. Die Stellung der Psychosomatischen Medizin in der Heilkunde. Kap. 8. Erbmasse und Lebensgeschichte; sowie Kap 9. Disponierende und Auslösende Faktoren, S. 32 ff.; Teil II. Die Auseinandersetzung mit der neuen Aufgabe. Kap. 1. Die Psychiatrie und die Psychosomatische Medizin, S. 45, Kap. 3 Disposition, Persönlichkeitsprofil und Krankheitsbereitschaft, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;APP&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Jaspers|Jaspers, Karl]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Psychopathologie&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin &amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt;1973, ISBN 3-540-03340-8, 3. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Die kausalen Zusammenhänge des Seelenlebens (erklärende Psychologie)&amp;#039;&amp;#039;, Abs. c) &amp;#039;&amp;#039;Endogene und exogene Ursachen&amp;#039;&amp;#039;, S. 378&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der älteren Konstitutionslehre umfasst der Begriff in der Regel die Summe der körperlichen und seelischen Veranlagungen eines Menschen. Dabei wurden die seelischen Faktoren häufig mystifiziert. Bereits [[William Battie]] (1704–1776) kritisiert daher die entsprechenden Auffassungen seines Vorgängers [[Thomas Willis]] (1621–1675), womit die jeweils prägenden Einflüsse eher verschleiert als konkret benannt werden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat die Lehre von der Konstitution wieder stärker hervor und trug zu der, bereits im Denken der klassischen griechischen Medizin zu findenden Erkenntnis bei, dass bei jedem lokalen Krankheitsprozess der ganze Mensch mitbeteiligt ist; und es entstanden die Schulrichtungen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neohippokratismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und die „[[Ganzheitliche Medizin|Ganzheitsbetrachtung]]“. Der Konstitutionsgedanke trat von 1838 bis 1918 einer rein naturwissenschaftlichen Basis der Heilkunde und einer übermäßigen Spezialisierung in der Medizin entgegen. Am Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte eine Herausarbeitung des erneuerten Konstitutionsbegriffes, der für die Klinik insbesondere von [[Friedrich Martius]] nutzbar gemacht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 34–35, 47, 53 und 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute werden unter Konstitution und Disposition meist die relativ überdauernden körperlichen, lebensgeschichtlich und soziokulturell bedingten Eigenschaften eines Menschen zusammengefasst, die für das allgemeine Leistungsvermögen und die Gesundheit wichtig sind und über längere Entwicklungsphasen oder die gesamte Lebensspanne bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Portmann|Portmann, Adolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Fragmente zu einer Lehre vom Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1951.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Portmann|Portmann, Adolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Zoologie und das neue Bild des Menschen&amp;#039;&amp;#039; (1956). Rowohlt rde&amp;lt;!--?--&amp;gt; Bd. 20, &amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;1962, Neuauflage 1969&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnold Gehlen|Gehlen, Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch, seine Natur und seine Stellung in der Welt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1950.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erblehre ==&lt;br /&gt;
Als [[Genotyp]] wird die Summe der ererbten Anlagen ([[Genom]]) bezeichnet, im Unterschied zum [[Phänotyp]], dem Erscheinungsbild, d.&amp;amp;nbsp;h. der Gesamtheit aller am Individuum ausgebildeten Merkmale. Der aus dem Genotyp entstehende Phänotyp wird bereits durch [[intrauterin]]e Einflüsse, z.&amp;amp;nbsp;B. Infektionen, und durch [[perinatal]]e Ereignisse, z.&amp;amp;nbsp;B. Komplikationen bei und nach der Entbindung, geformt und entwickelt sich unter den gegebenen Umweltbedingungen im Rahmen genetisch gesetzter Grenzen (der sog. [[Reaktionsnorm]]). Darüber hinaus können Krankheiten, Ernährungsgewohnheiten, Intoxikationen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Alkoholismus]], Lebens- und Arbeitsbedingungen chronische Effekte verursachen, welche die ursprüngliche Konstitution wesentlich verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstitutionstypologien beim Menschen ==&lt;br /&gt;
Eine Konstitutionstypologie ist die Einteilung von Menschen nach ihrem Körperbau und dem damit scheinbar zusammenhängendem [[Temperament]]. Solche Konstitutionstypen entwickelte bereits [[Galenos|Galen]] (siehe auch [[Temperamentenlehre]]) auf der Grundlage der [[Hippokrates von Kos|hippokratischen]] [[Humoralpathologie]]. Er sah die Grundlage der Temperamentseigenschaften und der [[Disposition (Medizin)|Disposition]] zu bestimmten Krankheiten in der individuellen Zusammensetzung der „Säfte“ des Körpers. Die bekanntesten Konstitutionslehren in neuerer Zeit sind die von [[Ernst Kretschmer]] in Deutschland (siehe auch [[Konstitutionspsychologie#Kretschmers Konstitutionstypologie|Kretschmers Konstitutionspsychologie]]) und die von [[William Sheldon]] in den USA (siehe auch [[somatisch]]er [[Körperbautyp]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Kretschmer bezog sich auf Dutzende von Körperbaumaßen (anthropometrischen Variablen), u.&amp;amp;nbsp;a. Körpergröße, Körpergewicht, Proportionen von Kopf, Rumpf und Gliedmaßen, Gesichtsform, Hautbeschaffenheit, und unterschied drei Typen:&lt;br /&gt;
* [[Leptosome]] (schlankwüchsig, im Extrem: [[Astheniker]])&lt;br /&gt;
* [[Pykniker]] (breitwüchsig)&lt;br /&gt;
* [[Athletiker]] (grobwüchsig und muskulär).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Körperbauformen ordnete er aufgrund ausgedehnter Studien anhand der Biographien ausgewählter Personen und anhand der Krankengeschichten von psychiatrischen Patienten, typische Temperamentsausprägungen zu: das schizothyme (empfindliche, stille, zurückgezogene, gehemmte), das zyklothyme (lebhafte, impulsive, gutgelaunte) bzw. das visköse (emotional unflexible, schwerfällige, beharrende) Temperament. Kretschmer nahm an, dass es für bestimmte individuelle körperliche Wuchstendenzen und die Krankheitsdispositionen für psychiatrische und innere Erkrankungen eine gemeinsame Grundlage in der vegetativ-hormonalen Regulation geben müsse. Seine Konstitutionslehre fand breites Interesse, denn sie versprach einen erneuerten Zugang zur Diagnostik des Temperaments und zu den [[Biopsychologie|biopsychologischen]] Grundlagen der Krankheitslehre in der [[Psychiatrie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Konstitutionslehre hielt der unabhängigen empirischen Prüfung nicht stand. Die behaupteten Zusammenhänge von Körperbaumerkmalen und [[Persönlichkeitseigenschaft]]en sind nicht nachweisbar oder sie sind statistisch nur sehr schwach ausgeprägt. Die gelegentlich beobachteten Zusammenhänge können unterschiedlich interpretiert werden. Während Kretschmer einen gesetzmäßigen und primären Zusammenhang wegen zugrundeliegender biopsychologischer Eigenschaften behauptete, kann eine beobachtete [[Korrelation]] auch durch einen sekundären psychologischen Entwicklungsprozess erklärt werden. Beispielsweise wird die eigene Bewertung des Aussehens ([[Attraktivität]]) oder das Erleben der körperlichen Größe und Kraft das individuelle Selbstgefühl, das Selbstvertrauen, den Eindruck der Überlegenheit bzw. Unterlegenheit beeinflussen. Darüber hinaus wirken der Vergleich mit anderen Menschen und die erlebte Bewertung durch andere Menschen auf das [[Selbstkonzept]] zurück, wobei populäre soziale [[Stereotyp]]e über die psychologische Bedeutung von muskulärem, magerem oder fettleibigem Körperbau mitspielen können (Buse und Pawlik 1984; Myrtek 1980). Diese Einflüsse können wiederum die eigene Motivation hinsichtlich Sport und körperlichem Training fördern, so dass subjektive Einstellungen zu objektiv verschiedenen Entwicklungen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kretschmers Körperbau-Typologie hat nach den Ergebnissen der empirischen Überprüfung ihre Bedeutung weitgehend verloren.  Ein Problem war, dass die reinen Formen von Kretschmers drei Konstitutionstypen relativ selten sind, so dass die Mischformen dominieren. Die Idee der biologisch fundierten, psychophysischen Grundeigenschaften wurde auch von anderen Forschern verfolgt und ist noch aktuell ([[Neuropsychologie]], [[Persönlichkeitsmodell]]e, [[Psychophysiologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer kaum noch überschaubaren Vielfalt liegen Forschungsergebnisse zur Variabilität körperlicher Merkmale des Menschen bzw. zur körperlichen (somatischen) [[Individualität]] vor. Diese kann hinsichtlich morphologisch-anatomischer, physiologisch-adaptiver und biochemisch-immunologischer Merkmale beschrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstitution und Leistungsvermögen ==&lt;br /&gt;
Für sportliche Leistungen oder Höchstleistungen ist neben dem gezielten Training auch eine geeignete Konstitution wichtig, d.&amp;amp;nbsp;h. der optimale Körperbau der Athleten für eine bestimmte Sportart, das Reaktionstempo, die Ausdauer und die emotionale Stabilität in der Wettkampfsituation u.&amp;amp;nbsp;a. Eigenschaften. Auch bei anderen Aufgaben und Tätigkeiten spielen konstitutionelle Voraussetzungen wie Sinnestüchtigkeit (Sehen, Hören, Geschmackswahrnehmung), Orientierung im Raum, Auge-Hand-Koordination und Fingergeschicklichkeit eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstitution und Krankheitslehre beim Menschen ==&lt;br /&gt;
Charakteristische Unterschiede des Schlafverhaltens, der Bewegungsaktivität und der emotionalen Reaktionen sind bereits bei Neugeborenen zu beobachten. Unter medizinischen Gesichtspunkten sind die konstitutionellen Eigenschaften eines Menschen beteiligt, wenn jemand relativ leicht erkrankt oder einen ungewöhnlich langen Verlauf der [[Heilung]] oder [[Rehabilitation]] zeigt. Hier sind verschiedene Aspekte zu nennen: Unterschiede der [[Psychophysiologie|Reaktivität]] (Empfindlichkeit, Reagibilität) und der [[Anpassungsfähigkeit]] (Adaptivität) des gesamten Organismus bzw. einzelner Organsysteme, Unterschiede der Verletzlichkeit ([[Vulnerabilität]]) und Empfänglichkeit ([[Biologische Suszeptibilität|Suszeptibilität]]) bzw. der Widerstandskraft ([[Resistenz]], [[Immunität (Medizin)|Immunität]]) gegenüber schädlichen Einwirkungen, d.&amp;amp;nbsp;h. [[Noxe]], [[Infektion]], [[Intoxikation]], [[Trauma (Medizin)|Verletzung]], [[Überforderung]], [[Stress]] usw. Jeweils ist eine Wechselbeziehung zwischen genetischen Faktoren und Umweltfaktoren anzunehmen, auch bei der tatsächlichen Auswirkung der angeborenen Stoffwechselstörungen (&amp;#039;&amp;#039;inborn error of metabolism,&amp;#039;&amp;#039; Archibald Garrod, 1908).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in der Medizin gebrauchte Begriff der Anfälligkeit ([[Vulnerabilität]]) meint bestimmte Anzeichen für die Disposition zu einer Erkrankung. So wird z.&amp;amp;nbsp;B. in der Psychiatrie über Vulnerabilitätsmarker für [[Schizophrenie]] geforscht. Viele Modelle zur Entstehung von Krankheiten enthalten die Annahme, dass es im [[Organismus]] &amp;#039;&amp;#039;Orte geringeren Widerstandes bzw. erhöhter Irritierbarkeit&amp;#039;&amp;#039; (lat. locus minoris resistentiae sive majoris irritatione) gibt, welche die spezielle Vulnerabilität erklären (so in der Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden „Konstitutionspathologie“, zu deren Vorläufern [[Friedrich Wilhelm Beneke]] gehörte&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Verwandte Konzepte sind die in der [[Psychophysiologie]] eingehend untersuchten &amp;#039;&amp;#039;individualspezifischen&amp;#039;&amp;#039; Reaktionsmuster, die angeborenen Funktionsschwäche und die [[Idiosynkrasie]]n, d.&amp;amp;nbsp;h. eine spezielle Überempfindlichkeit ([[Aversion]]) oder Unverträglichkeiten ([[Allergie]], Intoleranz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krankheitslehre ([[Ätiologie (Medizin)|Ätiologie]], [[Pathogenese]]) befasst sich mit der Disposition für bestimmte körperliche Krankheiten und psychische Störungen. Durch Vorsorgeuntersuchungen zur [[Früherkennung von Krankheiten]] sind diese somatischen [[Risikofaktor (Medizin)|Risikofaktoren]] zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen zu beeinflussen. Während die traditionelle Konstitutionsforschung unter dem Aspekt Körperbau und Temperament zum Stillstand gekommen ist, lebt das Konzept biopsychologischer Dispositionen u.&amp;amp;nbsp;a. in der Kleinkind-Forschung und in [[Krankheitsmodell]]en fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Amelang, Dieter Bartussek, [[Gerhard Stemmler]] und Dirk Hagemann: &amp;#039;&amp;#039;Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-018640-X.&lt;br /&gt;
* [[Jens Asendorpf|Jens B. Asendorpf]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie der Persönlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-71684-6.&lt;br /&gt;
* Lothar Buse und Kurt Pawlik: &amp;#039;&amp;#039;Kretschmers Konstitutionstypologie als implizite Persönlichkeitstheorie: Selbst-Attribuierungs-Effekte in Abhängigkeit vom Körperbau-Persönlichkeits-Stereotyp&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; 1984, Band 5, S. 111–129.&lt;br /&gt;
* Jochen Fahrenberg: &amp;#039;&amp;#039;Biopsychologische Unterschiede.&amp;#039;&amp;#039; In: Manfred Amelang (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Psychologie: Serie Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung, Band 2 Verhaltens- und Leistungsunterschiede (S. 139–193).&amp;#039;&amp;#039; Hogrefe, Göttingen 1995, ISBN 3-8017-0528-5.&lt;br /&gt;
* Jürgen Hennig und Petra Netter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biopsychologische Grundlagen der Persönlichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier, München 2005, ISBN 3-8274-0488-6.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Kretschmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Körperbau und Charakter&amp;#039;&amp;#039; (1. Aufl. 1921). 26. Auflage. Springer, Berlin 1977, ISBN 3-540-08213-1.&lt;br /&gt;
* Michael Myrtek: &amp;#039;&amp;#039;Psychophysiologische Konstitutionsforschung. Ein Beitrag zur Psychosomatik&amp;#039;&amp;#039;. Hogrefe, Göttingen, ISBN 3-8017-0156-5.&lt;br /&gt;
* Robert Plomin, Peter Borkenau: &amp;#039;&amp;#039;Gene, Umwelt und Verhalten.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Bern 1999, ISBN 3-456-83185-4.&lt;br /&gt;
* Karl E. Rothschuh: &amp;#039;&amp;#039;Theorie des Organismus: Bios, Psyche, Pathos.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München 1963.&lt;br /&gt;
* William H. Sheldon: &amp;#039;&amp;#039;The Varieties of Temperament&amp;#039;&amp;#039;. Harper, New York 1942.&lt;br /&gt;
* Klaus Conrad: &amp;#039;&amp;#039;Der Konstitutionstypus als genetisches Problem. Versuch einer genetischen Konstitutionslehre.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Verfassung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Monow</name></author>
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