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	<title>Konstantinos Simonides - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Konstantinos Simonides.jpg|hochkant|mini|Konstantinos Simonides (Lithografie von Alexander Waldow, 1858)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konstantinos Simonides&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1820]] auf [[Symi]]; † [[1890]] (?)) war ein griechischer [[Hochstapler]] und [[Fälschung|Fälscher]] vornehmlich [[antike]]r Textdokumente und [[Papyrologie|Papyri]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach der biographischen Skizze, die Alexandros Lykurgos für sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Enthüllungen über den Simonides-Dindorfschen Uranios&amp;#039;&amp;#039; auf Basis von Aussagen von Simonides selbst erstellte, arbeitete Simonides 1837 in der Druckerei eines bekannten Buchhändlers und gelangte später zu seinem Onkel Benedictos, der Vorsteher des Klosters gewesen sein soll, in dem Konstantinos Simonides mit alten Handschriften in Kontakt gekommen war. Diesem Onkel mütterlicherseits verdankte er angeblich einige Schriften, mit denen er 1846 in [[Athen]] reüssierte und die einer Kommission des griechischen Kultusministeriums zur Prüfung vorgelegt wurden. 1850 publizierte er eine Beschreibung der Insel [[Kefalonia]], die aus dem 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nach Christus stammen sollte. Nach Prüfung von Stil und Inhalt wurde der Text als Fälschung entlarvt. 1850 siedelte er nach [[Konstantinopel]] über, wo er einige Diplomaten und Würdenträger für sich gewinnen konnte, die ihm Ausgrabungen am dortigen [[Hippodrom (Konstantinopel)|Hippodrom]] ermöglichten. 1853 handelte er in England mit echten und gefälschten Manuskripten und gelangte 1855 nach Leipzig. Dort suchte er eine angebliche ägyptische [[Uranios-Palimpsest|Königsgeschichte des Uranios]] zu verkaufen, die von Lykurgos und [[Konstantin von Tischendorf]] als Fälschung identifiziert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Uranĭos |Band=18 |Seite=275 |zenoID=2001118292X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kam dafür ins Gefängnis. Einige Jahre später wollte sich Simonides an Tischendorf rächen und behauptete, er habe den von Tischendorf entdeckten und publizierten [[Codex Sinaiticus]], die älteste komplett erhaltene Handschrift des Neuen Testaments, auf dem Athos selber angefertigt. Englische Zeitungen griffen diese Beschuldigungen unkritisch auf. Konstantin von Tischendorf widerlegte diese wahnwitzigen Behauptungen in seinen beiden Schriften &amp;#039;&amp;#039;Die Anfechtungen der Sinai-Bibel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Waffen der Finsternis wider die Sinaibibel&amp;#039;&amp;#039; (beide erschienen 1863 in Leipzig). Später flüchtete Simonides nach Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fälschungen ==&lt;br /&gt;
Simonides machte sich die Tatsache zunutze, dass echte antike Texte gelegentlich als sogenannte [[Palimpsest]]e überliefert sind und somit manche Handschriften Spuren noch älterer Originaltexte enthalten können, die in späteren Zeiten mit anderen Inhalten überschrieben wurden, um teures Schreibmaterial zu sparen. Für seine Fälschungen ergänzte er auf echten, alten Papyrusfragmenten mit [[Philologie|philologischem]] Scharfsinn und blasser Tinte teils sensationelle Berichte, die auf die Gelehrten seiner Zeit den Eindruck machen sollten, als seien sie chronologisch vor dem originalen und zweifelsfrei echten Text einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen bekannten Falsifikaten gehörte die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Symais&amp;#039;&amp;#039;, eine Geschichte der Hohen Schule von [[Symi]], die diese Universität als Wirkungsstätte antiker Meister darstellt, denen unter anderem die Erfindung des [[Papier]]s, des [[Teleskop]]s oder [[Dampfmaschine|dampfkraftbetriebener]] [[Schnellboot]]e gelungen sein soll.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1861 löste er mit der Publikation des [[Codex Mayerianus]], einer gefälschten Version des Matthäusevangeliums, Irritationen in Kreisen der Bibelwissenschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der italienische [[Philologie|Philologe]] [[Luciano Canfora]] mutmaßte, dass auch der 2008 erstmals vollständig wissenschaftlich aufgearbeitete &amp;#039;&amp;#039;[[Artemidor von Ephesos|Artemidor-Papyrus]]&amp;#039;&amp;#039; eine Fälschung von Simonides sei. Dieser Vorwurf wird seitdem in der Fachwelt kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe beispielsweise Richard Janko: [https://bmcr.brynmawr.edu/2022/2022.12.28/ &amp;#039;&amp;#039;Response: Janko on Bondi on Thomas, Art, science, and the natural world in the ancient Mediterranean, 300 BC to AD 100&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bryn Mawr Classical Review]]&amp;#039;&amp;#039; 2022.12.28; abgerufen am 7. Februar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexander Lykurgos: &amp;#039;&amp;#039;Enthüllungen über den Simonides-Dindorfschen Uranios&amp;#039;&amp;#039;. Fritzsche, Leipzig 1856 ([https://books.google.de/books?id=FU9ObWZ7_1MC Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629123207/http://www.bautz.de/bbkl/s/simonides_k.shtml |autor=[[Georgios Makris]]|band=10|spalten=430-432|artikel=Simonides, Konstantinos}}&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Schaper]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Odyssee des Fälschers. Die abenteuerliche Geschichte des Konstantin Simonides, der Europa zum Narren hielt und nebenbei die Antike erfand&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, Berlin 2011, ISBN 978-3-88680-966-0.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Die-Geschichte-eines-hochbegabten-Hochstaplers/story/27058758 &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte eines hochbegabten Hochstaplers.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Luciano Canfora]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Costantino Simonidis – Opere greche I. Eulyros di Cefalonia. EΘNIKA ANΘΡΩΠINA. Liste di manoscritti greci (1848–1864).&amp;#039;&amp;#039; Edizioni di Pagina, Bari 2012, ISBN 978-88-7470-217-6.&lt;br /&gt;
* [[Lilia Diamantopoulou]], [[Andreas E. Müller]], [[Christian Gastgeber]], Athanasia Katsiakiori-Rankl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die getäuschte Wissenschaft. Ein Genie betrügt Europa – Konstantinos Simonides&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R Unipress, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8471-0714-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121262057|LCCN=no2002044861|VIAF=41507833}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Simonides, Konstantinos}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochstapler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliche Fälschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1820]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Simonides, Konstantinos&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Fälscher antiker Texte&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1820&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Symi]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=unsicher: 1890&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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