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	<title>Konsistorium - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konsistorium&amp;diff=130509&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Judentum */</title>
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		<updated>2026-03-31T17:37:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Judentum&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den kirchlichen Gebrauch des Wortes. Für den spätantiken römischen Kronrat siehe [[Consistorium]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Clément V tient un consistoire - Archives départementales d&amp;#039;Avignon.jpg|mini|hochkant=1.2|Papst [[Clemens V.]] (1305–14) hält in [[Avignon]] ein Konsistorium ab (Buchmalerei)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konsistorium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|consistorium}} „Versammlungsort, Versammlung; kaiserliches Kabinett, Kronrat, Senatsversammlung“) ist in der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] die Vollversammlung der [[Kardinal|Kardinäle]], in den [[evangelische Kirche|evangelischen Kirchen]] ein [[Kirchengericht]] oder eine kirchliche Behörde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römisches Reich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:First Public Consistory of Pope Pius X.jpg|mini|hochkant|Papst [[Pius X.]] (1903–14) kreiert bei seinem ersten Feierlichen Konsistorium am 9. November 1903 die Prälaten [[Rafael Merry del Val y Zulueta]] und [[Giuseppe Callegari]] zu Kardinälen (Zeichnung)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Angelo Maria Querini Created Cardinal by Benedict XIII MET 1991.345.2.jpg|miniatur|220px|Konsistorium mit Kardinalskreierung von [[Angelo Maria Quirini]] durch Papst [[Benedikt XIII. (Papst)|Benedikt XIII.]] – 1727]]&lt;br /&gt;
Der Beraterkreis der [[Römisches Reich|römischen]] [[Kaiser]] entwickelte sich zunächst von den &amp;#039;&amp;#039;Amici principis&amp;#039;&amp;#039; des frühen [[Augustus]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Consilium principis]]&amp;#039;&amp;#039;. In diesem war die Stellung des [[Princeps|&amp;#039;&amp;#039;Prinzeps&amp;#039;&amp;#039;]] als [[Primus inter pares]] dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Herrscher auch die Berater sitzend beratschlagten. Die Reichsreform in der [[Spätantike]] brachte mit sich, dass das unmittelbar tätige Mitarbeitergremium des Kaisers formalisiert und auf den Kaiser als Alleinherrscher ausgerichtet wurde. Dies drückte sich auch in der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[consistorium]]&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|consistere}} „hinzutreten“, „zusammentreten“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.pons.com/übersetzung/latein-deutsch/consistere &amp;#039;&amp;#039;consistere&amp;#039;&amp;#039;] PONS Online-Wörterbuch Latein. Abgerufen am 8. März 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;) aus, denn es durften nur der Kaiser und seine Familie auf Stühlen Platz nehmen, während die Berater stehen mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew Bunson: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of the Roman Empire&amp;#039;&amp;#039;, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römisch-katholische Kirche ==&lt;br /&gt;
Neben vielen anderen Regeln und Strukturen wurde auch das Konsistorium von den [[Papst|Päpsten]] in die Organisation der Kirche übernommen. Seit dem 8. Jahrhundert hatten die vom Papst einberufenen und geleiteten [[Bischofssynode|Synoden]] und [[Konzil]]e nicht nur eine beratende, sondern auch eine repräsentative Gestalt angenommen. Im 11. Jahrhundert begann die gemeinsame Leitung der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] durch den Papst und das [[Kardinalskollegium]]. Mit der [[Implementierung]] der römischen [[Römische Kurie|Kurie]] durch Papst [[Sixtus V.]] (1585–1590) verlor die Versammlung der Kardinäle an Bedeutung und wurde nur noch zu feierlichen Akten einberufen, nominell ist sie ein Beratungsgremium des Papstes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet im geltenden Kirchenrecht (CIC 1983) &amp;#039;&amp;#039;ordentliche&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;außerordentliche&amp;#039;&amp;#039; Konsistorien. Bei ersteren werden die in Rom lebenden Kardinäle einberufen, bei letzteren sind alle Kardinäle verpflichtet, teilzunehmen. Neuernannten Kardinälen wird in einem Konsistorium vom Papst das Ernennungsdekret und das rote [[Birett]] überreicht. Erst durch die Verkündung des Dekretes vor dem Kardinalskollegium erlangt die Ernennung des Kardinals Rechtswirksamkeit. Dies gilt auch für Kardinäle, deren Namen aus besonderen (etwa politischen) Gründen nicht genannt werden und die daher &amp;#039;&amp;#039;[[Kardinal in pectore|in pectore]]&amp;#039;&amp;#039; berufen werden. In Ausnahmefällen (beispielsweise wegen hohen Alters und Gebrechlichkeit) können einem Kardinal das rote Birett und der Kardinalsring auch durch einen päpstlichen Gesandten und außerhalb des Konsistoriums überreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kath.net/news/44990 &amp;#039;Extra Consistorium&amp;#039;], kath.net, 21. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 20. Jahrhundert wurden auch katholische Verwaltungsbehörden in Bistümern und in anderen Jurisdiktionstypen unter Umständen &amp;#039;&amp;#039;Konsistorium&amp;#039;&amp;#039; genannt. Teilweise hatten sie auch Aufgaben der kirchlichen Gerichtsbarkeit. In der Gegenwart wird die Behörde in der Regel als Bischöfliches [[Ordinariat (Behörde)|Ordinariat]] bezeichnet. In manchen deutschsprachigen [[Diözese]]n wird das bischöfliche [[Kirchengericht]] immer noch &amp;#039;&amp;#039;Konsistorium&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Papst [[Pius&amp;amp;nbsp;XII.]] (1939–1958) einberufene Konsistorium im Februar 1946 brach eine seit etwa vier Jahrhunderten bestehende Vorherrschaft der Italiener in der katholischen Hierarchie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=44418681|Titel=Neue Hüte in Sicht|Nr=33|Jahr=1948|Datum=1948-08-14|Seiten=13–14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kardinalskreierungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evangelische Kirchen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
In den aus der [[Reformation]] hervorgegangenen und durch den [[Augsburger Reichs- und Religionsfrieden|Augsburger Religionsfrieden]] konsolidierten evangelischen [[Landeskirche#Entstehung|Landeskirchen]] war das Konsistorium die Behörde, durch die der Landesherr sein [[Landesherrliches Kirchenregiment|Kirchenregiment]] ausübte.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Konversationslexikon, Band 11, 1905, [http://images.zeno.org/Meyers-1905/K/big/meyers-1905-011-0415.png S. 415]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese [[Staatskirche#Deutschland|staatskirchliche]] Konsistorialverfassung endete in Deutschland 1918 mit der Abdankung aller Fürsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland ===&lt;br /&gt;
In manchen evangelischen [[Landeskirche]]n Deutschlands (vor allem in ehemals preußischen Gebieten, z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz|Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz]] mit dem [[Evangelisches Konsistorium (Berlin)|Konsistorium in Berlin]] und in der ehemaligen [[Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen|Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen]]) bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Konsistorium&amp;#039;&amp;#039; die kirchliche Verwaltungsbehörde. Konsistorien entstanden im 16. Jahrhundert zur Ausübung des [[Landesherrliches Kirchenregiment|landesherrlichen Kirchenregiments]], der landesherrlichen und bischöflichen Rechte der deutschen Fürsten über die protestantischen Kirchen, und waren bis zu dessen Aufhebung 1918 staatliche Behörden. Im [[Königreich Württemberg]] gab es beispielsweise zur Verwaltung der kirchlichen Angelegenheiten eine Abteilung innerhalb des Kultministeriums, an deren Spitze der Konsistorialpräsident stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bayern gab es ebenfalls Konsistorien, etwa das Konsistorium Bayreuth, das nach der Reformation die landesherrliche Kirchengewalt übernahm. Im [[Königreich Bayern]] wurden die Konsistorien ab 1817 dem Königlich Baierischen Protestantischen Oberkonsistorium in München untergeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Döllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; Ph.&amp;amp;nbsp;C.&amp;amp;nbsp;W. Schmidt, Neustadt a.&amp;amp;nbsp;d. Aisch 1950, {{OCLC|42823280}}; Neuauflage anlässlich des Jubiläums &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Verlag Ph.&amp;amp;nbsp;C.&amp;amp;nbsp;W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978.&amp;#039;&amp;#039; Ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 410 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Konsistorialrat(evangelisch)}}&lt;br /&gt;
Konsistorien bestehen aus etwa ebenso vielen Theologen wie Juristen.&amp;lt;!-- Oder: sie bestanden …? --&amp;gt; Das Konsistorium erfüllt neben der Kirchenleitung ebenfalls kirchenleitende Aufgaben. Es bereitet Beschlüsse der Kirchenleitung vor, führt die laufenden Geschäfte der Landeskirche, ist für die Rechtsaufsicht über Gemeinden und Kirchenkreise zuständig und unterstützt alle kirchlichen Bereiche bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Leiter des Konsistoriums (mit dem Titel Präsident) ist meist ein Jurist. Die Beschlüsse des Konsistoriums werden vom Kollegium gefällt. Die Mitglieder des Kollegiums tragen den Titel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konsistorialrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. Oberkonsistorialrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnungen für entsprechende Behörden sind in anderen Kirchen u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
* [[Oberkirchenrat]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelischer Oberkirchenrat (Preußen)|Evangelischer Oberkirchenrat]] bis 1951 der [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union|Evangelischen Kirche der altpreußischen Union]] (ab 1953 Evangelische Kirche der Union genannt)&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Landeskirche in Baden]] (Evangelischer Oberkirchenrat, EOK)&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs]] (OKR)&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg]] (OKR)&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Landeskirche in Württemberg]] (OKR)&lt;br /&gt;
* Landeskirchenamt&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche im Rheinland]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche von Westfalen]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Landeskirche Anhalts]]&lt;br /&gt;
** [[Landeskirchenamt München]] der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern&lt;br /&gt;
** [[Landeskirchenamt Hannover]] der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig]]&lt;br /&gt;
** [[Landeskirchenamt Sachsen]] der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kirche (Landeskirche)]]&lt;br /&gt;
* Kirchenkanzlei&lt;br /&gt;
** [[Bremische Evangelische Kirche]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union]] ab 1951 ([[Evangelische Kirche der Union]] genannt ab 1953)&lt;br /&gt;
* Kirchenverwaltung&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche in Hessen und Nassau]]&lt;br /&gt;
* Landeskirchenrat&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirchen in Österreich ===&lt;br /&gt;
* [[Oberkirchenrat]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche A.B. in Österreich]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Kirche H.B. in Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedskirchen im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund ===&lt;br /&gt;
* [[Kirchenrat]]&lt;br /&gt;
** [[Reformierte Landeskirche Aargau]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Landschaft]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Glarus]] (Kantonaler Kirchenrat)&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Reformierte Kirche Nidwalden]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kirche Kanton Schaffhausen]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kantonalkirche Schwyz]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde des Kantons Zug]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich]]&lt;br /&gt;
* Kirchenvorstand&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* Konsistorium&lt;br /&gt;
** [[Église Protestante de Genève]]&lt;br /&gt;
* Synodalrat&lt;br /&gt;
** [[Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg]]&lt;br /&gt;
** [[Église Évangélique Libre de Genève]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Reformierte Kirche des Kantons Luzern]]&lt;br /&gt;
** [[Église réformée évangélique du canton de Neuchâtel]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Reformierte Kirche im Kanton Solothurn]]&lt;br /&gt;
** [[Église Évangélique Réformée du canton de Vaud]]&lt;br /&gt;
** [[Evangelisch-Reformierte Kirche des Wallis]]&lt;br /&gt;
* Verbandsrat&lt;br /&gt;
** [[Verband der evangelisch-reformierten Kirchgemeinden des Kantons Obwalden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Bekenntnisse ===&lt;br /&gt;
In einigen reformierten Gemeinden heißt das gemeindeleitende Organ Konsistorium (in Frankreich und den Niederlanden), das in den deutschen Kirchen Gemeindekirchenrat/Kirchengemeinderat, Kirchenvorstand oder [[Kirchengemeindeleitung|Presbyterium]] genannt wird. Zum Judentum siehe [[Consistoire central israélite]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Protestantische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses von Elsass und Lothringen ===&lt;br /&gt;
Für die [[Protestantische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses von Elsass und Lothringen]] besteht das Oberkonsistorium &amp;#039;&amp;#039;(Consistoire supérieur)&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Straßburg|Straßburg im Elsass]]. Es entstand 1852 – auf Basis der Novelle der staatlich erlassenen Konsistorialordnung für die protestantischen Kirchen in Frankreich – als geistliches Leitungsgremium der lutherischen Kirche in Frankreich, den regionalen Konsistorien übergeordnet. Seit der deutschen Annexion 1871 beschränkt sich die Zuständigkeit des Oberkonsistoriums auf die lutherischen Kirchengemeinden im Elsass sowie im lothringischen [[Département Moselle]], wodurch die Kirche Augsburgischen Bekenntnisses von Elsass und Lothringen entstand. Das Oberkonsistorium setzt sich aus gewählten Mitgliedern zusammen, die zur förmlichen Amtsübernahme vom Premierminister ernannt werden. Mehrere Kirchengemeinden bilden jeweils ein Konsistorium (bei deutschen Landeskirchen auch Kirchenkreis, Propstei oder Sprengel genannt), die in der Tradition des französischen Konsistorialmodells wie durch die [[Organische Artikel|Organischen Artikel]] geschaffen stehen. Die exekutive Kirchenleitung führt die Bezeichnung Direktorium &amp;#039;&amp;#039;(Directoire)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen ===&lt;br /&gt;
Die [[Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen]] unterhält ein Konsistorium der Kirche &amp;#039;&amp;#039;(Konsystorz Kościoła)&amp;#039;&amp;#039;, das sowohl die allgemeine Kirchenleitung als auch die Exekutive der Synode bildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konsystorz&amp;quot;&amp;gt;Vgl. [http://www.bik.luteranie.pl/pl/konsystorz.html &amp;quot;Konsystorz Kościoła&amp;quot;], auf: [http://www.bik.luteranie.pl/pl/strona_glowna.html &amp;#039;&amp;#039;Centrum Informacyjne Kościoła Ewangelicko-Augsburskiego w Polsce&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 2. Dezember 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BreslauChristuskirche.jpg|mini|hochkant|Breslau 1905: Bauensemble &amp;#039;&amp;#039;Hohenzollernstraße 57-53&amp;#039;&amp;#039; mit OKC-Archiv, [[Christuskirche (Breslau)|Christuskirche]] und Oberkirchenkollegium (OKC) der Ev.-luth. Kirche in Preußen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelisch-lutherische Kirche in Preußen ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Oberkirchencollegium zu Breslau&amp;#039;&amp;#039; (bis 1972 Eigenschreibweise mit C; ältere Schreibweise Ober-Kirchen-Collegium, O.K.C./OKC) bildete die kollegiale Kirchenleitung der [[Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche|Evangelisch-lutherischen Kirche in Preußen]]. Sie befand sich in der Nr. 57 des kircheneigenen Bauensembles in der Hohenzollernstraße 53–57 (heute ul. Zaporoska) gleich neben der [[Christuskirche (Breslau)|Christuskirche]] in der Nr. 55.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche ===&lt;br /&gt;
In der [[Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche|Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche]] (SELK) steht der Bischof der Kirchenleitung vor. Mitglieder sind die vier Pröpste der vier Sprengel, [[Kirchenrat#Deutschland|der geschäftsführende Kirchenrat]] und sechs Laienkirchenräte. Die Kirchenleitung leitet die Geschicke der SELK zwischen den Kirchensynoden. Ebenso obliegen ihr sämtliche Lehr- und Aufsichtsfunktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformierte Kirche von Elsass und von Lothringen ===&lt;br /&gt;
In der [[Reformierte Kirche von Elsass und Lothringen|Reformierten Kirche von Elsass und Lothringen]] bilden mehrere Kirchengemeinden jeweils ein Konsistorium (bei deutschen Landeskirchen auch Kirchenkreis, Propstei oder Sprengel genannt), die in der Tradition des französischen Konsistorialmodells wie durch die [[Organische Artikel|Organischen Artikel]] geschaffen stehen. Die 1895 geschaffene Kirchenleitung wird dagegen als Synodalvorstand &amp;#039;&amp;#039;(Conseil synodal)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Judentum ==&lt;br /&gt;
Mit den [[Organische Artikel|Organischen Artikeln]] entstanden im [[Erstes Kaiserreich|Französischen Kaiserreich]] und einigen abhängigen Gebieten ([[Batavische Republik]], [[Königreich Westphalen]]) ab 1808 auch [[Consistoire central israélite|&amp;#039;&amp;#039;israelitische Konsistorien&amp;#039;&amp;#039;]] als Vertretungsgremien der jüdischen Gemeinden und deren regierungsseitige Kontrolle. Die Konsistorien waren damit halbamtlicher Natur. Sie sollten jeweils die jüdischen Gemeinden eines [[Département]]s umfassen, sofern deren Gesamtseelenzahl mindestens 2.000 betrug. Bei Unterschreiten dieser Zahl konnten jüdische Gemeinden mehrerer Départements einen gemeinsamen Konsistorialbezirk bilden. Nicht zugelassen wurde aber, dass bei vielen Juden in einem Département mehr als ein Konsistorium gebildet wurde. An der Spitze der französischen israelitischen Konsistorien stand die gleichnamige Einrichtung in Paris. Im Königreich Westphalen baute [[Israel Jacobson]] das Israelitische Konsistorium auf und übernahm das Amt des Konsistorialpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1815 wurden die israelitischen Konsistorien außerhalb Frankreichs meist wieder aufgehoben, nicht so jedoch in Belgien. Zunächst Teil der [[Königreich der Vereinigten Niederlande|Vereinigten Niederlanden]] waren die jüdischen Konsistorien dort Untergliederungen der Nederlands-Israëlitisch Kerkgenootschap (Niederländisch-Israelitische Religionsgemeinschaft). Nach der [[Belgische Revolution|Abtrennung Belgiens von den Niederlanden]] 1830 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Centraal israëlitisch consistorie van België&amp;#039;&amp;#039; gebildet, das die Konsistorialverfassung von 1808 bis heute fortführt. Während die französischen israelitischen Konsistorien 1905 im Zuge der [[Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat (Frankreich)|Trennung von Staat und Religion]] ihre amtliche Funktion verloren, blieb diese bei den [[Consistoire Colmar|Konsistorien Colmar]], [[Consistoire Metz|Metz]] und [[Consistoire Straßburg|Straßburg]] im damaligen deutschen [[Reichsland Elsaß-Lothringen]] bis heute bestehen, da die [[Laizismus|Laizität]] dort nie in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochschulen ==&lt;br /&gt;
Bis zur Novellierung des Hochschulgesetzes von Schleswig-Holstein 2007 gab es das drittelparitätisch (Professoren, Mitarbeiter, Studierende) besetzte Konsistorium, dessen Aufgabe es war, die Mitglieder des Rektorats zu wählen sowie die Verfassung der Hochschule zu beschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Das Berliner [[Kollegiengebäude (Berlin)|Kollegienhaus]], das mittlerweile den Eingangsbereich des [[Jüdisches Museum Berlin#Kollegienhaus|Jüdischen Museum Berlin]] bildet, war zwischen 1737 und 1826 sowie 1913 bis 1945 Sitz des [[Evangelisches Konsistorium (Berlin)|Berliner Konsistoriums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Consistories}}&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay|44903|iquelle|Hans-Peter Hübner|Konsistorium (evangelisch) (19./20. Jahrhundert)|2010-09-08|2012-02-29}}&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay|45461|iquelle|Christian Schwab|Geistliche Gerichtsbarkeit|2011-11-28|2012-02-29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsistorium| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinalskollegium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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