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	<title>Konrad Rott - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pockensupperl am 18. März 2026 um 03:55 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konrad Rott&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1530 in [[Augsburg]]; † [[7. Juli]] [[1610]] in [[Lissabon]]) war Augsburger [[Kaufmann]] und [[Spekulant]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rott war Mitglied des Kleinen (1566–1580) und Geheimen Rats (1576–1580) in Augsburg. Dort errichtete er 1573 die erste [[Zuckerraffinerie]] Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1578 initiierte Rott einen Vorschlag der Augsburger Kaufmannschaft, eine Kaiserliche Reichspost mit Sitz Augsburg zu organisieren, was Kaiser [[Rudolf II. (HRR)|Rudolf II.]] aber ablehnte. Rott versuchte daraufhin, den Kurfürsten [[August (Sachsen)|August von Sachsen]] zu überreden, eine überregionale Reichspost zu gründen. Der kaiserliche Hof billigte dem Kurfürsten daraufhin zwar eine Territorialpost zu, nicht aber das Recht, eine Post auf fremden Gebieten zu betreiben. Nach längeren Diskussionen und der Einsetzung einer Kommission nahm im Jahr 1597 die [[Kaiserliche Reichspost]] unter der Leitung des &amp;#039;&amp;#039;Generalobristen Postmeisters&amp;#039;&amp;#039; [[Leonhard I. von Taxis]] ihren Betrieb auf, die bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 von der Familie [[Thurn und Taxis]] betrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1575 war es Rott gelungen, den [[Europa|europäischen]] [[Pfeffer]]handel vom [[Portugal|portugiesischen]] König [[Sebastian (Portugal)|Sebastian]] für den Zeitraum von fünf Jahren zu pachten. Zu diesem Zwecke musste Rott rund 3 Millionen [[Dukaten]] vorschießen, weil es allein zwei Jahre dauerte, bis der erste Pfeffer aus den Anbaugebieten zum Verkauf in Europa ankam. Um den Markt gegen außereuropäische Konkurrenten abzuschotten, schloss Rott zunächst mit zwei Unternehmen Verträge ab. Auf Grund der Fürsprache des mit Rott verschwägerten kurfürstlich-sächsischen [[Rentamt|Rentkammermeisters]] [[Hans Harrer]] initiierte Kurfürst August im Jahr 1579 eine dritte Vertriebsgesellschaft unter dem Namen „Thüringische Pfefferhandelsgesellschaft zu Leipzig“, die für den Pfefferhandel nördlich der [[Alpen]] sowie im [[Baltikum]] verantwortlich sein sollte. Zum zentralen Umschlagplatz bestimmte der Kurfürst die Stadt [[Leipzig]]. Er wollte eigens zu diesem Zweck eine [[Wechselbank]] mit einem Startkapital von 50.000 [[Taler]]n gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Monopolisierung des Pfefferhandels scheiterte jedoch an Geldmangel. Weder der Kurfürst noch das an der „Thüringischen Pfefferhandelsgesellschaft zu Leipzig“ beteiligte Leipziger Bürgertum konnten und wollten das nötige Kapital aufbringen. Nicht zuletzt blieb die von Rott erwartete Pfefferknappheit und der damit verbundene Preisanstieg in Europa aus. Als König Sebastian von Portugal 1578 in der [[Schlacht von Alcácer-Quibir]] fiel, bedeutete dies das Ende des Vorhabens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rott musste Konkurs anmelden, verließ unter einem Vorwand am 27./28. März 1580 den auferlegten Hausarrest in Lauingen und floh vor seinen Gläubigern nach Portugal. Am 2. April 1580 gelangte eine von Rott selbst initiierte Nachricht nach Dresden, wonach er am Gründonnerstag in einem Dorfe bei [[Chur]] in der Schweiz Selbstmord durch Gift begangen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Falke |Titel=Des Kurfürsten Augusts portugiesischer Pfefferhandel |Hrsg=Karl von Weber |Sammelwerk=Archiv für die sächsische Geschichte |Band=5 |Verlag=Bernhard Tauchnitz |Ort=Leipzig |Datum=1867 |Seiten=390 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mark Häberlein |Titel=Brüder, Freunde und Betrüger. Soziale Beziehungen, Normen und Konflikte in der Augsburger Kaufmannschaft um die Mitte des 16. Jahrhunderts |Verlag=Akademie Verlag |Ort=Berlin |Datum=1998 |ISBN=3-05-003187-5 |Seiten=291}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10721922?page=674 |titel=&amp;#039;Geschichte Der Heil. Röm. Reichs Freyen Stadt Augspurg : Aus Bewährten Jahr-Büchern und Tüchtigen Urkunden gezogen. 1&amp;#039; - Digitalisat {{!}} MDZ |abruf=2022-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1589/90 wurde er vom spanischen König [[Philipp II. (Spanien)|Philipp II.]] zum [[Konsul]] deutscher Nation in Lissabon ernannt, wo er 1610 starb. Seine Briefe sind die ältesten Konsulatsberichte aus Lissabon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rott gehörte zwar der politischen Elite Augsburgs an, scheiterte aber aufgrund Kapitalmangels als Fernhandelskaufmann im immer stärker expandierenden internationalen Handel des 16. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jakob Reinhard |Titel=Roth, Konrad |Sammelwerk=Neue Deutsche Biographie (NDB) |Band=22 |Datum=2005 |ISBN= |Seiten=106}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Reinhard Hildbrandt |Titel=Wirtschaftsentwicklung und Konzentration im 16. Jahrhundert. Konrad Rot und die Finanzierungsprobleme seines interkontinentalen Handels |Sammelwerk=Scripta Mercaturae |Datum=1970 |Seiten=25-50}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|105|106|Roth, Konrad|Reinhard Jakob|138046840}}&lt;br /&gt;
* [[Uwe Schirmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliches Wirtschaften in Kursachsen (1553–1631). Motive – Strategien – Strukturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Öffentliches und privates Wirtschaften in sich wandelnden Wirtschaftsordnungen.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-515-07868-9, S. 121–157.&lt;br /&gt;
* Markus Berger: &amp;#039;&amp;#039;„Vnd wieuiel hat er im kopff gehabt“. Der Augsburger Kaufmann Konrad Rott als Experte des iberischen Pfefferhandels.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Markus A. Denzel]], [[Mark Häberlein]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kolonialismus – Imperialismus – Dekolonisation. Mitteleuropa in globalen Kontexten (16. bis 20. Jahrhundert)&amp;#039;&amp;#039;. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2025 (Beiträge zur Globalgeschichte; 6), ISBN 978-3-515-13802-4, S. 41–58.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138046840|VIAF=86197017}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rott, Konrad}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1610]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rott, Konrad&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roth, Konrad&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Augsburger Kaufmann und Spekulant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1530&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juli 1610&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lissabon]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pockensupperl</name></author>
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