<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Konrad_Nussbaum</id>
	<title>Konrad Nussbaum - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Konrad_Nussbaum"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konrad_Nussbaum&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T18:09:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konrad_Nussbaum&amp;diff=1819263&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 5. Februar 2025 um 00:10 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konrad_Nussbaum&amp;diff=1819263&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-05T00:10:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konrad Nussbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. November]] [[1893]] in [[Linz am Rhein]]; †  [[2. Mai]] [[1945]] in [[Wilhelmshaven]]&amp;lt;ref&amp;gt;Martina Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Tantzen&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 407.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Polizeibeamter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühes Leben (1893 bis 1919) ===&lt;br /&gt;
Nussbaum entstammte einer alteingesessenen Familie aus Linz am Rhein. Sein Vater Konrad Nussbaum war ein wohlhabender Gastwirt und Metzger. Der väterliche Großvater war Schmied gewesen. Nussbaums Mutter Agnes Scharrenbroich war die Tochter eines Branntweinbrenners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Jugend besuchte Nussbaum die [[Volksschule]] und das [[Gymnasium]], bevor er nach dem Erwerb der Obersekundareife 1911 in die [[Handelsmarine]] eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] erlebte Nussbaum auf einem Schiff im [[Naher Osten|Nahen Osten]]. Um eine Inbesitznahme ihres Schiffes durch die [[Royal Navy]] zu verhindern, versenkte die Mannschaft es Anfang August 1914. Zusammen mit anderen jüngeren [[Matrose]]n seines Schiffes reiste Nussbaum bald darauf auf dem Landweg über [[Beirut]] ins [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] zurück, wo er schwer erkrankt einige Monate in [[Lazarett]]en zubrachte. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er bis zum Herbst 1915 vom aktiven Kriegsdienst zurückgestellt und zum Schiffsoffizier ausgebildet. Von 1916 bis 1918 nahm er auf verschiedenen Schiffen als Marineoffizier aktiv am Krieg teil: So war unter anderem Führer der 3. Kompanie der II. Marine-Division in [[Wilhelmshaven]]. Zuletzt erreichte er den Rang eines [[Leutnant zur See|Leutnants zur See der Reserve]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches und der Gründung der [[Weimarer Republik]] schloss Nussbaum sich einige Monate lang der [[Marine-Brigade von Loewenfeld]] an, einem rechtsgerichteten [[Freikorps]], mit dem er vom 8. Mai bis zum 7. August 1919 in [[Berlin]] und [[Oberschlesien]] kämpfte. Anschließend arbeitete er im Betrieb seiner Eltern mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik (1919 bis 1933) ===&lt;br /&gt;
Am 12. Juli 1920 trat Nussbaum der [[Preußen|Preußischen]] [[Rheinpolizei]] bei, der er bis 1926 angehören sollte: 1923 wurde er von den [[Frankreich|französischen]] [[Alliierte Rheinlandbesetzung|Besatzungsbehörden]] im [[Rheinland]] verhaftet und aus seiner Heimat ausgewiesen. 1926 wechselte er in die staatliche [[Kriminalpolizei]], in der er sich dem Aufbau und der Leitung von Abwehrstellen insbesondere in [[Kassel]] widmete. Vor 1933 gehörte er politisch kurzzeitig der katholisch geprägten [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrums-Partei]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
1933 wurde Nussbaum aus [[Kiel]] in das [[Gestapo|Geheime Staatspolizeiamt]] [[Berlin]] versetzt. Am 1. Juli 1933 wurde er dort zum [[Kriminalrat]] befördert und im Januar 1934 mit der Führung des Nachrichtendienstes in der Bewegungsabteilung III betraut. Im Zusammenhang mit der Verhaftung eines Spitzels im Januar 1934 und wohl auch im Zusammenhang mit dem personellen Umbau der Behörde nach ihrer Übernahme durch [[Reinhard Heydrich]] im April 1934 geriet Nussbaum offenbar in Bedrängnis durch den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]], woraufhin er zum 1. Mai 1934 als stellvertretender Leiter an die Kripostelle in [[Frankfurt am Main]] versetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 1934 wurde Nussbaum im Zuge der als [[Röhm-Putsch]] bekannt gewordenen politischen Säuberungsaktion der NS-Regierung vom Sommer 1934 in „[[Schutzhaft]]“ genommen. In der Folgezeit wurde er knapp zwei Monate lang im [[KZ Columbia-Haus]] festgehalten, bevor er infolge des Amnestierlasses vom 10. August 1934 wieder in Freiheit gelangte. Daraufhin kehrte er in seine Stellung bei der Frankfurter Polizei zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1937 trat Nussbaum in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.497.672).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/545907&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurde er mit der Leitung der Kriminalabteilung in [[Most (Tschechien)|Brüx]] im Sudetengebiet betraut. 1941 folgte die Ernennung zum Kriminaldirektor und zum Leiter der deutschen Kriminalpolizei in [[Brünn]]. 1943 wurde er nach Wilhelmshaven versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Schutzstaffel|SS]] wurde Nussbaum am 8. Oktober 1940 aufgenommen (SS-Nummer 386.262). 1943 wurde er zum [[SS-Sturmbannführer|Sturmbannführer]] befördert. Der [[Sturmabteilung|SA]] hatte er bereits seit 1934 angehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 fiel Nussbaum wiederholt dadurch auf, dass er Kollegen gegenüber äußerte, dass er den Krieg für nicht mehr gewinnbar halte, und dass es wohl bald an der Zeit sei, „Marken und Uniformen“ abzulegen und die Seiten zu wechseln. Im März 1945 wurde er daraufhin von Fritz Lotto, dem Beauftragten der [[Werwolf (NS-Organisation)|Organisation Werwolf]] für den Gau Weser-Ems erschossen: Lotto überfiel Nussbaum in einem Zimmer im Hotel Heines in Wilhelmshaven, in dem dieser damals lebte, bezichtigte ihn ein „Verräter“ zu sein und streckte ihn mit zwei Schüssen nieder. Anschließend feuerte er einen dritten Schuss in den Körper des am Boden liegenden Mannes.&amp;lt;ref&amp;gt;Perr Biddiscombe: &amp;#039;&amp;#039;The last Nazis. SS Werewolf Guerilla Resistance in Europe 1944-1947&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
In erster Ehe war Nussbaum verheiratet und hatte zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1934 heiratete Nussbaum in zweiter Ehe Magda Hinz (* 30. Dezember 1904 in Kiel). Aus dieser Ehe gingen zwei weitere Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Unterlagen zu Nussbaums Konflikt mit der Gestapo-Führung im Jahr 1934 und seiner anschließenden Schutzhaft befinden sich im Geheimen Staatsarchiv (Rep. 90 P, Nr. 64/3, Vorgang 329 bis 333; sowie Rep. 90 P, Nr. 183/1, Vorgang 43–47).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walther Hofer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand. Eine wissenschaftliche Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 1972 und 1978.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Oldenburg, 27. Oktober 1948&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. III, bearbeitet von Adelheid L. Rüter-Ehlermann, [[C. F. Rüter]]. Amsterdam : University Press, 1969, Nr. 91, S. 298–322 [https://web.archive.org/web/20010910044911/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd091.htm &amp;#039;&amp;#039;Erschiessung zweier Zivilisten und eines Kriminaldirektors wegen abfälliger Worte über Hitler und die deutsche Kriegslage&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-05-22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nussbaum, Konrad}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant zur See (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Columbia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nussbaum, Konrad&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Polizeibeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. November 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Linz am Rhein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wilhelmshaven]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>