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	<title>Konrad Kaletsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T02:32:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konrad_Kaletsch&amp;diff=1369152&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-21T18:45:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Konrad Kaletsch.png|mini|Konrad Kaletsch auf einem Gerichtsfoto, 1945]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konrad Kaletsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Dezember]] [[1898]] in [[Kassel]]; † [[18. September]] [[1978]] in [[Kreuztal]]) war in der ersten Reihe der Führungskräfte&amp;lt;ref&amp;gt;Priemel: &amp;#039;&amp;#039;Flick - Eine Konzerngeschichte&amp;#039;&amp;#039;. S. 256&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Flick-Konzern]]s als Spezialist für Finanzfragen, er war des Weiteren [[Wehrwirtschaftsführer]] und Angeklagter in den [[Nürnberger Prozesse]]n. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
=== Vor 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach einer kaufmännischen Ausbildung bei der Firma [[Buderus]] in [[Kassel]] arbeitete er ein Jahr lang dort als Angestellter. Anschließend studierte er [[Rechtswissenschaft|Jura]], [[Wirtschaftswissenschaft]]en und technische Fächer und trat Anfang der 1920er Jahre in den Flickkonzern ein. Das Studium hatte ihm sein Onkel Friedrich Flick empfohlen und finanziert. Während seines Studiums wurde er Mitglied bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Akademische Turnverbindung|ATV]] Markomannia Köln&amp;#039;&amp;#039;. Zunächst arbeitete Kaletsch als [[Prokurist]] und später als Vorstandsmitglied der [[Charlottenhütte|Charlottenhütte AG]] und bei der [[Mitteldeutschen Stahl AG]], die sich im Eigentum von Friedrich Flick befanden. Vertreten war er in der Zeit des Nationalsozialismus für den Flick-Konzern in den Aufsichtsräten der [[Süd-Chemie|Südchemie AG]], [[Maschinenbau AG Balcke]] in Bochum, [[Vereinigte Bleicherdefabrik]]en in München und in der [[Montaninteressen AG]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Bähr et al.: Der Flick-Konzern im Dritten Reich, S. 129. Hrsg. v. Institut für Zeitgeschichte München-Berlin im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Oldenbourger Wissenschaftsverlag. München 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war neben [[Otto Steinbrinck]]  generalbevollmächtigt ab 1937 für den Flick-Konzerns zu handeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Jung: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsprobleme.&amp;#039;&amp;#039; S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der Spezialist des Konzerns für Finanzangelegenheiten und arbeitete in der Zentrale in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beantragte am 8. Juli 1937 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 5.371.872).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/19050695&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ulrich F. Opfermann]] |Titel=Siegerland und Wittgenstein im Nationalsozialismus : Personen, Daten, Literatur ; ein Handbuch zur regionalen Zeitgeschichte |Auflage=2., durchges. Aufl |Verlag=Hell &amp;amp; Dunkel |Ort=Siegen |Datum=2001 |ISBN=3-928347-01-2 |Online=[http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/ Onlineversion] |Abruf=2021-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1941 wurde er zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. Er erhielt das Kriegsverdienstkreuz Zweiter (1941) und Erster Klasse (1944).&amp;lt;ref name=&amp;quot;pers-lex&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/#kaletsch |wayback=20220406075752 |text=Regionales Personenlexikon, Artikel Konrad Kaletsch   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kaletsch war bei Flick zuständig für die Verteilung der Spenden an die [[Schutzstaffel|SS]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klee: &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Er wurde am 8. Dezember 1945 verhaftet. In den Nürnberger Prozessen wurde Kaletsch mit Friedrich Flick und [[Otto Steinbrinck]] neben weiteren Anklagepunkten auch beschuldigt sich an der Enteignung, der [[Arisierung]] von drei jüdischen Unternehmungen beteiligt zu haben. Verteidiger war [[Herbert Nath]]. Kaletsch wurde am 22. Dezember 1947 im [[Flick-Prozess]] freigesprochen, obwohl die Anklage nachwies, dass es den an der Enteignung Beteiligten klar war, dass sie sich eines Tages vor einem internationalen Gericht zu verantworten hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jung: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsprobleme.&amp;#039;&amp;#039; S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Anklageschrift wurde festgestellt:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Die Beteiligung Flicks, Steinbrincks und Kaletschs an dem Entwurf eines allgemeinen Arisierungsgesetzes beweist mit aller wünschenswerten Klarheit ihre Teilnahme an dem allgemeinen Vorgang, den Juden das Leben in Deutschland unmöglich zu machen.|Autor=Aus der Anklageschrift des Flick-Prozesses|ref=&amp;lt;ref&amp;gt; Thomas Ramge: &amp;#039;&amp;#039;Die Flicks: eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik.&amp;#039;&amp;#039; S. 110. [https://books.google.ch/books?id=RyJHfPrv7WsC&amp;amp;pg=PA109&amp;amp;lpg=PA109&amp;amp;dq=Hugo+Dietrich+Flick&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=Fv6ePo8XGd&amp;amp;sig=QKad9_1UsQsS-f34Im4uXw1LBfA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiV3sHw_e7ZAhWBUhQKHXnOCpoQ6AEIWTAL#v=onepage&amp;amp;q=Hugo%20Dietrich%20Flick&amp;amp;f=false Online-Teilansicht]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Friedrich Flick verurteilt und inhaftiert war, führte Kaletsch ab 1948 die Verhandlungen mit den Alliierten über den Flick-Konzern, da das Unternehmen beschlagnahmt war. Als den angloamerikanischen Behörden ein Liquidierungsplan der Friedrich Flick KG vorlag, intervenierte Kaletsch bei der deutschen Bundesregierung erfolgreich und 1952 wurde eine Einigung erzielt. Die Eisen- und Stahlwerke blieben voll in der Verfügungsgewalt der Flick KG. Lediglich die Steinkohlegesellschaften mussten verkauft werden und dies innerhalb von 5 Jahren zu üblichen Marktpreisen und diese Entflechtungsmaßnahmen erbrachten liquide Geldmittel in Höhe einer Viertelmilliarde DM.&amp;lt;ref&amp;gt;Kim Christian Priemel: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensgeschichte reloaded: Der Umgang der Friedrich Flick KG mit der NS-Vergangenheit, Entflechtung und Restitution nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: Johannes Bähr et al: Der Flick-Konzern im Dritten Reich. Hrsg. v. Institut für Zeitgeschichte München-Berlin im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Oldenbourger Wissenschaftsverlag, S. 677. München 2008. ISBN 978-3-486-58683-1&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaletsch wurde erneut [[Vorstand]]schef im Flick-Konzerns und außerdem [[Aufsichtsrat]]smitglied bei [[Daimler-Benz]], [[Dynamit Nobel]], [[Süd-Chemie]] und anderen. 1965 geriet Kaletsch ins Licht der Öffentlichkeit, als er im „[[Braunbuch der DDR]]“ in einer „Liste bedeutender Rüstungsexperten und Wehrwirtschaftsführer des Hitlerregimes...“ aufgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Podewin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunbuch - Reprint der Ausgabe 1968&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2002, ISBN 3-360-01033-7, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 wurde er mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Verdienstkreuz]] und 1969 mit dem [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerischen Verdienstorden]] geehrt. Die Stadt [[Kreuztal]] ernannte ihn 1975 zum Ehrenbürger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pers-lex&amp;quot; /&amp;gt; 1976 gründete er die Konrad-Kaletsch-Stiftung mit Sitz in Kreuztal.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kreuztal.de/buergerservice/unsere-dienstleistungen/133/ &amp;#039;&amp;#039;Stiftungen. Konrad-Kaletsch-Stiftung. Stiftungsgründung 1976&amp;#039;&amp;#039;]. In: Bürgerservice der Stadt Kreuztal, abgerufen am 6. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Als die Stiftung ihr 10-jähriges Bestehen feiern wollte, erschien eine Informationsbroschüre der [[Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer notwendigen Aufarbeitung&amp;#039;&amp;#039;. Die Feier zum zehnjährigen Bestehen der Konrad-Kaletsch-Stiftung wurde daraufhin abgesagt. Zum 100sten Geburtstag von Kaletsch im Jahr 1988 legte der damalige Bürgermeister von Kreuztal zu seiner Erinnerung einen Kranz an seinem Grabmal nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528088.html &amp;#039;&amp;#039;Flick. Teil der Beute&amp;#039;&amp;#039;]. In: spiegelonline.de, vom 8. Mai 1988, abgerufen am 6. März 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Susanne Jung: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsprobleme der Nürnberger Prozesse. Dargestellt am Verfahren gegen Friedrich Flick.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8) Tübingen 1992.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Frankfurt am Main, 2007, S. 296.&lt;br /&gt;
* Kim Christian Priemel: &amp;#039;&amp;#039;Flick – Eine Konzerngeschichte vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0219-8.&lt;br /&gt;
* Altherrenbund des ATB (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Akademischer Turnbund 1883–1983.&amp;#039;&amp;#039; Melsungen 1983, S.&amp;amp;nbsp;192–193.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118864300|LCCN=no/2003/5921|VIAF=37713952}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kaletsch, Konrad}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Rüstungsindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angeklagter in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrwirtschaftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Kreuztal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im ATB]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Siegerland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kaletsch, Konrad&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Dezember 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. September 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kreuztal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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