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	<title>Konquistador - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konquistador&amp;diff=71803&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-04-04T05:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;Conquistador&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Conquista&amp;#039;&amp;#039;|Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Conquistador (Begriffsklärung)]] sowie [[Conquista (Begriffsklärung)]].|mehrzahl=ja}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Retrato de Hernán Cortés.jpg|mini|[[Hernán Cortés]] (1485–1547)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portrait of Francisco Pizarro (cropped).png|mini|[[Francisco Pizarro]] (um 1476–1541)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:El Licenciado Gonzalo Jiménez de Quesada.png|mini|[[Gonzalo Jiménez de Quesada]] (1509–1579)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konquistador&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{esS}} und {{ptS|conquistador}} ‚Eroberer‘) wird als Sammelbegriff für die [[Soldat]]en, [[Entdecker]] und [[Abenteuer|Abenteurer]] benutzt, die während des 16. und 17. Jahrhunderts große Teile von [[Nordamerika|Nord-]], [[Mittelamerika|Mittel-]] und [[Südamerika]] sowie der [[Philippinen]] und anderen Inseln als [[Spanisches Kolonialreich|Kolonien]] eroberten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der über ein Jahrhundert andauernde Prozess der Eroberung und Erschließung des mittel- und südamerikanischen Festlandes wird als &amp;#039;&amp;#039;Conquista&amp;#039;&amp;#039; (‚Eroberung‘) bezeichnet. In den Augen der meisten Spanier der damaligen Zeit war sie die zeitliche und kohärente Folge der im Jahr 1492 abgeschlossenen Rückeroberung &amp;#039;&amp;#039;([[reconquista]])&amp;#039;&amp;#039; der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] aus den Händen der [[Mauren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation und Grundlagen ==&lt;br /&gt;
In dem Jahrhundert nach der [[Entdeckung Amerikas]] durch [[Christoph Kolumbus]] betraten Abenteurer und Glücksritter die [[Neue Welt]], die später von spanischen Chronisten als &amp;#039;&amp;#039;conquistadores&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip konnte jeder Konquistador werden, dem es gelang, finanzielle Unterstützung zu finden. Zunächst schloss der Konquistador einen Vertrag &amp;#039;&amp;#039;([[capitulación]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;asiento)&amp;#039;&amp;#039; mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Casa de Contratación]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Vertrag hatte den Charakter einer [[Lizenz]] oder eines [[Monopol]]s und legte die Rahmenbedingungen für das Unternehmen fest. Nur wenige Konquistadoren konnten es sich leisten, echte Söldner anzuheuern. Oft handelte es sich bei den Mannschaften der Konquistadoren um mittellose Spanier oder [[Veteran]]en der [[Reconquista]]. Sie waren keine offiziellen Soldaten, sondern freie Bürger und direkt am Gewinn beteiligt. Für ihre [[Rüstung (Schutzkleidung)|Rüstung]], Waffen und Pferde mussten sie selbst aufkommen. Die Möglichkeit des gesellschaftlichen Aufstieges machte den Dienst sehr attraktiv. Während erstgeborene Söhne in Spanien das Erbe der Väter antraten, blieb den nachgeborenen Söhnen oft nur der Weg, sich als Konquistador mit Waffengewalt eigenen Besitz und damit gesellschaftliche Anerkennung zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lizenznehmer verpflichtete sich zur Erschließung einer &amp;#039;&amp;#039;Provincia&amp;#039;&amp;#039;, eines begrenzten Gebietes, dessen Ausdehnung aufgrund der unklaren geographischen Verhältnisse oft unterschätzt wurde. Dazu gehörte insbesondere der Bau von Siedlungen und Städten sowie die [[Bekehrung (Christentum)|Bekehrung]] der [[Indianer|indianischen]] Bevölkerung zum christlichen Glauben. Außerdem wurden in dem Vertrag die [[Zoll (Abgabe)|Zollbestimmungen]] für die [[Einfuhr|Ein-]] und [[Ausfuhr]] von Waren genau festgelegt. Der fünfte Teil aller Erträge der Kolonie musste als [[Steuer]] an die Krone abgeführt werden (&amp;#039;&amp;#039;Quinto Real&amp;#039;&amp;#039;, ‚königliches Fünftel‘). Im Gegenzug durfte der Lizenznehmer mit dem [[Gouverneur]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Adelantado]]&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Oberbefehlshaber|Generalkapitän]] (&amp;#039;&amp;#039;Capitán General&amp;#039;&amp;#039;) die jeweils höchsten zivilen und militärischen Repräsentanten bestimmen und hatte bei der Durchführung des Unternehmens weitgehend freie Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Entrada}}&lt;br /&gt;
Die von Konquistadoren in Form von Raub- und Eroberungszügen organisierten bewaffneten Expeditionen in bis dahin noch nicht von Europäern besiedelte und ihnen oft völlig unbekannte Gegenden der Neuen Welt, in denen sie zu erbeutende Schätze erwarteten, wurden in den Quellen &amp;#039;&amp;#039;armada de rescate&amp;#039;&amp;#039; („bewaffneter Beutezug“), &amp;#039;&amp;#039;jornada&amp;#039;&amp;#039; („Reise“) oder schlicht &amp;#039;&amp;#039;entrada&amp;#039;&amp;#039; („Eingang“) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vitus Huber: &amp;#039;&amp;#039;Beute und Conquista. Die politische Ökonomie der Eroberung Neuspaniens&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historische Studien&amp;#039;&amp;#039;. Band 76). Campus, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-593-50953-2, S. 170, 238.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen spanischen Begriff übernahmen auch nichtspanischsprachige Konquistadoren wie die deutschen [[Welser#Der Venezuela-Vertrag|Welser-Konquistadoren]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel Deckers]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezension-sachbuch-maenner-die-in-suempfen-sterben-11318123.html Männer, die in Sümpfen sterben.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. März 1997, abgerufen am 18. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das oberste Ziel der Konquistadoren war dabei zunächst nicht die Gründung von Siedlungen, sondern die Unterwerfung einheimischer Völker und der Gewinn von Reichtümern wie Gold und Silber. Um dieses Ziel zu erreichen, gingen sie meist mit großer Brutalität gegen die [[Indigene Völker Südamerikas|indigene Bevölkerung]] vor. Das im Jahr 1513 eingeführte &amp;#039;&amp;#039;[[Requerimiento]]&amp;#039;&amp;#039; gab den Konquistadoren und den sie begleitenden [[Missionar]]en eine pseudooffizielle Genehmigung und Rechtfertigung ihres Tuns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gewinn der Beute versuchten viele Konquistadoren, sowohl den Staat als auch ihre eigenen Gefolgsleute und Geldgeber zu benachteiligen. Zwischen rivalisierenden Gruppen, die das gleiche Gebiet beanspruchten, gab es Auseinandersetzungen um Ansprüche bis hinzu zu Schlachten zwischen Konquistadoren. Unzufriedene Konquistadoren, die oft vor dem Ruin standen, und Neuankömmlinge unternahmen immer neue Züge in unbekannte Regionen. Gerüchte wie der [[Mythos]] von [[Eldorado|El Dorado]] spielten hier eine bedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den eroberten Gebieten regierten zunächst die Konquistadoren uneingeschränkt. Nach und nach aber entsandte die spanische Krone Gouverneure und Beamte, die die Kontrolle übernahmen. Die [[Vizekönigreich]]e [[Vizekönigreich Neuspanien|Neuspanien]] und [[Vizekönigreich Peru|Peru]] wurden gegründet. Viele Conquista-Unternehmen endeten in einem Rechtsstreit. So verbrachte [[Hernán Cortés]] seinen Lebensabend mit Rechtsstreitereien mit der spanischen Krone, ebenso wie zuvor die Erben des [[Christoph Kolumbus|Kolumbus]]. In Peru führte der Zugriff der Krone zur offenen Rebellion. Mit der zunehmenden Konsolidierung der Vizekönigreiche endete die Zeit der Konquistadoren im letzten Drittel des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Vitus Huber: &amp;#039;&amp;#039;Die Konquistadoren. Cortés, Pizarro und die Eroberung Amerikas.&amp;#039;&amp;#039; C.&amp;amp;nbsp;H. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-73429-8, S.&amp;amp;nbsp;7,&amp;amp;nbsp;98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Untergang der indigenen Großreiche ==&lt;br /&gt;
=== Die militärischen Vorteile der Eroberer ===&lt;br /&gt;
Bei den Eroberungen der Großreiche der [[Azteken]] und [[Inka]]s standen die Konquistadoren oft einer erdrückenden Überzahl an Indianern gegenüber (z. B. 170 Spanier gegen ungefähr 4000 bis 7000 Inkas in der [[Schlacht von Cajamarca]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jared Diamond: &amp;#039;&amp;#039;Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, S. 69–81.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Azteken unterschätzten ebenso wie die Inka die waffentechnische Überlegenheit der Konquistadoren und vor allen Dingen ihre Überlegenheit im [[Geschichte der militärischen Taktiken|taktisch]]-[[Strategie (Militär)|strategischen]] Eroberungskampf. In der [[Reconquista]] hatten die Spanier über Jahrhunderte, häufig in Unterzahl, erfolgreiche Kampftaktiken gegen die [[Mauren]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigene vielfache Überlegenheit an verfügbaren Kriegern machte es den Indianern schlicht unmöglich, die Gefährlichkeit der zahlenmäßig kleinen fremden Truppen richtig einzuschätzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hanns J. Prem]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Altamerikas&amp;#039;&amp;#039;. R. Oldenbourg Verlag, S. 256.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die fehlende Kenntnis des kulturellen Hintergrunds der spanischen Gegner, ihrer wahren Intentionen und die eigenen Fesseln der [[Religion]] machten es den indianischen Herrschern schwer, richtig zu reagieren. In jedem Naturereignis sahen die indigenen Priester schreckliche Vorzeichen der Götter, die häufig eine Lähmung der politischen Führung bewirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reiche der Inkas und der Azteken waren ihrerseits durch Eroberungskriege aufgebaut worden. Die eroberten Völker leisteten [[Tribut]]zahlungen an die indianischen Eroberer und waren häufig nicht in das Reich integriert. Es gab in den Großreichen viele verschiedene Völker, Sprachen und Religionen. Es gab keine einheitliche Verwaltung (außer im Inkareich), keine einheitliche Rechtsprechung und kein stehendes Heer, das die unterworfenen Regionen ständig besetzt hielt. Die Reiche waren dementsprechend instabil. Die Konquistadoren nutzten die Unzufriedenheit der unterworfenen Völker aus und gewannen sie als Verbündete gegen die Herrscher der Großreiche.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanns J. Prem: &amp;#039;&amp;#039;Die Azteken. Geschichte – Kultur – Religion.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. H. Beck, S. 19, 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammenbruch der einheimischen Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
Während der Eroberung kam es unter der [[Indigene Völker Amerikas|indigenen Bevölkerung]], und zwar sowohl unter den Verteidigern als auch unter den Verbündeten der Konquistadoren, zu erheblichen Bevölkerungsverlusten. Der eigentliche demographische Kollaps setzte allerdings erst danach ein, als mehrere Epidemien eine demographische Katastrophe mit extrem hohen Todesraten verursachten. Die von den Konquistadoren eingeschleppten [[Pocken]], gegen die die Indigenen keine Immunabwehr entwickelt hatten, führten zu Bevölkerungsverlusten von 30 bis 50 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hanns J. Prem]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Altamerikas.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Oldenbourg Grundriss der Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;23). 2. Auflage, Oldenbourg, München 2008, ISBN 978-3-486-53032-2, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1545 und 1576 verursachten dann zwei Ausbrüche von [[Cocoliztli]], einem [[hämorrhagisches Fieber|hämorrhagischen Fieber]], mehrere Millionen Tote, sodass die indigene Bevölkerung Neuspaniens von über 20 Millionen bis 1600 auf weniger als zwei Millionen absank.&amp;lt;ref&amp;gt;Rodolfo Acuna-Soto, David W. Stahle, Malcolm K. Cleaveland, Matthew D. Therrell: &amp;#039;&amp;#039;Megadrought and megadeath in 16th century Mexico.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Emerging infectious diseases&amp;#039;&amp;#039; 8, Nummer 4, April 2002, S.&amp;amp;nbsp;360–362, {{DOI|10.3201/eid0804.010175}}, PMID 11971767, {{PMC|2730237}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung der Konquistadoren ==&lt;br /&gt;
Die übliche Grundausstattung der Konquistadoren umfasste eine Rüstung (&amp;#039;&amp;#039;Spanische Rüstung&amp;#039;&amp;#039;), einen Helm und als Bewaffnung einen [[Degen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reiter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spanische-Reiterei.png|mini|Spanische Reiterei (Darstellung im [[Codex Florentinus]])]]&lt;br /&gt;
Das [[Hauspferd|Pferd]] war ein in Amerika unbekanntes Tier und die Indianer hielten es zuerst für ein Ungeheuer. Der Anblick der spanischen Reiter auf dem Pferd vermittelte den Indianern den Eindruck, es handele sich hierbei um ein einziges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reiter waren bewaffnet mit [[Rapier]] und leichter [[Lanze]]. Geschützt wurden sie durch eine leichte Rüstung mit [[Halsberge]], Helm sowie Stahlschienen und Knieschützer an den Beinen. Der Hauptvorteil der [[Kavallerie]] bestand in ihrer Geschwindigkeit. Sie erlaubte es den Konquistadoren, nach Belieben über die indianischen Gegner herzufallen und blitzartig Verwüstungen anzurichten. Im Kampf verausgabte ein sachkundiger Reiter sein Pferd nie; er hielt es in ständigem, gleich bleibendem Trab, mit leicht verhängtem Zügel. Wenn er einen Gegner vor seiner Lanze hatte, verkürzte das Pferd mit nur wenigen Galoppsprüngen die Distanz, so dass der Reiter den Indianer töten konnte. Die Kavallerie war die ideale Waffe, sowohl beim Angriff als auch beim sich anschließenden Rückzug der Indianer, da die Spanier ihre Gegner nach Möglichkeit nicht entkommen ließen. Die Reiter arbeiteten stets in kleinen Gruppen von drei oder vier Mann zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Bei einer Schlacht mit einem zahlenmäßig überlegenen Gegner hielt sich die Reiterei zurück und wartete auf die [[Salve]]n der Armbrustschützen und Arkebusiere. Nach der Salve preschten die Reiter vor, in die Lücke, welche die Salve in die gegnerischen Reihen gerissen hatte und richteten dort ihre Verwüstungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernal Díaz del Castillo: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Eroberung von Mexiko&amp;#039;&amp;#039;. 1988, S. 419.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei anderen Gelegenheiten griff die Reiterei zuerst an und brachte den Feind zum Wanken. Das Fußvolk griff erst dann ein, wenn sich die Indianer zur Flucht wandten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernal Díaz del Castillo: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Eroberung von Mexiko&amp;#039;&amp;#039;. 1988, S. 420.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußsoldaten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spanish Conqueror Helmet.jpg|mini|Spanischer Helm (Morion)]]&lt;br /&gt;
Obwohl die Kavallerie die stärkste Waffe der Spanier war, trug die Hauptlast des Kampfes die Infanterie mit ihren Lanzenträgern, [[Hellebardenträger]]n und Schwertkämpfern ([[Rodeleros]]), [[Armbrust]]schützen und [[Arkebuse|Arkebusieren]]. Die Infanterie schützte sich gewöhnlich mit Stahlhelm ([[Cabasset]] oder [[Morion]]), Halsschutz, Brustpanzer und mit dem Unterleibsschutz (diese Rüstung wurde Dreiviertel-Rüstung genannt). Einige Soldaten gebrauchten einen leichteren und flexibleren Panzer aus Leder, der zusätzlich mit Stahlplatten belegt war. Bei der Eroberung [[Neuspanien]]s (Mexiko) gab es eine Besonderheit. Hier legten mit der Zeit viele spanische Soldaten, [[Hernán Cortés]] eingeschlossen, den schweren und hinderlichen Panzer ab. Sie tauschten ihn gegen eine Rüstung aus dicker gepolsterter [[Baumwolle]] ein. Diese leichte Panzerung hatten sie den Azteken abgeschaut. Sie bestand aus einer zwei Finger dicken Schicht aus Baumwolle und war ähnlich widerstandsfähig wie Filz. Da es an vielen anderen Orten der Neuen Welt keine Baumwolle gab, behielten die Konquistadoren dort ihre eiserne Rüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Indianer eher individuell statt unter Einsatz von Gruppentaktiken kämpften, war es den Europäern möglich, einer sehr großen Übermacht von Kriegern standzuhalten. Schulter an Schulter standen die spanischen Eroberer mit ihren Hellebarden und überraschten die Indianer so mit den ihnen unbekannten Waffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lviv - Arsenal - 26.jpg|mini|Hellebarden]]&lt;br /&gt;
In den hinteren Reihen der Infanterie standen die Armbrustschützen. Sie traten nur für den Schuss nach vorn. Dann luden sie ihre Waffe hinter den Schilden, Schwertern und Hellebarden ihrer Kameraden nach. Die Armbrustschützen schossen gezielt auf gegnerische Anführer. Den Bolzen der Armbrüste waren die Indianer fast schutzlos ausgeliefert, da selbst die starken Schilde aus Holz und die Rüstungen aus Baumwolle oder Leder durchschlagen wurden. Im Nahkampf gebrauchten die Konquistadoren das [[Rapier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da viele der Männer [[Hidalgo (Adel)|Hidalgos]] waren, übten sie mit dieser Waffe seit ihrer Kindheit. Der tägliche Drill hatte sie zu erfahrenen Kämpfern gemacht. Mit ihren sehr scharfen, jedoch viel schwereren Waffen aus Holz und Stein waren die Indianer den Konquistadoren mit ihren gut ausbalancierten Degen hoffnungslos unterlegen, denn die Indianer nutzten ihre [[Obsidianschwert]]er oder Keulen immer als [[Hiebwaffe]]n. Durch die lange Ausholbewegung ist der Hieb stets langsamer als der Stoß. Zudem hatten die Konquistadoren mit dem geringen Gewicht ihres Degens einen weiteren Vorteil: Sie ermüdeten nicht so schnell und der niedrige Schwerpunkt ihrer Waffe ermöglichte ihnen im Nahkampf durch [[Verteidigung (Sport)#Fechten|Parade]] und [[Riposte]] sofortige Gegenangriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arkebuse ===&lt;br /&gt;
Bei den Schusswaffen war es die [[Arkebuse]], die den größten Schrecken auslöste, obwohl diese Waffe nicht immer wunschgemäß funktionierte und ihre Handhabung gefährlich war. Ihre Wirkungen war wohl eher psychischer Natur durch den Lärm und die Feuerblitze. Effektiv war sie wohl nicht entscheidend. Die wirksamste Entfernung des Schusses waren etwa fünfzig Meter. Doch es wurde empfohlen, nicht zu schießen, bis der Feind auf etwa fünfzehn Meter heran war. Die Arkebusiere arbeiteten gewöhnlich in einem Zweierteam. Während ein Soldat ständig lud, feuerte der andere. Dies erhöhte die Feuerkraft und die Schnelligkeit, mit der die Schüsse abgefeuert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Artillerie ===&lt;br /&gt;
Das wichtigste Geschütz der Artillerie war die [[Feldschlange]] aus Bronze. Diese Waffe ließ sich auch in der offenen Feldschlacht gut gebrauchen. Mit ihr konnten die Spanier [[Geschoss]]e mit einem Gewicht von acht bis dreizehn Kilogramm abfeuern. Auch wenn der Schuss nur wenig genau war, öffnete er jedoch stets eine Bresche und verursachte ungeheure Verwüstungen in den Reihen des Gegners. Doch es wurden auch große [[Bombarde (Geschütz)|Bombarden]] zum Durchbrechen von Mauern und kleine [[Falkonett]]s auf Brustwehren und Wasserfahrzeugen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegshunde ===&lt;br /&gt;
Gewaltigen Schrecken verbreiteten auch die [[Kriegshund]]e der Konquistadoren. Oft fertigten die Männer ihren Hunden Lederkoller an, die sie zu einem großen Teil vor Hieben und Wurfgeschossen schützten. Die Angriffslust und die Kampfkraft dieser Hunde überraschte die Indianer sehr, weil sie zuvor nur viel kleinere Rassen gekannt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmte Konquistadoren ==&lt;br /&gt;
(Sortierung nach Jahr der Eroberung)&lt;br /&gt;
* [[Vasco Núñez de Balboa]] (um 1475–1519), Eroberer [[Darién]]s (1510) und europäischer Entdecker des [[Pazifischer Ozean|Pazifiks]] (25. September 1513)&lt;br /&gt;
* [[Juan Ponce de León]] (1460–1521), europäischer Entdecker [[Florida]]s (27. März 1513)&lt;br /&gt;
* [[Hernán Cortés]] (um 1485–1547), Eroberer des [[Aztekenreich]]s (1519–1521)&lt;br /&gt;
* [[Cristóbal de Olid]] (1487–1524), Eroberungsversuch von [[Honduras]] (1523)&lt;br /&gt;
* [[Pedro de Alvarado]] (um 1486–1541), Eroberer von [[Guatemala]] und [[El Salvador]] (1523–1525)&lt;br /&gt;
* [[Sebastián de Belalcázar]] (um 1479–1551), Eroberer von [[Nicaragua]] (1524) und [[Ecuador]] (1533)&lt;br /&gt;
* [[Francisco de Montejo]] (um 1479–1553), Eroberer von [[Yucatán (Halbinsel)|Yucatán]] (1527–1547)&lt;br /&gt;
* [[Pánfilo de Narváez]] (1470–1528), unternahm eine gescheiterte Expedition nach Florida (1528)&lt;br /&gt;
* [[Diego de Mazariegos]] (um 1500–um 1536), Eroberer von [[Chiapas]] (1528)&lt;br /&gt;
* [[Nuño Beltrán de Guzmán]] (um 1490–1544), Eroberer des Nordwestens Mexikos (&amp;#039;&amp;#039;[[Nueva Galicia|Reino de Nueva Galicia]]&amp;#039;&amp;#039; 1529–1536)&lt;br /&gt;
* [[Francisco Pizarro]] (um 1477–1541), Eroberer des [[Inkareich]]s (1531–1535)&lt;br /&gt;
* [[Diego de Almagro]] (um 1479–1538), Begleiter Pizarros; führte die erste Expedition nach [[Chile]] (1535–1537)&lt;br /&gt;
* [[Hernando de Soto]] (um 1496 oder 1500–1542), Begleiter Pizarros; Anführer der größten Expedition durch den [[Südstaaten|Südosten]] der heutigen [[USA]] (1538–1542)&lt;br /&gt;
* [[Pedro de Valdivia]] (1497–1553), Eroberer Chiles (ab 1540)&lt;br /&gt;
* [[Inés Suárez]] (1507–1580), beteiligt am Kampf um Santiago de Chile (1541)&lt;br /&gt;
* [[Álvar Núñez Cabeza de Vaca]] (um 1499–um 1559), Erforscher der [[Golf von Mexiko|Golfküste]] und des Nordens Mexikos (1528–1535) und Erforscher des [[Río de la Plata]], seiner Nebenflüsse (1540–1544) und [[Peru]]s&lt;br /&gt;
* [[Juan de Sanabria]] (um 1504–1549), Eroberer im Gebiet des Río de la Plata&lt;br /&gt;
* [[Lope de Aguirre]] (um 1511–1561), suchte nach [[Eldorado]] (1559–1561)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* [[Aguirre, der Zorn Gottes]] (1972), Film von [[Werner Herzog]]&lt;br /&gt;
* [[Cabeza de Vaca (Film)|Cabeza de Vaca]] (1990), Film von [[Nicolás Echevarría]] (wurde im Wettbewerb der [[Internationale Filmfestspiele Berlin 1991|Berlinale 1991]] gezeigt)&lt;br /&gt;
* [[1492 – Die Eroberung des Paradieses]] (1992), Film von [[Ridley Scott]]&lt;br /&gt;
* [[Söhne des Windes]] (2000), spanischer Fernsehfilm mit [[Bud Spencer]] in einer Nebenrolle&lt;br /&gt;
* [[The Fountain (Film)|The Fountain]] (2006), Film von [[Darren Aronofsky]]&lt;br /&gt;
* [[Apocalypto]] (2006), [[Actionfilm|Action-]] und [[Historienfilm|Historiendrama]] des Regisseurs [[Mel Gibson]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Spanische Eroberung Mexikos]]&lt;br /&gt;
* [[Spanische Eroberung Perus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vitus Huber: &amp;#039;&amp;#039;Beute und Conquista. Die politische Ökonomie der Eroberung Neuspaniens&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Campus historische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;76). Zugleich: Dissertation, Ludwig-Maximilans-Universität München, 2017. Campus, Frankfurt am Main / New York 2018, ISBN 978-3-593-50953-2, E-Book ISBN 978-3-593-43995-2.&lt;br /&gt;
* Vitus Huber: &amp;#039;&amp;#039;Die Konquistadoren. Cortés, Pizarro und die Eroberung Amerikas.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2019.&lt;br /&gt;
* Matthew Restall, Felipe Fernández-Armesto: &amp;#039;&amp;#039;The Conquistadors. A very short introduction.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 2012.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Rinke]]: &amp;#039;&amp;#039;Conquistadoren und Azteken. Cortés und die Eroberung Mexikos.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2019.&lt;br /&gt;
* [[Fernand Salentiny]]: &amp;#039;&amp;#039;Santiago! Die Zerstörung Altamerikas.&amp;#039;&amp;#039; Umschau Verlag, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-524-69021-1.&lt;br /&gt;
* Hugh Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Rivers of Gold. The Rise of the Spanish Empire.&amp;#039;&amp;#039; London 2003 (ND New York 2005).&lt;br /&gt;
* Hugh Thomas: &amp;#039;&amp;#039;The Golden Empire. Spain, Charles V, and the Creation of America.&amp;#039;&amp;#039; New York 2010.&lt;br /&gt;
* Hugh Thomas: &amp;#039;&amp;#039;World Without End. Spain, Philip II, and the First Global Empire.&amp;#039;&amp;#039; New York 2014.&lt;br /&gt;
* [[Max Zeuske]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Conquista.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Leipzig, Leipzig 1992, ISBN 3-361-00369-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Konquistador| ]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Spanische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Militär)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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