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	<title>Konfokaltechnik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:26:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konfokaltechnik&amp;diff=1860405&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pizzaschneider am 23. April 2025 um 08:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-04-23T08:08:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Confocal measurement of 1-euro-star 3d and euro.png|miniatur|Anwendung der Konfokaltechnik in der Materialforschung: Ausschnitt aus dem 3D-Profil einer 1-Euro-Münze]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Confocal measurement of 1-euro-star 3d profile 200.svg|miniatur|Querschnitt durch die obige Messung parallel zur x-Achse bei y&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;200&amp;amp;nbsp;µm.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konfokaltechnik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst eine Reihe von optischen Messverfahren ([[Abstandsmessung]], bildgebende Verfahren, [[Profilometrie]]), die auf dem Konfokalprinzip basieren: Zwei optische Systeme oder Strahlengänge sind [[konfokal]], wenn sie einen gemeinsamen [[Fokus|Brennpunkt]] besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist nutzt die Konfokaltechnik sehr kleine, nur wenige Mikrometer große Leucht- und Gesichts&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[Blende (Optik)#Feldblende|feldblende]]n, auch [[Lochblende|Pinholes]] genannt. Sie beschränken den beleuchteten Bereich auf dem Objekt und das Gesichtsfeld der Beobachtungsoptik auf einen Fleck, dessen Größe idealerweise durch die [[Rayleigh-Kriterium|beugungsbedingte Auflösungsgrenze]] der Abbildung bestimmt wird. Der [[Beleuchtungsstrahlengang]] und der Beobachtungsstrahlengang sind somit &amp;#039;&amp;#039;konfokal&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konfokaltechnik ist eine punktweise messende Methode. Führt man diesen Messpunkt in allen drei Raumdimensionen durch ein Messvolumen, erhält man ein dreidimensionales Bild des Volumens mit Sub-Mikrometer-Auflösung. Bei transparenten Proben, wie sie häufig in der Biologie untersucht werden, ergibt sich so ein dreidimensionales Abbild der Gewebestruktur. Bei intransparenten und reflektierenden Proben kann man aus diesem Volumenbild eine hochauflösende Darstellung der Oberfläche berechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konfokalprinzipien ==&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene konfokale Messprinzipien, die sich vom optischen Aufbau her deutlich unterscheiden. Im Folgenden werden die einzelnen Techniken vorgestellt und die zugehörigen Abtastverfahren beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfokaler Punktsensor ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Konfokal microskop prinzip.svg|miniatur|Prinzipieller Aufbau eines konfokalen Punktsensors]]&lt;br /&gt;
Das einfachste konfokale Verfahren ist sicherlich der konfokale Punktsensor, wie er schon von [[Marvin Minsky]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;minsky1957&amp;quot;/&amp;gt; patentiert wurde. An ihm lässt sich das Konfokale Grundprinzip am besten erläutern: Er besteht aus einer Lichtquelle, die eine sehr kleine [[Lochblende]] beleuchtet. Das Bild der Lochblende wird beugungsbegrenzt auf das Objekt in Form eines [[Airy-Scheibchen]]s abgebildet. Das reflektierte und gestreute Licht von der Probe wird über einen Strahlteiler auf eine zweite Lochblende, hinter der sich ein Detektor befindet, abgebildet. Diese Anordnung sorgt dafür, dass Streulicht, das von der Probe außerhalb der Fokusebene zurückgeworfen wird, ausgeblendet wird. Dadurch misst der Sensor eine erhöhte Lichtintensität, wenn das Objekt im Fokus ist, detektiert aber keine Intensität, wenn sich das Objekt außerhalb des Fokus befindet. Ein Punktsensor kann sowohl mit Weißlicht als auch mit einem [[Laser]] aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Punktsensor muss in allen drei Raumrichtungen über das Objekt geführt werden, um eine vollständige 3D-Abbildung zu erhalten. Die Bewegung entlang der optischen Achse kann durch Verschieben der Probe oder des Sensors, aber auch durch Bewegung des [[Objektiv (Optik)|Objektivs]] oder eines schnell schwingenden Spiegels im Strahlengang erfolgen. Insbesondere die letztgenannte Methode erlaubt sehr schnelle Messungen mit einem Punktsensor. Die schnellsten Einkanalsysteme erreichen derzeit Messraten von 70.000 Abstandswerten pro Sekunde und Kanal. Die schnellsten Mehrkanalsysteme mit bis zu 128 simultan erfassten Kanälen – und damit die derzeit schnellsten Konfokalsensoren der Welt (Stand 2013) – erreichen bis zu einer Million Abstandswerte je Sekunde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;µsprint&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nanofocus.de/technologie/messprinzipien/usprint-technologie/ µsprint Technologie], NanoFocus AG&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;siscan&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://w1.siemens.com:80/innovation/de/publikationen/zeitschriften_pictures_of_the_future/pof_herbst_2004/sensortechnik/optische_sensoren.htm | wayback=20080212101128 | text=Elektronische Adleraugen}}&amp;#039;&amp;#039;, Pictures of the Future, Herbst 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PatentSiscan&amp;quot;&amp;gt;{{Patent|Land=DE|V-Nr=10125885|Titel=Sensorvorrichtung zur schnellen optischen Abstandsmessung nach dem konfokalen optischen Abbildungsprinzip|Typ=Patent}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromatisch konfokaler Sensor ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chromatic aberration convex.svg|miniatur|Die unterschiedliche Fokusentfernung bei einer dispersiven Optik wird im chromatisch konfokalen Sensor genutzt]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Chromatisch-konfokale Abstandsmessung}}&lt;br /&gt;
Der chromatisch konfokale Sensor nutzt die Eigenschaft einer [[Dispersion (Physik)|dispersiven]] Optik, weißes Licht nicht in einem Punkt zu fokussieren, sondern nach Wellenlänge separiert in unterschiedlichen Entfernungen. Der blaue Fokus liegt dabei näher an der Optik, der rote ist weiter entfernt&amp;lt;ref name=&amp;quot;stil&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stilsa.com/EN/prin.htm |wayback=20090508061445 |text=Chromatic Confocal Sensing (CCS) }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Mit diesem Prinzip kann man gleichzeitig eine Oberfläche in verschiedenen Entfernungen abbilden. Dadurch benötigt ein chromatisch konfokaler Sensor keine Abtastbewegung entlang der optischen Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfokales Laser-Scanning-Mikroskop ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Konfokalmikroskop}}&lt;br /&gt;
Das konfokale Laser-Scanning-Mikroskop ist im Prinzip ein konfokaler Punktsensor, bei dem die Abtastung in der Schärfeebene mit beweglichen Ablenkspiegeln erfolgt. Der Messpunkt kann damit relativ schnell über das Objekt geführt werden. Die Abtastung in Richtung der optischen Achse erfolgt typischerweise durch Verschieben des Objektives oder des Objektes. Das gezielte Führen des konfokalen Beobachtungspunktes über das [[Objektfeld]] erlaubt eine flexible Anpassung der Abtastdichte an die tatsächliche [[Auflösungsvermögen|optische Auflösung]], ist aber relativ langsam. Einige wenige Schnittbilder pro Sekunde sind die typische Messrate eines Laser-Scanning-Mikroskops.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfokales Weißlichtmikroskop ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Konfokalmikroskop}}&lt;br /&gt;
Beim konfokalen Weißlichtmikroskop erfolgt die laterale Ablenkung beispielsweise durch eine schnell drehende [[Nipkowscheibe]] oder durch [[Mikrospiegelaktor]]en. Dieser Mikroskoptyp ist daher in der Lage, mehrere Messpunkte gleichzeitig zu erfassen. Üblicherweise wird daher ein [[CCD-Sensor]] als Bildsensor verwendet. innerhalb einer Umdrehung der Nipkowscheibe oder innerhalb eines Zyklusdurchlaufs der Mikrospiegel kann somit ein ganzes Bild konfokal erfasst werden. Wegen der hohen Drehzahl der Nipkowscheibe von bis zu 100&amp;amp;nbsp;Umdrehungen pro Sekunde erreicht dieser Mikroskoptyp daher sehr hohe Messraten von bis zu etwa 100 Schnittbildern je Sekunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Die Anwendungen der Konfokaltechnik finden sich heute im Wesentlichen auf den Gebieten [[Lebenswissenschaften]] und [[Materialforschung]]. Während in den Lebenswissenschaften meist eine hochauflösende Volumenabbildung von transparenten Objekten wie Tier- oder [[Zelle (Biologie)|Pflanzenzellen]] im Fokus steht, wird in der Materialforschung hauptsächlich [[Profilometrie]], also die dreidimensionale Vermessung von Oberflächen betrieben. Neben geometrischen Fragestellungen bildet die [[Rauheitsmessung]] das Hauptanwendungsgebiet. Ein weiteres Anwendungsgebiet liegt in der Zahntechnik beim [[Intraoralscan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volumenabbildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuron actin cytoskeleton.JPG|miniatur|Neuronales Aktin-Zellskelett]]&lt;br /&gt;
Bei der Volumenabbildung nutzt man die Eigenschaft der konfokalen Abbildung, Streulicht von außerhalb der Fokusebene auszublenden, um in gewissem Umfang auch hinter intransparente Objekte sehen zu können. Das ist möglich, da das Licht dank der großen [[numerische Apertur|numerischen Apertur]] vom Rand des Objektives auch seitlich an kleinen Objekten vorbeistrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Profilometrie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Confocal curve schematic.svg|miniatur|Konfokalkurve: Intensität &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; über dem Sensorabstand &amp;lt;math&amp;gt;z&amp;lt;/math&amp;gt; zum Objekt. FWHM ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;full width half maximum&amp;#039;&amp;#039;}}) ist die Halbwertsbreite, die Objektoberfläche befindet sich bei &amp;lt;math&amp;gt;z_0&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Punkte stellen Einzelmesswerte dar, die durchgezogene Linie den theoretischen Verlauf.]]&lt;br /&gt;
Bei der konfokalen Profilometrie nutzt man die Gemeinsamkeit aller konfokalen Messverfahren, dass sie im Idealfall bei einer deutlich definierten Objektoberfläche die rechts dargestellte Antwortfunktion über der Objekthöhe erzeugen. Diese Funktion nennt man daher auch &amp;#039;&amp;#039;Konfokalkurve&amp;#039;&amp;#039;. Ihre [[Halbwertsbreite]] (engl. {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;full width half maximum&amp;#039;&amp;#039;}}, FWHM) ist im Wesentlichen von der [[Numerische Apertur|numerischen Apertur]] des Objektivs abhängig. Die Objekthöhe ergibt sich aus dem Ort des Maximums auf der z-Achse. Zur Bestimmung des Maximums verwendet man im einfachsten Falle ein mit den Intensitätswerten [[Arithmetisches Mittel#Gewichtetes arithmetisches Mittel|gewichtetes arithmetisches Mittel]] der z-Position. Damit lässt sich eine Genauigkeit der Positionsbestimmung erreichen, die bei wenigen Nanometern liegt. Diese ist um ein Vielfaches besser als die optische Auflösung entlang der z-Achse, die in etwa der Halbwertsbreite der Konfokalkurve entspricht und bei sichtbarem Licht mindestens 500&amp;amp;nbsp;Nanometer entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Minsky Confocal Reflection Microscope.png|miniatur|Konfokalmikroskop nach M. Minsky]]&lt;br /&gt;
Ein frühes, nicht abbildendes Konfokalmikroskop beschrieb H. Naora&amp;lt;ref&amp;gt;H. Naora: &amp;#039;&amp;#039;Microspectrophotometry and cytochemical analysis of nucleic acids&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; 14, Band.&amp;amp;nbsp;114, Nr.&amp;amp;nbsp;2959, 1951, S.&amp;amp;nbsp;279–280.&amp;lt;/ref&amp;gt; bereits 1951. Er verwendete es für die Spektroskopie von [[Nukleinsäure]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abbildende Konfokaltechnik wurde von [[Marvin Minsky]] in den 1950er Jahren entwickelt und zum Patent angemeldet&amp;lt;ref name=&amp;quot;minsky1957&amp;quot;&amp;gt;{{Patent|Erfinder=[[Marvin Minsky]]|Titel=Microscopy Apparatus|Land=US|V-Nr=3013467|A-Datum=1957-11-07|V-Datum=1961-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Vor allem durch die Entwicklung der Lasertechnik wurde das Verfahren erstmals praktisch einsetzbar. Durch das Aufkommen leistungsfähiger [[CCD-Sensor|CCD]]-Kameras konnte in den 1990er Jahren auch die konfokale Weißlichtmikroskopie in leistungsfähige Geräte umgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commons|Confocal microscopy in material sciences|Anwendungen der Konfokalmikroskopie in der Materialforschung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Optische Messtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lichtmikroskop-Art oder lichtmikroskopisches Verfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dimensionale Messtechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pizzaschneider</name></author>
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