<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Konfliktkosten</id>
	<title>Konfliktkosten - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Konfliktkosten"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konfliktkosten&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T05:55:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konfliktkosten&amp;diff=2575606&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konfliktkosten&amp;diff=2575606&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-18T19:10:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konfliktkosten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Kosten]], die in [[Unternehmen]] oder [[Behörde]]n durch [[Konflikt]]e verursacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das [[Konfliktmanagement]] hat auch die Aufgabe, Konfliktkosten durch Bewältigung von Konflikten zu minimieren oder zu vermeiden. Sie entstehen durch die [[Betriebsstörung|Störung]] der planmäßigen [[Nutzung (Technik)|Nutzung]] der [[Produktionsfaktor]]en, wobei der Konflikt lediglich mit verursachend für die Kosten gewesen sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=YsOlDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA201&amp;amp;dq=Konfliktkosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj2z-vO2470AhUBQvEDHcCuDgcQ6AF6BAgGEAE#v=onepage&amp;amp;q=Konfliktkosten&amp;amp;f=false Christian Hofstadler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Entwicklungen in Baubetrieb, Bauwirtschaft und Bauvertragsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 201.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne Konflikt wären die [[Gesamtkosten]] geringer ausgefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Konfliktkosten sind keine eigenständige [[Kostenart]], sondern fallen als Kosten bei anderen Kostenarten an. Zu den Konfliktkosten gehören unter anderem die vorzeitige [[Vertragsauflösung|Auflösung]] von [[Arbeitsverhältnis]]sen, [[Abfindung]]en, [[Einstellung (Arbeit)|Einstellung]] neuer [[Mitarbeiter]] oder [[Fehlerkosten]] aufgrund vorangegangener Konflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Hofstadler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Entwicklungen in Baubetrieb, Bauwirtschaft und Bauvertragsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Anwaltskosten]] und [[Gerichtskosten]] für ausgetragene [[Rechtsstreit]]igkeiten sind Konfliktkosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unternehmensberatung]] [[KPMG]] identifizierte in einer Konfliktkostenstudie folgende Konfliktkostenbereiche:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kpmg.de/Presse/14276.htm |wayback=20120415231142 |text=KPMG (Hrsg.), Alexander Insam/Uwe Achterholt/Andreas Reimann, &amp;#039;&amp;#039;Konfliktkostenstudie – Die Kosten von Reibungsverlusten in Industrieunternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 7 |archiv-bot=2022-03-10 09:09:22 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Personal]]: [[Fluktuation]], [[Krankenstand]], [[Kontraproduktives Verhalten|kontraproduktive]] [[Arbeitseinstellung]];&lt;br /&gt;
* [[Team]]: Mängel in der [[Projekt]]arbeit, [[Kunde]]nfluktuation, entgangene [[Auftrag|Aufträge]] oder [[Bestellung]]en;&lt;br /&gt;
* [[Organisation]]: [[Organisationsgrad|Über- oder Unterregulierung]], fehlerhafte [[Anreizsystem]]e, [[Disziplinarmaßnahme (Privatwirtschaft)|Betriebsstrafen]].&lt;br /&gt;
Ein regelmäßiges Ziel von [[Leistungsbeurteilung (Personalwesen)|Leistungsbeurteilungen]] liegt auch in der Reduzierung potenzieller Konfliktkosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=2yTRDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA49&amp;amp;dq=Konfliktkosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj2z-vO2470AhUBQvEDHcCuDgcQ6AF6BAgEEAE#v=onepage&amp;amp;q=Konfliktkosten&amp;amp;f=false Uwe Peter Kanning/Jan Henning Möller/Nikolay Kolev/Jens Pöttker, &amp;#039;&amp;#039;Systematische Leistungsbeurteilung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 49]&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist beispielsweise der Zusammenhang zwischen Konflikten und arbeitsbedingten [[Krankenstand|Erkrankungen]] wissenschaftlich erwiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin]] (Hrsg.), Jens Eisermann/Elisabetta de Costanzo, &amp;#039;&amp;#039;Die Erfassung von Mobbing&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es quantitative und qualitative Konfliktkosten. Zu &amp;#039;&amp;#039;qualitativen Konfliktkosten&amp;#039;&amp;#039; zählen beispielsweise der Verlust an [[Lebensqualität]], die Reduktion von [[Respekt]] oder [[Fairness]], aber auch fehlende Mitgestaltungsoptionen. &amp;#039;&amp;#039;Quantitative Kosten&amp;#039;&amp;#039; sind beispielsweise &amp;#039;verlorene&amp;#039; Lebenszeit, Rechtsdurchsetzungskosten oder Kosten für Gesundheitseinschränkungen, die durch Konflikte hervorgerufen wurden. Je nach Reichweite unterscheiden sich mikro-, meso- oder makroökonomische Konfliktkosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Amerikaner Daniel Dana war 1996 einer der ersten, der sich mit finanziellen Konsequenzen von Konflikten auseinandersetzte. Er führte sie im Wesentlichen auf acht Faktoren zurück: verschwendete [[Zeit]], [[Fehlentscheidung]]en, verlorene [[Mitarbeiter]], unnötige [[Restrukturierung]]en, [[Sabotage]] und [[Diebstahl]], verringerte [[Arbeitsmotivation]], verlorene [[Arbeitszeit]] und [[Gesundheitskostenrechnung|Gesundheitskosten]]. Den größten Kostenfaktor – mit fast 50 % – sah er in der falsch eingesetzten Zeit. Entsprechend seiner Berechnungen kostet ein &amp;#039;konfliktreiches&amp;#039; Team knapp $&amp;amp;nbsp;400.000 pro Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Dana, &amp;#039;&amp;#039;Managing Differences: How to Build Better Relationships at Work and Home&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 12 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum gab es ab 2006 erste Publikationen zu dem Thema. Eine Arbeitsgruppe der &amp;#039;Experts Group Wirtschaftsmediation&amp;#039; der [[Wirtschaftskammer Österreich]] befragte Unternehmen zu &amp;#039;vermeidbaren&amp;#039; Konfliktkosten aus den Bereichen Personal, Kunden, Lieferanten und Rechtskosten. Knapp 650 Euro pro Mitarbeiter und Jahr sind laut Interviewpartner im Schnitt zu sparen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.incoop.at/images/Wirtschaftskammer_%C3%96sterreich_2006_Neue_Wege_der_Ergebnisverbesserung_Qualitative_Studie_zur_betriebswirtschaftlichen_Erfassung_von_Konfliktkosten.pdf | wayback=20150924034208 | text=Studie_Konfliktkosten Exenberger et al.: &amp;#039;&amp;#039;Studie Konfliktkosten - Neue Wege der Ergebnisverbesserung&amp;#039;&amp;#039; WKO 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von KPMG 2009 durchgeführte Konfliktkostenstudie deutscher Industrieunternehmen und entwickelten eine Formel, bei der funktionale und dysfunktionale Kosten gegenübergestellt wurden. Unter der Annahme, dass diese [[a priori]] bestimmbar sind, können so Einschätzungen von Aufwand und Nutzen einzelner Konflikte abgeschätzt werden. Einen besonderen Fokus legte KPMG auf projektbezogene Konfliktkosten. Je nach Projektgröße bezifferten sie 50.000 bis 500.000 Euro je Projekt.&amp;lt;ref&amp;gt;KPMG (Hrsg.), Alexander Insam/Uwe Achterholt/Andreas Reimann, &amp;#039;&amp;#039;Konfliktkostenstudie – Die Kosten von Reibungsverlusten in Industrieunternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegbert Bregenhorn vom Europäischen Institut für Conflict Management e.&amp;amp;nbsp;V. verglich streitwertabhängige Kosten, die durch Wirtschaftsmediation, durch Schiedsverfahren bzw. Gerichtsverfahren entstehen. Er kommt im Ergebnis dazu, dass die Kosten einer Mediation streitwertunabhängig wesentlich geringer als die eines Schiedsgerichts- oder ordentlichen Gerichtsverfahrens sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.eucon-institut.de/mediation_kostendaempfung.html | wayback=20120726141336 | text=Streitwertabhängige Kostenübersicht}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2011 führt das  [[Wirtschaftsforum der Führungskräfte]] in Kooperation mit &amp;#039;inCoop&amp;#039; das Manager-Monitoring &amp;#039;Teamgeist Barometer&amp;#039; durch. [[Anselm Eder]] und Elvira Hauska entwickelten das Befragungsinstrument. Einmal pro Jahr werden österreichische Führungskräfte zu Konflikten und deren Konsequenzen befragt. Im Rahmen der Befragung erfolgt weiters eine Klassifizierung nach Teamplayer, Teamneutralen und Teamfrustrierten. Basis der Konfliktkostenbewertung in der Studienserie sind die anteiligen Arbeitszeiten, die mit Konflikten verbracht werden. Bewertet mit dem jeweiligen Gehalt ergeben sie die Kosten. Im Jahr 2012 fielen im Schnitt € 1.560 pro Führungskraft und Monat an, das entspricht einer Steigerung von 8 % zum Wert von 2011, obwohl es anteilsmäßig mehr Teamplayer gibt. Die Steigerung resultiert primär aus der sehr deutlichen Erhöhung der Kosten teamfrustrierter Manager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konfliktfolgekosten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Konfliktfolgekosten&amp;#039;&amp;#039; nennt man solche [[Folgekosten]], die sich langfristig [[wirtschaft]]lich aus dem Ende der (Rechts-)Beziehung der Konfliktgegner, die einen Konflikt streitig und/oder gerichtlich ausgetragen haben, ergeben. Nach einer streitigen Entscheidung durch ein [[Gericht]] oder einen gerichtlichen Vergleich können sich die &amp;quot;Gegner&amp;quot; häufig nicht mehr &amp;quot;in die Augen schauen&amp;quot;. Bisher kooperierende Unternehmen werden i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. keine Vertragsbeziehungen miteinander unterhalten, der gemeinsame Freundeskreis spaltet sich, das „Team“ braucht neue Mitglieder. Es müssen also zum Beispiel neue Kooperationspartner gefunden werden, neue Mitarbeiter eingearbeitet werden. Diese Folgekosten werden in der Regel bei der [[Kalkulation]], was eine Auseinandersetzung kosten wird, fälschlicherweise nicht mit einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Daniel Dana: &amp;#039;&amp;#039;Conflict Resolution&amp;#039;&amp;#039;, 2000, ISBN 0-071-36431-5.&lt;br /&gt;
* Markus Troja, &amp;#039;&amp;#039;Konfliktkosten in Unternehmen&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Konfliktmanagement 9 (5), 2006, S. 150–154.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Hauska/Eder/Exenberger: Produktionsfaktor Menschliche Beziehungen ([http://www.incoop.at/images/ProduktionsfaktorMenschlicheBeziehungenWeb2011.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* [https://www.akasor.de/konfliktkosten Dr. Alexander Insam: Konfliktkosten – Identifizieren, verifizieren, reduzieren]&lt;br /&gt;
* [https://www.perspektivwerkstatt.com/werkstatt/publikationen-und-studien/konflikte-konfliktmanagement.html Best Practice Konflikt(kosten)-Management 2012 - Konflikte und ihre Kosten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>