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	<title>Konfessionslosigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konfessionslosigkeit&amp;diff=128702&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: zu großen Zeilenabstand entfernt, fehlendes Wort ergänzt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-14T22:53:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zu großen Zeilenabstand entfernt, fehlendes Wort ergänzt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DACH}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konfessionslosigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konfessionsfreiheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet, dass eine Person keiner [[Konfession]] angehört. Gelegentlich wird auch &amp;#039;&amp;#039;ohne [[Bekenntnis]]&amp;#039;&amp;#039; (o. B.) gebraucht. Im westlichen und mittleren Europa wurde der Status der Konfessionslosigkeit im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in das Rechtssystem eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
=== Konfession ===&lt;br /&gt;
Der Begriff Konfession ({{laS|confessio}} ‚Geständnis‘, ‚Bekenntnis‘) bezeichnet im heutigen Sprachgebrauch eine Untergruppe innerhalb einer [[Religion]] (ursprünglich nur der [[Christentum|christlichen]]), die sich in Lehre, Organisation oder Praxis von anderen Untergruppen unterscheidet. Mittlerweile spricht man teils auch von [[islam]]ischer&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/56014_Die-neue-islamische-Konfession.html Die neue islamische Konfession], Wiener Zeitung am 17. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Judentum|jüdischer]] Konfession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionslosigkeit im Sinne von Religionslosigkeit ===&lt;br /&gt;
Zum Teil wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Konfessionslosigkeit&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von Religionslosigkeit gebraucht, was generell den weltanschaulichen Strömungen des [[Atheismus]], [[Agnostizismus]], dem [[Freidenker]]tum und [[Säkularer Humanismus|Säkularen Humanismus]] entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisationen wie der [[Humanistischer Verband Deutschlands|Humanistische Verband Deutschlands]] oder die [[Giordano-Bruno-Stiftung]] bevorzugen den Begriff „konfessionsfrei“ gegenüber „konfessionslos“, da die Endung „-los“ das Fehlen von etwas ausdrücke, aber keine Konfession zu haben kein Mangel sei.&amp;lt;ref&amp;gt;http://humanismus.de/wir-ueber-uns&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;groschopp10&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wissenrockt.de/2011/06/01/uber-den-konkreten-glauben-zu-reden-ist-fur-mich-eigentlich-sinnlose-muhe-19647/ |titel=“Über den konkreten Glauben zu reden ist für mich eigentlich sinnlose Mühe” |titelerg=Interview mit [[Horst Groschopp]], Direktor der [[Humanistische Akademie Deutschland|Humanistischen Akademie Deutschland]] |werk=wissenrockt.de |datum=2011-06-01 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150216181015/http://www.wissenrockt.de/2011/06/01/uber-den-konkreten-glauben-zu-reden-ist-fur-mich-eigentlich-sinnlose-muhe-19647/ |archiv-datum=2015-02-16 |abruf=2017-02-01 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | author=Wolfgang Proske | title=Auf dem Weg um „Zentralrat der Konfessionsfreien“ | url=http://www.schmidt-salomon.de/bruno/Projekte/proskezentralrat.pdf | year=2005 | month=März| accessdate=2015-02-16| offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konfessionslosigkeit im Sinne von Nichtzugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Mitunter wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Konfessionslosigkeit&amp;#039;&amp;#039; für die äußere Nichtzugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft gebraucht. Dazu zählen neben den oben genannten Religionslosen jedoch auch Menschen, die zwar keiner [[Glaubensgemeinschaft]] angehören, sich aber dennoch nicht als religionslos ansehen. Dies inkludiert (vor allem) ehemalige Mitglieder von Religionsgemeinschaften, welche die jeweiligen Institutionen ablehnen, diverse [[Esoterik|esoterische]] Strömungen oder generell eine sogenannte [[Spiritualität]] ohne Religion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde durch Erlass des [[Reichsinnenministerium]]s vom 26.&amp;amp;nbsp;November 1936 auf den Melde- und Personalbögen der [[Einwohnermeldeamt|Einwohnermeldeämter]] sowie den Personalpapieren der Begriff „[[gottgläubig]]“ eingeführt. Als „gottgläubig“ galt, wer sich von den bestehenden Konfessionen abgewandt hatte, jedoch nicht glaubenslos war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht des österreichischen Staates gelten jene Personen als „ohne Bekenntnis“, die keiner [[Anerkannte Religionsgemeinschaften in Österreich|staatlich anerkannten oder eingetragenen Religionsgemeinschaft]] angehören:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Personen, die weder einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgesellschaft noch einer staatlich eingetragenen religiösen Bekenntnisgemeinschaft angehören, gelten als Personen ohne Bekenntnis (o.B.).&lt;br /&gt;
 |Quelle={{§§|URL|2= https://www.uibk.ac.at/praktheol/kirchenrecht/ru-recht/gesetze/staat/bmukk52007.html | 3= &amp;#039;&amp;#039;Durchführungserlass zum Religionsunterricht&amp;#039;&amp;#039;}}. Gfz: BMUKK-10.014/2-III/3/2007 (auf uibk.ac.at)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;als Beispiel, Österreich: &amp;#039;&amp;#039;gesetzlich anerkannte Kirche oder Religionsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; sind zwei der Formen der [[Anerkannte Religionen in Österreich|Anerkannten Religionen in Österreich]];&amp;lt;br /&amp;gt; vergl. zu weiterer Verwendung auch {{&amp;quot;|Für die Zeit zwischen dem Austritt aus der einen und dem Eintritt in eine andere Glaubensgemeinschaft gilt man als Person ohne Bekenntnis (o.B.).}} in &amp;#039;&amp;#039;[https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/82/Seite.820203.html Allgemeines zum Übertritt in eine andere Glaubensgemeinschaft]&amp;#039;&amp;#039;, help.gv.at&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Das heißt, dass man dem österreichischen Staat gegenüber rein rechtlich sogar dann als „ohne Bekenntnis“ gilt, wenn man Mitglied einer Religionsgemeinschaft ist, die sich (nur) in Form eines Vereins konstituiert hat. Dennoch gewährleistet das österreichische Staatsgrundgesetz jeder natürlichen Person die volle [[Religionsfreiheit|Glaubens-]] und [[Gewissensfreiheit]]: „Alle Einwohner Österreichs haben das Recht, öffentlich oder privat jede Art [[Glaube (Religion)|Glauben]], Religion oder Bekenntnis frei  zu üben, sofern deren Übung nicht mit der öffentlichen Ordnung oder mit den guten Sitten unvereinbar ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel  63 Abs. 2 StV v St. Germain. Mit dieser Bestimmung wurde  Art 16 StGG derogiert. Benutzte Quelle: Kurzkommentar, S. 622&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Insa aus dem Jahr 2013 war sich nur etwa ein Drittel der Konfessionslosen in Deutschland sicher, dass es keinen [[Gott]] gebe. Viele Konfessionslose glauben laut dieser Umfrage „an irgendeinen Gott“, rund 16 % beschäftigen sich sogar intensiv mit der Gottesfrage.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/politik/deutschland/die-deutschen-und-die-frage-nach-gott-millionen-kirchenmitglieder-glauben-nicht-an-gott_aid_957735.html Deutsche und die Frage nach Gott Millionen Kirchenmitglieder glauben nicht an Gott], Focus Online, zuletzt gesehen am 22. August 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Umfrage aus dem Jahr 2014 in der [[Schweiz]] brachte ähnliche Ergebnisse. Unter den Konfessionslosen betrachteten sich rund 32 % als atheistisch. 31 % glauben an eine „höhere Macht“, 25 % sind agnostisch und 11 % glauben an einen [[Monotheismus|einzigen Gott]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/schweiz/breite-umfrage-zur-religion-in-der-schweiz-fuenf-mal-pro-jahr-in-den-gottesdienst-ld.15509 Fünf Mal pro Jahr in den Gottesdienst], zuletzt gesehen am 29. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik am Begriff ===&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Konfessionslosigkeit&amp;#039;&amp;#039; steht in der Kritik, da er einen Mangel impliziere, ähnlich wie in „mittellos“, „wohnungslos“, „heimatlos“ und so weiter und somit einen negativen Eindruck hinterlasse. Menschen, die Religionen ablehnen, verwenden daher häufig den Begriff &amp;#039;&amp;#039;konfessionsfrei&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Horst Groschopp |url=https://hpd.de/artikel/diskriminierungsrisiko-weltanschauung-13582 |titel=Diskriminierungsrisiko: Weltanschauung |hrsg=[[Humanistischer Pressedienst]] |datum=2016-10-05 |abruf=2023-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation nach Staat ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
; Rechtliche Situation&lt;br /&gt;
Ein [[Kirchenaustritt]] war seit 1847 in Preußen möglich. Andere deutsche Staaten schufen diese Möglichkeit in [[Dissidentengesetz]]en ab Anfang der 1870er Jahre. Aktuell gilt in Deutschland das [[Staatskirchenrecht]] aus der [[Weimarer Reichsverfassung]]. Es ist durch den [[Artikel 140 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland#Artikel 137 (Weimarer Verfassung)|Weimarer Kirchenkompromiss]] geprägt und beinhaltet umfangreiche [[staatskirchenrecht]]liche Verträge, [[Konkordat]]e und Regelungen, insbesondere bei Einrichtungen der sozialen Arbeit nach dem [[Subsidiaritätsprinzip#Ausgestaltung in der Bundesrepublik Deutschland|Subsidiaritätsprinzip]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Verbandslandschaft&lt;br /&gt;
Für die Interessenvertretung der Konfessionslosen in Deutschland haben sich Organisationen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Humanistischer Verband Deutschlands|Humanistische Verband Deutschlands (HVD)]], der [[Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten|Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten]] (IBKA), die [[Giordano-Bruno-Stiftung]] (gbs) oder der [[Bund für Geistesfreiheit]] Bayern (bfg Bayern) gebildet. Traditionell stammten solche Verbände aus einer bewusst [[Antiklerikalismus|antiklerikalen]] Abgrenzung von den Kirchen und einer Propagierung der [[Feuerbestattung]] oder der [[Jugendweihe#Geschichtliche Entwicklung in Deutschland|Jugendweihe]] aus der Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts. Unter dem [[Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften]] vereinen sich verschiedene freireligiöse, [[Monismus|monistische]] und unitarische Strömungen. Ein eigenständiger DDR-Freidenker-Verband wurde erst 1989 gegründet, im Wesentlichen auf Betreiben der DDR-Staatssicherheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;festeburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 gibt es den deutschen [[Zentralrat der Konfessionsfreien (Deutschland)|Zentralrat der Konfessionsfreien]] (bis September 2021 &amp;#039;&amp;#039;Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;), ein Zusammenschluss säkularer Organisationen in Deutschland, der sich als Interessenvertretung der Konfessionsfreien in Deutschland versteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Humanistischer Pressedienst]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://hpd.de/node/5766 KORSO fordert „Konfessionsfreien-Konferenz“]&amp;#039;&amp;#039;, vom 17. November 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings haben die verschiedenen Einzelverbände einen relativ geringen Mitgliederanteil.&amp;lt;ref&amp;gt;[[REMID]] (2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Konfessionslosen in Deutschland gehört keiner einschlägigen Organisation an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Bevölkerungsanteile&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] wird die [[Konfession]] von [[Arbeitnehmer]]n zur Ermittlung der zu erhebenden [[Kirchensteuer (Deutschland)|Kirchensteuer]] staatlich erfasst. Außerdem gehört die Konfession zu den demografischen Merkmalen, die im Rahmen empirischer Untersuchungen (z.&amp;amp;nbsp;B. bei einer [[Volkszählung]]) erfragt werden. 1970 wurde vom [[Statistisches Bundesamt|Statistischen Bundesamt]] die Zahl von 3,9 % Konfessionslosen in der Bundesrepublik Deutschland ermittelt (evangelisch 49 %, römisch-katholisch 44,6 %, muslimisch 1,3 %). Nach der [[Fowid|Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland]] stieg der Anteil der Bevölkerung ohne Konfession bis 1987 auf 11,4 %. Im Gefolge der Wiedervereinigung stieg der Anteil im vereinigten Deutschland auf 22,4 %. Der Anteil der Menschen ohne Konfession in den neuen Bundesländern war signifikant höher, da dort – je nach Statistik – zwischen 65 % und 80 % der Bevölkerung keiner Konfession angehören. Ursächlich für diesen hohen Wert war die atheistische Ausrichtung der [[DDR]], die bekennende [[Christen und Kirchen in der DDR|Christen]] zur [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Flucht]] und andere zum Kirchenaustritt motivierte.&lt;br /&gt;
Von 32,3 % im Jahr 2004 stieg der Anteil der Konfessionslosen auf 36,6 % im Jahr 2013 und auf 37,8 % im Jahr 2018 an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fowid10&amp;quot;&amp;gt;{{cite web| author=Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland| title=Religionszugehörigkeit, Deutschland Bevölkerung 1970–2011| year=2011| month=Januar| pmid=| pmc=| doi=| url=http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/Religionszugehoerigkeit/Religionszugehoerigkeit_Bevoelkerung_1970_2011.pdf| accessdate=2015-02-16| offline=yes| archiveurl=https://web.archive.org/web/20151015230431/http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/Religionszugehoerigkeit/Religionszugehoerigkeit_Bevoelkerung_1970_2011.pdf| archivedate=2015-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;fowid14&amp;quot;&amp;gt;{{cite web| author=Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland| title=Religionszugehörigkeit, Deutschland Bevölkerung 2010-2013| year=2014| month=Februar| pmid=| pmc=| doi=| url=http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/Religionszugehoerigkeit/Religionszugehoerigkeit_Bevoelkerung_2010_2013.pdf| accessdate=2015-02-16| offline=yes| archiveurl=https://web.archive.org/web/20151225025456/http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/Religionszugehoerigkeit/Religionszugehoerigkeit_Bevoelkerung_2010_2013.pdf| archivedate=2015-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://fowid.de/meldung/religionszugehoerigkeiten-2018 |titel=Religionszugehörigkeiten 2018 |abruf=2020-08-15 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2021 waren weniger als die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands Mitglied der katholischen oder evangelischen Kirche. Mit 639.000 Kirchenaustritten hatten diese 2021 einen neuen Höchststand erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vögele, Ferdinand / Valkovic, Vanessa: [https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/rekord-kirchenaustritte-2022-100.html &amp;#039;&amp;#039;Darum treten so viele Menschen aus der Kirche aus.&amp;#039;&amp;#039;] Website von SWR3 vom 26. September 2022, abgerufen am 18. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einer Studie der [[Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland]] (fowid) lag die subjektive Selbstzuordnung der Befragten für „konfessionsfrei“ im Frühjahr 2022 bei 41,3 %.&amp;lt;ref&amp;gt;fowid: [https://fowid.de/meldung/religionszugehoerigkeiten-gefuehlt-2022 &amp;#039;&amp;#039;Religionszugehörigkeiten, gefühlt, 2022.&amp;#039;&amp;#039;] Website von fowid vom 31. Mai 2022, abgerufen am 18. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es bestehen allerdings große regionale Unterschiede beim Anteil der konfessionslosen Bevölkerung. Tendenziell bezeichnet sich die Mehrheit der Bevölkerung in [[Ostdeutschland]] als „nicht gläubig“ oder „atheistisch“; in [[Westdeutschland]] trifft dies je nach Bundesland nur auf ein Fünftel bis ein Drittel der Bevölkerung zu. In den ostdeutschen Bundesländern war der Anteil der „nicht gläubigen“ Bevölkerung in den Jahren 2021/2022 in [[Sachsen-Anhalt]] mit 70 % am höchsten, in [[Berlin]] dagegen mit 44 % am niedrigsten. Berlin ist damit auch das einzige ostdeutsche Bundesland, in welchem sich nicht die Mehrheit der Bevölkerung als „nicht gläubig“ oder „atheistisch“ bezeichnet. Unter allen westdeutschen Bundesländern hingegen erreichte der Anteil der Konfessionsfreien im [[Saarland]] mit 20 % den niedrigsten Wert, in [[Schleswig-Holstein]] mit 38 % den höchsten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carsten Frerk |url=https://fowid.de/meldung/bundeslaender-religionszugehoerigkeiten |titel=Bundesländer: Religionszugehörigkeiten |werk=Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland |datum=2022-11-25 |sprache=de |abruf=2024-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklung des Anteils an Konfessionsfreien in Deutschland (in %):&amp;lt;ref&amp;gt;https://fowid.de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
Colors=&lt;br /&gt;
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  id:VZ value:rgb(0.8,0,0)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ImageSize  = width:300 height:200&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;/timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Aktuelle Tendenzen&lt;br /&gt;
Aktive [[Religionspolitik]] wurde aufgrund des lange vorherrschenden Postulats einer zunehmenden [[Säkularisierung]] wenig beachtet oder betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MBFN&amp;quot;&amp;gt;Religionspolitik – Öffentlichkeit – Wissenschaft: Studien zur Neuformierung von Religion in der Gegenwart Martin Baumann, Frank Neubert, Theologischer Verlag, Zürich 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Europäische Religionspolitik Politik und Religion Volume 14, 2013, S. 141–151. Zur Genese des europäischen Religionsverfassungsrechts als responsiver Ordnung – oder: Der europäische Stiersprung, [[Michael Droege]]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der jüngsten Vergangenheit kam es zu einer Neuformierung eines Religionsverfassungsrechts auf europäischer Ebene.&amp;lt;ref&amp;gt;Europäische Religionspolitik Politik und Religion Volume 14, 2013, S. 175–196. Auf dem Weg zu einem europäischen Religionsverfassungsrecht? – Aktuelle Überlegungen aus deutscher Perspektive, Ansgar Hense&amp;lt;/ref&amp;gt; International wie im europäischen Rahmen wird eine wieder zunehmende Bedeutung und Neuformierung von Religion(en) in einer post[[Säkularismus|säkularen]] Gesellschaft konstatiert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Charismatisch-pfingstliches Christentum: Herkunft, Situation, ökumenische Chancen, Walter J. Hollenweger, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 1997&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]] konstatiert einigen Verbänden, so dem HVD, gegenüber anderen, etwa den als überaltert und eher lethargisch bezeichneten Freidenkern, eine beachtliche, insbesondere auch soziale Arbeit. Die im HVD versammelten „neuen“ Freidenker fordern demnach nicht mehr die radikale Trennung von Staat und Kirche (bzw. Weltanschauung) im Sinne eines traditionellen [[Laizismus]], sondern reklamieren die spezifische deutsche staatliche Unterstützung des Staates für Religionsgemeinschaften auch für sich. Unter anderem in Berlin unterhält der HVD etliche soziale Einrichtungen und will analog zur kirchlichen Seelsorge in der Bundeswehr eine Art „humanistische Beratung“ aufbauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;festeburg&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ezw-berlin.de/html/15_368.php |archive-is=20150916203639 |text=Zeitgeschehen Der verlängerte Arm einer herrschenden Partei – Vor 15 Jahren wurden die DDR-Freidenker gegründet |archiv-bot=2026-01-14 20:52:43 InternetArchiveBot }}, Andreas Fincke EKD EZW&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Bundesländern besitzen Verbände von Konfessionsfreien den Status einer [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Das österreichische Staatsgrundgesetz schließt in Artikel 14 in Zusammenhang mit der vollen Glaubens- und Gewissensfreiheit explizit auch jeden Zwang zur Religionsausübung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel 14 StGG. Siehe hierzu auch Art. 15 und 17 Abs.  4 StGG, &amp;gt;Art. 63 Abs. 2 StV v St. Germain und Art 9 MRK. Benützte Quelle: DDr. Heinz Mayer, &amp;#039;&amp;#039;Das Österreichische Bundes-Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage, Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung, 2007, im Folgenden kurz: Kurzkommentar genannt, S. 618&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Status der Konfessionslosigkeit und die damit verbundene Möglichkeit eines Kirchenaustritts wurde in [[Österreich]] mit dem Interkonfessionellen Gesetz von 1868 eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;amp;Gesetzesnummer=10009169 Gesamte Rechtsvorschrift für Regelung der Interkonfessionellen Verhältnisse der Staatsbürger], Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramts, Fassung vom 16. Januar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2009 haben sich [[Laizismus|laizistische]] Organisationen im österreichischen [[Zentralrat der Konfessionsfreien (Österreich)|Zentralrat der Konfessionsfreien]] organisiert, der sich als bundesweite Interessenvertretung der österreichischen Konfessionslosen versteht. Im Rahmen der letzten offiziellen Volkszählung im Jahr 2001&amp;lt;ref&amp;gt;Statistik Austria: [https://www.statistik.at/web_de/static/bevoelkerung_nach_dem_religionsbekenntnis_und_bundeslaendern_1951_bis_2001_022885.pdf Bevölkerung nach dem Religionsbekenntnis und Bundesländern 1951 bis 2001], abgerufen am 19. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; hatten sich 963.263 Österreicher als konfessionslos deklariert, was einem damaligen Bevölkerungsanteil von rund 12 % entsprach. Da seit der Registerzählung 2011 die Religionszugehörigkeit der Österreicher nicht mehr statistisch erfasst wird, kann der aktuelle Anteil der Konfessionslosen lediglich als Differenz zu den offiziellen Mitgliederzahlen der Religionsgemeinschaften geschätzt werden. Die Katholiken stellen Ende 2019 mit 55,2 % eine absolute Bevölkerungsmehrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://religion.orf.at/stories/3204066/ religion.orf.at, Kirche präsentiert Austrittszahlen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 30. September 2025 wird der Anteil der Katholiken auf 48,8 % (4,5 Millionen) und der Anteil der Konfessionslosen an der Gesamtbevölkerung auf 33,0 % (3,03 Millionen) geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://konfessionsfrei.at/stats/ |titel=Statistik der Konfessionsfreien → Konfessionsfrei |sprache=en-US |abruf=2025-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verhältnis der [[Römisch-katholische Kirche in Österreich|römisch-katholischen Kirche in Österreich]] zur Republik wurde im [[Konkordat]] aus dem Jahr 1933 geregelt, welches im Jahr 1957 auch durch die [[Zweite Republik (Österreich)|Zweite Republik]] anerkannt wurde. Im Jahr 2013 organisierte die [[Initiative gegen Kirchenprivilegien]] ein erfolgloses [[Volksbegehren (Österreich)|Volksbegehren]], das unter anderem eine Aufkündigung dieses Konkordats forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Von der Wohnbevölkerung über 15 Jahren waren Ende 2018 gemäß den Bundesbehörden 28,0&amp;amp;nbsp;Prozent konfessionslos&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/11607242/master Religionszugehörigkeit seit 1910], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 12. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;, im Vergleich zu 23,9&amp;amp;nbsp;Prozent Ende 2015.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/sprachen-religionen/religionen.html Religionen], Bundesamt für Statistik, abgerufen am 20. März 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl der konfessionslosen Einwohner der Schweiz hat sich seit 1970 stark vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/kantonstgallen/tb-sg/Immer-mehr-sind-konfessionslos;art122380,4537920 Immer mehr sind konfessionslos] im [[St. Galler Tagblatt]] vom 27. Februar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; 2022 lagen die Konfessionslosen mit einem Anteil von rund 34 Prozent erstmals vor den Katholiken, welche einen Anteil von rund 32 Prozent erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesamt für Statistik |url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home.gnpdetail.2024-0258.html |titel=Religionen im Jahr 2022 |datum=2024-01-26 |abruf=2024-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/leere-kirchenbaenke-so-stark-veraendert-sich-die-religionszugehoerigkeit-in-der-schweiz |titel=Leere Kirchenbänke - So stark verändert sich die Religionszugehörigkeit in der Schweiz |werk=srf.ch |datum=2024-01-26 |abruf=2024-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italien ===&lt;br /&gt;
Der italienischen Regierung ist es gesetzlich verboten, Informationen über die religiösen Überzeugungen der einzelnen Bürger zu sammeln. Das bedeutet, dass es nicht möglich ist, diese Informationen bei der Anmeldung des Wohnsitzes oder bei Volkszählungen zu erfassen. Die verfügbaren Daten beruhen daher ausschließlich auf anonymen Befragungen, die daher nur eine grobe Schätzung bieten können. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2014 lag der Anteil der Atheisten und Agnostiker bei etwa 15 % der italienischen Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tgcom24.mediaset.it/cronaca/italia-sempre-meno-religiosa-in-cinque-anni-credenti-diminuiti-del-7-_3207724-201902a.shtml |titel=Italia sempre meno religiosa, in cinque anni credenti diminuiti del 7% |sprache=it |abruf=2025-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer anderen Analyse aus dem Jahr 2017 gibt es einen starken Unterschied zwischen den Generationen: Über 40 % der 18- bis 25-Jährigen bekennen sich als konfessionslos, aber nur 14,4 % der über 65-Jährigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.acli.it/wp-content/uploads/2017/11/Cattolici-e-politica-analisi-Ipsos-novembre-2017.pdf |titel=I cattolici tra presenza nel sociale e nuove domande alla politica |werk=acli.it |datum=2017-11-01 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180124122738/http://www.acli.it/wp-content/uploads/2017/11/Cattolici-e-politica-analisi-Ipsos-novembre-2017.pdf |archiv-datum=2018-01-24 |abruf=2025-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türkei ===&lt;br /&gt;
Der türkische Staat ist gemäß Artikel 2 der [[Verfassung der Republik Türkei|türkischen Verfassung]] [[Laizismus|laizistisch]] orientiert. Wie in allen anderen [[Turkstaat]]en auch wendet die Türkei die [[Scharia|islamische Gesetzgebung]] nicht an, damit steht es jedem türkischen Bürger frei, sich zu keiner Religion zu bekennen. Offizielle Zahlen zum Anteil der Konfessionslosen an der türkischen Bevölkerung existieren dagegen nicht, da der türkische Staat diese Daten nicht statistisch erfasst. Verschiedene repräsentative Umfragen und Studien deuten jedoch auf eine deutliche Zunahme von Konfessionslosen an der Gesamtbevölkerung der Türkei hin. Einer Umfrage des türkischen KONDA-Instituts zufolge hat sich der Anteil der konfessionslosen Türken zwischen 2011 und 2021 mehr als verdreifacht und ist von 2 % auf 7 % angestiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.paraanaliz.com/2022/raporlar/konda-arastirma-kendini-inancsiz-ateist-olarak-tanimlayanlarin-orani-artti-g-22169/ |titel=KONDA Araştırma: &amp;#039;Kendini &amp;#039;İnançsız/ateist&amp;#039; olarak tanımlayanların oranı arttı...&amp;#039; |werk=Para Analiz |datum=2022-01-16 |sprache=tr |abruf=2024-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dasselbe Institut fand im Jahre 2018 heraus, dass sich unter den 15- bis 20-jährigen Türken 28,5 % als „nicht gläubig“ bezeichneten; insgesamt sind rund 85 % der konfessionslosen Türken unter 35 Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulaş Dikmen |url=https://onedio.com/haber/turkiye-deki-ateist-nufus-hizla-artiyor-468344 |titel=Türkiye’deki Ateist Nüfus Hızla Artıyor |werk=Onedio |datum=2015-10-03 |sprache=tr |abruf=2024-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigtes Königreich ===&lt;br /&gt;
In [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] genießt die [[Anglikanische Gemeinschaft|Anglikanische Kirche]] den Status einer [[Staatsreligion]], der noch im Jahr 1983 eine relative Mehrheit von 40 % der Bevölkerung angehörte. Für eine Studie im Jahr 2014 gaben 16,2 % der Befragten an, der anglikanischen Kirche anzugehören, 8,7 % waren Katholiken. 50,4 % bezeichneten sich als keiner Religion zugehörig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bsa.natcen.ac.uk/media/38893/bsa31_full_report.pdf British Social Attitudes Report 31], S. 133 (PDF; 683&amp;amp;nbsp;kB) abgerufen am 29. Mai 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mehrheit der Bevölkerung (ca. 59 %) verstand sich beim Zensus 2011 dennoch als Christen.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Booth: [https://www.theguardian.com/uk/2012/dec/11/census-religion-decline-rise-born-abroad &amp;#039;&amp;#039;Census reveals decline of Christianity and rise in foreign born to one in eight.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Diskrepanz zur Kirchenmitgliedschaft erklärt sich dadurch, dass man im Vereinigten Königreich gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigte Staaten ===&lt;br /&gt;
Laut einer im Mai 2018 veröffentlichten Umfrage von [[ABC News]] gaben 21 Prozent der amerikanischen Bürger im Jahr 2017 an, keiner Konfession anzugehören. 2003 waren das noch 12 Prozent gewesen. Den stärksten Anstieg der Konfessionslosigkeit verzeichneten mit 16 Prozentpunkten die jungen Erwachsenen (18 bis 29 Jahre) und die politisch linksliberal Eingestellten ([[Geschichte liberaler Parteien#Vereinigte Staaten|„liberals“]]). Der Anteil derjenigen, die sich als [[Protestantismus|Protestanten]] bezeichneten, sank im selben Zeitraum von 50 auf 36 Prozent, der Anteil [[Evangelikalismus|Evangelikaler]] um 8 Prozent, während der Anteil an Katholiken mit 22 Prozent gleich blieb und der Anteil anderer christlicher Konfessionen von 11 auf 14 Prozent stieg. 2017 bezeichneten sich 72 Prozent der Amerikaner als Christen (2003: 83 Prozent).&amp;lt;ref&amp;gt;Allison de Jong: [https://abcnews.go.com/Politics/protestants-decline-religion-sharply-shifting-religious-landscape-poll/story?id=54995663 &amp;#039;&amp;#039;Protestants decline, more have no religion in a sharply shifting religious landscape (POLL).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[ABC News]]&amp;#039;&amp;#039;, 10. Mai 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA befragt das [[Gallup Organization|Gallup-Institut]] seit 1937 die US-Amerikaner auch nach der Kirchenmitgliedschaft. In ihrer Publikation „U.S. Church Membership Falls Below Majority for First Time“&amp;lt;ref&amp;gt;Gallup Organization: [https://news.gallup.com/poll/341963/church-membership-falls-below-majority-first-time.aspx &amp;#039;&amp;#039;U.S. Church Membership Falls Below Majority for First Time&amp;#039;&amp;#039;], 29. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;fowid: [https://fowid.de/meldung/usa-kirchenmitglieder-unter-50-prozent &amp;#039;&amp;#039;USA – Kirchenmitglieder unter 50 Prozent&amp;#039;&amp;#039;], 8. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; stellten sie fest, dass die Kirchenmitgliedschaft im Jahr 2020 unter 50 Prozent gefallen sei. Der Anteil derer ohne Religionszugehörigkeit habe sich bei Traditionalisten (geboren vor 1946) auf 7 %, die der Babyboomer (geboren 1946–1964) auf 13 % und die der [[Generation X]] (1965–1980) auf 20 % fast verdoppelt. Die Amerikaner, die sich mit keiner Religion identifizieren, sei von 8 % (1998–2000) auf 21 % gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu keiner Religion zugehörig wird in den USA in der Gruppe der „Nones“ eingeordnet. Die [[American Atheists]] haben deshalb in einer nicht repräsentativen Online-Befragung&amp;lt;ref&amp;gt;fowid: [https://fowid.de/meldung/nichtreligioese-usa &amp;#039;&amp;#039;Nichtreligiöse in den USA&amp;#039;&amp;#039;] 19. Oktober 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;, an der 34.000 Nichtreligiöse teilnahmen, diese „Nones“ nach den konfessionsfreien Identitäten „Atheisten, Agnostiker, Nichtreligiöse, Humanisten, Freidenker, Säkulare und/oder Skeptiker“ befragt. Dabei konnten sich 80 % als Nichtreligiöse, 79 % als Atheisten bzw. 75 % als Säkulare und 35 % als Agnostiker identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== International ===&lt;br /&gt;
Aus mehr als 40 Ländern haben sich über 150 nichtreligiöse humanistische und säkulare Organisationen zur [[Internationale Humanistische und Ethische Union|Internationalen Humanistischen und Ethischen Union]] zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stefan Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Freigeistige Organisationen in Deutschland: Weltanschauliche Entwicklungen und strategische Spannungen nach der humanistischen Wende.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, 2020, ISBN 978-3-11-064404-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Konfessionslosigkeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4177742-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfessionslosigkeit| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionssoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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