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	<title>Komplementärgut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:57:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Komplement%C3%A4rgut&amp;diff=189498&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Fuchs: Bot: verschoben</title>
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		<updated>2024-05-10T13:15:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: verschoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Komplementärgüter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in der [[Mikroökonomie]] [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]], die gemeinsam nachgefragt werden, weil sie sich in ihrem [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] ergänzen. Güter, die dieselben oder ähnliche Bedürfnisse stillen und deshalb andere Güter ersetzen können, sind [[Substitutionsgut|Substitutionsgüter]] (Substitute).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung zwischen Substitutions- und Komplementärgut geht auf [[Irving Fisher]] zurück, der in seiner 1892 erschienenen [[Dissertation]] zwischen Substitutionsgütern (damals noch {{enS|competing goods}}) und Komplementärgütern ({{enS|completing goods}}) unterschied.&amp;lt;ref&amp;gt;Irving Fisher, &amp;#039;&amp;#039;Mathematical Investigations in the Theory of Value and Price&amp;#039;&amp;#039;, 1892, S. 64 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische und/oder physikalische Abhängigkeiten können dazu führen, dass einige Güter einander bedingen. Jedes kann für sich alleine nicht seine optimale Funktion entfalten oder ist sogar nutzlos, sondern nur beide gemeinsam. Bereits [[John D. Rockefeller]] nutzte um 1870 diese Abhängigkeiten aus, als er [[Petroleumlampe]]n in China verkaufte, wo er ein [[Petroleum]]monopol besaß. Im Jahre 1902 verschenkte [[King Camp Gillette]] Rasiergeräte und verkaufte die von ihm patentierten Einweg-[[Rasierklinge]]n. Je individueller die beiden Komplementärgüter miteinander verbunden werden können, umso stärker ist ihre [[Komplementarität]]. Dies hat Auswirkungen auf die [[Nachfrage (Mikroökonomie)|Nachfrage]], die beide Güter ähnlich oder gleichzeitig betrifft. Diese [[Marktstrategie]] nutzen [[Unternehmen]] aus, um sich den [[Lock-in-Effekt]] nutzbar zu machen. Für alle Komplementärgüter gilt, dass sich ein Systemwechsel nur lohnt, wenn die [[Wechselkosten]] den durch einen Systemwechsel entstehenden [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] nicht übersteigen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Shapiro]]/[[Hal R. Varian]], &amp;#039;&amp;#039;Information Rules: A Strategic Guide to the Network Economy&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 103 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Beispielhaft für diese ökonomische Beziehung sind [[Tabakspfeife#Pfeifentabak|Pfeifentabak]] und [[Tabakspfeife]]n. Durch eine drastische Preissenkung bei Pfeifentabak steigt auch die Nachfrage nach Tabakspfeifen, da nur beide Güter gemeinsam Nutzen stiften. Weitere Beispiele sind:&lt;br /&gt;
* [[Automobil]]e und [[Kraftstoff]]&lt;br /&gt;
* [[Walkman]] und [[Kopfhörer]]&lt;br /&gt;
* [[Brief]] und [[Briefmarke]]&lt;br /&gt;
* [[Hardware]] und [[Software]]&lt;br /&gt;
* [[Drucker (Gerät)|Drucker]] und [[Druckertinte|Tinte]]&lt;br /&gt;
* [[DVD-Player]] und [[DVD]]&lt;br /&gt;
* [[Nassrasierer]] und [[Rasierklinge]]&lt;br /&gt;
* [[Zigarette]] und [[Feuerzeug]]&lt;br /&gt;
* [[Kaffeemaschine]] und [[Kaffeefilter]] bzw. [[Kaffeekapsel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung nach dem Grad der Komplementarität ==&lt;br /&gt;
=== Vollkommene Komplemente ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Indifference-curves-de2.svg|mini|Perfekte Komplemente]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Perfekte oder vollkommene Komplemente&amp;#039;&amp;#039; nennt man in der [[Wirtschaftswissenschaft]] Güter, die sich notwendig ergänzen und in der Regel nur zusammen nachgefragt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind zwei Güter vollkommene Komplemente, so verlaufen ihre [[Indifferenzkurve]]n rechtwinklig und haben die Form &lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;f (x_1,x_2)=\min(x_1,x_2)&amp;lt;/math&amp;gt; ([[Leontief-Funktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für perfekte Komplemente sind linke und rechte Schuhe. Besäße eine Person mehr linke als rechte Schuhe, so würde das ihren Nutzen nicht erhöhen, da man Schuhe nur paarweise tragen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Realität ist es schwer, vollkommene Komplemente zu finden, da sich fast immer eine anderweitige Verwendung denken lässt (Zum Beispiel: Ein weiterer rechter Schuh ließe sich an einen Einbeinigen verkaufen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;vollkommenen Komplementen&amp;#039;&amp;#039; sind &amp;#039;&amp;#039;vollkommene Substitute&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unvollständige Komplemente ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind &amp;#039;&amp;#039;unvollständige Komplemente&amp;#039;&amp;#039; solche Güter, die sich zwar ergänzen, aber auch einzeln am Markt nachgefragt werden. Zum Beispiel: [[Computer]], [[Drucker (Gerät)|Drucker]] und [[Bildschirm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Konsum eines Substitutionsgutes beeinflusst den [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] eines anderen Gutes und umgekehrt. Bei zwei Substitutionsgütern vermindert der Mehrkonsum des einen Gutes den [[Grenznutzen]] des Konsums des anderen Gutes (Butter oder Margarine), während sich bei zwei Komplementärgütern der Grenznutzen erhöht ([[Kraftfahrzeug]] und [[Motorenbenzin]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ökonomisch betrachtet wird bei Komplementärgütern deren [[Kompatibilität (Technik)|Kompatibilität]] genutzt. So kann beispielsweise eine [[CD]] nur auf einem [[CD-Player]] gespielt werden. Die meisten [[Wiedergabegerät]]e können nur bestimmte [[Tonträger]] oder [[Bildträger]] für den Konsumenten wahrnehmbar machen. Auch [[Elektrogerät]]e benötigen manchmal Kompatibilität, denn [[Fernsehgerät]]e können entweder nur das US-Bildverfahren [[NTSC]] oder das europäisch standardisierte [[Phase Alternating Line|PAL]]-[[Farbübertragungssystem]] störungsfrei empfangen. Der Konsum eines Produktes bringt nur optimalen Nutzen, wenn auch das Komplementärgut konsumiert wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt ist der [[Lock-in-Effekt]], weil es Produzenten über die technische Abhängigkeit gelingt, die Nachfrage der Verbraucher durch [[Kundenbindung]] auch künftig auf sich zu lenken. Der erste große kommerzielle Erfolg nach diesem Lock-in-Effekt war im Jahre 1902 der [[The Gillette Company|Gillette]]-Rasierer von [[King C. Gillette]]. Statt der damals üblichen Rasiermesser, die nachgeschärft werden konnten, verkaufte Gillette einen patentierten Klingenhalter, zu dem wegwerfbare Rasierklingen passten, die billig herzustellen waren und mit hoher [[Marge]] dauerhaft an die Besitzer der Gillette-Klingenhalter verkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pindyck / Rubinfeld: &amp;#039;&amp;#039;[[Mikroökonomie]]&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, 2003, 5. Auflage, ISBN 3-8273-7025-6.&lt;br /&gt;
* Mankiw: &amp;#039;&amp;#039;[[Volkswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;. Schäffer-Poeschl Verlag Stuttgart, 2004, 3. Auflage, ISBN 978-3-7910-2163-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Komplementargut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haushaltstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftliche Güter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Fuchs</name></author>
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