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	<title>Kompensationsgeschäft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>2003:C3:1F03:2155:7459:69C:C96F:7AE9: k, dt.</title>
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		<updated>2025-04-06T16:06:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k, dt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kompensationsgeschäft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Kompensationshandel&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|counter trade}} oder &amp;#039;&amp;#039;barter&amp;#039;&amp;#039;) werden in der [[Wirtschaft]] [[Handelsgeschäft]]e bezeichnet, bei denen [[Ware]]n oder [[Dienstleistung]]en nicht ausschließlich mit [[Geld]] bezahlt werden müssen, sondern als [[Gegenleistung]] ganz oder teilweise mit anderen Waren oder Dienstleistungen beglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Wort Kompensationsgeschäft ist auf den [[Realtausch]] von Waren ({{laS|compensatio}}, [[Aufrechnung (Deutschland)|„Aufrechnung“]]) zurückzuführen. Kompensationsgeschäfte weichen von üblichen [[Kaufvertrag|Kaufverträgen]] dadurch ab, dass der Käufer den [[Kaufpreis]] in Geld nicht zahlen kann oder will, weil [[Geldmangel|Geld-]] oder [[Devisen]]mangel besteht. Kompensationsgeschäfte sind mithin dadurch gekennzeichnet, dass [[Wirtschaftssubjekt]]e wechselseitig [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistungen]] miteinander austauschen, unabhängig davon, ob es [[Zahlungsstrom|Zahlungsströme]] gibt oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=UcT-AAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA240&amp;amp;dq=Kompensationsgesch%C3%A4ft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi-2q7-y97gAhXJZFAKHeE7DQMQ6AEIPTAE#v=onepage&amp;amp;q=Kompensationsgesch%C3%A4ft&amp;amp;f=false Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Internationale Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 240 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie kommen meist im [[Außenhandel]] beim [[Import]] vor, weil der [[Importeur]] oder dessen [[Staat]] devisenschwach ist und der Staat sogar dann einen [[Transferstopp]] verhängen könnte, wenn der Importeur selbst zahlungsfähig ist. Sollen [[Export]]e dennoch stattfinden, ist außer der – dann besonders riskanten – [[Außenhandelsfinanzierung]] (mit [[Exportkreditversicherung]]) ein Kompensationsgeschäft möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als es noch kein [[Geld]] gab, galt der [[Tauschhandel]] als die einzige Möglichkeit des Warenerwerbs. [[Händler]] und [[Landwirt]]e tauschten zwecks Bedarfsdeckung [[Gegenstand|Gegenstände]] oder [[Nutztier]]e gegen [[Lebensmittel]] oder sonstigen [[Alltag]]sbedarf ein. Bereits das [[Altes Testament|Alte Testament]] verlangte im [[3. Buch Mose]], dass der [[Tauschwert]] beider Tauschobjekte annähernd gleich sein sollte: „Man soll ein Tier nicht auswechseln noch tauschen, ein gutes gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Wenn aber jemand auswechselt ein Tier gegen das andere, so sollen sie beide heilig sein“ {{Bibel|Lev|27|10}}. Für die [[Altbabylonien|alten Babylonier]] bestand zwischen Kauf und Tausch kein großer juristischer Unterschied, denn sie wurden als wesensgleiche [[Rechtsgeschäft]]e mit dem Ziel des Güterumsatzes angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Z43auMHpF9wC&amp;amp;pg=PA109&amp;amp;dq=Tauschvertrag+paulus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwihldGSwe7gAhUEDewKHU4iCDQQ6AEIQjAF#v=onepage&amp;amp;q=Tauschvertrag%20paulus&amp;amp;f=false Mariano San Nicolò, &amp;#039;&amp;#039;Die Schlussklauseln der altbabylonischen Kauf- und Tauschverträge&amp;#039;&amp;#039;, 1974, S. 109]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Römer kannten den Tauschhandel ({{laS|permutatio mercium}}, „Vertauschung der Waren“), denn bis zur Einführung des Geldes existierte auf der Grundlage des Tauschhandels lediglich der [[Tauschvertrag]], bei dem die [[Vertragspartei]]en gegenseitig Sachen mit einem ungefähr gleichen Tauschwert austauschten. [[Cicero]] verstand unter der „permutatio“ noch den Umsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutiones&amp;#039;&amp;#039;, 2, 4, 2&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Tausch musste später [[Iulius Paulus]] zufolge für beide Vertragsparteien dem jeweiligen Empfänger an der Sache Eigentum verschafft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Iulius Paulus, &amp;#039;&amp;#039;[[Digesten]]&amp;#039;&amp;#039;, 19, 4, 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn war klar, dass beim Tausch nicht zwischen Käufer und Verkäufer unterschieden werden könne. Im frühen [[Römisches Recht|römischen Recht]] begann bereits die Verdrängung des Tauschvertrages durch den Kaufvertrag ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;emptio venditio&amp;#039;&amp;#039;}}; wörtlich: „Kauf/Verkauf“). Der hochklassische Jurist des 2. Jahrhunderts, [[Gaius (Jurist)|Gaius]], verlangte in seinen [[Institutiones Gai|Institutionen]], dass der [[Kaufpreis]] „in klingendem Geld“ zu bestehen habe,&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutionen&amp;#039;&amp;#039;, 3, 139–141&amp;lt;/ref&amp;gt; der Tauschvertrag galt nun als überholt. Seitdem wurde der bisherige Tauschwert durch den objektiveren [[Geldwert]] ersetzt. Doch der Geldmangel, der bereits unter [[Augustus]] begann, hielt den Tauschvertrag am Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=PQZmMgGPnlQC&amp;amp;pg=PA124&amp;amp;dq=Tauschvertrag+paulus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwihldGSwe7gAhUEDewKHU4iCDQQ6AEIPDAE#v=onepage&amp;amp;q=Tauschvertrag%20paulus&amp;amp;f=false Karl Friedrich Thormann, &amp;#039;&amp;#039;Der doppelte Ursprung der Mancipatio&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 125]&amp;lt;/ref&amp;gt; So verschafften sich die Griechen Wein durch die Hingabe von Bronze, Eisen, Fellen und Sklaven.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039;, 3, 141&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] überwog deshalb weiterhin der Tauschhandel, Waren wechselten den Besitzer, ohne dass Geld für sie bezahlt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4HX8hXgLprYC&amp;amp;pg=PA27&amp;amp;dq=tauschhandel+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjYpICP8uDgAhVxqIsKHTQ7C20Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=tauschhandel%20mittelalter&amp;amp;f=false Neil Grant, &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 27]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[mittelhochdeutsch]]e Wort „tûsch“ („Spaß, Gespött, Täuschung, Betrug“) etablierte sich erstmals 1172 in [[Wernher (Priester)|Priester Wernhers]] „Drei Liedern von der Magd“ („Driu liet von der maget“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=jWa3EABgi54C&amp;amp;pg=PA245&amp;amp;dq=ulrike+k%C3%B6bler+tausch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiiqf-Qlt_gAhUD3KQKHXaqCUUQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=ulrike%20k%C3%B6bler%20tausch&amp;amp;f=false Ulrike Köbler, &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wandel und Wesen des deutschen Privatrechtswortschatzes&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 245]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das mittelhochdeute Wort wies bereits darauf hin, dass man sich beim Tausch durch unterschiedlich eingeschätzte Tauschwerte auch täuschen oder betrogen werden kann. Im Mittelalter blieben trotz des vorhandenen Geldes auch Tauschgeschäfte neben Kaufverträgen üblich. Dabei kam es vor, dass innerhalb Deutschlands bei Tauschgeschäften doppelte Zollgebühren verlangt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=FGTu9obN7PoC&amp;amp;pg=PA423&amp;amp;dq=tauschgesch%C3%A4fte+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiAr9rj7ODgAhVrsYsKHREEDc44FBDoAQg-MAU#v=onepage&amp;amp;q=tauschgesch%C3%A4fte%20mittelalter&amp;amp;f=false Dietrich Denecke/Helga-Maria Kühn (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Göttingen: Von den Anfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1987, S. 423]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Tausch von Grundstücken war üblich, auf diese Weise betrieben Grundstücksnachbarn private [[Flurbereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Allgemeines Preußisches Landrecht|Allgemeine Preußische Landr]]echt (APL) vom Juni 1794 nannte die beiden Tausch-Kontrahenten Käufer und Verkäufer (I 11, § 364 APL) und räumte beiden die Möglichkeit ein, bei ungleichem Tauschwert „vom Tausch wieder abzugehen“ (I 11, § 365 APL).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=btFDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA684&amp;amp;dq=Allgemeines+Preu%C3%9Fisches+Landrecht+I+11,+%C2%A7+365+tausch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi775-N--HgAhXNZlAKHXf3D9IQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Allgemeines%20Preu%C3%9Fisches%20Landrecht%20I%2011%2C%20%C2%A7%20365%20tausch&amp;amp;f=false Christian Friedrich Koch, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Ausgabe 1, 1852, S. 684]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[österreich]]ische [[ABGB]] vom Januar 1812 definierte den Tausch als einen Vertrag, „wodurch eine Sache gegen eine andere Sache überlassen wird“ ({{§|1045|ABGB|RIS-B|DokNr=NOR12018774}} ABGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in [[Staatsvertrag|Staatsverträgen]] („Clearingabkommen“) festgelegten Vorschriften im Zahlungsverkehr bildeten sowohl in den Vorkriegs- als auch in den Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs die Grundlage für die schweizerischen Wirtschaftsbeziehungen mit den [[Achsenmächte]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Frech, &amp;#039;&amp;#039;Clearing. Der Zahlungsverkehr der Schweiz mit den Achsenmächten&amp;#039;&amp;#039;, in: Unabhängige Expertenkommission Schweiz, Band 3, 2001, S. 2 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Weltwirtschaftskrise]] führte ab 1929 in den mittel- und osteuropäischen Staaten zu einer dramatischen Verknappung der Gold- und Devisenreserven. Die Regierungen Deutschlands und Italiens griffen zu rigorosen Zahlungs- und Handelsbeschränkungen, die auch mit der Schweiz zu einer starken Beeinträchtigung der Außenwirtschaftsbeziehungen führten. Zum Schutz der Exportindustrie und des Tourismus schloss die Schweizer Regierung 1934 mit Deutschland und 1935 mit Italien Clearingabkommen, welche den bilateralen Wirtschaftsverkehr nahezu ohne Austausch von effektiven Devisen sicherstellten. Auch wenn die Abkommen offiziell Clearingabkommen hießen, so handelte es sich hierbei doch um Kompensationsgeschäfte, weil etwa 20 % des Volumens mit Devisen zu bezahlen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Frech, &amp;#039;&amp;#039;Clearing. Der Zahlungsverkehr der Schweiz mit den Achsenmächten&amp;#039;&amp;#039;, in: Unabhängige Expertenkommission Schweiz, Band 3, 2001, S. 2 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Oktober 1952 gegründete [[Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft]] förderte den Handel mit Osteuropa. Der so genannte „Osthandel“ hatte die Devisenschwäche der östlichen [[COMECON]]-Mitglieder zu berücksichtigen, sodass Kompensationsgeschäfte die bedeutsamsten Transaktionen deutscher Exporteure mit dem Ostblock darstellten. Auf ihn gingen auch die [[Deutsch-sowjetische Röhren-Erdgas-Geschäfte|Deutsch-sowjetischen Röhren-Erdgas-Geschäfte]] seit Februar 1970 zurück, ein [[Tauschhandel|Barter]], der deutsche Großröhren und Bankkredite gegen sowjetische Erdgaslieferungen austauschte. Ab 1976 kam es wegen drastisch gestiegener Rohkaffepreise zur [[Kaffeekrise in der DDR]], die nur teilweise durch Tauschgeschäfte „Rüstung gegen Kaffee“ etwa mit Äthiopien behoben werden konnte. Etwa zur gleichen Zeit baute Frankreich seine [[Force de dissuasion nucléaire française|Atomstreitmacht]] ab 1974 durch Uranimporte aus der [[Zentralafrikanische Republik|Zentralafrikanischen Republik]] im Austausch gegen Waffen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Weber/Markus Kaim, &amp;#039;&amp;#039;Die Zentralafrikanische Republik in der Krise&amp;#039;&amp;#039;, in: Stiftung Wissenschaft und Politik Aktuell 10 vom 10. März 2014, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Devisenschwachen [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] bleibt auch heute meist als einzige Möglichkeit, ihre [[Rohstoff]]e zu exportieren, indem sie im Gegenzug [[Fertigerzeugnis]]se der [[Industriestaat]]en importieren. Selbst bei Ausnutzung von [[Marktmacht]] gelingt es den Entwicklungsländern meist nicht, hierdurch die [[Terms of Trade]] zu ihren Gunsten zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel J. Halbach/Rigmar Osterkamp, &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle des Tauschhandels für die Entwicklungsländer&amp;#039;&amp;#039;, 1988, S. 117&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet folgende Arten:&amp;lt;ref&amp;gt;Franz-Lothar Altmann/Hermann Clement, &amp;#039;&amp;#039;Die Kompensation als Instrument im Ost-West-Handel&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Barter-Handel]] ({{enS|barter trade}}) besteht im Warenhandel aus verschiedenen Formen des Tauschhandels durch geldlose [[Verrechnung]]ssysteme oder komplementäre Zahlungssysteme.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kompensationsgeschäft&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** Bei der &amp;#039;&amp;#039;Vollkompensation&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|full compensation}}) gleichen sich die Warenströme wertmäßig vollständig aus.&lt;br /&gt;
** Bei der &amp;#039;&amp;#039;Teilkompensation&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|partial compensation}}) wird ein Teil der Warenlieferungen durch Zahlung des [[Saldo]]s ausgeglichen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gegengeschäft&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|counter purchase}}): Es wird durch einen [[Kopplungsvertrag]] realisiert, bei dem das Exportgeschäft an ein Importgeschäft gekoppelt ist, wobei beide Geschäfte durch einen [[Rahmenvertrag]] miteinander verbunden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Yd2ODgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA94&amp;amp;dq=Kompensationsgesch%C3%A4ft+compensatio&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiLpvzK8t7gAhWH1eAKHStkDE0Q6AEIRDAF#v=onepage&amp;amp;q=Kompensationsgesch%C3%A4ft%20compensatio&amp;amp;f=false Clemens Büter, &amp;#039;&amp;#039;Außenhandel: Grundlagen internationaler Handelsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 92]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Parallelgeschäfte&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|parallel barter}}) bestehen aus zwei gleichzeitig abgeschlossenen wechselseitigen Kaufverträgen, wobei jeder einzelne Kaufpreis bezahlt wird, weshalb keiner der Vertragspartner einen Geldzufluss verzeichnen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Falko Schuster, &amp;#039;&amp;#039;Gegen- und Kompensationsgeschäfte als Marketing-Instrumente im Investitionsgüterbereich&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Junktimgeschäfte&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|advance purchase}}) sind durch einen ringförmigen Tauschhandel zwischen drei oder mehr Ländern gekennzeichnet. Der Exporteur liefert Waren an einen Importeur gegen [[Devisen]]. Der Exporteur muss jedoch eine [[Abnahmeverpflichtung]] für Waren des Importeurs als Kopplungsgeschäft eingehen, die der Exporteur mangels Bedarf an einen anderen Importeur verkauft.&lt;br /&gt;
** Bei &amp;#039;&amp;#039;Auflagengeschäften&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|offset compensation}}) muss der Exporteur bestimmte [[Auflage (Verwaltungsrecht)|Auflagen]] des Importeurstaates erfüllen, etwa die Vergabe von [[Auftrag|Aufträgen]] an [[Zulieferer]] im Importeurstaat.&lt;br /&gt;
* Beim &amp;#039;&amp;#039;Rückkaufgeschäft&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|buy back trade}}) werden die mit einer gelieferten [[Anlage (Technik)|Anlage]] hergestellten [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]] vom Anlagenlieferanten gekauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Internationale Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 241&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sämtliche Arten haben gemeinsam, dass sie grenzüberschreitenden Außenhandel darstellen und gar keine oder geringe Kaufpreiszahlungen zur Folge haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kompensationsgeschäfte im Außenhandel ===&lt;br /&gt;
Kompensationsgeschäfte werden oft im Außenhandel abgewickelt, um [[Devisen]]probleme zu vermeiden bzw. die [[Devisenbilanz]] des Importlandes nicht zu belasten. Werden Kompensationsgeschäfte durch [[Handelsabkommen]] zwischen Staaten vereinbart, handelt es sich um Switch-Geschäfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Hoorn, &amp;#039;&amp;#039;Ost-Exporte werden oft teuer erkauft&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Presse vom 7. November 1972, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den einzelnen Importeur und Exporteur sind diese Austauschgeschäfte nicht zwangsläufig miteinander verbunden,&amp;lt;ref&amp;gt;Falko Schuster, &amp;#039;&amp;#039;Gegen- und Kompensationsgeschäfte als Marketing-Instrumente im Investitionsgüterbereich&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 57&amp;lt;/ref&amp;gt; sodass ein Importeur bei seinem Export nicht zwangsläufig eine [[Geschäftsbeziehung]] zum selben Exporteur haben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kompensationsgeschäfte bei Wertpapieren ===&lt;br /&gt;
Typischer Fall ist beim [[Unternehmenskauf]] der [[Aktientausch]], bei welchem sich die Vertragsparteien gegenseitig ihre [[Eigene Aktie|eigenen Aktien]] anstelle eines Kaufpreises austauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kompensationsgeschäft liegt auch dann vor, wenn [[Kreditinstitut]]e im [[Wertpapiergeschäft]] als [[Kommissionär]] am selben [[Bankarbeitstag]] Kauf- und [[Wertpapierorder|Verkaufsorders]] durch [[Selbsteintritt]] gemäß {{§|400|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]] ausführen, ohne eine [[Wertpapierbörse]] einzuschalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=tvXPBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;dq=Selbsteintritt+Kompensationsgesch%C3%A4ft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjK4LvzkOHgAhWFK1AKHRL5DZgQ6AEINDAC#v=onepage&amp;amp;q=Selbsteintritt%20Kompensationsgesch%C3%A4ft&amp;amp;f=false Otto Hintner, &amp;#039;&amp;#039;Wertpapierbörsen&amp;#039;&amp;#039;, 1961, S. 39]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kompensationsgeschäfte zum Klimaschutz ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Klimakompensation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kompensationsgeschäften zum Klimaschutz soll der durch bestimmte Aktivitäten verursachte [[Treibhausgas]]-Ausstoß durch Einsparungen beim Treibhausgas-Ausstoß oder Speicherung in [[Kohlenstoffsenke]]n an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden. Der gesamte Treibhausgas-Ausstoß bleibt hierbei gleich. Klimakompensation erlaubt es, nur noch schwer und aufwändig zu vermeidende Emissionen durch die Finanzierung günstiger durchzuführender Maßnahmen an anderer Stelle auszugleichen. Sie bewirkt aber insgesamt keine Emissionsminderung und wird daher häufig als gegenüber der Emissionsvermeidung nachrangiges Instrument des Klimaschutzes angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Zuweilen werden Kompensationsgeschäfte als Synonym für Tauschhandelsgeschäfte angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=dWSqBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA41&amp;amp;dq=Tauschhandel+arten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiUreb8-O_gAhXKjqQKHWXCDd4Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Tauschhandel%20arten&amp;amp;f=false Rudolf Sachs, &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden Außenwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 41]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tauschhandel setzt jedoch stets voraus, dass keine Geldzahlung – auch nicht als [[Teilzahlung]] – als [[Gegenleistung]] erbracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außenwirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Kompensationsgeschäfte erfordern vom Importeur keine Geldzahlung, sodass er seine [[Liquidität]] schonen kann und dadurch auch die [[Devisenbilanz]] des Importeurstaats nicht belastet wird. Das ist der eigentliche Zweck dieser Geschäfte. Theoretisch könnten Kompensationsgeschäfte dazu beitragen, dass das Niveau der Importpreise sinkt bei gleichzeitigem Ansteigen des Exportpreisniveaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Donna U. Vogt, &amp;#039;&amp;#039;Barter of Agriculture Commodities among Developing Countries&amp;#039;&amp;#039;, in: B S Fisher/K M Harte (Hrsg.), Barter in the World Economy, 1985, S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich jedoch führt der geringe Anteil der Entwicklungsländer am [[Welthandel]] zu einem sehr begrenzten Einfluss auf die [[Terms of Trade]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gary Banks, &amp;#039;&amp;#039;The Economics and Politics of Countertrade&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 168 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kompensationshandel trägt jedenfalls zur Exportförderung und [[Entwicklungshilfe]] bei, umgeht [[Devisenverkehrsbeschränkung]]en und hilft bei der Erschließung von Auslandsmärkten.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Büter, &amp;#039;&amp;#039;Außenhandel: Grundlagen internationaler Handelsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4130467-6}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kompensationsgeschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarktgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:C3:1F03:2155:7459:69C:C96F:7AE9</name></author>
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