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	<title>Kommos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Xqt: Bot-unterstützte Weiterleitungsauflösung: Zollhaus - Link(s) ersetzt durch Zollhaus (Gebäude); kosmetische Änderungen</title>
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		<updated>2025-03-26T13:59:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot-unterstützte Weiterleitungsauflösung: Zollhaus - Link(s) ersetzt durch &lt;a href=&quot;/index.php/Zollhaus_(Geb%C3%A4ude)&quot; title=&quot;Zollhaus (Gebäude)&quot;&gt;Zollhaus (Gebäude)&lt;/a&gt;; kosmetische Änderungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Ausgrabungsstätte. Zum antiken Klagegesang siehe [[Kommos (Dramatik)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Komos 09.JPG|mini|hochkant=1.3|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Archäologische Ausgrabungsstätte von Kommos&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kommos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Κομμός}} oder {{lang|el|Κομός}} {{M.Sg.}}) bezeichnet eine archäologische Ausgrabungsstätte an der Südküste der [[Griechenland|griechischen]] Insel [[Kreta]]. Sie befindet sich in der Gemeinde [[Festos (Gemeinde)|Festos]] des [[Iraklio (Regionalbezirk)|Regionalbezirks Iraklio]] am Südwestrand der [[Messara-Ebene]]. Dass es sich bei Kommos um die antike kretische Stadt Amyklaion ({{grcS|Ἀμύϰλαιον}}, auch {{lang|grc|Άμυκλαῖον}})&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Pauly-Wissowa S I, 0071.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (Pauly-Wissowa), S. I, 0071]]&amp;lt;/ref&amp;gt; handelt, wird vermutet, ist aber nicht belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chadwick&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Ausgrabungsstätte von Kommos liegt sechs Kilometer südlich des Hauptortes der Gemeinde, [[Tymbaki (Stadt)|Tymbaki]] (Τυμπάκι), am [[Komos (Strand)|Strand von Komos]] am [[Libysches Meer|Libyschen Meer]]. Der Strand bildet den südlichen Abschnitt der Küste der Messara-Ebene an deren Westseite, an der Bucht von Messara (Όρμος Μεσαράς). Die nächsten Ortschaften sind [[Kalamaki (Kreta)|Kalamaki]] (Καλαμάκι) 1,5&amp;amp;nbsp;Kilometer nördlich, [[Pitsidia]] (Πιτσίδια) 2&amp;amp;nbsp;Kilometer östlich und [[Matala]] (Μάταλα) 2,5&amp;amp;nbsp;Kilometer im Südwesten. Erreichbar ist Kommos auf einer asphaltierten Straße von Pitsidia aus. Im Süden ziehen sich mit dem 391&amp;amp;nbsp;Meter hohen Kefali (Κεφάλι) die westlichen Ausläufer des Asterousia-[[Höhenzug]]s (Αστερούσια όρη) bis zum Kap Lithino (Ακρωτήριο Λίθινο) und schirmen die Messara-Ebene zur Südküste ab. Die größeren Ausgrabungsstätten antiker Städte und Palastanlagen in der Messara-Ebene befinden sich alle nordöstlich von Kommos, [[Agia Triada (Kreta)|Agia Triada]] in 5,75&amp;amp;nbsp;Kilometer, [[Phaistos]] in 6,25&amp;amp;nbsp;Kilometer und [[Gortyn]] in 18&amp;amp;nbsp;Kilometer Entfernung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Messara-Ebene ist seit der [[Jungsteinzeit]], seit etwa 6500 [[V. Chr.|v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] besiedelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Introduction&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosIntroduction.html |titel=Kommos Excavations, Crete – Introduction: Kommos and the Mesara |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170925132022/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosIntroduction.html |archiv-datum=2017-09-25 |abruf=2010-07-24 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Zeit der [[Minoische Kultur|minoischen Kultur]] entstanden hier 1900 bis 1450 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Städte mit ausgedehnten Palastanlagen. Die wichtigsten Orte in der Messara waren Phaistos und später Gortyn. Neben der Landwirtschaft war der Handel ein wichtiger Wirtschaftszweig der Städte der damaligen Zeit. Dieser erfolgte zum Großteil über das Meer, was Hafenanlagen in der Nähe der großen Wirtschaftszentren voraussetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Komos 02.jpg|mini|Lage am [[Libysches Meer|Libyschen Meer]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kommos.jpg|mini|Südliche Ausgrabungsfläche]]&lt;br /&gt;
Archäologisch ist belegt, dass eine Siedlung an der Südwestküste der Messara-Ebene, die heute als Kommos bezeichnet wird, ab etwa 1900 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bestanden hat. Es ist davon auszugehen, dass die Hafenstätte angelegt wurde, da Phaistos und später Agia Triada durch den [[Anlandung]]sprozess des Mires- und Timbaki-Beckens an der Mündung des [[Geropotamos (Libysches Meer)|&amp;#039;&amp;#039;Geropotamos&amp;#039;&amp;#039;]] (Γεροπόταμος) den direkten Zugang zum Meer verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Guttandin, Diamantis Panagiotopoulos, Hermann Pflug, Gerhard Plath |Titel=Die Häfen des Minos |TitelErg=Auf der Suche nach den Grundlagen der minoischen maritimen Macht |Sammelwerk=Antike Welt |WerkErg=Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte |Nummer=2/2014 |Verlag=[[Verlag Philipp von Zabern|Philipp von Zabern]] |Ort=Darmstadt |Datum=2014 |Kapitel=Die Hafenstätte Kommos |Seiten=19–21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommos bestand als minoische Hafenstadt bis 1200 v.&amp;amp;nbsp;Chr., der Zeit des „[[Seevölker]]sturms“ im östlichen Mittelmeer, und später als griechische Siedlung bis in die Zeit des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]]. Um 200 n.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde sie aufgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Introduction&amp;quot; /&amp;gt; Verschiedentlich wurde vermutet, dass in der Nähe von Kommos der in der [[Odyssee]] von [[Homer]] erwähnte „glatte Fels“ (λισσὴ πέτρη &amp;#039;&amp;#039;lissē pétre&amp;#039;&amp;#039;) lag, an dem der größte Teil der [[Flotte (Marine)|Flotte]] des [[Menelaos]] bei der Rückkehr von [[Trojanischer Krieg|Troja]] während eines Sturms zerschellt sein soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vasilakis103&amp;quot; /&amp;gt; Dabei könnte es sich um das Kap Lithino oder die [[Paximadia-Inseln]] handeln. In der Odyssee heißt es im Dritten Gesang, Zeilen&amp;amp;nbsp;293 bis 298 (in der Übersetzung von [[Johann Heinrich Voß]]):&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|homer/odyssee/odyss032|Odyssee|[[Homer]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
An der gordynischen Grenz’, im dunkelwogenden Meere,&lt;br /&gt;
Türmt sich ein glatter Fels den dringenden Fluten entgegen,&lt;br /&gt;
Die der gewaltige Süd an das linke Gebirge vor Phästos&lt;br /&gt;
Stürmt; und der kleine Fels hemmt große brandende Fluten.&lt;br /&gt;
Dorthin kamen die meisten; und kaum entflohn dem Verderben&lt;br /&gt;
Noch die Männer, die Schiffe zerschlug an den Klippen die Brandung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gottwein.de/Grie/hom/od03gr.php | hrsg=www.gottwein.de | titel=ΟΔΥΣΣΕΙΑΣ – τὰ ἐν Πύλῳ (Altgriechisches Original des 3. Gesangs der Odyssee) | zugriff=2010-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1700 v.&amp;amp;nbsp;Chr. durch ein großes [[Erdbeben]] zerstört, gilt die Ansiedlung von Kommos nach dem sofortigen Wiederaufbau als Hafen von Phaistos beziehungsweise Agia Triada. Bis 1200 v.&amp;amp;nbsp;Chr. dehnte sich das bebaute Gebiet nach Norden und Osten bis über die Einzäunung der heutigen Ausgrabungsstätte hinaus aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vasilakis103&amp;quot; /&amp;gt; Für 1200 bis 1000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bestehen keine Siedlungshinweise, so dass die Möglichkeit der Aufgabe der Stadt während dieses Zeitraums besteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider173&amp;quot; /&amp;gt; Anhand von archäologischen Funden, wie Keramik und Skulpturen, konnten Verbindungen von Kommos bis [[Sardinien]], Unter[[italien]], [[Altes Ägypten|Ägypten]], [[Zypern]] und in die [[Levante]] nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Introduction&amp;quot; /&amp;gt; Von besonderem Interesse dürfte dabei ein [[Phönizier|phönizischer]] [[Schrein]] aus der Zeit um 800 v.&amp;amp;nbsp;Chr. sein, der im Tempel&amp;amp;nbsp;B von Kommos gefunden wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sanctuary&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosGreekSanctuary.html |titel=Kommos Excavations, Crete – The Greek Sanctuary |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171212031703/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosGreekSanctuary.html |archiv-datum=2017-12-12 |abruf=2010-07-24 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist neben einem ähnlichen Schrein bei [[Prinias (Gortyna)|Prinias]] (in der Nähe von [[Rhizenia]]) einer von nur zweien dieser Art in der [[Ägäisches Meer|Ägäis]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prinias&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bda.unict.it/Pagina/It/La_Rivista/0/2007/10/31/1157_.aspx |titel=Dario Palermo: Diario minimo d’archeologia. La Missione dell’Università di Catania a Creta. (italienisch) |hrsg=www.bda.unict.it/ |abruf=2015-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1924 hörte der Ausgräber von [[Knossos]], der [[Vereinigtes Königreich|britische]] Archäologe [[Arthur Evans]], erstmals auf Grund von dort stammender antiker Aufbewahrungsgefäße vom Fundort Kommos und spekulierte über ein bronzezeitliches „Customs House“ ([[Zollhaus (Gebäude)|Zollhaus]], Ausfuhrgebäude) an dieser Stelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Introduction&amp;quot; /&amp;gt; Doch noch bis Anfang der 1970er Jahre ging man in der Fachwelt von einer möglichen Siedlung bei [[Kokkinos Pyrgos]] (Κόκκινος Πύργος) nordwestlich von Tymbaki als dem Hafen des minoischen Zentrums Phaistos aus. Der deutsche Hobbyarchäologe [[Friedhelm Will]] argumentierte dagegen für Kommos als Hafenanlage und versuchte dies durch verbotene Grabungen in den Dünen hinter dem Strand zu beweisen. Dort stieß er auf erste Mauerreste der heutigen Ausgrabungsstätte, musste nach einer Anzeige deswegen jedoch in griechische [[Haft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fohrer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1976 wurden in Kommos mit Genehmigung des &amp;#039;&amp;#039;Griechischen Archäologischen Dienstes&amp;#039;&amp;#039; offizielle Ausgrabungen durchgeführt. Die von der [[American School of Classical Studies at Athens|Amerikanischen Schule für Klassische Studien in Athen]] unterstützten Forschungen eines Archäologenteams der [[University of Toronto|Universität von Toronto]] standen unter der Leitung von [[Joseph Winterbothams Shaw]] und [[Maria Coutroubaki Shaw]]. Von 1990 bis 2006 erschien eine fünfteilige Beschreibung (in sieben Bänden) der Ausgrabungsergebnisse, herausgegeben von der [[Princeton University|Universität Princeton]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosPublications.html |titel=Kommos Excavations, Crete – Kommos Publications |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171106071057/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosPublications.html |archiv-datum=2017-11-06 |abruf=2010-07-27 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Beendigung der eigentlichen Grabungen wurden von 2004 bis 2006 Konsolidierungsarbeiten zum Schutz vor Erosion durchgeführt. Eine beabsichtigte Öffnung des Geländes zur Besichtigung durch die Allgemeinheit wurde bisher nicht realisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Introduction&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Komos 15.JPG|mini|{{Center|Haupthof mit rechts erkennbaren Resten [[Minoische Kultur#Dritte Palastzeit und Nachpalastzeit|spätminoischer]] Bootsschuppen für Schiffe}}]]&lt;br /&gt;
Die Ausgrabungsstätte von Kommos unterteilt sich in drei einander nahe liegende Grabungsflächen, die sich an der Südseite des kleinen Hügels &amp;#039;&amp;#039;Stou Spanou ta Kephalia&amp;#039;&amp;#039; befinden. Sie ziehen sich parallel zur Küste die Anhöhe hinauf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/graphics/kommosJPEGs/mapsSites/SITEPLANM.jpg |titel=Kommos Excavations, Crete – Kommos Site Plan, All Periods |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160310060359/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/graphics/kommosJPEGs/mapsSites/SITEPLANM.jpg |archiv-datum=2016-03-10 |abruf=2010-08-03 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Fuße des Hügels, im Süden, liegt das größte Grabungsfeld mit den Fundamenten des „griechischen Tempels“, der auf den Mauern eines minoischen Palastbaus errichtet wurde, und den Resten von Bootsschuppen aus spätminoischer Zeit. Hier lag das Zentrum der minoischen Hafenstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosMinoanPalaces.html |titel=Kommos Excavations, Crete – Minoan Palace &amp;amp; Shipsheds |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171106084249/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosMinoanPalaces.html |archiv-datum=2017-11-06 |abruf=2010-08-03 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 20&amp;amp;nbsp;Meter nördlich am Hang des Hügels liegende mittlere Areal ist das kleinste der drei Grabungsfelder. Die dortigen Gebäudereste stammen aus der [[Minoische Kultur#Altpalastzeit|Alt-]] und der [[Minoische Kultur#Neupalastzeit|Neupalastzeit]]. Hier ist zu erkennen, dass die Häuser der Neupalastzeit auf den Ruinen der älteren Gebäude errichtet wurden. Das dritte Grabungsfeld erstreckt sich auf der Spitze der Anhöhe, 40&amp;amp;nbsp;Meter nördlich des mittleren Areals. Es finden sich Überreste aus der [[Minoische Kultur#Dritte Palastzeit und Nachpalastzeit|Nachpalastzeit]], der Zeit der größten Ausdehnung des Stadtgebiets. In vielen der Häuser fand man Treppen vor, was auf eine zweigeschossige Bauweise hindeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vasilakis104&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gortyna Museum Fresko 01.jpg|mini|links|hochkant|{{Center|Lilienfresko (1600–1450&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.)}}]]&lt;br /&gt;
Die zahlreichsten Funde wurden im südlichen Grabungsfeld gemacht. Hier positionieren sich die Gebäudereste um einen Hof, den zentralen Platz der minoischen Stadt. Die wenigen ältesten Überreste stammen aus der [[Minoische Kultur#Vorpalastzeit|Vorpalastzeit]]. Weitaus größere Teile sind aus der Neupalastzeit (Mittelminoisch III) und der Nachpalastzeit (Spätminoisch IA bis III) erhalten, darunter die Grundmauern einer kleinen Palastanlage sowie sechs längliche Strukturen, von denen man annimmt, dass sie als Schuppen zum Unterstellen und Ausbessern von Schiffen dienten. Als bemerkenswerter Fund stammen aus einem Haus an der Nordostseite des Areals, Haus X, die Reste eines [[Fresko]]s mit weißen Lilien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosMinoanTown.html |titel=Kommos Excavations, Crete – Minoan Town |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171106055653/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosMinoanTown.html |archiv-datum=2017-11-06 |abruf=2010-08-03 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die minoischen Siedlungsstrukturen wurden später, in [[Geometrischer Stil|geometrischer]], [[Archaik|archaischer]] wie auch [[Antikes Griechenland#Griechenland in klassischer Zeit (um 500–336/323 v. Chr.)|klassischer]] Zeit, durch andere Gebäude überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/graphics/kommosJPEGs/mapsSites/SOUTHAREAPLANM.jpg |titel=Kommos Excavations, Crete – Southern Area Period Plan |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20151226005505/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/graphics/kommosJPEGs/mapsSites/SOUTHAREAPLANM.jpg |archiv-datum=2015-12-26 |abruf=2010-07-29 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Komos 25.JPG|mini|{{Center|Anbau des Tempels B (800–600&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.)}}]]&lt;br /&gt;
An der Nordwestseite des südlichen Grabungsfeldes befindet sich der nachminoische Tempelbereich. Die erste Errichtung eines dortigen Heiligtums (Tempel&amp;amp;nbsp;A) erfolgte im späten [[11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.]], um 1020 v.&amp;amp;nbsp;Chr., errichtet aus Steinblöcken der ehemaligen minoischen Stadt. Tempel A wurde um 800 v.&amp;amp;nbsp;Chr. durch Tempel&amp;amp;nbsp;B ersetzt, der bis 600 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Gebrauch war. In ihm fanden die Ausgräber einen Schrein mit drei Steinsäulen in einem Bodenblock, der als phönizisch identifiziert wurde. Weitere Funde in diesem Bereich waren kretische [[Terrakotta]]-Figuren, ein kleines griechisches [[Bronze]]-Pferd, ägyptische [[Ägyptische Fayence|Fayence]]-Figuren der Göttin [[Sachmet]] und ihres Sohnes [[Nefertem]] sowie Waffen, die wohl einer lokalen Elitekriegerklasse gehörten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sanctuary&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Artefakte, die in den verschiedenen Erdschichten von Kommos lagen, waren [[Töpferei|Töpferwaren]] unterschiedlichster Epochen und Gegenden des östlichen Mittelmeerraumes. Neben [[Pithos|Pithoi]], [[Krater (Gefäß)|Kratere]], [[Aryballos|Aryballoi]], Krügen und Tassen aus mittel- und spätminoischer, protogeometrischer und geometrischer Zeit gehören dazu Gefäße und Töpferwarenreste aus Zypern, Ägypten, der Levante&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosMinoanPottery.html |titel=Kommos Excavations, Crete – Minoan &amp;amp; Greek Pottery |hrsg=www.fineart.utoronto.ca |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171106084127/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/kommosMinoanPottery.html |archiv-datum=2017-11-06 |abruf=2010-08-03 |archiv-bot=2022-11-27 18:02:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Sardinien.&amp;lt;ref&amp;gt;Livingston Vance Watrous: &amp;#039;&amp;#039;Kommos III, The Late Bronze Age Pottery.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton NJ 1992, ISBN 978-0-691-03607-6, S. 163–191, Tafel 56–57&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Siedlung wurde auch [[Tongut]] hergestellt. Aus der Umgebung eines Keramikbrennofens stammen über 450&amp;amp;nbsp;Kilogramm Tongutscherben, vor allem [[Fehlbrand|Fehlbrände]]. Weiterhin wurden Haushalts- und Einrichtungsgegenstände gefunden wie auch Werkzeuge und Installationen für eine Ölpresse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vasilakis104&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Ausgrabungsstätte von Kommos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Komos 14.JPG|Südliche Ausgrabungen&lt;br /&gt;
  Komos 19.JPG|Blick Richtung Haupthof&lt;br /&gt;
  Komos 27.JPG|Griechischer Tempel C&lt;br /&gt;
  Komos 28.JPG|Detail der Gebäudereste&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=R. G. V. Hancock, P. P. Betancourt |Titel=INAA of Minoan ceramics from Kommos, Crete |Verlag=[[Journal of Radioanalytical and Nuclear Chemistry]] 114/2 |Datum=1987}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=P. Betancourt, L. Berkowitz, R. L. Zaslow |Titel=Evidence for a Minoan basket from Kommos, Crete |Verlag=Cretan Studies 2 |Datum=1990 |Seiten=73–77}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Joseph W. Shaw |Titel=Der phönizische Schrein in Kommos auf Kreta (ca. 800 v. Chr.) |Verlag=Veröffentlichungen der Joachim Jungius-Gesellschaft Wiss. Hamburg 87 |Datum=1998 |Seiten=93–104 |Kommentar=Hans Niemeier-Festschrift}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Joseph W. Shaw, Peter M. Day, Vassilis Kilikoglou |Titel=A LM Ia Ceramic Kiln in South Central Crete |Verlag=The American School of Classical Studies at Athens |Ort=Athen |Datum=2001 |ISBN=0-87661-530-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Joseph W. Shaw |Titel=Kommos: A Minoan Harbor Town and Greek Sanctuary in Southern Crete |Verlag=The American School of Classical Studies at Athens |Datum=2006 |ISBN=0-87661-659-7 |Online={{Google Buch |BuchID=F5sLTqFCqL0C |Hervorhebung=Kommos}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Esther Widmann |Titel=Die Archäologie des Haushalts in der Kretischen Neupalastzeit |TitelErg=Magisterarbeit |Verlag=Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |Ort=Heidelberg |Datum=2007 |Kapitel=Kommos |Seiten=41–48 |Online=http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/79/1/Widmann.pdf#page=45 |Format=PDF |KBytes=23505 |Abruf=2018-02-07}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chadwick&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=[[Angelos Chaniotis]] |Titel=Die Verträge zwischen kretischen Poleis in der hellenistischen Zeit |Verlag=Franz Steiner Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1996 |ISBN=3-515-06827-9 |Seiten=394 ff. |Online={{Google Buch |BuchID=csuG1ea0ffEC |Seite=394}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fohrer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Eberhard Fohrer |Titel=Kreta |Verlag=Michael Müller Verlag |Ort=Erlangen |Datum=2009 |ISBN=978-3-89953-453-5 |Seiten=361}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider173&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=[[Lambert Schneider (Archäologe)|Lambert Schneider]] |Titel=Kreta |Verlag=DuMont Reiseverlag |Ort=Ostfildern |Datum=2006 |ISBN=3-7701-3801-5 |Seiten=173 |Online={{Google Buch |BuchID=zfuaM-fNBvsC |Seite=173}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vasilakis103&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Andonis Vasilakis |Titel=Agia Triada, Phaistos, Kommos – Matala |Verlag=Verlag Mystis |Ort=Iraklio |Datum=2009 |ISBN=978-960-6655-58-6 |Seiten=103}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vasilakis104&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Andonis Vasilakis |Titel=Agia Triada, Phaistos, Kommos – Matala |Verlag=Verlag Mystis |Ort=Iraklio |Datum=2009 |ISBN=978-960-6655-58-6 |Seiten=104}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Archaeological site of Komos|Kommos}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.minoancrete.com/kommos.htm |titel=Kommos |hrsg=Minoan Crete |datum=2015-07-12 |sprache=en |abruf=2017-01-09}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20171229232829/http://www.fineart.utoronto.ca/kommos/ Kommos Excavations, Crete] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.kommosconservancy.org/ Kommos Conservancy] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=35/00/48.0/N|EW=24/45/39.0/E|type=landmark|region=GR-M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Kreta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minoische Siedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Festos, Gemeinde)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Xqt</name></author>
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