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	<title>Kommende - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-37667-49 am 1. Dezember 2025 um 12:18 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-01T12:18:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kommende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|kɔˈmɛndə}}], Betonung auf der zweiten Silbe; {{laS|commendare}} „anvertrauen“, „empfehlen“) bezeichnet ursprünglich als Begriff im [[Kirchenrecht]] die Übertragung der Einkünfte eines Kirchen- oder Klostervermögens auf eine dritte Person unter Befreiung von den Amtspflichten. In späterer Zeit wurden die Niederlassungen der [[Ritterorden]] als Kommende oder &amp;#039;&amp;#039;Komturei&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet (in [[Frankreich]] als &amp;#039;&amp;#039;commanderie&amp;#039;&amp;#039;, in [[Spanien]] als &amp;#039;&amp;#039;encomienda&amp;#039;&amp;#039;, in [[Polen]] als &amp;#039;&amp;#039;komturia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;komenda&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;komandoria&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Arville - Commanderie 02.jpg|mini|hochkant=1.4|Commanderie d’Arville, [[Département du Loir-et-Cher]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommende im Kirchenrecht ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Im [[Kanonisches Recht|kanonischen Recht]] war die Kommende eine Form der treuhänderischen Weitergabe kirchlicher [[Pfründe]]n an eine dritte Person, den Kommendisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtRechtswörterbuch|Kommendist |SpalteAb=|SpalteBis=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;in commendam&amp;#039;&amp;#039; wurde ursprünglich auf die einstweilige Besetzung einer Pfründe angewandt, zu der es übergangsweise keinen Amtsträger gab – als logisches Gegenstück zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;in titulum&amp;#039;&amp;#039;, der dem ordnungsgemäßen und unbedingten Zustand zugeordnet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Ambrosius von Mailand]] († 397) erwähnt in einem Brief die Weitergabe einer Kirche &amp;#039;&amp;#039;in commendam&amp;#039;&amp;#039; während seiner Zeit als Bischof: „Commendo tibi, fili, Ecclesiam, quae est ad Forum Cornelii, … donec ei ordinetur episcopus“ (Epistel II). Das dritte [[Konzil von Orléans (538)|Konzil von Orléans]] sprach im Jahr 538 das Recht, Güter &amp;#039;&amp;#039;in commendam&amp;#039;&amp;#039; zu geben, den Bischöfen zu, während im deutschen Sprachgebiet die Institution der [[Eigenkirche]]n üblich war. Papst [[Gregor der Große]] († 604) gab Kirchen und Klöster &amp;#039;&amp;#039;in commendam&amp;#039;&amp;#039; an solche Bischöfe, die durch Kriegsgewalt aus ihren Diözesen vertrieben worden waren oder deren Diözesen nicht wohlhabend genug waren, um ihr kirchliches Oberhaupt zu ernähren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor der Große: &amp;#039;&amp;#039;Episteln&amp;#039;&amp;#039; I, 40; II, 38; III, 13; VI, 21. In: [[Patrologia Latina]], Bd. LXXVII, S. 493, 577, 614, 812.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laien als Kommendataräbte ===&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Merowinger]] und [[Karolinger]] wurden im fränkischen Reich auch Laien mit Abteien belehnt. Ein solcher „Laienabt“ oder „Kommendatarabt“ war ein Schutzherr, aber nicht das geschäftsführende Oberhaupt einer Abtei; er erhielt die Einkünfte, so dass die Klöster oft ihre Einkünfte verloren und dafür keinen Ersatz erhielten. Ein Abt &amp;#039;&amp;#039;in commendam&amp;#039;&amp;#039; hatte auch mit dem täglichen Betrieb oder der geistlichen Disziplin nichts zu tun und residierte üblicherweise auch nicht in der Abtei. Die geistliche Leitung des Klosters lag meist bei einem [[Mönch]] des Klosters, der oft als [[Prior]] betitelt wurde. Der zuerst unter [[Karl Martell]] aufgetretene Brauch wurde zwar von der Kirche meist bekämpft, angesichts der Macht des jeweiligen politischen Landesherrn blieb der Kirche jedoch oft nichts anderes übrig als diese Praxis zu akzeptieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Beispiele von Laienäbten aus dem 10. Jahrhundert sind:&lt;br /&gt;
* [[Otto I. (Sachsen)|Otto der Erlauchte]] aus der Familie der [[Liudolfinger]], † 912, [[Stammesherzogtum Sachsen|Herzog von Sachsen]], Laienabt von [[Abtei Hersfeld|Hersfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Richard der Gerichtsherr]] aus der Familie der [[Buviniden]], † 921, [[Herzog von Burgund]], Laienabt von [[Abtei Sainte-Colombe|Sainte-Colombe]] in [[Sens]] und [[Saint-Germain d’Auxerre]]&lt;br /&gt;
* [[Eberhard (Franken)|Eberhard von Franken]] aus der Familie der [[Konradiner]], † 939, Laienabt von [[Reichsabtei St. Maximin|St. Maximin]] in [[Trier]]&lt;br /&gt;
* [[Hugo Capet]], der Stammvater der [[Kapetinger]], † 996, [[König von Frankreich]], Laienabt von [[Saint-Martin de Tours]], [[Saint-Germain d’Auxerre]], [[St-Aignan (Orléans)|Saint-Aignan in Orléans]], [[Abtei Saint-Quentin|Saint-Quentin]] und [[Abtei Saint-Vaast|Saint-Vaast]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1122 der [[Investiturstreit]] zugunsten der Kirche beigelegt wurde, wurde die Ernennung von Laien &amp;#039;&amp;#039;in commendam&amp;#039;&amp;#039; abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Ab dem 14. Jahrhundert wurden Pfründen in großer Zahl in die Hand einzelner [[Kardinal|Kardinäle]] gegeben, wobei die Vergabe nicht mehr zeitlich beschränkt sein musste, sondern auch auf Lebenszeit erfolgen konnte. So verlieh das [[Konkordat von Bologna]] aus dem Jahre 1516 zwischen Papst [[Leo X.]] und König [[Franz I. (Frankreich)|Franz I.]] dem König von Frankreich das Recht, 225 &amp;#039;&amp;#039;abbés commendataires&amp;#039;&amp;#039; (für fast alle französischen Abteien) zu ernennen. Kommendataräbte konnten auch zu einer Verbesserung der Ordensdisziplin beitragen, wie die Beispiele [[Jean de la Barrière]], [[Armand Jean Le Bouthillier de Rancé]] und [[Angélique Arnauld]] zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Kardinäle, die gleichzeitig Kommendataräbte waren, sind [[Kardinal Richelieu|Richelieu]] und [[Jules Mazarin|Mazarin]], denen unter anderem die [[Abtei Cluny]] und die [[Abtei La Chaise-Dieu]] unterstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stellung als Kommendatarabt war nicht auf Kardinäle beschränkt; so war [[Christophorus Rauber]] als [[Bischof]] von [[Erzbistum Ljubljana|Laibach]] von 1508 bis 1536 Kommendatarabt des [[Stift Admont|Stiftes Admont]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Situation ===&lt;br /&gt;
Mit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] ist in der Praxis die Vergabe des Titels &amp;#039;&amp;#039;abbé commendataire&amp;#039;&amp;#039; in Frankreich erloschen. Entsprechend endete auch in Deutschland nach der [[Säkularisation]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Vergabe des Titels „Kommendatarabt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Anglikanische Gemeinschaft|Anglikanischen Kirche]] wurde das Verfahren, Pfründen &amp;#039;&amp;#039;in commendam&amp;#039;&amp;#039; zu geben, im Jahr 1836 abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Römisch-katholische Kirche|Römisch-katholischen Kirche]] hat der [[Papst]] das Recht, dieses Verfahren anzuwenden. Davon macht er aber nur bei Kardinälen Gebrauch, die in Rom residieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommenden der Ritterorden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirchhain Gillhof.jpg|mini|Der Gillhof in [[Kirchhain]], Kommende des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]]]]&lt;br /&gt;
Die geistlichen [[Ritterorden]] nannten ihre Niederlassungen (z.&amp;amp;nbsp;B. Klöster der [[Ordensritter]] und [[Ordenspriester]]) „Kommende“. Sie waren nicht nur [[Konvent (Kloster)|Konvente]], sondern auch Verwaltungseinheiten, die einem [[Komtur (Amt)|Komtur]] (von [[mittellatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;commendator&amp;#039;&amp;#039;) unterstanden. Der Komtur übte alle Verwaltungsbefugnisse aus, beaufsichtigte die seiner Kommende unterstellten [[Vogt]]eien und [[Zehnthof|Zehnthöfe]] und war seinerseits dem [[Bailliage und Sénéchaussée|Bailli]] oder [[Landkomtur]] unterstellt. Mehrere Kommenden wurden in einer [[Ballei]] (einer [[Ordensprovinz]]) zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben der Komturei zählte in erster Linie die Bewirtschaftung ihrer Güter. Ihr oblag jedoch auch die Übung der Gastfreundschaft gegenüber durchreisenden Ordensangehörigen. Die Kommende alimentierte [[Küster]], [[Pfarrer]] und alle weltlichen und geistlichen Untergebenen des Komturs. [[Armut|Arme]] wurden durch [[Almosen]] unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Johanniter&amp;#039;&amp;#039;, Heft 2/2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste ehemaliger Johanniterkommenden]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kommenden des Deutschen Ordens]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kommenden des Templerordens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Bergmann (Historiker)|Werner Bergmann]], Otto Dickau, Heinz-Jürgen Kamp: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Quellen der Deutschordenskommenden im Ruhrgebiet am Beispiel der Kommende Welheim. Von den Anfängen bis zum Vorabend der Reformation&amp;#039;&amp;#039;. Henselowsky Boschmann, Bottrop 2017, ISBN 978-3-942094-74-0&lt;br /&gt;
* [[Franz Josef Felten]]: &amp;#039;&amp;#039;Äbte und Laienäbte im Frankenreich. Studie zum Verhältnis von Staat und Kirche im früheren Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monographien zur Geschichte des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20). Hiersemann, Stuttgart 1980, ISBN 3-7772-8018-6 (Zugleich: Saarbrücken, Univ., Diss., 1976).&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Erich Meuthen]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Lotte Kéry, Dietrich Lohrmann, Harald Müller&lt;br /&gt;
   |Titel=Zum spätmittelalterlichen Kommendenwesen&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Licet preter solitum. [[Ludwig Falkenstein]] zum 65. Geburtstag&lt;br /&gt;
   |Verlag=Shaker&lt;br /&gt;
   |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8265-3636-3&lt;br /&gt;
   |Seiten=241–264}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Ulrich Stutz]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Geschichte des kirchlichen Benefizialwesens von seinen Anfängen bis auf die Zeit Alexanders III&lt;br /&gt;
   |TitelErg= Aus dem Nachlaß ergänzt und mit Vorwort versehen von [[Hans Erich Feine]]&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Scientia-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Aalen&lt;br /&gt;
   |Datum=1961}}&lt;br /&gt;
* {{CE|https://www.newadvent.org/cathen/07719a.htm|&amp;quot;In commendam&amp;quot;|Autor=Michael Ott|Band=7|SeiteVon=&amp;lt;!--Anfangsseite_des_Artikels_(optional)--&amp;gt;|SeiteBis=&amp;lt;!--Endseite_des_Artikels_(optional)--&amp;gt;|Kommentar=&amp;lt;!--(optional)--&amp;gt;|kurz=}}&lt;br /&gt;
* {{CE|https://www.newadvent.org/cathen/04155b.htm|&amp;quot;Commendatory Abbot&amp;quot;|Autor=Michael Ott|Band=4|SeiteVon=&amp;lt;!--Anfangsseite_des_Artikels_(optional)--&amp;gt;|SeiteBis=&amp;lt;!--Endseite_des_Artikels_(optional)--&amp;gt;|Kommentar=&amp;lt;!--(optional)--&amp;gt;|kurz=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4125540-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4125540-9|REMARK=„Kommende &amp;lt;Ritterorden&amp;gt;“; {{GND|4164771-3}} für „Kommende &amp;lt;Kirchenrecht&amp;gt;“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ordenskommende| Kommende]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanonisches Recht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-37667-49</name></author>
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