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	<title>Kolonialwaren - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:22:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kolonialwaren&amp;diff=15930&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2026-01-12T16:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hamburger Kolonialwarenladen 1830.jpg|mini|Hamburger Kolonialwarenladen um 1830, ausgestellt im [[Museum für Hamburgische Geschichte]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Relief Handelshaus Gotha.JPG|mini|Ein Schiff als Symbol des Fernhandels an einem Kolonialwarenladen in [[Gotha]] von 1893]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knackstedt &amp;amp; Näther Stereoskopie 0669 Cuba. Zuckerrohr-Plantage. Bildseite mit Ansicht um 1900 arbeitender Sklaven im Feld auf Kuba.jpg|mini|Zwangsarbeiter und [[Sklaven]] wie hier auf Kuba um 1900 produzierten Kolonialwaren wie Zucker und Kaffee.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;[[Stereoskopie]] Nr. &amp;#039;&amp;#039;0669&amp;#039;&amp;#039; von [[Knackstedt &amp;amp; Näther]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolonialwaren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colonialwaren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus dem Englischen: &amp;#039;&amp;#039;colonial goods&amp;#039;&amp;#039;), wurden früher, besonders zur [[Kolonialzeit]], überseeische [[Lebensmittel|Lebens-]] und [[Genussmittel]], wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Zucker]], [[Kaffee]], [[Tabak]], [[Reis]], [[Kakao]], [[Gewürz]]e und [[Tee]] bezeichnet. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolonialwarenhändler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Import|importierten]] diese Produkte, die in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolonialwarenläden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und -&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;handlungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Viele dieser Erzeugnisse stammten von Großplantagen, auf denen Sklaven oder Zwangsarbeiter tätig waren. Auch die Landwirtschaft in den deutschen Kolonien (z.&amp;amp;nbsp;B. die Kaffeeerzeugung in [[Deutsch-Ostafrika]] und die Kakaogewinnung in [[Kamerun]], Tabak aus den Südseekolonien) konnten trotz Verbots der Sklaverei im Mutterland faktisch nur durch harte Zwangsarbeit betrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Gottschalk, Heike Hartmann: [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/aussenpolitik/maji-maji-krieg &amp;#039;&amp;#039;Der Maji-Maji-Krieg&amp;#039;&amp;#039;]. Deutsches Historisches Museum, Berlin&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jonas Kreienbaum: [https://www.bildung-ns-zwangsarbeit.de/informieren/rassismus/exkurs-kolonialismus/ &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit in den deutschen Kolonien&amp;#039;&amp;#039;]. Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Tom Menger: [https://www.lmu.de/de/newsroom/newsuebersicht/news/von-massiver-gewalt-gepraegt.html &amp;#039;&amp;#039;Von massiver Gewalt geprägt&amp;#039;&amp;#039;]. Interview vom 6. März 2023, Ludwig-Maximilians-Universität München.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Kuba]] und [[Brasilien]], wichtigen Exportländern für Kaffee, Tabak und Zucker, wurde die Sklaverei offiziell sogar erst 1888 abgeschafft. Aus Deutschland wurde im Gegenzug u.&amp;amp;nbsp;a. [[Flachsfaser|Leinen]] für die Bekleidung der Sklaven exportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Rössler: &amp;#039;&amp;#039;Bremer Kaufleute und die transatlantische Sklavenökonomie 1790–1865.&amp;#039;&amp;#039; In: Staatsarchiv Bremen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bremisches Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 95 (2016), S. 75–106 ([https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/2147950 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigste Importgüter waren zunächst Rohrzucker (in Deutschland bis zum Ersatz durch Rübenzucker in den 1850er Jahren) und Tabak aus Nordamerika und der Karibik. Das zu [[Dänemark]] gehörende [[Flensburg]] entwickelte sich seit ca. 1760 durch die [[Rum]]importe aus den dänische Kolonien in Westindien zur „Rumstadt“. Wichtigste deutsche Einfuhrhäfen für Kolonialwaren waren [[Bremen]], [[Hamburg]] und (das bis 1864 ebenfalls dänische) [[Bezirk Altona|Altona]], die von ihrer Stellung als zollfreie [[Freihafen|Freihäfen]] und der Weiterverarbeitung der Güter stark profitierten. Hier entstanden Kaffeeröstereien, Schokoladen-, Zigarren- und Zigarettenfabriken und in deren Folge spezialisierte Groß- und Einzelhandelsgeschäfte für Kolonialwaren.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolonialwaren.JPG|mini|hochkant|Werbung des Kolonialwarengeschäfts Kofahl in [[Wismar]], Bliedenstraße 10, gegründet ca. 1905]]&lt;br /&gt;
Mit dem Einsatz effektiver Dampfschiffe auf den Überseerouten und der Verdichtung des Eisenbahnnetzes (in Deutschland seit den 1870er Jahren) breitete sich der Kolonialwarenhandel auch in kleineren Städten und Dörfern aus, während die saisonalen großstädtischen Märkte teilweise an Bedeutung verloren. Damit wurden Erzeugnisse für alle Gesellschaftsschichten erschwinglich, die vorher den Reichen vorbehalten waren. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die spezialisierten Kolonialwarenläden meist weiter zu Lebensmittelgeschäften mit breiterem Angebot, welche wiederum später durch die Supermärkte ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Kolonialwarenhandel wurde statistisch vom [[Produktenhandel]] und vom [[Manufakturwarenhandel]] abgegrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1970er Jahre wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kolonialwarenladen&amp;#039;&amp;#039; noch verwendet. Diese Läden boten aber nicht mehr nur Kolonialwaren an, sondern alle [[Grundnahrungsmittel]], unabhängig vom Herkunftsland, daneben auch [[Seife]], [[Waschmittel]], [[Petroleum]] und anderen [[Privathaushalt|Haushaltsbedarf]]. Er entsprach dem [[Tante-Emma-Laden]] in Deutschland oder der [[Schweiz]], während in Österreich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Greißler]]&amp;#039;&amp;#039; Verwendung fand. In der Schweiz ist [[Schwarzenbach Kolonialwaren]] in Zürich der letzte Kolonialwarenladen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heini Hofmann |url=https://www.luzernerzeitung.ch/kultur/kuriosum-der-letzte-kolonialwarenladen-der-schweiz-ld.1019095 |titel=Kuriosum: Der letzte Kolonialwarenladen der Schweiz |werk=[[Luzerner Zeitung]] |hrsg= |datum=2018-05-11 |abruf=2019-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, in Deutschland der [[Kolonialwarenladen Wilhelm Holtorf]] in [[Bremen]]. Die Schweizer [[Migros]] bezeichnet einen Teil ihres Sortimentes immer noch als Kolonialwaren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.saiten.ch/die-rueckkehr-der-kolonialwaren-neumarkt-3/ |titel=Die Rückkehr der Kolonialwaren (Neumarkt 3) – Saiten – Ostschweizer Kulturmagazin und Veranstaltungskalender |abruf=2020-06-15 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.migros.ch/de/genossenschaften/migros-ostschweiz/neubau-umbau/neubau/neubau-migros-wittenbach.html |titel=Neubau Migros Wittenbach |abruf=2020-06-15 |archiv-datum=2020-06-09 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200609015212/https://www.migros.ch/de/genossenschaften/migros-ostschweiz/neubau-umbau/neubau/neubau-migros-wittenbach.html |offline=ja |archiv-bot=2026-01-12 16:42:19 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ist noch im Namen des in Deutschland weit verbreiteten Einzelhandelsverbandes [[Edeka]] zu finden (&amp;#039;&amp;#039;Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin&amp;#039;&amp;#039; – kurz &amp;#039;&amp;#039;E. d. K.&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Stollwerck-chocolate - packaging from 1890.jpg|Stollwerck-Kolonial-Schokolade (1890)&lt;br /&gt;
Datei:Kolonialwarengeschäft von Joh. Stuhr, Schülldorf bei Rendsburg, ca.1930.jpg|Kolonialwarengeschäft in [[Schülldorf]] bei Rendsburg (um 1930)&lt;br /&gt;
Datei:Passau Residenzplatz Kolonialwaren.jpg|Geschäft in Passau nach Renovierung (2005)&lt;br /&gt;
Datei:Roggwil Kolonialwarenladen.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Bäckerei, Conditorei und Kolonialwaren&amp;#039;&amp;#039; in [[Roggwil TG]], Schweiz&lt;br /&gt;
Datei:Adolf Schaper Hannover Karl Nottbohm Am Postkamp 1 Celler Straße 3 Karolinenstraße 16 Kolonialwaren Rechnung 1924-04-05 Alfred Dieckow Obernkirchen Matthiae &amp;amp; Pflüger Detail.jpg|Rechnungskopf (1924)&lt;br /&gt;
Datei:Gemischtwaren_Drögemüller.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Kolonialwarenladen [[Drögemüller (Familienname)|Drögemüller]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Böddenstedt (Suderburg)|Böddenstedt]], [[Landkreis Uelzen|Kreis Uelzen]] (um 1955)&lt;br /&gt;
Datei:Beckey &amp;amp; Miehe Hannover Droguen, Colonialwaaren, Landesproducte u. Farbwaaren en gros Rechnung 1908-12-11 an Fritz Binne in Nienburg Weser.jpg|Rechnung über [[Amaliada|Amalias]] [[Korinthen]] (1908) – europäisches Produkt&lt;br /&gt;
Datei:Innsbruck Unterberger Kaffee 120.JPG|Ehemalige Kaffeerösterei und Kolonialwarengeschäft Unterberger in der Herzog-Friedrich-Straße in [[Innsbruck]]&lt;br /&gt;
Datei:Kolonialwaren_Karlsruhe.jpg|Hauswand am Gottesauer Platz in [[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
Datei:Kijkje in de afdeling tabakspakkerij van Van Nelle te Rotterdam, Bestanddeelnr 256-1246.jpg|Blick in Tabakverpackerei der [[Van Nelle Fabrik]] in [[Rotterdam]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Indentur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Die Warenkunde des Kolonialwaren-Einzelhandels.&amp;#039;&amp;#039; Edeka-Verlagsgesellschaft, Berlin-Wilmersdorf 1930 (2. Auflage 1932).&lt;br /&gt;
* Ulrike Gleixner, Alexandra Kemmerer, Michael Matthiesen, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kolonialwaren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Ideengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Jg. XV, Quartalsheft 1 (Frühjahr 2021), C. H. Beck, München 2021 ([https://www.chbeck.de/zeitschrift-ideengeschichte-heft-xv_1-fruehjahr-2021/product/31823153 Auszug]), {{ZDB|2271417-0}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Colonial goods|Kolonialwaren}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kolonialware}}&lt;br /&gt;
* [https://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Kolonialwaren.htm Private Seite über Kolonialwaren und  Kolonialwarenläden in Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Brsg. sowie Rezensionen zum Thema].&lt;br /&gt;
* Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: [https://www.dwds.de/wb/Kolonialwarenladen &amp;#039;&amp;#039;Kolonialwarenladen&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4224441-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonialgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Essen und Trinken)]]&lt;/div&gt;</summary>
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