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	<title>Kolonialsprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:42:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Sprache; Ergänze Kategorie:Sprachpolitik</title>
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		<updated>2019-07-23T07:39:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Sprache&quot; title=&quot;Kategorie:Sprache&quot;&gt;Kategorie:Sprache&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Sprachpolitik&quot; title=&quot;Kategorie:Sprachpolitik&quot;&gt;Kategorie:Sprachpolitik&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolonialsprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Sprache der [[Besatzungsmacht]], die einer anderssprachigen Bevölkerung in einem besetzten oder angeschlossenen Gebiet (zum Beispiel einer [[Kolonie]]) oktroyiert wird. In diesen Gebieten ist die Kolonialsprache meist auch die einzige [[Amtssprache]]. Viele selbständig gewordene Kolonien behalten die Kolonialsprache bei, so dass die meisten Amtssprachen auf der Welt heute ehemalige Kolonialsprachen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Kolonialsprachen ==&lt;br /&gt;
Wichtige Kolonialsprachen sind die Sprachen der [[Kolonialmacht|Kolonialmächte]], so beispielsweise Englisch in [[Afrika]] und dem [[Indien|indischen Subkontinent]] (Sprache [[Vereinigtes Königreich|Großbritanniens]]) und im Pazifik (Sprache Großbritanniens bzw. der [[Vereinigte Staaten|USA]]), [[Spanische Sprache|Spanisch]] und [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]] in Mittel- und [[Südamerika]], [[Russische Sprache|Russisch]] in [[Osteuropa]] und [[Zentralasien]], [[Französische Sprache|Französisch]] in Afrika und den französischen Randgebieten ([[Elsass]], [[Bretagne]], [[Baskenland]], [[Französisch-Guayana]]), [[Niederländische Sprache|Holländisch]] (Sprache der [[Niederlande]]) in [[Suriname]], [[Südafrika]], [[Indonesien]] und den [[Niederländische Antillen|Niederländischen Antillen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherung der Vorherrschaft ==&lt;br /&gt;
Kolonialsprachen unterdrücken in den meisten Fällen die Bindung und die Fortentwicklung anderer Sprachen. Kolonialsprachen sind in viel größerem Maße als die [[Globalisierung]] für das [[Linguizid|Aussterben vieler Sprachen]] verantwortlich (vor allem [[Indianer|indianischer]] und [[Pazifischer Ozean|pazifischer]] Sprachen, aber auch in Europa, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Manx (Sprache)|Manx]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Indigene Völker|Einheimischen]] haben andere [[Muttersprache]]n als die Kolonialsprache. Sie sind zahlenmäßig zwar den Besatzern weit überlegen, aber dadurch, dass die Kolonialsprache die Sprache der machthabenden, wohlhabenden [[Elite]] ist, sind die Einheimischen gezwungen, die Kolonialsprache zu erlernen, um ihre soziale Stellung zu verbessern (Jobs in der [[Verwaltung]]), um der Armut zu entkommen (Kommunikation mit zahlungskräftigen Kunden) oder für die Fortbildung (oft schon ab [[Schulsprache]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Fällen wird darüber hinaus der Gebrauch der einheimischen Sprachen sogar verboten; auch im Alltag werden die Bewohner gezwungen, sich der Kolonialsprache zu bedienen. So war zum Beispiel der Gebrauch von [[Katalanische Sprache|Katalanisch]] oder [[Baskische Sprache|Baskisch]] im [[Francisco Franco|Franco]]-[[Spanien]] verboten. Auch in [[Taiwan unter japanischer Herrschaft|Taiwan]] (1895–1945) und [[Korea]] (1910–1945) wurde [[Japanische Sprache|Japanisch]] während der [[japan]]ischen Kolonialzeit als alleinige Nationalsprache eingeführt, so dass es heute noch in Taiwan (nicht aber in Korea) vielerorts „Clubs der Japanischsprecher“ gibt, in denen ältere Leute die ihnen eigentlich oktroyierte zweite Muttersprache Japanisch pflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Kolonialsprache über lange Zeit etabliert ist, beginnen die Einheimischen, ihre Kinder in dieser Sprache zu erziehen und ihnen die eigene Muttersprache nicht mehr beizubringen. So wird eine Kolonialsprache allmählich zur Muttersprache in anderen Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolonialsprachen sind oft allerdings auch eine [[lingua franca]]. In sprachlich stark zersplitteten Gegenden können sich Bewohner oft nur über die Kolonialsprache miteinander verständigen (so in Indien); sie hat außerdem den Vorteil, dass sie von außen kommt und man keine der einheimischen Sprachen privilegieren muss, um sich zu verständigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft wird eine Kolonialsprache als prestigevoller als eine einheimische Sprache angesehen. So etablierte [[Osttimor]] nach seiner Unabhängigkeit von [[Indonesien]] 2003 neben dem einheimischen [[Tetum (Sprache)|Tetum]] Portugiesisch als zweite Amtssprache, obwohl diese Sprache fast 30 Jahre nach der Unabhängigkeit von [[Portugal]] nur noch von fünf Prozent der Bevölkerung (Elite und ältere Leute) verstanden wird. Die viel verbreitetere [[Bahasa Indonesia]], ebenso Kolonialsprache, fand keine offizielle Anerkennung. Hier spielte der 24-jährige Befreiungskampf gegen Indonesien mit 183.000 Toten eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsch als Kolonialsprache ==&lt;br /&gt;
Deutsch hat als Kolonialsprache nur eine geringe Rolle gespielt: Das sogenannte [[Kolonialdeutsch]] war eine Sprachform, für die nur ein geringer Wortschatz vorgesehen war und die dazu gedacht war, der nötigsten Kommunikation zu dienen, die aber nie verwirklicht wurde. Da Deutschland nur für relativ kurze Zeit eine Kolonialmacht war, konnte Deutsch als Kolonialsprache auch keine etwa dem Englischen vergleichbare Rolle gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Florian Coulmas: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Staat. Studien zur Sprachplanung.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 1985. ISBN 3-11-010436-9. Besonders Kapitel: „&amp;#039;&amp;#039;Cuius regio, eius lingua&amp;#039;&amp;#039; – das sprachliche Erbe des Kolonialismus.“&lt;br /&gt;
*Wolfgang Viereck, Karin Viereck, Heinrich Ramisch: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas Englische Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2002. ISBN 3-423-03239-1. Besonders Kapitel: „Die koloniale Expansion des Englischen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
:[[Koloniallinguistik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kolonialdeutsch}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kolonialsprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonialgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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