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	<title>Kolluvium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:05:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kolluvium&amp;diff=240446&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T07:51:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolluvium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat.: das Zusammengeschwemmte) ist die Bezeichnung für eine meist mehrere Dezimeter mächtige Schicht von [[Lockersediment]]en, die vorwiegend aus durch [[Anschwemmung]] umgelagertem [[Boden (Bodenkunde)|Boden]]material oder anderen meist [[lehm]]igen oder [[sand]]igen Lockersedimenten entstehen. Jüngere Kolluvien sind teilweise [[Humus|humos]], was aber kein unbedingtes Merkmal ist. Solange im Kolluvium keine dominanten Merkmale einer neuen Bodenentwicklung auftreten, wird es bodenkundlich als [[Kolluvisol]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ad-hoc-Arbeitsgruppe Boden |Titel=Bodenkundliche Kartieranleitung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=5 |Verlag=Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kolluvien gehören zu den zentralen Forschungsgegenständen der [[Geoarchäologie]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffseingrenzung ==&lt;br /&gt;
Unter kolluvialen Sedimenten wird im deutschen Sprachraum grundsätzlich das Resultat von anthropogen ausgelöster [[Bodenerosion]] durch fließendes Wasser und teilweise durch [[Äolisches Sediment|Windverfrachtung]] verstanden. Im angloamerikanischen Raum steht der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Colluvium&amp;#039;&amp;#039; für alle Arten von Hangsedimenten, die auch [[Eiszeitalter|eiszeitlichen]] Ursprungs sein können und die nicht durch fließendes Wasser entstanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arno Kleber |Titel=“Kolluvium” does not equal “colluvium” |Hrsg= |Sammelwerk=Zeitschrift für Geomorphologie, N.F. |Band=50 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2006 |ISBN= |Seiten=541-542}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch werden z. T. von deutschsprachigen Wissenschaftlern holozäne Kolluvien, d.&amp;amp;nbsp;h. solche, die unter dem Einfluss des Menschen entstanden sind, als &amp;#039;&amp;#039;Holocene Colluvium&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Leopold, M. &amp;amp; J. Völkel (2007): &amp;#039;&amp;#039;Colluvium: definition, differentiation and their possible suitability to reconstruct Holocene climate data&amp;#039;&amp;#039;. [[Quaternary International]], 162–163: 133–140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Anker|Äolium}}&lt;br /&gt;
Zur besseren Unterscheidung der Bildungsprozesse kann durch Wind verlagertes Material als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Äolium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Press, Raymond Siever: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geologie. Einführung in das System Erde.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, ISBN 3-8274-0307-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Einordnung von äolisch umgelagertem Bodenmaterial zu den Kolluvien folgen nicht alle Autoren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/bodensediment/1164 Eintrag &amp;quot;Bodensediment&amp;quot;] im Spektrum Lexikon der Geographie&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Bodenerosion setzt hauptsächlich auf ungeschützten Bodenoberflächen und bei fehlendem [[Bewuchs]] ein. Dies ist z.&amp;amp;nbsp;B. der Fall, wenn Äcker zu lange brachliegen. Daher wird die Kolluvienbildung häufig durch die [[Landwirtschaft]] verstärkt. Tiefes Pflügen, das Pflügen in Richtung der [[Falllinie]] und andere Arten der Bodenbearbeitung wirken erosionsfördernd. Sie kann durch [[Humus]]verlust und Sedimentabtrag stark schädigende Auswirkungen auf ganze Landschaften haben.&lt;br /&gt;
Durch fließendes Wasser (Niederschläge) wird das Bodenmaterial abgelöst und der Schwerkraft folgend hangabwärts verlagert. Bei nachlassendem Gefälle wird es sortiert nach der [[Korngröße]] wieder abgelagert. Gröbere Partikel gelangen schon bei größerer Fließgeschwindigkeit, also früher, feinere erst später bei geringer Transportgeschwindigkeit zur Ablagerung. Das feine Material gelangt oft in Bäche, Gräben oder Seen und wird dort abgelagert bzw. weiter transportiert. Auch ganze Boden[[Aggregatgefüge|aggregate]] (Mischungen der Korngrößen) können kolluvial verlagert werden. Dadurch wird der sortierende Effekt stark abgeschwächt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische und prähistorische Kolluvien ==&lt;br /&gt;
Häufig haben sich im Verlaufe der Landschaftsentwicklung zahlreiche Kolluvien übereinander abgelagert. Sie sind damit Relikte menschlicher Besiedlung und enthalten zum Teil [[Archäologie|archäologische]] Funde oder Anzeiger ehemaliger bodenbildender Prozesse. Diese Ablagerungen können dadurch als [[Geoarchiv]]e der Landschaftsgeschichte aufgefasst und ihre Auswertung zur Rekonstruktion früherer Landschaftszustände genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Kolluvien sind in Mitteleuropa aufgrund der Klimaverhältnisse und der langen Nutzungsgeschichte seit dem [[Neolithikum]] häufig anzutreffen. So finden sich Kolluvien in fast allen aktuell oder ehemals durch Ackerbau genutzten Landschaften, besonders aber in den [[Altsiedelland|Altsiedelräumen]], so in der [[Eifel]] und im [[Mosel]]gebiet&amp;lt;ref&amp;gt;Stolz, C., Grunert, J., Fülling, A. (2012): &amp;#039;&amp;#039;The formation of alluvial fans and young floodplain deposits in the Lieser catchment, Eifel Mts., western German Uplands: A study of soil erosion budgeting.&amp;#039;&amp;#039; The Holocene 22, 3, 267-280.&amp;lt;/ref&amp;gt;, im Kraichgau&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.at/books?id=cCGLdtc4fo4C&amp;amp;pg=PA22&amp;amp;lpg=PA22&amp;amp;dq=Kolluvium&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=0Ni9PJn0L5&amp;amp;sig=Pol8xMRTV1GaE--JimhwAdeh1Gs&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;resnum=20&amp;amp;ct=result Beispiele für Trockental-Kolluvium im Kraichgau, S. 21–24]&amp;lt;/ref&amp;gt;, im Schwarzwald&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/bofaweb/bs-bw/bps/Bod_Prof_LfU_40.pdf |text=Kolluvium aus Lößlehm und Kalk – Lösungsrückstände (Schwarzwald) |archivebot=2019-04-23 15:48:37 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In stark gegliederten Landschaften (z.&amp;amp;nbsp;B. im Jungmoränengebiet an der Abbruchkante zum [[Oderbruch]]) sind oft mehrere Meter mächtige Kolluvien anzutreffen, die von früheren durch [[Starkregen]] verursachten [[Erosion (Geologie)|Erosion]]sereignissen zeugen. Ein gut untersuchtes Beispiel sind die [[Biesdorfer Kehlen]] bei Wriezen am Rande des Oderbruchs. Die 5&amp;amp;nbsp;m tiefe und 50&amp;amp;nbsp;m lange Schlucht ist nicht älter als der Baumbestand, und dementsprechend jung ihre [[Anschwemmung]]en flussabwärts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Alluvialboden]]&lt;br /&gt;
* [[Schwemmfächer]]&lt;br /&gt;
* [[Mure]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Stolz|Stolz, Christian]] &amp;amp; Miller, Christopher (2022): Geoarchäologie. Berlin: Springer-Spektrum. &lt;br /&gt;
* [http://www.mluv.brandenburg.de/cms/media.php/2322/a_sb_8_1.pdf &amp;#039;&amp;#039;Steckbriefe Brandenburger Böden – Kolluvisol.&amp;#039;&amp;#039;] Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (PDF; 1,2 MB)&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Fritz Scheffer | Titel= Lehrbuch der Bodenkunde / Scheffer/Schachtschabel | TitelErg= neubearb. und erw. von Hans-Peter Blume u.&amp;amp;nbsp;a., | Auflage= 15. | Verlag= Spektrum Akademischer Verlag | Seiten=37, 469| Ort= Heidelberg – Berlin | Jahr= 2002 | ISBN= 3-8274-1324-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/bofaweb/bs-bw/bps/Bod_Prof_LfU_38.pdf Kolluvisol aus Kalkstein-Lösungsrückstand (Baden-Württemberg)] (PDF-Datei; 3,00 MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.interpraevent.at/palm-cms/upload_files/Publikationen/Tagungsbeitraege/1988_1_161.pdf &amp;#039;&amp;#039;Erosion und Kolluvien an der Nordlehne des Rigi.&amp;#039;&amp;#039;] Interprävent 1988 (PDF-Datei; 1,68 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4393501-1|LCCN=sh93002829}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geomorphologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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