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	<title>Kollisionsrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:54:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kollisionsrecht&amp;diff=84590&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TegetthoffstrasseNr43: /* Kollisionsrecht der Europäischen Union */</title>
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		<updated>2025-03-14T08:07:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kollisionsrecht der Europäischen Union&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kollisionsrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden die rechtlichen Normen verstanden, die bestimmen, welche [[Rechtsnorm]]en oder [[Rechtsordnung]]en im Fall einer [[Normenkollision]] anwendbar sind. Es enthält vorrangig Bestimmungen über das im Einzelfall anwendbare Recht, nicht das anwendbare Recht selbst. Die [[Rechtswissenschaft]] hat zur Auflösung einer Normenkollision bestimmte [[Kollisionsregel]]n entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollisionsfälle ==&lt;br /&gt;
Eine der prominentesten Materien des Kollisionsrechts ist das &amp;#039;&amp;#039;internationale Recht&amp;#039;&amp;#039;, etwa das [[Internationales Privatrecht|Internationale Privatrecht]] (IPR), mit dem sich die kollisionsrechtliche Literatur und Rechtsprechung hauptsächlich befasst. Das [[Internationales Privatrecht (Europäische Union)|internationale Privatrecht]] der [[Europäische Union|Europäischen Union]] bestimmt in verschiedenen [[Verordnung (EU)|Verordnungen]], welche nationale Rechtsordnung bei grenzüberschreitenden Sachverhalten anwendbar ist. Für privatrechtliche Fälle mit Auslandsberührung gilt in den Vereinigten Staaten von Amerika das US-amerikanische [[Conflict of Laws (Vereinigte Staaten von Amerika)|Conflict of Laws]]. Das [[UN-Kaufrecht]] (&amp;#039;&amp;#039;United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods&amp;#039;&amp;#039; CISG) ist für den internationalen Warenkauf maßgeblich.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. aber Susanne Lilian Gössl: &amp;#039;&amp;#039;Internetspezifisches Kollisionsrecht? Anwendbares Recht bei der Veräußerung virtueller Gegenstände.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2014. ISBN 978-3-8487-1573-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere kollisionsrechtliche Materien sind das &amp;#039;&amp;#039;intertemporale Recht&amp;#039;&amp;#039;, das sich mit zeitlich aufeinander folgenden Rechtsordnungen befasst, etwa nach Gebietsabtretungen, [[Sezession]]en oder [[Annexion]]en. Bei Gesetzesänderungen innerhalb eines Landes regeln [[Einführungsgesetz]]e oder [[Übergangs- und Schlussvorschriften]] die befristete oder unbefristete Fortgeltung bestehender Regelungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;interregionale Recht&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;interlokale Recht&amp;#039;&amp;#039; befasst sich mit konkurrierenden Teilrechtsordnungen innerhalb eines Staates oder Staatenverbunds. Das [[Europarecht]] genießt [[Anwendungsvorrang#Anwendungsvorrang des Unionsrechts|Anwendungsvorrang]] gegenüber dem nationalen Recht der Mitgliedsstaaten. Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland bestimmt {{Art.|31|gg|juris}} GG: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrecht bricht Landesrecht.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Kai Engelbrecht: &amp;#039;&amp;#039;Die Kollisionsregel im föderalen Ordnungsverbund&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, 2010. ISBN 978-3-16-150311-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als letzteres wurden in der Vergangenheit auch das zwischen der alten Bundesrepublik Deutschland vor 1990 und der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] anzuwendende Kollisionsrecht angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Andreas Heldrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Das interlokale Privatrecht Deutschlands nach dem Einigungsvertrag. Zivilrechtliche Vorfragen der Rückübertragungsansprüche nach dem Vermögensgesetz. Vortrag gehalten vor der Juristischen Gesellschaft zu Berlin am 13. Mai 1992.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, 1992. ISBN 9783110138047.&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Teilrechtsordnungen sind nicht notwendig an einen föderalen Staatsaufbau oder einen Gliedstaat o. ä. gebunden. Sie sind oft auch historisch entstanden, wie etwa im Fall der [[Höfeordnung]], die &amp;#039;&amp;#039;partielles Bundesrecht&amp;#039;&amp;#039; ist. Sie sind dann oft verquickt mit dem intertemporalen Recht, etwa in Deutschland im Fall der [[Altrechtliche Dienstbarkeit|altrechtlichen Dienstbarkeiten]] aus der Zeit vor Inkrafttreten des [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuchs]] und der [[Grundbuchordnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollisionsrecht der Europäischen Union ==&lt;br /&gt;
Kollisionsrechtliche Normen sind, auch wenn sie etwa in internationalen Verträgen vereinbart wurden, nationales Recht. Jeder Staat hat traditionell sein eigenes nationales Verfahrensrecht.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. beispielsweise Markus Artz: &amp;#039;&amp;#039;Kollisionsrecht und ausländisches Recht in spanischen und deutschen Zivilverfahren. Eine rechtsvergleichende Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang Verlag, 2004. ISBN 9783631514146.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf vertragliche und außervertragliche Schuldverhältnisse oder familien- und erbrechtliche Rechtsbeziehungen mit Auslandsbezug anwendbare Recht wird in der Europäischen Union durch die [[justizielle Zusammenarbeit in Zivilsachen]] aufgrund {{Art.|81|AEU|dejure}} [[Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union|AEUV]] zunehmend vereinheitlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Bux, Mariusz Maciejewski: [https://www.europarl.europa.eu/factsheets/de/sheet/154/justizielle-zusammenarbeit-in-zivilsachen &amp;#039;&amp;#039;Justizielle Zusammenarbeit in Zivilsachen.&amp;#039;&amp;#039;] Europäisches Parlament, Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziel ist ein [[Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts]], der einen effektiven Rechtsschutz für die einzelnen EU-Bürger gewährleistet. Dazu regeln beispielsweise die [[Europäische Güterrechtsverordnungen|Europäischen Güterrechtsverordnungen]] oder die [[Verordnung (EU) Nr. 650/2012 (Erbrechtsverordnung)|Erbrechtsverordnung]], welches Gericht bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten zuständig ist und welches materielle Recht es bei der Entscheidungsfindung anwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Rainer Hüßtege, Heinz-Peter Mansel: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Gesetzbuch: Rom-Verordnungen, EuGüVO, EuPartVO, HUP, EuErbVO.&amp;#039;&amp;#039; Nomos-Verlag, 3. Auflage 2019. ISBN 978-3-8487-4587-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://e-justice.europa.eu/content_which_law_will_apply-340-de-maximizeMS_EJN-de.do?member=1 &amp;#039;&amp;#039;Welches nationale Recht ist anwendbar?&amp;#039;&amp;#039;] [[Europäisches Justizielles Netz]], abgerufen am 17. März 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. auch Anja Sophia Schwemmer: &amp;#039;&amp;#039;Anknüpfungsprinzipien im Europäischen Kollisionsrecht. Integrationspolitische Zielsetzungen und das Prinzip der engsten Verbindung.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, 2018. [https://www.mohrsiebeck.com/uploads/tx_sgpublisher/produkte/leseproben/9783161558870.pdf &amp;#039;&amp;#039;Inhaltsverzeichnis.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch werden in Deutschland die Bestimmungen des [[Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche|Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch]] (EGBGB) verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Graf Vitzthum]]: &amp;#039;&amp;#039;Erster Abschnitt. Begriff, Geschichte und Rechtsquellen des Völkerrechts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Wolfgang Vitzthum und [[Alexander Proelß]], Berlin, Boston: De Gruyter, 2020. S.&amp;amp;nbsp;1–72.&lt;br /&gt;
* Niko Härting: &amp;#039;&amp;#039;Kollisionsrecht&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Internetrecht&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln 2022. S.&amp;amp;nbsp;578–618.&lt;br /&gt;
* [[Harald Koch (Rechtswissenschaftler)|Harald Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Kollisionsrecht und Auslandsbezug: Wie international ist das IPR?&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift für [[Ulrich Magnus]] zum 70. Geburtstag. Hrsg. von [[Peter Mankowski]] und [[Wolfgang Wurmnest]]. Otto Schmidt/De Gruyter european law publishers, Berlin, Boston, 2014. S.&amp;amp;nbsp;475–482. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsdogmatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Juristische Methodenlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationales Privatrecht (Europäische Union)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TegetthoffstrasseNr43</name></author>
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