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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kollergang</id>
	<title>Kollergang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T03:58:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kollergang&amp;diff=49905&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Friedrich von Bogislaw: Bildbeschriftung verbessert</title>
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		<updated>2026-01-24T08:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildbeschriftung verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kollergang.JPG|mini|Kollergang zum Quetschen von Papier, Stroh und weiteren Materialien zur Gewinnung von Papierbrühe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schieder-Schwalenberg - 48 - Im Niesetal 11 (3).jpg|mini|Kollergang in der [[Papiermühle Plöger]], Schieder-Schwalenberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Herisemmolen - Voormalige Kartonfabriek Winderickx 22.jpg|mini|Herisemmolen, Belgien – ehemalige Kartonfabriek Winderickx]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oelmuehle.JPG|mini|Quetschen von Walnüssen im Kollergang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rollenmuehlen-Innen.jpg|mini|Innereien einer alten Rollenmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kollergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Mahlwerk]] zum Zerkleinern und zum Mischen von [[Gestein|Steinen]], [[Erz]]en, Papierrohstoffen oder Lebensmitteln. Ein bis zwei aufrecht stehende schwere Scheiben, die sogenannten Läufer, drehen sich auf einer Bodenplatte um eine senkrechte Achse und zermahlen so den Inhalt. Kollergänge eignen sich zum Mahlen von klebrigen, nassen, feuchten oder trockenen Materialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Läufer und Bodenplatte des Kollergangs bestehen oftmals aus Stein, ansonsten beispielsweise auch aus [[Hartguss]]. Schaber oder Leitbleche dienen dazu, das Mahlgut zu verteilen und zu einem Ablauf zu transportieren, über dem ein [[Sieb]] angebracht ist, über dessen Lochgröße sich der Mahlgrad des ablaufenden Mahlguts beeinflussen lässt. Es ist nicht unbedingt so, dass der Mahlteller fest steht und die Läufer sich im Kreis drehen, sondern es gibt auch Modelle, bei denen die Läufer fest lagern und der Trog sich dreht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Walter Wittenberger| Titel=Chemische Betriebstechnik. Ein Hilfsbuch für Chemotechniker und die Fachkräfte des Chemiebetriebes| Auflage=2., völlig neubearbeitete| Verlag=Springer| Ort=Wien| Jahr=1962| Seiten=154| ISBN=978-3-7091-3436-8| Online={{Google Buch|BuchID=gbZ9BwAAQBAJ|Seite=154}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kraft, die auf das Mahlgut wirkt, ist nicht nur die Gewichtskraft der Läufer, sondern es entsteht eine zusätzliche Kraft durch deren [[Präzession]]stendenz, siehe [[Kurvenkreisel]]. Wenn die Läufer auf der Bodenplatte sauber abrollen sollen, müssen sie [[Kegel (Geometrie)|Kegel]] sein, deren Spitzen sich in der senkrechten Achse treffen. Ist das nicht gewollt, sind die Kegel flacher ausgeführt oder die Kegelspitzen zeigen nach außen. Es entsteht dadurch beim Rollen eine Relativbewegung zwischen Läufer und Bodenplatte, sodass das Mahlgut nicht nur zerdrückt, sondern auch zerrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Agahd: &amp;#039;&amp;#039;Die Kollerung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wochenblatt Papierfabrikation&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 81, 1953, Nr. 23, S. 883–890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kollergang arbeitet normalerweise [[Chargenprozess|absatzweise]], das heißt das Mahlgut wird in den leeren Kollergang gegeben, gemahlen und anschließend bei stillstehenden Läufern entfernt, bevor die Maschine erneut beschickt werden kann. Aufgrund dieses diskontinuierlichen Vorgehens wurde der Kollergang im Laufe der Zeit durch den [[Kontinuierlicher Prozess|kontinuierlich]] arbeitenden [[Walzenstuhl]] abgelöst. Bei manchen Prozessen jedoch erlaubt der Kollergang einen kontinuierlichen Ablauf und ist daher noch Stand der Technik, etwa bei [[Holzpellet|Pelletierpressen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der Produktion von [[Schokolade]] gehörten Kollergänge, hier auch als &amp;#039;&amp;#039;Melangeure&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, zu den frühesten industriell verwendeten Maschinen. Sie hatten Läufer und Bodenplatten aus [[Granit]] oder [[Eisen]], Fassungsvermögen von 100–500&amp;amp;nbsp;kg, waren beheizbar und dienten der Herstellung der Schokoladenmasse durch Vermischen und zumindest grobes Zerkleinern der Grundbestandteile, im Wesentlichen [[Kakao]]kerne, [[Kakaobutter]], [[Zucker]] und bei [[Milchschokolade]] außerdem [[Milch]]produkte wie etwa [[Milchpulver]]. Aufgrund der Zerkleinerungswirkung kann der Melangeur auch Kakao-Kernbruch und Kristallzucker verarbeiten, im Gegensatz zu anderen Mischvorrichtungen, die nur bereits gemahlene Kakaomasse und [[Puderzucker]] erlauben. Wegen ihrer geringen Kapazität, ihres hohen Energiebedarfs und der aufwendigen Bedienung sind Melangeure in der Schokoladenindustrie durch andere Mischvorrichtungen ersetzt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=[[Heinrich Fincke]]| Herausgeber=Albrecht Fincke| Titel=Handbuch der Kakaoerzeugnisse| Auflage=2.| Jahr=1965| Seiten=201}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In den alten [[Ölmühle]]n hat der Kollergang [[Nussfrucht|Nüsse]] gequetscht, um [[Pflanzenöle]] für [[Öllampe]]n und Speisen zu gewinnen. In den Ölmühlen bestehen Läufer und Bodenplatte aus [[Monolith|monolithischem]] Granit.&lt;br /&gt;
* In historischen [[Papiermühle]]n sind die Fasern mit einem Kollergang gelöst worden. Auch in industrieller Zeit wurden anfangs Kollergänge bei der Papierproduktion zur Zerfaserung von Altpapier&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=zyVj2kFILCU Kollergang zerfasert Altpapier] Historische Filmaufnahme, um 1935 (0:32 Min.) &amp;lt;/ref&amp;gt; oder Holzschliff- oder Zellstoffplatten eingesetzt. Heute verwendet man hierzu meist einen [[Pulper]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kollergang ist in modernen Produktionsstätten kaum mehr anzutreffen, da große teure Steine benötigt werden. Im Kollergang besteht auch die Tendenz, dass ein Teil des Mahlgutes weggeschleudert wird. Daher werden heute meist Walzenstühle eingesetzt. Der einzige in der Schweiz noch betriebene Kollergang steht bei der [[Sax-Farben]] in [[Urdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Keramikherstellung findet man heute auch noch Kollergänge, insbesondere für Baukeramik. Bei der [[Ziegelei|Ziegelproduktion]] werden Kollerwalzen mit bis zu 25&amp;amp;nbsp;Tonnen Gewicht eingesetzt. In der Zementproduktion finden sich für die Vermahlung des Rohmaterials (Kalkstein) Rollenmühlen, die eine kinematische Umkehrung des Kollergangs darstellen: die Platte, der sogenannte Mahlteller, dreht sich auf einem Getriebe unter den Mahlrollen, die teils ein Gewicht bis zu 80&amp;amp;nbsp;Tonnen aufweisen (als Rollenpaar mit innerer und äußerer Laufrolle) und zusätzlich hydraulisch mit weiteren 200&amp;amp;nbsp;Tonnen angepresst werden. Diese Kollergang-Umkehrungen werden kontinuierlich betrieben: das Rohmaterial wird kontinuierlich in die Mahltellermitte aufgegeben; genügend fein vermahlenes Gut (Rohmehl für den Ofenprozess) wird durch Luftzug mittels &amp;#039;&amp;#039;[[Windsichter]]&amp;#039;&amp;#039; hochgefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mahlgang]]&lt;br /&gt;
* [[Rollenmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Edge runner millstones|Kollergänge und Walzenmühlen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlentyp nach Konstruktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papierherstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Friedrich von Bogislaw</name></author>
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