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	<title>Kollektiv - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Über-Blick am 15. April 2026 um 14:24 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-15T14:24:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den soziologischen Begriff – zu anderen Bedeutungen siehe [[Kollektiv (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kollektiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|colligere}} „zusammensuchen, zusammenlesen“) bezeichnet [[Soziales Gebilde|soziale Gebilde]], deren Zugehörige unbestimmt nach sehr verschiedenen Gesichtspunkten [[soziologisch]] zusammengefasst werden&amp;amp;nbsp;– das können etwa eine [[Religion]], ein [[Staat]], ein [[Unternehmen]], ein [[Volk]] oder eine [[soziale Klasse]] sein. Konkreter gibt es spezielle handlungsorientierte Kollektive, deren Angehörige als [[Soziale Gruppe|Gruppe]], [[Team]], [[Mannschaft]]&amp;lt;!-- sic! BKS mit Absicht!--&amp;gt; oder [[Kameradschaft]] zweckmäßig und zielgerichtet in bestimmten Handlungsgemeinschaften kooperieren. In dem Kontext gibt es seit Jahrzehnten auch [[Kollektivbetrieb]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.kollektiv-betriebe.org/infos/was-ist-ein-kollektivbetrieb/&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Begriff in der Soziologie ==&lt;br /&gt;
In der [[Soziologie]] wird zwischen &amp;#039;&amp;#039;unorganisierten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Organisation#Soziologie|organisierten]]&amp;#039;&amp;#039; Kollektiven unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unorganisierte Kollektive ===&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kollektiv&amp;#039;&amp;#039; benennt in der Soziologie nach [[Robert K. Merton|Robert King Merton]] (1910–2003) u.&amp;amp;nbsp;a. allgemein eine Mehrzahl von Personen, die aufgrund eines Systems von gemeinsamen Normen, [[Wertvorstellung]]en und [[Handeln|Handlungen]] [[Emotion|Gefühle]] der Zusammengehörigkeit entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert K. Merton]]: &amp;#039;&amp;#039;This Week’s Citation Classic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;CC.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 21, 26. Mai 1980, S. 285 (englisch; Besprechung seines eigenen Zitats aus seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Social Theory and Social Structure&amp;#039;&amp;#039; 1949; [http://www.garfield.library.upenn.edu/classics1980/A1980JS04600001.pdf PDF, 100&amp;amp;nbsp;kB, 1&amp;amp;nbsp;Seite auf library.upenn.edu]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dieser Definition fallen Kollektive zum Beispiel nicht unter Begriffe wie [[Sozialkategorie]], die Personen demographisch zuordnet, oder [[Soziales Milieu|Milieugruppe]], deren Mitglieder im Gegensatz zum Kollektiv aufgrund ihres gemeinsamen sozialen [[Sozialer Status|Status]] miteinander lose und indifferent [[Soziale Interaktion|interagieren]]. Vergleichbar definierte [[Ferdinand Tönnies]] (1855–1936) den Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Samtschaft]]&amp;#039;&amp;#039; für unbestimmte, unorganisierte &amp;#039;&amp;#039;soziale Kollektive&amp;#039;&amp;#039; und betonte das Merkmal des fehlenden organisatorischen Zusammenhalts. Gemeinsame Willensentscheidungen und gemeinsame Handlungen kommen laut Tönnies nur unter speziellen Voraussetzungen zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;abstrakte Kollektive&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet [[Leopold von Wiese]] soziale Gebilde wie [[Glaubensgemeinschaft]]en oder ganze [[Nation]]en, die aufgrund von „Dauerwerten“ einen „überpersönlichen Charakter“ erhalten.&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organisierte Kollektive ===&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;politisches Kollektiv&amp;#039;&amp;#039; wird ein soziales Gebilde mit gemeinsamen [[Politik|politischen]] Zielen bezeichnet, dessen Mitglieder sich freiwillig organisieren, im Wesentlichen nach den Grundsätzen der Gleichheit und Gleichberechtigung – oft nach dem Prinzip des [[Konsens]]es – Entscheidungen treffen und für deren praktische Umsetzung zusammenarbeiten.&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in &amp;#039;&amp;#039;Arbeits- und Handlungssystemen&amp;#039;&amp;#039; gemeinschaftlich tätig sind, bilden Kollektive im Sinne spezieller &amp;#039;&amp;#039;Handlungsgemeinschaften&amp;#039;&amp;#039;, wobei die geleistete [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]] gesellschaftliche Wirkung entfaltet. Auch zur kulturellen und sportlichen Betätigung organisieren sich Menschen in Kollektiven, um etwa als [[Ensemble]]&amp;lt;!--BKS mit Absicht.--&amp;gt;, [[Team]] oder Mannschaft gemeinsam Erfolge zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das Konzept der [[Räterepublik]] angelehnt, entwickelte [[Anton Semjonowitsch Makarenko]] (1888–1939) das Prinzip eines „[[Kommunismus|kommunistischen]] Kollektivs“ in der [[Pädagogik]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Anton Semjonowitsch Makarenko]] |Titel=Der Weg ins Leben. Ein pädagogisches Poem. |Kommentar=original: Педагогическая поэма |Auflage= |Verlag=Aufbau |Ort=Berlin |Datum=1971 |ISBN= |Seiten= |Online=[http://makarenko-museum.narod.ru/Classics/Makarenko/Makarenko_A_Pedagogic_Poem/Makarenko_A_Pedagogic_poem.htm russische Version online auf makarenko-museum.narod.ru]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Begriff in der Kulturwissenschaft ==&lt;br /&gt;
Der in die [[Kulturwissenschaft]] eingeführte Begriff Kollektiv ist breiter und merkmalsoffener als jener der [[Soziologie]]. Unter Kollektiv wird jede Übereinstimmung oder Zusammenschau von Personen verstanden, die eine oder mehrere Gemeinsamkeiten aufweisen.&amp;lt;!--- Beleg ?---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kulturwissenschaftler [[Klaus P. Hansen]] legte 2009 in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Kultur, Kollektiv, Nation&amp;#039;&amp;#039; theoretische Grundlagen für eine Kollektivwissenschaft und prägte darin unter anderem den Begriff der „[[Multikollektivität]]“.&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollektive in Wirtschaft und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Autogestion|titel1=Kollektive Selbstverwaltung (Autogestion)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der kollektiven Selbstverwaltung und einigen alternativen Modellen zur [[Ökonomie]] bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Kollektiv&amp;#039;&amp;#039; einen selbstverwalteten und weniger [[hierarchie|hierarchischen]] Betrieb oder ein entsprechendes Projekt. Seit Ende der 1970er-Jahre entstand in der [[Neue Soziale Bewegungen|Alternativbewegung]] in Westeuropa und Nordamerika eine Vielzahl dieser Kollektive, in denen oftmals die Entscheidungsstruktur und Vergütung auf ähnlichen Prinzipien beruht:&lt;br /&gt;
* Unter dem [[Konsensprinzip]] wird verstanden, dass die Entscheidungen in einem gemeinsamen Prozess stattfinden, dessen Ende zur Zufriedenheit aller Teilnehmenden führt.&lt;br /&gt;
* Prinzip der gegenseitigen Hilfe: „[[Gegenseitige Hilfe]]“ ist ein Begriff des russischen [[Anarchismus|Anarchisten]] [[Pjotr Alexejewitsch Kropotkin|Peter Kropotkin]], welches dem [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenzprinzip]] gegenübersteht und auf [[Solidarität]] fußt. Die [[Tauschkreis|Tauschringe]] sind ein Beispiel für gegenseitige Hilfe.&lt;br /&gt;
* [[Solidarische Ökonomie]] und [[Gemeinwohl-Ökonomie]] verfolgen ähnliche Ziele.&lt;br /&gt;
* Räte-Prinzip: Kollektive verstehen sich zueinander nicht als in Konkurrenz stehend, sondern streben eine [[Vernetzung]] an, die nach dem Prinzip der [[Räterepublik|Rätedemokratie]] funktioniert, womit im Wesentlichen gemeint ist, dass keine Entscheidungsbefugnis „nach oben“ delegiert wird, sondern bei den Kollektiven zu bleiben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in Deutschland viele Rechtsformen nicht explizit auf diese Kollektive und ihre Prinzipien zugeschnitten sind, entstehen oftmals rechtliche Probleme.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Deerberg: &amp;#039;&amp;#039;Man versteht sich ja so gut… Rechtliche Probleme in und mit Kollektiven.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Contraste – Monatszeitung für Selbstorganisation.&amp;#039;&amp;#039; 18. April 2005 ({{Webarchiv |url=http://www.contraste.org/Archiv/rechtlic.htm |text=online auf contraste.org |wayback=20070928060915}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Formen dieser Art von Kollektivität sind die [[Kommune (Lebensgemeinschaft)|Kommunen]], in denen zudem noch gemeinsam gewohnt wird, was dann als zusätzliches Prinzip von dem &amp;#039;&amp;#039;gemeinsamen Leben und Arbeiten&amp;#039;&amp;#039; verstanden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Ländern des Südens („[[Dritte Welt]]“) war die Kollektiv-Bewegung häufig Hoffnung einer Selbstbefreiung im Sinne einer politischen und gesellschaftlichen Emanzipation. Dabei konnte man in vielen Fällen an Formen der traditionellen – kollektiven – Ökonomie anknüpfen, wie im Fall der [[Ejido]]s in Ecuador oder der [[Ujamaa]] in Tansania.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine – als erfolgreich geltende – Form der Kollektive sind die [[Kibbuz]]e in [[Israel]]. Hier wirken drei kollektiv-fördernde Faktoren zusammen:&lt;br /&gt;
# gemeinsame Religion oder religiöse Ideologie&lt;br /&gt;
# wirtschaftlicher Erfolg&lt;br /&gt;
# Bedrohung von außen (gemeinsamer äußerer Feind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kollektiv als Wirtschaftsform basiert auf der Vorstellung, dass Menschen nicht nur als [[homo oeconomicus]] handeln, sondern ihre Individualinteressen auch bewusst zugunsten gemeinsamer Interessen zurückstellen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollektive im Sozialismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DDR - Ruhe und Ordnung - Schild eines Verkaufskollekives - um 1960.jpg|mini|Ruhe und Ordnung – Schild eines Verkaufskollektives der DDR um 1960]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] entsprach die Bezeichnung „Kollektiv“ ungefähr dem, was in der [[Deutschland|Bundesrepublik]] „[[Arbeitsgruppe]]“ oder „[[Team]]“ genannt wurde. In den [[Volkseigener Betrieb|Volkseigenen Betrieben]], den [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften]] und den [[Produktionsgenossenschaft des Handwerks|Produktionsgenossenschaften des Handwerks]] wurde das Kollektiv als „[[Sozialistische Brigade|Brigade]]“ bezeichnet.&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verlautbarungen und [[Agitprop]] wurden auch große Kollektive „zitiert“, wie „die Arbeiterklasse“.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Becker u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„das kollektiv bin ich“: Utopie und Alltag in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-412-13900-9, S. ?? (Begleitbuch zur Ausstellung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher auskommentiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ging eher darum, die gesamte Bevölkerung genossenschaftlich zusammenzuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wladimir I. Lenin: &amp;#039;&amp;#039;Über das Genossenschaftswesen.&amp;#039;&amp;#039; Januar 1923. In: &amp;#039;&amp;#039;Lenin Werke.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1973, Band 33, S. 453–461 ([http://www.mlwerke.de/le/le33/le33_453.htm online auf mlwerke.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Propagierung des Kollektivs wurde auch bei spitzensportlichen Leistungen das Kollektiv (Trainer, Trainingsgruppe, Mannschaftsarzt, Physiotherapeut und andere) hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Huhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Gustav-Adolf Schur: der Star und das Kollektiv.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Arnd Krüger]], [[Swantje Scharenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeiten für Helden: Zeiten für Berühmtheiten im Sport&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 22). Lit, Münster 2014, ISBN 978-3-643-12498-2, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- == Kollektivverhalten ==&lt;br /&gt;
Kollektivverhalten bezeichnet die unstrukturierten Reaktionen und Verhaltensweisen einer größeren Anzahl von Personen in einem Problemlösungsprozess, die im Gegensatz zur sozialen Gruppe in diesem Prozess nicht durch Interaktion bestimmt sind und die (im Gegensatz zur Masse oder Mob sich nicht rein zufällig, sondern sich entwickelnd vollziehen. Entstehung und Verlauf des Prozesses sind beispielsweise bei der Bildung von [[Öffentliche Meinung|öffentlichen Meinungen]], bei [[Revolution]]en oder [[Soziale Bewegung|Sozialen Bewegungen]] unterschiedlich. ------&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollektivbewusstsein ==&lt;br /&gt;
Kollektivbewusstsein ({{frS|conscience collective ou commune}}) ist ein soziologischer Begriff der [[Émile Durkheim|Durkheim-Schule]] für die geistigen Eigenschaften und Werte einer Gesellschaft, die sich u.&amp;amp;nbsp;a. in Systemen wie [[Moral]], [[Recht]], [[Gewohnheit]]en, [[Sprache]], [[Gewissen]], [[Wissen]] äußern. Es ist die „Gesamtheit der [[Glauben]]svorstellungen und Gefühle, die allen Mitgliedern derselben Gesellschaft gemeinsam sind“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Émile Durkheim]]: &amp;#039;&amp;#039;De la division du travail social.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. 1893. Paris 1960, S. ?? (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Über soziale [[Arbeitsteilung]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. 1988).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt; Allgemein ist auch die Rede von Volksseele, Kollektivseele, kollektiver Mentalität, Gruppenseele und anderen Gesamtheiten geistiger Eigenschaften eines sozialen Gebildes. Das Kollektivbewusstsein bringt die „Objektivität des sozialen Geschehens“ gegenüber den individuellen Motivationen der Menschen zum Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikoneintrag: &amp;#039;&amp;#039;Kollektivbewußtsein.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl-Heinz Hillmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Soziologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 410). 4., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-41004-4, S. 421.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die genannten, dem Kulturmenschen geläufigen geistigen Eigenschaften wurden in ähnlicher Weise auch von [[Lucien Lévy-Bruhl]] beschrieben, der sie mit den „mystischen Kollektivvorstellungen“ (représentations collectives) der Primitiven verglich (siehe auch [[participation mystique]]),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lucien Lévy-Bruhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Les fonctions mentales dans les sociétés inférieures.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. 1910. Les Presses universitaires de France, Paris 1951, S. 27 ([http://classiques.uqac.ca/classiques/levy_bruhl/levy_bruhl_lucien.html online auf classiques.uqac.ca]).&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie von [[Carl Gustav Jung]], der das Konzept eines [[Kollektives Unbewusstes|kollektiven Unbewussten]] erarbeitete (vergleiche auch [[Archetyp (Psychologie)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Alfred Vierkandt]] bilden die Angelegenheiten einer sozialen Gruppe die kollektiven Bewusstseinsinhalte, die das kollektive Subjekt in Form des „Wir“ gegenüber dem individuellen „Ich“ formuliert.&amp;lt;!--BELEG ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
Das Modell der „[[Tragik der Allmende]]“ legt nahe, dass kollektives Eigentum zu einer erhöhten Ausbeutung der [[Ressource]]n etwa durch [[Trittbrettfahrerproblem|Trittbrettfahrerverhalten]] der einzelnen Mitglieder führt. Dies ist jedoch umstritten (siehe [[Tragik der Anti-Allmende]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker der Bildung von „Kollektiven“ unterstellen, dass dabei das [[Bewusstsein]] des Einzelnen durch das Bewusstsein der Gruppe als Gesamtheit verdrängt werde (oder schärfer, dass das „Bewusstsein der Gruppe“ eine [[Ideologie|ideologische]] Fiktion zur Knutung des Einzelnen sei). An die Stelle der persönlichen [[Verantwortung]] trete die Verantwortlichkeit der [[Soziale Gruppe|Gruppe]] (siehe auch [[Kollektivismus]] und [[Soziologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[kollektive Identität]]&lt;br /&gt;
* [[kollektive Intelligenz]]&lt;br /&gt;
* [[kollektive Biografie]]&lt;br /&gt;
* [[Kollektivsymbolik]]&lt;br /&gt;
* [[Kibbuz]]&lt;br /&gt;
* [[Kolchos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gabriel Kuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Jenseits von Staat und Individuum. Individualität und autonome Politik.&amp;#039;&amp;#039; Unrast, Münster 2007, ISBN 978-3-89771-457-1.&lt;br /&gt;
* [[Klaus P. Hansen]]: &amp;#039;&amp;#039;Kultur, Kollektiv, Nation.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe der Forschungsstelle Grundlagen Kulturwissenschaft, Band 1. Karl Stutz, Passau 2009, ISBN 978-3-88849-181-8.&lt;br /&gt;
* Jörg Scheffer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wir, die oder alle? Kollektive als Mittler einer komplexen Kulturwirklichkeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Interculture Journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Tagungsband der Forschungsstelle Grundlagen Kulturwissenschaft. Passau, September 2009 ([http://www.interculture-journal.com/download/issues/2009_08.pdf PDF: 1,4&amp;amp;nbsp;MB, 88&amp;amp;nbsp;Seiten auf interculture-journal.com]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kollektive in der alternativen Ökonomie:&lt;br /&gt;
* [[Johannes Berger (Soziologe)|Johannes Berger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Selbstverwaltete Betriebe in der Marktwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; AJZ, Bielefeld 1986, ISBN 3-921680-60-3.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Beywl]]: &amp;#039;&amp;#039;Betriebe in Selbstverwaltung: Eine empirische Untersuchung in Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Wissenschaftliche Publikationen, Darmstadt 1990.&lt;br /&gt;
* Jürgen Daviter, [[Volkmar Gessner]], [[Armin Höland]]: &amp;#039;&amp;#039;Selbstverwaltungswirtschaft: Gegen Wirtschaft und Recht?&amp;#039;&amp;#039; AJZ, Bielefeld 1987.&lt;br /&gt;
* Ulrich Burnautzki u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Unter Geiern: Ein Leitfaden für die Arbeit in selbstverwalteten Projekten.&amp;#039;&amp;#039; Stattbuch, Berlin 1984.&lt;br /&gt;
* Arbeitsgruppe Projektberatung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Schatz im Silbersee: Ein Finanzierungsleitfaden für selbstverwaltete Betriebe und Projekte.&amp;#039;&amp;#039; Stattbuch, Berlin 1984.&lt;br /&gt;
* Roland Spliesgart: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliche Kollektive als Alternative? Eine Fallstudie in Landreformsiedlungen in Brasilien.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster/Hamburg 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://kollektivliste.org kollektivliste.org] – Offizielle Webseite zur bundesweiten Vernetzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4164672-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperative]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form einer sozialen Gruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftssprache (DDR)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Über-Blick</name></author>
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