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	<title>Kolchis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Procopius: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-23T20:20:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Caucasus 290 BC map alt de.svg|mini|hochkant=2|Kaukasus-Region 290 v. Chr., der Staat Kolchis in Grün]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolchis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Κολχίς}}; [[Latinisierung|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;Colchis&amp;#039;&amp;#039;; [[Lasische Sprache|lasisch]]/[[Mingrelische Sprache|mingrelisch]] {{lang|cau-Latn|Kolcha}}; {{kaS|კოლხეთი|Kolcheti}}) war eine antike Landschaft zwischen dem [[Kaukasus]] und der Ostküste des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auch die Bezeichnung für ein antikes Königreich, das sein Zentrum in dieser Landschaft hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
In der [[Argonautensage]] war Kolchis die Heimat der [[Medea]] und das Ziel [[Iason]]s und der Argonauten auf der Suche nach dem [[Goldenes Vlies|Goldenen Vlies]]. Nach der Sage wurden in Kolchis auf dem kirkäischen Feld die verstorbenen Männer in Stierfelle genäht und in Weiden aufgehängt. Die Frauen wurden hingegen in der Erde bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolchis der Mythologie soll einen Garten mit Heil- und Giftpflanzen gehabt haben. [[Aietes]], der König von Kolchis, der Vater der [[Medea]], soll ein Magier und Giftkundiger gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die fruchtbare Ebene südlich des Kaukasus war früh von [[Jäger und Sammler|Jägern und Sammlern]] bewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hominidenfund von [[Dmanissi]], [[Dawit Lortkipanidse]] 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Östlich im nahen Gebirgsmassiv wurde bereits 6000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Kupfer abgebaut. Der Fund von Traubenkernen zeugt vom Weinanbau um 5000 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Epoc, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich der eigentlichen Kolchis entwickelte sich die nach den Flüssen benannte [[bronzezeit]]liche [[Kura-Araxes-Kultur]] des 3.&amp;amp;nbsp;Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr., die Handelsbeziehungen bis nach [[Mesopotamien]] unterhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Epoc, S. 63f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Archäologisch ist die &amp;#039;&amp;#039;[[Kolchis-Kultur]]&amp;#039;&amp;#039; der mittleren Bronzezeit (1700–600 v. Chr.) seit dem zweiten Viertel des 2.&amp;amp;nbsp;Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Westgeorgien nachzuweisen. Die Kultur ist durch Blockbauarchitektur, spezifische Keramik, landwirtschaftliche Bronzegeräte und Waffen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike Berichte ===&lt;br /&gt;
==== Urartäer ====&lt;br /&gt;
Ein Land [[Qulḫa]] wurde in [[Urartäisches Reich|urartäischen]] Quellen im 8./7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. erwähnt. Ob es mit der Kolchis identisch ist, ist umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Kemalettin Köroglu: &amp;#039;&amp;#039;The Northern Border of the Urartian Kingdom.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Altan Çilingiroğlu]], G. Darbyshire, H. French (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatolian Iron Ages 5.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the 5th Anatolian Iron Ages Colloquium Van, 6.–10. August 2001. British Institute of Archaeology at Ankara Monograph. Bd. 3. London/Ankara 2005, 99, ISBN 1-898249-15-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Staat wurde vermutlich Ende des 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts von den [[Skythen]] und [[Kimmerer]]n vernichtet. Später sollen kleinere Reiche dieser Völker dort entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Griechen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hemidrachme Kolchis.JPG|mini|[[Griechische Drachme#Die antike Drachme|Hemidrachme]] aus Kolchis, Stierkopf, ca. 500–300 v. Chr. geprägt]]&lt;br /&gt;
In das 8./7. Jh. v. Chr. fällt auch die erste Erwähnung bei den Griechen, und es taucht erstmals griechische Keramik auf. [[Eumelos von Korinth]] nennt das Land &amp;#039;&amp;#039;Kolchida&amp;#039;&amp;#039;. Auch Silbermünzen nach griechischen Vorbildern, aber unbeschriftet, wurden in Kolchis geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herodot ====&lt;br /&gt;
Nach [[Herodot]] (Historien IV, 37) leben die [[Perser (Volk)|Perser]] bis zum [[Rotes Meer|Roten Meer]], über ihnen nach Norden die [[Meder (Volk)|Meder]], über diesen die [[Saspiren]] und über diesen die Kolcher. Diese leben bis zum „nördlichen Meer“, in das der Fluss [[Rioni|Phasis]] mündet. Die Kolcher sind ägyptischer Herkunft, Soldaten des sagenhaften ägyptischen Herrschers [[Sesostris]], die dieser am Phasis zurückließ oder die, erschöpft von den Feldzügen, freiwillig zurückblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Historien II, 103&amp;lt;/ref&amp;gt; Herodot kann dies aus eigener Anschauung bestätigen, da die Kolcher eine schwarze Hautfarbe und krauses Haar haben und die Männer [[Zirkumzision|beschneiden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Historien II, 104&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin ähnelten Ägypter und Kolcher sich in der Art, in der sie Leinen herstellen; auch Lebensweise und Sprache seien einander ähnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Historien II, 105&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt freilich Autoren, die bezweifeln, dass Herodot jemals selbst das Schwarze Meer erreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Breddin: &amp;#039;&amp;#039;Bedenken gegen Herodot’s asiatische Reise.&amp;#039;&amp;#039; Magdeburg 1857, O. Kimball Armayor: &amp;#039;&amp;#039;Did Herodotus ever go to the Black Sea?&amp;#039;&amp;#039;, O. Kimball Armayor: &amp;#039;&amp;#039;Sesostris and Herodotus’ autopsy of Thrace, Colchis, inland Asia Minor, and the Levant.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Patrick T. English&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick T. English: &amp;#039;&amp;#039;Cushites, Colchians, and Khazars.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; berichtet von Herodot, dass in [[Sochumi]] „Neger“ lebten, die nach der lokalen Überlieferung entweder durch eine georgische Prinzessin oder durch einen türkischen Gutsbesitzer als Sklaven hierher gebracht wurden. Er hält sie für die Nachkommen der alten schwarzen Kolcher.&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick T. English: &amp;#039;&amp;#039;Cushites, Colchians, and Khazars.&amp;#039;&amp;#039; S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herodot berichtet ferner,&amp;lt;ref&amp;gt;Historien III, 97&amp;lt;/ref&amp;gt; dass die Kolcher den [[Achämenidenreich|Persern]] alle fünf Jahre 100 Knaben und 100 Jungfrauen als Tribut bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pindar ====&lt;br /&gt;
Auch [[Pindar]] beschreibt die Kolcher als schwarzgesichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;Pindar, &amp;#039;&amp;#039;Pythien&amp;#039;&amp;#039; 4, 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Da ihm der [[Nil]] und der Phasis als die Enden der Erde galten,&amp;lt;ref&amp;gt;Pindar, &amp;#039;&amp;#039;Pythien&amp;#039;&amp;#039; 4, 45; &amp;#039;&amp;#039;Isthmien&amp;#039;&amp;#039; 2, 41f.&amp;lt;/ref&amp;gt; war dies vielleicht auf die Nähe zur auf- und untergehenden Sonne zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Kimball Armayor: &amp;#039;&amp;#039;Did Herodotus ever go to the Black Sea?&amp;#039;&amp;#039; S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hippokrates ====&lt;br /&gt;
In der [[Corpus Hippocraticum|hippokratischen]] Schrift &amp;#039;&amp;#039;Von Luft, Wasser und Landschaft&amp;#039;&amp;#039; gibt es eine ausführliche Beschreibung der Kolchis.&lt;br /&gt;
Danach ist die Gegend sumpfig, feucht, warm und bewaldet. Der Fluss Phasis hat nur wenig Gefälle. Zu allen Jahreszeiten fällt viel Regen. Zwischen den Jahreszeiten gibt es wenig Temperaturunterschiede. Das Land ist vor dem Nordwind geschützt, wenn er weht, dann nur schwach und sanft. Nur der warme Wind &amp;#039;&amp;#039;cenchron&amp;#039;&amp;#039; weht manchmal heftig. Die Bewohner leben auf [[Pfahlbau]]ten im Sumpf und benutzten [[Einbaum|Einbäume]] als wichtigstes Transportmittel. Sie gehen nur selten zu Fuß, &amp;#039;&amp;#039;„weder in die Stadt noch auf den Markt“&amp;#039;&amp;#039;, sondern benutzen stattdessen die zahlreichen Kanäle. Sie trinken das stehende Wasser, sowohl wenn es im Sommer warm und faulig ist als auch nach Regenfällen. Alle Früchte sind unbekömmlich, schwach und schlecht gewachsen, weil das Land so wasserreich ist und wegen der häufigen Nebel werden sie nicht richtig reif.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründen – der Autor glaubt, dass die Umwelt den Körperbau der Einwohner bestimme – sind die Phaselier groß und so fett, dass man keine Gelenke oder Adern erkennen kann. Sie haben eine gelbliche Hautfarbe, als ob sie an [[Ikterus|Gelbsucht]] litten. Von allen Menschen haben sie die rauesten Stimmen, weil die Luft hier neblig und trüb ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hippokrates: &amp;#039;&amp;#039;[http://classics.mit.edu/Hippocrates/airwatpl.15.15.html On Airs, Waters, and Places 15. 20ff.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstständiges Königreich und griechische Kolonisation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:AntikeGriechen1 Black Sea.jpg|mini|Griechische Kolonien am Schwarzen Meer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist das Königreich Kolchis als Sklavenhalterstaat am Schwarzen Meer nachweisbar. Das Hauptgebiet des Königreiches lag zwischen der Hafenstadt [[Sochumi]] im Norden und der Mündung des [[Çoruh]] im Süden. Die südlich des Staates gelegenen Gebiete der [[Tibarener]], [[Mossynoiker]], [[Makroner]], [[Moschoi]] und [[Marer]] gehörten zwar zu einer persischen [[Satrap]]ie, konnten aber mehrfach die persische Herrschaft abschütteln.&amp;lt;ref name=fahn1&amp;gt;Heinz Fähnrich: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Georgiens von den Anfängen bis zur Mongolenherrschaft.&amp;#039;&amp;#039; S. 44ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 7. Jahrhundert v. Chr. entstanden die ersten griechischen Kolonien, so [[Rioni|Phasis]], [[Dioskurias]] und [[Gyenos]], die wohl alle von [[Milet]] aus gegründet wurden. Später kam [[Pityunt]] hinzu. Die Kolonien nahmen jedoch keinen Einfluss auf die politische Entwicklung. Kolchis entwickelte vermutlich schon früh eine große Militärmacht, da der Sklavenhandel blühte und es sich lange Zeit seine Unabhängigkeit bewahren konnte.&amp;lt;ref name=fahn1 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Alexander der Große]] das Perserreich erobert hatte, soll ein gewisser &amp;#039;&amp;#039;Ason&amp;#039;&amp;#039; aus [[Königreich Pontos|Pontos]] ganz Georgien erobert haben, auch Kolchis und seinen Nachbarstaat [[Iberien (Kaukasien)|Iberien]]. Nachdem Ason unter Führung des Königs &amp;#039;&amp;#039;Parnawas&amp;#039;&amp;#039; aus Iberien vertrieben worden war, fiel Kolchis in lose Abhängigkeit von dessen Reich und war somit der einzige Teil Georgiens, der nun nicht zu Iberien gehörte. Nach dem Tod von Parnawas’ Nachfolger Saurmag wurde Kolchis wieder unabhängig.&amp;lt;ref name=fahn2&amp;gt;Heinz Fähnrich: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Georgiens von den Anfängen bis zur Mongolenherrschaft.&amp;#039;&amp;#039; S. 48ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit kam es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, der dem Staat großen Reichtum bescherte.&amp;lt;ref name=fahn2 /&amp;gt; Im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. verlor es seine Selbstständigkeit an Pontos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil von Pontos ===&lt;br /&gt;
Ab dem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. war Kolchis Teil des expandierenden Pontos. [[Mithridates VI. (Pontos)|Mithridates VI.]] von Pontos ließ Kolchis von seinem Bruder Mithridates Chrestos regieren, der jedoch bald wegen des Verdachts auf Verrat hingerichtet wurde. Während des dritten [[Mithridatische Kriege|Mithridatischen Kriegs]] wurde sein Sohn Machares Herrscher über die Kolchis. Als Pontos jedoch 66 v.&amp;amp;nbsp;Chr. nach drei Kriegen von [[Römisches Reich|Rom]] endgültig besiegt wurde, geriet auch Kolchis in den römischen Machtbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolchis im römischen Machtbereich ===&lt;br /&gt;
[[Gnaeus Pompeius Magnus]] übergab nach seinem Sieg über Pontos die Kolchis 65 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Aristarchus zur Regentschaft. Nach dem Fall Pompeius’ 47 v.&amp;amp;nbsp;Chr. versuchte Mithridates’ Sohn [[Pharnakes II.]], einen Ägyptenaufenthalt [[Gaius Iulius Caesar|Caesars]] ausnützend, das Reich seines Vaters wiederzugewinnen und besetzte dabei u.&amp;amp;nbsp;a. auch Kolchis. Bald wurde er aber von Caesar in der [[Schlacht bei Zela]] geschlagen. Unter [[Polemon I.]] gehörte Kolchis zum römischen Vasallenstaat des [[Bosporanisches Reich|Bosporanischen Reiches]]. Später war die Kolchis ein eigenständiger Vasall Roms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Innere des Landes unterlag jedoch nur geringem römischen Einfluss. Im 1. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. wanderten aus dem Südosten lasische Stämme in die Kolchis ein und vermischten sich mit der ansässigen Bevölkerung. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zerfiel das Königreich Kolchis in kleinere Reiche. Im Süden das Reich der [[Heniocher]] und das der [[Makroner]], im Zentrum [[Lasika]] (Lazika), der Staat der [[Lasen]], und im Norden die Reiche der [[Abschiler]] und [[Abasgen]]. Von diesen wurde Lasika bald das mächtigste und entwickelte sich zum Nachfolgestaat von Kolchis. Nachdem das Römische Reich und das [[Partherreich]] bis an die Grenzen von Kolchis herangewachsen waren, wurden die Konflikte zwischen beiden Staaten auch oft in der Kolchis ausgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Fähnrich: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Georgiens von den Anfängen bis zur Mongolenherrschaft.&amp;#039;&amp;#039; S. 74f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort kam es in der ausgehenden [[Spätantike]], im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr., immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen dem [[Byzantinisches Reich|Oströmischen Reich]] und den [[Sassanidenreich|Sassaniden]] (vor allem zwischen 541 und 562). Heute gehört die Region zu [[Georgien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stämme der Kolcher ==&lt;br /&gt;
In der Kolchis lebten unter anderem die Stämme der Machelones, [[Heniocher]], Zydretä, [[Lasen]], Apschiler, [[Swanen]], Sanigä, Geloni, Melanchtâni, [[Moschoi]] und Bruchi.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pierer&amp;quot;&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Kolchis |BK-Nummer= |Band=9 |Seite=655 |zenoID=20010259082}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die ersten griechischen Handelsniederlassungen an der Küste entstanden im 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. Sie verbanden Kolchis mit der antiken Welt, insbesondere Griechenland und Kleinasien und führten zu einer florierenden Wirtschaft. Die griechischen Kolonien nahmen jedoch kaum politisch Einfluss, sondern beschränkten sich auf den Handel. Die wichtigsten Städte waren [[Sochumi|Dioscurias]], [[Poti|Phasis]] und [[Gyenos]]. Handelszentren im Landesinneren waren Dablagomi, [[Wani]] und [[Kutaissi]]. Der Handel wird auch durch zahlreiche Münzfunde belegt, so fand man Münzen aus [[Samos]] und [[Sinop]]e. Es wurde auch eine eigene Münze, die sogenannte „Kolkhuri Tetri“, auf Veranlassung des Staates geprägt. Diese war in den Handelszentren an der Küste wie im Landesinneren weit verbreitet&amp;lt;ref name=fahn1 /&amp;gt; und bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. im Umlauf.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Fähnrich: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Georgiens von den Anfängen bis zur Mongolenherrschaft.&amp;#039;&amp;#039; S. 58f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Importiert wurden vor allem Luxuswaren, darunter kostbares Geschirr, Wein, Spezereien und Schmuck. Exportgüter waren Holz, Leinöl, Harz und Wachs, Gold und Eisen sowie Fasane, Pferde, und Leinen.&amp;lt;ref name=fahn1 /&amp;gt; Die Kolchis war bekannt für die dort gefertigte Leinwand.&amp;lt;ref name=pierer /&amp;gt; Auch soll in der Kolchis schon früh [[Wein]] angebaut worden sein. Zudem wurden Sklaven exportiert.&amp;lt;ref name=fahn1 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legendär war die antike Goldgewinnung, von der schon die Argonautensage zu berichten weiß. Tatsächlich wurde in den Flüssen [[Swanetien]]s [[Gold]] wahrscheinlich mit Widderfellen gewaschen. Insbesondere zur hellenistischen Zeit, unter König Saulakis, wurden große Mengen Gold in Swanetien abgebaut.&amp;lt;ref name=fahn2 /&amp;gt; 50&amp;amp;nbsp;km südwestlich von [[Tiflis]] fanden Geologen der [[Ruhr-Universität Bochum]] im Jahre 2004 das bisher älteste Goldbergwerk der Welt beim Örtchen Sakridissi, wo bereits 3000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Gold unter Tage gefördert wurde. Die Siedlung für 2000–3000&amp;amp;nbsp;Menschen, die sich um das Bergwerk gebildet hatte, wird ebenfalls ausgegraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.welt.de/wissenschaft/article1172855/Die-aelteste-Goldgrube-der-Menschheit.html|titel=Die älteste Goldgrube der Menschheit|datum=10. September 2007|zugriff=2. Oktober 2009|werk=Weltonline Wissen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden zahlreiche Funde von goldenen Gegenständen vor allem an der Küste des Schwarzen Meeres gemacht, die die hochstehende Metallkunst der Kolcher belegen. Schläfenschmuck mit [[Granulation (Goldschmiedekunst)|granulierten]] Goldperlen, Diademe, feinziselierte Anhänger in Gazellen- oder Schildkrötenform sind heute im [[Georgisches Nationalmuseum|Georgischen Nationalmuseum]] in Tiflis ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Die Kultur der Kolchis entwickelte sich aus der bronzezeitlichen [[Kolchis-Kultur]] über die Kultur von [[Qulḫa]]. Die Gebäude in den Städten waren aus massivem Stein erbaut und mit Dachziegeln bedeckt.&amp;lt;ref name=fahn1 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aiaia]]&lt;br /&gt;
* [[Lasen]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Georgiens]]&lt;br /&gt;
* [[Hominine Fossilien von Dmanissi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (nach Erscheinungsdatum) ==&lt;br /&gt;
* [[Marco Vitale]]: &amp;#039;&amp;#039;Kolchis in der Hohen Kaiserzeit: Römische Eparchie oder nördlicher Außenposten des &amp;quot;limes ponticus&amp;quot;?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historia&amp;#039;&amp;#039; 66, 2013, S. 241–258.  &lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Ana Chkonia u. a.|Titel=Medeas Gold – Neue Funde aus Georgien|Verlag=Altes Museum Berlin|Ort=Berlin/Tiflis|Jahr=2007}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Olaf Tarmas|Titel=Auf den Spuren von Medeas Gold|Sammelwerk=[[Epoc]]|Verlag=Spektrum|Ort=Heidelberg|Jahr=2008|Nummer=3|Seiten=58ff|ISSN=1865-5718}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Heinz Fähnrich|Titel=Geschichte Georgiens von den Anfängen bis zur Mongolenherrschaft|Verlag=Shaker|Ort=Aachen|Jahr=1993|ISBN=3-86111-683-9}}&lt;br /&gt;
* O. Kimball Armayor: &amp;#039;&amp;#039;Did Herodotus ever go to the Black Sea?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Harvard Studies in Classical Philology.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 82.1978, {{ISSN|0073-0688}}, S. 45–62.&lt;br /&gt;
* O. Kimball Armayor: &amp;#039;&amp;#039;Sesostris and Herodotus’ autopsy of Thrace, Colchis, inland Asia Minor, and the Levant.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Harvard Studies in Classical Philology.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 84.1980, {{ISSN|0073-0688}}, S. 51–74.&lt;br /&gt;
* Patrick T. English: &amp;#039;&amp;#039;Cushites, Colchians, and Khazars.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Journal of Near Eastern Studies]] 18.1959,1, S. 49–53.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Colchis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=42/16//N|EW=42///E|type=landmark|dim=100000|region=GE/TR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4104455-1|VIAF=234622396}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Kaukasien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Georgiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Territorium (Alter Orient)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Procopius</name></author>
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