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	<title>Kolari - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-15116-62 am 17. März 2026 um 23:16 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-17T23:16:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Finnland&lt;br /&gt;
|Name= Kolarin kunta&lt;br /&gt;
|Wappen= [[Datei:Kolari.vaakuna.svg|100px|Wappen von Kolari]]&lt;br /&gt;
|Karte= [[Datei:Kolari sijainti Suomi.svg|140px|Lage von Kolari in Finnland]]&lt;br /&gt;
|Landschaft= Lappland&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft= [[Fjell-Lappland]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 67/19//N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 23/48//E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = FI-10&lt;br /&gt;
|Fläche= 2617.77&lt;br /&gt;
|EinzelnachweisFläche = [http://www.maanmittauslaitos.fi/sites/default/files/pinta_alat_kunnittain_01012010.pdf Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): &amp;#039;&amp;#039;Suomen pinta-alat kunnittain 1. 1. 2010&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 199&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
|Landfläche= 2558.68&lt;br /&gt;
|Binnengewässerfläche = 59.09&lt;br /&gt;
|Gemeindenummer = 273&lt;br /&gt;
|Sprache= [[Finnische Sprache|Finnisch]]&lt;br /&gt;
|Website= [https://www.kolari.fi/ kolari.fi]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolari&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈkɔlɑri}}] ist eine [[Gemeinde (Finnland)|finnische Gemeinde]] in der [[Maakunta|Landschaft]] [[Lappland (Finnland)|Lappland]]. Sie liegt am Zusammenfluss von [[Muonio älv|Muonionjoki]] und [[Torne älv|Tornionjoki]] an der Grenze zu [[Schweden]]. Kolari ist bekannt für die beiden Skigebiete am Fjell [[Yllästunturi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Kolari liegt im Westen der Landschaft [[Lappland (Finnland)|Lappland]] im finnischen Teil des [[Tornedalen]] 86&amp;amp;nbsp;km nördlich des [[Polarkreis]]es. Im Westen bilden die Flüsse [[Muonio älv|Muonionjoki]] und [[Torne älv|Tornionjoki]] die Staatsgrenze zu [[Schweden]]. Nachbargemeinden von Kolari sind [[Muonio]] im Norden, [[Kittilä]] im Nordosten, [[Rovaniemi]] im Südosten, [[Pello]] im Süden sowie auf schwedischer Seite [[Pajala (Gemeinde)|Pajala]]. Der nächste größere Ort ist das Zentrum von [[Pajala]] 30&amp;amp;nbsp;km westlich, in das Stadtzentrum von Rovaniemi, der größten Stadt Lapplands, sind es 164&amp;amp;nbsp;km. Die Entfernung zur Hauptstadt [[Helsinki]] beträgt 926&amp;amp;nbsp;km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Fläche von 2618&amp;amp;nbsp;km² ist Kolari etwas größer als [[Luxemburg]], bei einer Bevölkerungsdichte von {{EWZF|FI|273|2558.68|2}} Einwohnern pro Quadratkilometer Landfläche aber zugleich auch sehr dünn besiedelt. Etwas über ein Drittel der {{EWZ|FI|273}} Einwohner (Stand {{EWD|FI}}) lebt im [[Kirchdorf (Siedlungstyp)|Kirchdorf]] (&amp;#039;&amp;#039;Kirkonkylä&amp;#039;&amp;#039;) von Kolari, das am Ufer des Muonionjoki gelegen ist. Die restliche Bevölkerung verteilt sich auf 15 Dörfer im Gemeindegebiet. Die Dörfer von Kolari sind:&amp;lt;ref name=&amp;quot;vaestokehitys&amp;quot;&amp;gt;Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2005, {{Webarchiv |url=http://www.kolari.fi/web/index.php?id=94&amp;amp;language=fin |text=Website der Gemeinde: &amp;#039;&amp;#039;Väestökehitys osa-alueittain&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070929182445}} (finn.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* [[Äkäsjokisuu]] (152 Einwohner)&lt;br /&gt;
* [[Äkäslompolo]] (394 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Kirchdorf (1.398 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Koivumaa (57 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Kurtakko (164 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Lappea (85 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Nuottavaara (29 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Pasmajärvi (75 Einwohner)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Ruokojärvi (62 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Saarenpudas (287 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Sieppijärvi (526 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Vaattojärvi (176 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Väylänpää (39 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Venejärvi (98 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Venetti (52 Einwohner)&lt;br /&gt;
* Ylläsjärvi (197 Einwohner)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Yllästunturi Ylläsjärven puolelta.jpg|mini|links|250px|Der Yllästunturi]]&lt;br /&gt;
Kolari befindet sich in einem von [[Fjell]]s (finnish &amp;#039;&amp;#039;tunturi&amp;#039;&amp;#039;) geprägten Gebiet [[Lappland]]s. Der höchste Berg der Gemeinde ist das 718&amp;amp;nbsp;m hohe Fjell [[Yllästunturi]], eines der beliebtesten Skigebiete Finnlands. An seinem Fuß befinden sich die Skiresorts [[Äkäslompolo]] und Ylläsjärvi. Weitere Fjells im Gemeindegebiet sind [[Kesänkitunturi]] (517&amp;amp;nbsp;m), Lainiotunturi (613&amp;amp;nbsp;m), [[Kuertunturi]] (443&amp;amp;nbsp;m), Pyhätunturi (441&amp;amp;nbsp;m) und Kellostapuli (460&amp;amp;nbsp;m).&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.turisti-info.fi/n%C3%A4ht%C3%A4vyydet/%C3%A4k%C3%A4slompolo/2685/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für finnische Verhältnisse ist Kolari arm an Binnengewässern: nur 2 % des Gemeindegebiets sind von Wasser bedeckt (im Landesschnitt 12 %). Die Seen in Kolari wie der Pasmajärvi, Aalisjärvi, Laukkujärvi, Vaattojärvi, Ylinen Sieppijärvi, Lompolojärvi, Venejärvi, Äkäslompolo und Pakajärvi sind allesamt recht klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kolari befindet sich einer von 17 Forschungswäldern des Finnischen Instituts für Waldforschung. Die Forschungsstation Kolari wurde 1964 eröffnet. Die traditionelle und zentrale Aufgabe der Station liegt in der Forschungsarbeit zur [[Pflanzenveredelung|Waldveredlung]]. Heute stellt aber die 1994 aufgenommene Verfolgung der [[Baumgrenze]] als Hilfsmittel der [[Klimatologie|Klimaforschung]] das wichtigste Forschungsfeld dar. Zu der Station Kolari gehören auch die Forschungswälder in [[Kilpisjärvi]] und [[Laanila]].&amp;lt;ref&amp;gt;Finnisches Institut für Waldforschung: {{Webarchiv |url=http://www.metla.fi/ko/ko-historia.htm |text=Historia |wayback=20070928025633}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Forschungsflächen in Kolari umfassen heute 7413 Hektar, wovon 2795 Hektar aus Waldfläche bestehen. Der Großteil des Gebietes besteht aus feinsandigem, oft sumpfigem Grund.&amp;lt;ref&amp;gt;Finnisches Institut für Waldforschung: {{Webarchiv|url=http://www.metla.fi/metsat/kolari/index.htm |wayback=20070928025434 |text=Kolarin tutkimusalue}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich war das Gebiet von Kolari von halbnomadischen [[Samen (Volk)|Samen]] bewohnt, die von der [[Ren]]tierzucht lebten. Die sesshafte [[Finnen|finnische]] Besiedlung Kolaris entstand erst während der [[Binnenkolonisation]] durch Siedler aus [[Savo]] im 16. Jahrhundert. Der Name Kolari geht auf den Bauern Pekka Kolari aus [[Rautalampi]] zurück, der um 1580 den ersten Hof in der Gegend gründete;&amp;lt;ref&amp;gt;Matti Enbuske: &amp;#039;&amp;#039;Lapin asuttamisen historia&amp;#039;&amp;#039;. In: Ilmo Massa, Hanna Snellman (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Lappi – Maa, kansat, kulttuurit&amp;#039;&amp;#039;, Suomalaisen Kirjallisuuden Seura, Helsinki 2003. Hier S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; dieser Name leitet sich wiederum von schwedischen &amp;#039;&amp;#039;kolare&amp;#039;&amp;#039; „[[Köhler]]“ ab und nicht vom homonymen finnischen Wort &amp;#039;&amp;#039;kolari&amp;#039;&amp;#039;, „Unfall“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zeit wuchs die bäuerliche Bevölkerung von Kolari an, die Samen wurden nach und nach durch die finnische Zuwanderung assimiliert oder gen Norden abgedrängt. Während der Zeit der Zugehörigkeit Finnlands zu Schweden war Kolari Teil der Landschaft [[Västerbotten]] und gehörte zur Kapellengemeinde Pajala des [[Socken (Kirchspiel)|Kirchspiels]] [[Ylitornio]]. Auch nachdem Finnland 1809 zu einem [[Großfürstentum Finnland|Großfürstentum]] unter [[Russland|russischer]] Herrschaft geworden war, als dessen Westgrenze im [[Vertrag von Fredrikshamn]] die Flüsse Muonionjoki und Tornionjoki festgelegt wurden, blieben die Beziehungen von Kolari zu Pajala bis 1820 bestehen. 1856 wurde Kolari zu einer Kapellengemeinde von Turtola (heute Pello).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.evl.fi/srk/kolari/alkuesittely.htm |text=Website der Kirchengemeinde Kolari |wayback=20070430131241}} (finn.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenig später erhob man den Ort zu einer eigenständigen Kirchengemeinde, die 1867 im Zuge der Neuordnung der Gemeindeverfassungen in eine politische Gemeinde umgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörte Kolari während des [[Fortsetzungskrieg]]es 1941–1944 wie ganz Nordfinnland zum Operationsgebiet der deutschen [[Wehrmacht]]. Nachdem Finnland ein Waffenstillstandsabkommen mit der Sowjetunion geschlossen hatte, in dem es sich verpflichtete, die deutschen Truppen aus dem Land zu vertreiben, begann am 15. September 1944 der finnisch-deutsche [[Lapplandkrieg]]. Wie in ganz Lappland wurde die Zivilbevölkerung Kolaris binnen kurzer Zeit evakuiert. Die deutschen Truppen begannen einen kontrollierten Rückzug, in dessen Verlauf sie die Taktik der [[Verbrannte Erde|verbrannten Erde]] anwandten, und schon am 22. Oktober 1944 nahm die finnische Armee nach einer heftigen Schlacht das zuvor von den Deutschen niedergebrannte Kirchdorf von Kolari ein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.hs.fi/artikkeli/Lapin+sota+1944%E2%80%931945/1076154194212 Helsingin Sanomat: Lapin Sota 1944–1945]&amp;#039;&amp;#039; (finn.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der finnischen Wirtschaftskrise Anfang der 1990er Jahre ist die Bevölkerungszahl von Kolari ebenso wie in ganz Lappland durch die Abwanderung in die Wachstumszentren des Südens konstant absteigend. 1986 hatte die Gemeinde noch über 5000 Einwohner, heute sind es nur noch rund 3800.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=http://pxweb2.stat.fi/Dialog/DataSort.asp?Matrix=vaerak_tau_007_en&amp;amp;timeid=2007525371664&amp;amp;lang=1&amp;amp;noofvar=3&amp;amp;numberstub=1 |text=Finnisches Statistikamt |date=2019-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei zeigen sich innerhalb Kolaris beträchtliche Unterschiede: Während die Dörfer im Nordteil der Gemeinde von den Skiresorts am Yllästunturi profitieren konnten und ihre Einwohnerzahl sogar gestiegen ist, hat sich in kleineren Dörfern wie Nuottavaara teils die Bevölkerung innerhalb von 15 Jahren halbiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vaestokehitys&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Wie allgemein in den ländlichen Gegenden Nordfinnlands ist auch in Kolari die [[Finnische Zentrumspartei|Zentrumspartei]] die stärkste politische Kraft. Bei der Kommunalwahl 2008 erhielt sie 43,7 % der Stimmen, im Gemeinderat, der höchsten Entscheidungsinstanz bei lokalen Angelegenheiten, stellt sie zehn von 21 Abgeordneten. Zweitstärkste Kraft ist das [[Linksbündnis (Finnland)|Linksbündnis]], das wie allgemein in Lappland überproportional stark vertreten ist. Es konnte über ein Drittel der Stimmen auf sich vereinen und hat sieben Sitze im Gemeinderat inne. Die [[Sozialdemokratische Partei Finnlands|Sozialdemokraten]] und die [[Nationale Sammlungspartei (Finnland)|Nationale Sammlungspartei]] spielen, obgleich landesweit zu den drei großen Parteien gehörend, in Kolari mit Wahlergebnissen um die zehn Prozent und jeweils zwei Abgeordneten im Gemeinderat nur eine marginale Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Zusammensetzung des Gemeinderats (2009–2012)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei !! Wahlergebnis 2008&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tulospalvelu.vaalit.fi/K2008/e/tulos/kutulos_kolari.html Finnisches Justizministerium: Ergebnis der Kommunalwahlen 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt; !! Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Finnische Zentrumspartei|Zentrumspartei]] || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 43,7 % || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Linksbündnis (Finnland)|Linksbündnis]] || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 34,9 % || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sozialdemokratische Partei Finnlands|Sozialdemokraten]] || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 10,7 % ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nationale Sammlungspartei (Finnland)|Nationale Sammlungspartei]] || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 10,6 % || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolari unterhält eine [[Städtepartnerschaft]] zur schwedischen Nachbargemeinde Pajala.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre stellten Forst- und Molkereiwirtschaft die Grundlage der Wirtschaft in Kolari dar. Mit der Eröffnung einer Eisenerzmine des staatlichen Konzerns [[Rautaruukki]] in Rautavaara, eines Kalksteinbruchs und eines Zementwerks setzte eine weitreichende Industrialisierung der Gemeinde ein; 1975 arbeitete mehr als ein Fünftel der Erwerbstätigen im Industriesektor. Nach der Schließung der Eisenerzmine und des Zementwerks Ende der 1980er Jahre wurde Kolari mit erheblichen staatlichen Subventionen gezielt zu einem Tourismuszentrum ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Heikki Jussila und Jari Järviluoma: &amp;#039;&amp;#039;Extracting local resources: The tourism route to development in Kolari, Lapland, Finland.&amp;#039;&amp;#039; In: Cecily Neil und Markku Tykkyläinen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Local Economic Development: a geographical comparison of rural community restructuring&amp;#039;&amp;#039;. United Nations University Press, New York 1998. S. 269–289.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist der Tourismus dank des Skisportzentrums am Yllästunturi mittlerweile zum wichtigsten Wirtschaftszweig von Kolari geworden. Ylläs ist mit ca. 185.000 Übernachtungen pro Jahr&amp;lt;ref&amp;gt;Stand: 2003, [http://www.lapinliitto.fi/tilastotkuvat/matkailu2004.pdf Lapin liitto: Tourism in Finland and Lapland] (englisch), S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach [[Saariselkä]] und [[Levi (Finnland)|Levi]] das drittgrößte Finnisch-Lapplands. Die Hauptsaison ist dabei der Winter: 80 % der Übernachtungen werden in den Monaten Dezember bis April registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lapinliitto.fi/tilastotkuvat/matkailu2004.pdf Lapin liitto: Tourism in Finland and Lapland] (englisch), S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 40 % der Besucher kommen aus dem Ausland, die größte Gruppe sind dabei die Briten gefolgt von Schweizern und Deutschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lapinliitto.fi/tilastotkuvat/matkailu2004.pdf Lapin liitto: Tourism in Finland and Lapland] (englisch), S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer überbrücken die Übernachtungen durchfahrender [[Nordkap]]touristen die Tiefsaison, zudem versuchen ortsansässige Veranstalter mit Wander- und Mountainbiketouren auch dauerhaft Gäste in der Ylläsregion zu halten. Die Betreiber des Skisportzentrums planen, Ylläs weiter auszubauen und die Anzahl der Betten bis 2020 von momentan 18.000 auf 50.000 zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heikki Hellman: &amp;#039;&amp;#039;Tunturipurojen raiskausta&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Helsingin Sanomat|Helsingin Sanomien kuukausiliite]], Oktober 2006. Hier S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolari VR station.JPG|mini|Der Bahnhof von Kolari]]&lt;br /&gt;
Das Straßennetz in Kolari ist wegen der geringen Bevölkerungsdichte eher dünn. Die wichtigste Verkehrsader ist die [[Staatsstraße 21 (Finnland)|Staatsstraße 21]] ([[Europastraße 8|E8]]), die entlang der schwedischen Grenze von [[Tornio]] nach [[Kilpisjärvi]] führt. Sie durchquert das Kirchdorf von Kolari und verbindet den Ort mit Muonio im Norden und Pello im Süden. Die [[Hauptstraße 80 (Finnland)|Hauptstraße 80]] führt von Kolari nach Kittilä. Nahe dem Kirchdorf befindet sich eine Grenzübergangsstelle nach Schweden, über die Pajala erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 wurde Kolari mit der Fertigstellung der eingleisigen [[Bahnstrecke Tornio–Kolari|Strecke nach Kemi]] (220 km südlich) an das finnische Eisenbahnnetz angeschlossen. Kolari ist der nördlichste Bahnhof des finnischen Eisenbahnnetzes und dient sowohl dem Passagier- als dem Güterverkehr. Der Bahnhof verfügt über eine Verladestelle&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.vr.fi/heo/eng/lapin_matkat/autojunienaikataulut.htm |text=Information Autoreisezüge Finnland |wayback=20090203005640}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Autoreisezug|Autoreisezüge]]. Bis 2004 führten zwei Strecken vom Bahnhof Kolari weiter nördlich zu den Bergwerken von Rautavaara und Äkäsjoki, auf diesen ist aber mittlerweile der Verkehr eingestellt worden. Ein weiterer Bahnhof befindet sich im Dorf Sieppijärvi im Süden des Gemeindegebiets. Die nächstgelegenen Flughäfen befinden sich in [[Flughafen Kittilä|Kittilä]] sowie auf schwedischer Seite in Pajala.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolarin kirkko.jpg|mini|Die alte Kirche von Kolari]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kolari kirkko.JPG|mini|Die moderne Kirche von Kolari]]&lt;br /&gt;
Von kulturgeschichtlichem Wert ist die denkmalgeschützte alte 1818–1819 erbaute Holzkirche von Kolari auf der Flussinsel Kolarinsaari im Muonionjoki. Sie ist ein fast würfelförmiger Bau mit Zeltdach und aufgesetzter Laterne; der Glockenturm ist freistehend.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nba.fi/rky1993/kohde615.htm Finnisches Denkmalschutzregister: &amp;#039;&amp;#039;Kolarin kirkonseutu&amp;#039;&amp;#039;] (finn.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird sie aber nur noch zu besonderen Anlässen genutzt. Als Hauptkirche der Gemeinde dient seit 1965 ein moderner [[Funktionalismus (Design)|funktionalistischer]] Bau im Zentrum von Kolari. Weiterhin gibt es Kapellen in den Dörfern Sieppijärvi (1956) und Äkäslompolo (Laurentiuskapelle, 1999). Ebenfalls denkmalgeschützt ist das Dorfensemble von Venejärvi am gleichnamigen See.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nba.fi/rky1993/kohde616.htm Finnisches Denkmalschutzregister: &amp;#039;&amp;#039;Venejärven kylä&amp;#039;&amp;#039;] (finn.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächlichen „Sehenswürdigkeiten“ Kolaris sind aber wohl eher in der Natur zu finden. Im Norden des Gemeindegebiets hat Kolari Anteil am [[Nationalpark Pallas-Yllästunturi]], dem drittgrößten Nationalpark Finnlands. Neben den bis zu 700&amp;amp;nbsp;m hohen Fjells sind der aus einer [[Gletschermühle]] entstandene Pakasaivo-See, die Äkkäslinkka- und Kuerlinkat-Stromschnellen, der Äkkässaivo-Canyon und die Naturpfade von Varkaankuru und Niesakero von touristischem Interesse. Eine Besonderheit ist der historische rund 11 km lange [[Knüppeldamm]] zwischen den Dörfern Kurtakko und Venejärvi, der 1878 angelegt wurde, um den Post- und Warenverkehr zu diesen abgelegenen Siedlungen zu gewährleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=http://www.kurtakko.fi/inenglish/index.html |text=Website des Dorfes Kurtakko |date=2019-04}} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er führt durch das Moorgebiet Teuravuoma-Kivijärvenvuoma, eines der größten [[Aapamoor]]e Finnlands. Eine 5788 ha große Fläche ist heute als international bedeutsames Feuchtgebiet im Rahmen des [[Natura 2000|Natura-2000]]-Systems als Schutzgebiet ausgewiesen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ymparisto.fi/default.asp?contentid=97570&amp;amp;lan=FI&amp;amp;clan=en |text=ymparisto.fi |wayback=20070930034923}} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist vor allem für [[Vogelbeobachtung|Vogelbeobachter]] von Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Seilbahn mit 4er-Gondeln wurde mit der weltweit ersten Sauna-Gondel und daneben Sauna in der Bergstation ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.news.at/a/gondeln-extrem-bergbahn-innovationen/2424227 Bergbahn innovativ, Extrem-Gondeln: Sauna-Gondel in Ylläs (Finnland), News.at, 15. November 2012 (Bild 6–8/18)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter ==&lt;br /&gt;
* [[Pertti Teurajärvi]] (* 1951), Skilangläufer&lt;br /&gt;
* [[Suvi Teräsniska]] (* 1989), Pop-Sängerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kolari.fi/ Gemeinde Kolari]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Lapin lääni}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15116-62</name></author>
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