<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kokosfaser</id>
	<title>Kokosfaser - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kokosfaser"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kokosfaser&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T02:18:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kokosfaser&amp;diff=1423633&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KaiMartin: /* Eigenschaften */ 500 µm ist kein glaubhafter Wert. Siehe Disk.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kokosfaser&amp;diff=1423633&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-21T22:36:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Eigenschaften: &lt;/span&gt; 500 µm ist kein glaubhafter Wert. Siehe Disk.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Faser&lt;br /&gt;
| Name = Kokosfaser&lt;br /&gt;
| Bild = &lt;br /&gt;
| Fasertyp = [[Naturfaser]]&lt;br /&gt;
| Herkunft = [[Kokosnuss]]&lt;br /&gt;
| Farbe = weißlich bis braun&lt;br /&gt;
| Faserlänge = 500 µm (Faserbündel: 15–20 cm)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohantyetal&amp;quot;&amp;gt;A. Bismarck, S. Mishra, T. Lampke: &amp;#039;&amp;#039;Plant Fibers as Reinforcement for Green Composites.&amp;#039;&amp;#039; In: Amar K. Mohanty, Manjusri Misra, Lawrence T. Drzal (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Natural fibers, biopolymers, and biocomposites.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis Group, Boca Ranton FL 2005, ISBN 0-8493-1741-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Faserdurchmesser = 100–450 µm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohantyetal &amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte = 1,15 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohantyetal &amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zugfestigkeit = 131 bis 220 MPa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohantyetal &amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Spezifische Zugfestigkeit = &lt;br /&gt;
| Elastizitätsmodul = 4–6 GPa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohantyetal &amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Spezifisches Elastizitätsmodul = &lt;br /&gt;
| Bruchdehnung = bis 40 %&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohantyetal &amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Elektrische Leitfähigkeit =&lt;br /&gt;
| Wärmeleitfähigkeit =&lt;br /&gt;
| Wasseraufnahme = &lt;br /&gt;
| Chemische Beständigkeit =&lt;br /&gt;
| Produkte = z.&amp;amp;nbsp;B. Bürsten, Matten, Auto-Innenverkleidung, Stricke, [[Geotextil]]ien&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kokosfasern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Kurzzeichen:CC), auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Coir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, werden die [[Naturfaser]]n bezeichnet, die aus der äußeren Umhüllung der [[Kokosnuss]], dem [[Perikarp|Mesokarp]], gewonnen werden. Sie zählen zu den Fruchtfasern. Das Eigenschaftsprofil ähnelt dem von  Hartfasern.&amp;lt;ref&amp;gt; Dieter Veit: Fasern – Geschichte, Erzeugung, Eigenschaft, Markt. Springer Berlin 2023, ISBN 978-3-662-64468-3, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei können Fasern aus unreifen Früchten zu Garnen und damit zu Geweben verarbeitet werden. Fasern reifer Früchte können dagegen aufgrund ihres höheren Holzanteils nicht versponnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung ==&lt;br /&gt;
Aus der Kernumhüllung unreifer Früchte werden Fasern gewonnen, die zu Garnen verarbeitet werden können. Es handelt sich um Faserbündel, die durch einen [[Pektin]]-Abbau durch Mikroorganismen aus dem umliegenden Gewebe getrennt gewonnen werden. Der Faseranteil beträgt zwischen 32 % und 44 %. Dazu wird der Mesokarp zunächst vom Steinkern gelöst und dann zur Verrottung des Pektins („Röstung“ genannt), mehrere Monate im Wasser gelagert. Bewährt haben sich dazu die Brackwässer von Lagunen, heute werden aber vielfach Tanks benutzt. Nach diesem „Röstvorgang“ werden die Fasern traditionell durch Klopfen gelöst (heute maschinell) und noch feucht nach Farbe und Feinheit sortiert. Kokosfasern werden unter dem Namen Coir gehandelt. Der Name „coir“ leitet sich von den zwei Worten „kayar“ für Seil oder Leine und „kayaru“, was verdreht bedeutet, ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mohantyetal &amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Kokosfasern bestehen aus 45 % aus [[Lignin]] und zu 44 % aus [[Zellulose]]. Das hat zur Folge, dass die Fasern sehr dehnbar, fest und langlebig  sind. Neben ihrer hohen Abrasionbeständigkeit sind die Fasern auch  unempfindlich gegen Pilz- und bakteriellen Befall und können monatelange Feuchte überdauern, ohne sich zu zersetzen. Kokosfasern sind zudem isolierend, schallschluckend, antistatisch und schwer entzündlich.&lt;br /&gt;
Die Fasern besitzen eine Dichte von ca.&amp;amp;nbsp;1,15&amp;amp;nbsp;g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; und einen Durchmesser von etwa 100 bis 450&amp;amp;nbsp;μm. Die Zellwände sind dickwandig und das Lumen ist unregelmäßig geformt. Die Zugfestigkeit von 130 bis 175&amp;amp;nbsp;MPa und die Steifigkeit von 4 bis 6&amp;amp;nbsp;GPa sind relativ gering im Vergleich zu anderen Naturfasern wie zum Beispiel [[Flachsfaser|Flachs]] oder [[Ramie]], jedoch besitzen sie eine ausgesprochen hohe Dehnbarkeit von bis zu 40 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erzeugnisse aus Kokosfasern  ==&lt;br /&gt;
Kokosfasern dienen der Herstellung von [[Seil]]en, Matten, Teppichen und Wandverkleidungen. Traditionell wurden und werden dünne Schnüre aus Kokosfasern verwendet, um Holzteile miteinander zu verbinden, vor allem beim Bau von Kanus und Häusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fasern von reifen und vollreifen Früchten haben einen höheren Holzanteil, lassen sich daher nicht [[verspinnen]] und werden als Füllmaterial für Matratzen und Polster oder zur Wärmedämmung verwendet. Des Weiteren werden die Fasern im [[Fahrzeugbau]], für Fußmatten, [[Nagelmatte|Akupressurmatten]], Hüte, Körbe, Teppiche und kunsthandwerkliche Arbeiten genutzt. Kokosfasern werden aufgrund ihrer Feuchtebeständigkeit auch als [[Geotextil]]ien für den Erosionsschutz und als  torffreies Pflanzsubstrat im Gartenbau, vor allem in der [[Hydroponik]], verwendet, ebenso der aus Faserstaubabfällen produzierte [[Kokostorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B.  bei Gewächshaustomaten, Katja Stückemann, &amp;#039;&amp;#039;Hier steckt Energie drin&amp;#039;&amp;#039;, [[Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe]] 43/2014, S.&amp;amp;nbsp;43, 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Seit kürzerer Zeit werden Kokosfasern auch als Verstärkungselemente für [[Naturfaserverstärkter Kunststoff|naturfaserverstärkte Kunststoffe]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kokosfasern werden zudem zur Herstellung von Kokoserde verwendet. Die Kokoserde besteht aus 100 % organischem Kokoshumus. Sie entsteht durch die Nutzung der Fasern der Kokoshülle. Für eine [[Jungpflanze]] ist diese Erde der perfekte Ersatz für herkömmliche [[Blumenerde]]. Durch eine thermische Sterilisierung sind die Kokosfasern frei von Samen und Organismen. Kokoserde kann aufgrund ihrer besonderen Zellstruktur viel Wasser sowie Nährstoffe aufnehmen. Außerdem kann sie nicht von Schimmel befallen werden und bietet eine gute Sauerstoffzufuhr durch die lockere Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haupterzeugerländer von Kokosfasern waren im Jahr 2021 Indien (581.641 t), Vietnam (381.761 t) und Sri Lanka (160.736 t), was ca. 89 % der Welterzeugung entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Veit: Fasern – Geschichte, Erzeugung, Eigenschaft, Markt. Springer Berlin 2023, ISBN 978-3-662-64468-3, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Starr_031209-0059_Cocos_nucifera.jpg|Kokospalmen&lt;br /&gt;
Coir segregation.jpg|Gewinnung von Kokosfasern&lt;br /&gt;
Coir mat1.jpg|Fußabtreter aus Kokosfasern&lt;br /&gt;
A view of coir pith rope.JPG|Seil aus Kokosfasern&lt;br /&gt;
SonsorolCanoe Outrigger1.JPG|Die Teile dieses traditionellen Kanus sind mit Schnüren aus Kokosfasern verbunden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Coconut fibres|Kokosfaser}}&lt;br /&gt;
* [https://materialarchiv.ch/detail/77/Kokosfasern#/detail/77/kokosfasern &amp;#039;&amp;#039;Kokosfasern&amp;#039;&amp;#039;] auf materialarchiv.ch, abgerufen am 18. Januar 2017.&lt;br /&gt;
* [https://www.vivanno.de/journal/ratgeber/anzuchterde-ratgeber-zur-anwendung-ungeduengter-kokoserde Kokoserde] auf vivanno.de, abgerufen am 26. März 2018.&lt;br /&gt;
* [https://www.pflanzwerk.de/quellerde-blumenerde Funktionsweise von Kokoserde] auf pflanzwerk.de, abgerufen am 20. Dezember 2018&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=WlI3BBjm-lA Herstellung eines Seils aus Kokosfasern] (Video)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Amar K. Mohanty, Manjusri Misra, Lawrence T. Drzal (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Natural fibers, biopolymers, and biocomposites.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis Group, Boca Ranton FL 2005, ISBN 0-8493-1741-X.&lt;br /&gt;
* S. K. Batra: &amp;#039;&amp;#039;Other Long Vegetable Fibers, Abaca, Banana, Sisal, Henequen, Ramie, Hemp, Sunn, Coir.&amp;#039;&amp;#039; In: Menachem Lewin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Fiber Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; CRC Press, 2007, ISBN 978-0-8247-2565-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenfaser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dämmfaser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdämmstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kokosnuss als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KaiMartin</name></author>
	</entry>
</feed>