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	<title>Kojiki - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Asteroiden siehe [[(5454) Kojiki]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kojiki Shinpukuji.jpg|mini|hochkant|Kojiki, Shinpukuji-Manuskript]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kojiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|古事記}}, dt. „Aufzeichnung alter Geschehnisse“), selten auch in [[Kun-Lesung]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Furukotofumi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, beschreibt die [[Japanische Mythologie|Mythologie]] und [[Geschichte Japans|Frühgeschichte]] Japans vom mythischen Zeitalter der Götter bis zur Zeit der Kaiserin [[Suiko]]. Es diente zur damaligen Zeit in erster Linie der Legitimation des Herrscherhauses. Es ist nicht nur die erste umfangreiche schriftliche Quelle Japans, sondern beinhaltet auch die ersten Zeugnisse der [[Japanische Sprache|japanischen Sprache]] ([[Altjapanische Sprache|Altjapanisch]]). Zwar ist der Großteil des Texts in [[Kanbun|klassischem Chinesisch]] verfasst, aber an einigen Stellen, insbesondere poetischen Passagen, werden die Schriftzeichen nicht in ihrem Sinn, sondern mit ihrem Lautwert zur Bezeichnung des damals gesprochenen Japanisch verwendet. Ältere überlieferte Zeugnisse sind nur einige von Japanern auf [[Wenyan|klassischem Chinesisch]] verfasste Texte, nämlich [[Buddhismus|buddhistische]] religiöse Abhandlungen und Regierungsedikte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht ==&lt;br /&gt;
Das Kojiki wurde von [[Ō no Yasumaro]], einem Schriftgelehrten bei Hofe, um das Jahr [[712]] niedergeschrieben und in drei Faszikel unterteilt. Diktiert wurde der Text vom Traditionsmeister [[Hieda no Are]], einem Vertrauten Kaiser [[Temmu]]s, der auf dessen Auftrag hin die [[japanische Mythologie]] [[Auswendiglernen|auswendig lernte]]. Dabei ist unklar, ob Hieda no Are ein Mann oder eine Frau war, der Name lässt beide Möglichkeiten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kojiki beschreibt im ersten Faszikel die Entstehung des Himmels und der Erde (also Japan), die vom Urgötterpaar [[Izanagi und Izanami]] „gezeugt“ wurden. Die bekanntesten Kinder des Urgötterpaares sind die Sonnengöttin [[Amaterasu]] und ihr Bruder [[Susanoo]], der teilweise als Sturmgott, teilweise als [[Trickster]]-Gestalt auftritt und nach einem Konflikt mit seiner Schwester auf die Erde und schließlich ins Totenreich hinabsteigt. Auch Amaterasus Enkel [[Ninigi]] steigt zur Erde herab und begründet die Dynastie der japanischen [[Tennō]] (die ihren Stammbaum bis heute in direkter Linie auf die Sonnengöttin zurückführen). Die beiden letzten Faszikel sind den Regierungsperioden der einzelnen Tennos gewidmet, doch auch hier sind die meisten Erzählungen, vor allem des zweiten Faszikels, wohl eher dem mythologischen Bereich zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[720]] entstand das [[Nihonshoki]], ein Werk ähnlichen Inhalts, das hingegen vollständig auf Chinesisch geschrieben ist und sich ausführlicher und stärker an realen historischen Daten orientiert. Das Nihonshoki galt lange als die bedeutendere Quelle. Erst durch die Studien von [[Motoori Norinaga]] (1730–1801), durch die vor allem die urtümliche Sprache des Kojiki hervorgehoben wurde, erfuhr dieses Werk eine neue Wertschätzung. In der Schule der [[Kokugaku]] wurde es als wahre, unfehlbare Quelle aufgefasst und als zentrale Schrift für den in der gleichen Zeit konstruierten [[Shintō]] funktionalisiert. Nach der [[Meiji-Restauration]] [[1868]] diente es als Vorlage beim Aufbau des Staates und des [[Staats-Shintō]]. Einige der shintoistisch geprägten [[Neue Religionen in Japan|Neuen Religionen]] betrachten das Kojiki als [[heilige Schrift]], obwohl der traditionelle Shintō keine heiligen Schriften kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste deutsche Übersetzung erfolgte 1901 durch [[Karl Florenz]] in Auszügen. 1976 brachte [[Kinoshita Iwao|Iwao Kinoshita]] nach einer Neuedition des japanischen Textes (1940) und dessen Transliteration (1940) als dritten Band eine vollständige Übersetzung heraus. 2012 legte [[Klaus Antoni]] eine Neuübersetzung mit umfangreicher Kommentierung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tennōki und Kokki]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Tsukamoto Tetsuzō ({{lang|ja|塚本 哲三}}) |Titel=Kojiki, [[Norito]], [[Fudoki]] ({{lang|ja-Hant|古事記・祝詞・風土記}}) |Verlag=Yūhōdō Shoten ({{lang|ja|有朋堂書店}}) |Datum=1915 |Kommentar=Abschriften der im Titel genannten Werke |Online={{Digitalisat|IA=kojikits00tsukuoft}} im [[Internet Archive]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Karl Florenz]] |Titel=Japanische Mythologie. Nihongi. „Zeitalter der Götter“, nebst Ergänzungen aus anderen alten Quellenwerken |Sammelwerk=Supplement der „Mittheilungen“ der deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens |Verlag=Hōbunsha |Ort=Tokyo |Datum=1901 |Seiten=255–282 |Kommentar=auszugsweise Übersetzung des Kojiki |Online={{Digitalisat|IA=pts_japanischemythol_3721-1224}} im [[Internet Archive]]}}&lt;br /&gt;
* Karl Florenz: &amp;#039;&amp;#039;Die historischen Quellen der Shinto-Religion. Aus dem Altjapanischen und Chinesischen übersetzt und erklärt&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht / Leipzig: Hinrichs, 1919.&lt;br /&gt;
** Nachdrucke: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 1997, ISBN 3-525-54119-8, und Severus, 2014, ISBN 978-3-95801-038-3.&lt;br /&gt;
* Iwao Kinoshita: &amp;#039;&amp;#039;Kozikï – älteste japanische Reichsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. III. Band Deutsche Übersetzung. Kashiigū Hōsaikai: Fukuoka 1976.&lt;br /&gt;
* [[Nelly Naumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mythen des alten Japan&amp;#039;&amp;#039;. München 1996, ISBN 3-406-41147-9.&lt;br /&gt;
* S. Noma (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kojiki&amp;#039;&amp;#039;. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S.&amp;amp;nbsp;811.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Antoni]]: &amp;#039;&amp;#039;Kojiki. Aufzeichnung alter Begebenheiten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-458-70036-4.&lt;br /&gt;
* Robert F. Wittkamp: Rezensionsartikel: Zu Klaus Antonis &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen alter Begebenheiten&amp;#039;&amp;#039; – das &amp;#039;&amp;#039;Kojiki&amp;#039;&amp;#039; aus literaturwissenschaftlicher Sicht. In: &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung&amp;#039;&amp;#039;, 39, 2016, S. 249–280 (download PDF).&lt;br /&gt;
* Robert F. Wittkamp: &amp;#039;&amp;#039;Arbeit am Text – Zur postmodernen Erforschung der Kojiki-Mythen&amp;#039;&amp;#039;. Gossenberg 2018 (Deutsche Ostasienstudien Bd. 34), ISBN 978-3-946114-49-9.&lt;br /&gt;
* Robert F. Wittkamp: The Body as a Mode of Conceptualization in the &amp;#039;&amp;#039;Kojiki&amp;#039;&amp;#039; Cosmogony. In: &amp;#039;&amp;#039;Tōzai gakujutsu kenkyūsho kiyō&amp;#039;&amp;#039; (東西学術研究所紀要), Bd. 51, S. 47–64 (download PDF, englisch).&lt;br /&gt;
* Robert F. Wittkamp: Re-Examing Japanese Mythologies: Why the &amp;#039;&amp;#039;Nihon Shoki&amp;#039;&amp;#039; has two books of myths but the &amp;#039;&amp;#039;Kojiki&amp;#039;&amp;#039; only one. In: &amp;#039;&amp;#039;Tōzai gakujutsu kenkyūsho kiyō (&amp;#039;&amp;#039;東西学術研究所紀要), Bd. 53, S. 13–39 (download PDF, english).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Offline! Zwecks Recherche, Archivierung, bitte nicht löschen, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!* [http://www.j-texts.com/sheet/kkojiki.html Volltext] (japanisch) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kojiki in der [[Nationale Parlamentsbibliothek]] {{lang|ja|国立国会図書館|Kokuritsu Kokkai Toshokan}}&lt;br /&gt;
** [https://dl.ndl.go.jp/pid/2538184/1/1 Kojiki: 3 Bände – {{lang|ja|古事記 3巻}}] – {{lang|ja|太安萬侶}} – {{lang|ja|前川茂右衛門}}, {{lang|ja|寛永21年|de=[[Liste der Nengō#Edo-Zeit|21. Jahr des Kan’ei]] ([[Edo-Zeit]])}} ({{lang|ja|1644年|de=Jahr 1644}}) (japanisch)&lt;br /&gt;
** [https://dl.ndl.go.jp/pid/2533573/1/1 Kojiki: 3 Bände – {{lang|ja|古事記 3巻}}] – {{lang|ja|太安萬侶}}, {{lang|ja|江戸時代|de=Edo-Zeit}} (japanisch)&lt;br /&gt;
** [https://dl.ndl.go.jp/pid/2610301 Kojiki: 3 Bände – {{lang|ja|古事記 3巻}}] – Suchergebnis (japanisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.sacred-texts.com/shi/kj/index.htm Das Kojiki] in der englischen Übersetzung von [[Basil Hall Chamberlain]] (1919)&lt;br /&gt;
* [https://jhti.berkeley.edu/Kojiki.html Japanischer Text und englische Übersetzung] von Donald L. Philippi (1969)&lt;br /&gt;
* {{EOS|Kojiki and Nihon shoki (Nihongi)|1243|Matsumura Kazuo|28. März 2007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4249612-3|LCCN=n/81/56609|NDL=00633537|VIAF=176605434}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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