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	<title>Kointegration - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:34:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kointegration&amp;diff=144697&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Muhali: /* Mathematische Definition */ Komma</title>
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		<updated>2023-04-21T09:53:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mathematische Definition: &lt;/span&gt; Komma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kointegration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Kontext der [[Zeitreihenanalyse]] und [[Ökonometrie]] ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehr &amp;#039;&amp;#039;instationären&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;integrierten&amp;#039;&amp;#039;) [[Variable (Mathematik)|Variablen]], die ein [[langfristig]]es [[Gleichgewicht (Wirtschaftstheorie)|Gleichgewicht]] aufweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Konzept der Kointegration geht auf den Briten [[Clive W. J. Granger]] und den US-Amerikaner [[Robert F. Engle]] zurück. Beide erhielten am 8. Oktober 2003 für ihre Analysen den [[Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften]]. Grundlage war Grangers Arbeit „Methoden zur Analyse ökonomischer Zeitreihen mit gemeinsam veränderlichen Trends (Kointegration)“.  Als Beispiele nannte die [[Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften]] den Zusammenhang zwischen [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] und [[Konsum]], [[Wechselkurs]]en und [[Preisniveau]] oder kurzfristigen und langfristigen [[Zinssatz|Zinssätzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das &amp;#039;&amp;#039;Engle-Granger-Repräsentationstheorem&amp;#039;&amp;#039; aus 1987 lässt sich eine Beziehung zwischen dem Konzept der Kointegration von Variablen und einem [[Fehlerkorrekturmodell]] herstellen. Dieses besagt, dass zu jedem Kointegrationsmodell ein Fehlerkorrekturmodell existiert, das die &amp;#039;&amp;#039;Kurzfristdynamik&amp;#039;&amp;#039; des Systems beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert F. Engle/Clive W. J. Granger, &amp;#039;&amp;#039;Cointegration and Error Correction: Representation, Estimation and Testing&amp;#039;&amp;#039;, in: Econometrica 55, 1987, S. 251–276&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mathematische Definition ==&lt;br /&gt;
Kointegration liegt vor, wenn eine [[Linearkombination]] [[stochastischer Prozess]]e, die alle vom gleichen Grade &amp;lt;math&amp;gt;d&amp;lt;/math&amp;gt; integriert sind, integriert ist vom Grade &amp;lt;math&amp;gt;d^*&amp;lt;/math&amp;gt; mit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;d^* &amp;lt; d&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Eine solche Linearkombination heißt &amp;#039;&amp;#039;Kointegrations-Beziehung&amp;#039;&amp;#039;, und die Prozesse heißen kointegriert, was bedeutet, dass zwischen ihnen eine langfristige Beziehung besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompakt_Lexikon_Wirtschaftsmathematik_un/9yskBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kointegration:lexikon&amp;amp;pg=PA67&amp;amp;printsec=frontcover Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftsmathematik und Statistik&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 67]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ist eine Linearkombination nicht-stationärer stochastischer Prozesse – die alle vom gleichen Grade integriert sind – ein stationärer Prozess, dann heißen diese Prozesse kointegriert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Wirtschafts_Lexikon/VmzRBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kointegration:lexikon&amp;amp;pg=PA2053&amp;amp;printsec=frontcover Ute Arentzen/Eggert Winter, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1997, S. 2155]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Die Kointegration wird bei [[Trend (Statistik)|trendbehafteten]] [[Zeitreihenanalyse|Zeitreihen]] ([[Instationarität|instationäre]] Zeitreihen) angewendet. Sie stellt dabei eine Alternative zu einer Trendbereinigung etwa durch Differenzenbildung dar. Trendbereinigung wird oft vorgeschlagen, um [[Scheinregression]]en zu vermeiden. Der Nachteil dieser Behandlung der Instationarität ist jedoch, dass durch die Bereinigung [[Information]]en verloren gehen. Hier liegt der Vorteil der Arbeit mit Niveauvariablen bzw. der Kointegration. Langfristige Gleichgewichtsbeziehungen können erkannt und analysiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel Spot- und Terminmärkte ==&lt;br /&gt;
Heftig diskutiert wird im [[Finanzwesen]] die Frage nach einer Kointegrations-Beziehung zwischen [[Spotmarkt|Spot-]] und [[Terminmarkt]], die ein langfristiges [[Marktgleichgewicht]] zwischen beiden erfordert, aber kurzfristige Ungleichgewichte zulässt. Wird eine Kointegrations-Beziehung für ein bestimmtes [[Handelsobjekt]] angenommen, so ist dies ein Indiz dafür, dass sich der [[Kassakurs]] und der [[Terminkurs]] langfristig gemeinsam entwickeln und sich in einem langfristigen [[Gleichgewicht (Wirtschaftstheorie)|Gleichgewicht]] befinden, von dem kurzfristige Abweichungen möglich sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Informationseffizienz_auf_Kapitalm%C3%A4rkte/BCbwBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Terminmarkt&amp;amp;pg=PA107&amp;amp;printsec=frontcover Annemarie Sapusek, &amp;#039;&amp;#039;Informationseffizienz auf Kapitalmärkten&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 202]&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Preiszusammenhang zwischen Termin- und Kassakursen mittels Kointegrationsanalyse untersuchten unter anderem Autoren erstmals 1991 für [[Kaffee]], [[Mais]], [[Baumwolle]], [[Gold]], [[Sojabohne]]n und [[Rindfleisch]] ([[Commodities]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Richard T Baillie/Robert J Myers, &amp;#039;&amp;#039;Bivariate GARCH Estimation of the Optimal Commodity Futures Hedge&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Applied Economics 6, 1991, S. 109–124&amp;lt;/ref&amp;gt; Interpretiert man die Preisdifferenzen zwischen Spot- und Terminmarkt vereinfacht als [[Finanzierungskosten]], so lassen sich die kontemporären Preisbeziehungen wie folgt umschreiben:&amp;lt;ref&amp;gt;Kenneth D Garbade/William L Silber, &amp;#039;&amp;#039;Cash Settlement of Futures Contracts: An Economic Analysis&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Futures Markets 3, 1983, S. 452&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;F_t = P_t + i + t_t&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dabei sind  &amp;lt;math&amp;gt;F_t&amp;lt;/math&amp;gt; der logarithmierte Terminmarktpreis, &amp;lt;math&amp;gt;P_t&amp;lt;/math&amp;gt; der logarithmierte Kassamarktpreis, &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Zins]]en und &amp;lt;math&amp;gt;t_t&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Laufzeit (Wirtschaft)|Restlaufzeit]] des [[Finanzkontrakt]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen geht die [[Marktsegmentierung]]stheorie davon aus, dass auf den [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]] kein Zusammenhang zwischen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zinssätzen besteht und diese sich unabhängig voneinander entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Optionen_Futures_und_andere_Derivate/XS4LT7VxVpQC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Marktsegmentierungstheorie&amp;amp;pg=PA946&amp;amp;printsec=frontcover John Hull, &amp;#039;&amp;#039;Optionen, Futures und andere Derivate&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 128]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Clive W. J. Granger und Robert F. Engle sind unter anderem für ihre Arbeiten über Kointegration 2003 mit dem [[Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften|Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel]] ausgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Der grundlegende Beitrag von Robert F. Engle und Granger ist:&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Robert F. Engle, Clive W.J. Granger&lt;br /&gt;
   |Titel=Co-integration and error correction: Representation, estimation and testing&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Econometrica&lt;br /&gt;
   |Band=55&lt;br /&gt;
   |Datum=1987&lt;br /&gt;
   |Seiten=251–276&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Registrierung erforderlich&lt;br /&gt;
   |JSTOR=1913236}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschsprachige Lehrbücher mit einführenden Darstellungen:&lt;br /&gt;
* [[Peter Hackl]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Ökonometrie.&amp;#039;&amp;#039; Pearson Studium, München 2005, ISBN 3-8273-7118-X.&lt;br /&gt;
* Michael Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Finanzmarktökonometrie.&amp;#039;&amp;#039; Schaeffer-Poeschel Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-7910-1836-1.&lt;br /&gt;
* [[Gebhard Kirchgässner]], Jürgen Wolters: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die moderne Zeitreihenanalyse.&amp;#039;&amp;#039; Vahlen, München 2006, ISBN 3-8006-3268-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standard-Lehrbücher für Fortgeschrittene:&lt;br /&gt;
* [[James D. Hamilton]]: &amp;#039;&amp;#039;Time series analysis.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 1994, ISBN 0-691-04289-6.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Lütkepohl]]: &amp;#039;&amp;#039;New introduction to multiple time series analysis.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-26239-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4347470-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonometrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitreihenanalyse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Muhali</name></author>
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