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	<title>Koine - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-61990 am 4. Januar 2026 um 02:50 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-04T02:50:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache = Koiné, {{lang|grc|ἡ κοινὴ διάλεκτος}}&lt;br /&gt;
|Länder = östlicher Mittelmeerraum: Kleinasien, südliche Balkanhalbinsel, Syrien, Palästina, Ägypten; heute noch Amtssprache in der Mönchsrepublik [[Athos]]&lt;br /&gt;
|Zeitraum = ca. 300 v. Chr. bis 600 n. Chr.&lt;br /&gt;
|Klassifikation = [[Indogermanische Sprachen]]&lt;br /&gt;
* [[griechische Sprache]]&lt;br /&gt;
|KSprache = Koiné&lt;br /&gt;
|ISO1 = —&lt;br /&gt;
|ISO2 = grc (historische griechische Sprache bis 1453)&lt;br /&gt;
|ISO3 = grc (historische griechische Sprache bis 1453)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Koiné&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ἡ κοινὴ διάλεκτος|hē koinḕ diálektos}}, „der allgemeine Dialekt“, Betonung auf der zweiten Silbe) ist jene [[Sprachstufe]] der [[Griechische Sprache|griechischen Sprache]], die als überregionale Gemeinsprache vom [[Hellenismus]] bis in die [[römische Kaiserzeit]] (etwa 300 v. Chr. bis 600 n. Chr.) entstand. Es handelt sich um die in nachklassischer Zeit gebräuchliche Form des [[Altgriechische Sprache|Altgriechischen]]. Manchmal wird das [[spätantike]] Griechisch (ca. 300–600 n. Chr.) dabei nicht mehr zur Koiné gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirkmächtigsten in der Koiné verfassten Texte sind die Schriften des [[Neues Testament|Neuen Testaments]]. Eine starke Verbreitung hatte auch die griechische Übersetzung des Alten Testaments ([[Septuaginta]]). Das hier verwendete [[Bibelgriechisch]] weist allerdings einige Eigenarten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitgenössische Aussprache entwickelte sich von [koi̯ˈnɛː] über [kyːˈnɛː] zu [kyˈni]. Neugriechisch wird das Wort als &amp;#039;&amp;#039;Kiní&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ciˈni}}] ([{{IPA|kʲiˈni}}]) ausgesprochen.&lt;br /&gt;
In der heutigen Sprachwissenschaft wird als „Koiné“ auch jeder Dialekt bezeichnet, der in einer Sprachgemeinschaft als überregionaler Standard akzeptiert ist (vgl. [[Verkehrssprache]] und [[Koinesprache]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hellenistic Greek.png|mini|320px|Griechischsprachige Gebiete in der [[Hellenismus|hellenistischen Zeit]] im engeren Bereich des östlichen Mittelmeeres (323 bis 31 v. Chr.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farbe|HEX=#6699ff}} Territorien, in denen bereits vor 323 v. Chr. Griechisch gesprochen wurde&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farbe|HEX=#99ccff}} Territorien, die von 323 bis 31 v. Chr. intensiv hellenisiert wurden (siehe auch [[Geschichte des Hellenismus]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Griechisch war über Jahrhunderte die wichtigste [[Verkehrssprache]] im östlichen [[Mittelmeerraum]], und auch im [[Abendland|lateinischen Westen]] war die Sprache weit verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Browning]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Koine bis zu den Anfängen des modernen Griechisch.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heinz-Günther Nesselrath]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in die griechische Philologie.&amp;#039;&amp;#039;  Springer, Wiesbaden 1997, ISBN 978-3-663-12075-9, S.&amp;amp;nbsp;156–168.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Koine-Griechisch ({{elS|Ελληνιστική Κοινή|Ellinistikí Kiní|prefix=1}}, ‚Hellenistische Gemeinsprache‘) entstand durch die Vermischung der einzelnen griechischen Dialekte ([[Attisches Griechisch|Attisch]], [[Dorisches Griechisch|Dorisch]], [[Ionisches Griechisch|Ionisch]], [[Äolisches Griechisch|Äolisch]]) während der mehrere Jahre dauernden [[Alexanderzug|Feldzüge]] [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]], dessen Heer sich aus [[Makedonien (antikes Königreich)|Makedonen]] und Griechen – mit der Ausnahme der [[Lakedaimonier]] – rekrutierte. Aufgrund der großen politischen und kulturellen Bedeutung [[Geschichte Athens|Athens]] im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. war die Grundlage der Koine das Attische.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Persson Nilsson]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der griechischen Religion: Die hellenistische und römische Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, C. H. Beck, München 1974, ISBN 978-3-406-01430-7, S.&amp;amp;nbsp;22 ([https://books.google.de/books?id=7GMdgKsRDtUC&amp;amp;pg=PA22#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große territoriale Ausdehnung der hellenistischen Monarchien, die Alexanders Erbe antraten, machte das Griechische zur allgemeinen Verkehrssprache auf der [[Balkanhalbinsel]] und in [[Kleinasien]] sowie in [[Syrien]] und Palästina bis nach Ägypten ([[Ptolemäer]]-Dynastie); weiter östlich fungierte Griechisch bis nach [[Indo-Griechisches Königreich|Vorderindien]] zumindest als Herrschafts- und Verwaltungssprache. Die Bedeutung des Koine-Griechischen in [[Vorderasien]] und Ägypten verblasste selbst mit der Verbreitung des [[Latein]]ischen durch die Römer nicht, und in [[Byzantinisches Reich|Ostrom]] wurde es um 630 zur alleinigen Amtssprache. Damit bildete die Koine die Grundlage für das [[Mittelgriechische Sprache|Griechische des Mittelalters]] und der Neuzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Isidor von Sevilla]] betrachtete die Koine am [[Ende der Antike]] als den fünften griechischen Dialekt neben Attisch, Dorisch, Ionisch und Äolisch (Etym. 9,1,4&amp;amp;nbsp;f.). Die Koine wird heute zum [[Altgriechische Sprache|Altgriechischen]] gerechnet, unterscheidet sich aber recht deutlich vom klassischen Griechisch eines [[Sophokles]] oder [[Platon]] und ganz wesentlich von der Sprache [[Homer]]s, unter anderem durch Vereinfachungen in der Grammatik und im Lautbestand. Die moderne Kunstsprache &amp;#039;&amp;#039;[[Katharevousa]]&amp;#039;&amp;#039; baut mehr auf der Koine als auf dem klassischen Attisch auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Griechisch in der Bibel ==&lt;br /&gt;
Die Schriften des [[Neues Testament|Neuen Testaments]] der [[Bibel]] sind in der [[Neutestamentliches Griechisch|neutestamentlichen Variante]] der ‚[[Bibelgriechisch|Koine]]‘ verfasst, der allgemeinen (von allen gesprochenen) Sprache. Die [[Septuaginta]] ist die in neutestamentlicher Zeit verbreitete Koine-Übersetzung des [[Altes Testament|Alten Testaments]] und Quelle der meisten alttestamentlichen Zitate im Neuen Testament. Sie ermöglicht [[Sprachwissenschaft]]lern Einblicke, wie die jüdischen Gelehrten der letzten vorchristlichen Jahrhunderte das [[Hebräische Sprache|Hebräische]] des [[Tanach]] (bzw. des Alten Testaments) verstanden haben. Dabei kann beobachtet werden, dass die griechische [[Übersetzung (Linguistik)|Übersetzung]] äußerst präzise und durchdacht angelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Palästina (Region)|Palästina]] gab es seit dem [[Hellenismus]] auch griechische Städte; gerade die gebildete [[Soziale Schicht|Oberschicht]] bediente sich des Griechischen, während im einfachen Volk meist [[Aramäische Sprachen|Aramäisch]] gesprochen wurde. Ein neutestamentliches Zeugnis für die griechischen Siedlungen ist die Erwähnung des als [[Dekapolis]] (griech. {{lang|grc|δέκα|déka}} ‚zehn‘ und {{lang|grc|πόλις|pólis}} ‚Stadt‘) bezeichneten Bundes griechischer Koloniestädte im Nordosten Palästinas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem heißt es im [[Evangelium nach Johannes]] {{BB|Joh|19|19–20}}, dass bei der Hinrichtung [[Jesus von Nazaret|Jesu]] die Tafel mit der Inschrift „Jesus von Nazaret, der König der Juden“ in den drei Sprachen Hebräisch, Lateinisch und Griechisch abgefasst gewesen sei, was die Verbreitung des Griechischen als Verkehrssprache illustriert. Die Ausbreitung der neuen Religion wurde durch sie sehr erleichtert: Indem die Evangelien ({{lang|grc|εὐαγγέλιον|euangelion}} „gute Nachricht“, „frohe Botschaft“) auf Griechisch verfasst wurden, konnte sich das Christentum rasch in der städtischen Bevölkerung im ganzen östlichen Mittelmeerraum verbreiten (auf dem Land sprach man meist andere, lokale Sprachen (vergleiche [[Sprachen im Römischen Reich]]), weshalb sich die neue Religion hier langsamer verbreitete).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Verwendung des Begriffs Koine ==&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die Bedeutung der Koine in Griechenland wird dieser Begriff auch ganz allgemein auf Sprachen angewendet, die sich in einem von Dialekten geprägten Bereich als gemeinsame Verkehrssprache herausgebildet haben. In diesem Sinne kann man auch Hochdeutsch als eine Koine ansehen, die als überregionale Verkehrssprache im deutschen Sprachgebiet verwendet wird, ohne bisher die vielen [[Deutsche Dialekte|Dialekte]] und [[Regiolekt]]e ganz verdrängt zu haben. Aus dieser Perspektive wird ein [[Dialekt]] als Vorstufe der (entstehenden) [[Standardsprache]] aufgefasst. So wie im Beispiel der ‚Koine‘ die griechischen Dialekte (Attisch, Ionisch, Dorisch usw.) Vorstufen der Koine waren, welche dann zur weiträumigen Verkehrs- und Handelssprache wurde, so sind auch die verschiedenen deutschen (und anderen europäischen) ‚Dialekte‘ Vorstufen der späteren (deutschen bzw. europäischen) Hochsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Löffler (Germanist)|Heinrich Löffler]]: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Dialektologie. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990, S.&amp;amp;nbsp;6 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Griechischen und phönizischen Kolonien.jpg|Orangefarben: griechische Handelszentren. Die griechische und [[Phönizier|phönizische]] Kolonisation; im 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
 Idioma griego antiguo.png|Gelbfarben: Griechischsprachige Gebiete oder Regionen mit einer großen Zahl griechisch-sprechender Personen im gesamten [[Geschichte des Mittelmeerraumes|mediterranen]] Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Katharevousa]]&lt;br /&gt;
* [[Dimotiki]]&lt;br /&gt;
* [[Bibelgriechisch]]&lt;br /&gt;
* [[Phonologie der Koine]]&lt;br /&gt;
* [[Griechische Sprachfrage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. J. B. Metzler, Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 2010, ISBN 978-3-476-02335-3.&lt;br /&gt;
* [[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Niehoff-Panagiotidis]]: &amp;#039;&amp;#039;Koine und Diglossie.&amp;#039;&amp;#039; Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1994, ISBN 3-447-03500-5 ([https://books.google.de/books?id=VurqESJjJSYC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de Online-Vorschau]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.opentext.org/about.html OpenText – Projekt zur Erschließung des hellenistischen Griechisch] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.bingo-ev.de/~ps2866/Verbalsystem%20im%20Neuen%20Testament.pdf Übersicht über das Verbalsystem des Koine-Griechisch] (PDF)&lt;br /&gt;
* Jörg Dittmer: &amp;#039;&amp;#039;Kurzgefasste Lerngrammatik zur Sprache der κοινή.&amp;#039;&amp;#039; (im Unterschied zum Klassischen Griechisch) [http://www.chairete.de/Beitrag/Griechisch/Lerngrammatik%20zur%20Koine.pdf chairete.de] auf chairete.de&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Umwelt des Neuen Testaments. Die Ausbreitung der griechischen Kultur im Osten.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;54–68 ([https://www.kaththeol.uni-muenchen.de/lehrstuehle/bibl_einleitung/downloads/umwelt/umwelt3.pdf kaththeol.uni-muenchen.de] auf kaththeol.uni-muenchen.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altgriechische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachstufe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korpussprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-61990</name></author>
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