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	<title>Kohnstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kohnstein&amp;diff=1838090&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Daniel Mietchen: Der Kohnstein bei Seega liegt auch in Thüringen.</title>
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		<updated>2026-01-18T11:34:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Der Kohnstein bei Seega liegt auch in Thüringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Berg im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Konstein]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|NAME= Kohnstein&lt;br /&gt;
|BILD= Bundesarchiv Bild 146-1992-068-24A, Niedersachswerfen, Produktion von V1 - V2.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG= Der Kohnstein aus Richtung Niedersachswerfen (1945)&lt;br /&gt;
|HÖHE= 334.9&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG= DE-NHN&lt;br /&gt;
|HÖHE-ANMERKUNG= {{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}}&lt;br /&gt;
|LAGE= nahe [[Nordhausen]]; [[Landkreis Nordhausen]], [[Thüringen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE= [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 51/32/25.6&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 10/44/6.2/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= DE-TH&lt;br /&gt;
|TYP= &lt;br /&gt;
|GESTEIN= &lt;br /&gt;
|ALTER= &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kohnstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein {{Höhe|334.9|DE-NHN|link=1}}{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} hoher Berg im [[Karst#Sulfat- und Salzkarst|Sulfatkarst]] des südlichen Harzvorlandes nahe [[Nordhausen]] im [[Landkreis Nordhausen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tlug&amp;quot; /&amp;gt; in [[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Berg entstand durch den Gesteinsabbau ein umfangreiches [[Stollenanlage im Kohnstein|Stollensystem]], das während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] durch [[KZ-Häftling|Häftlinge]] des nahen [[KZ Mittelbau-Dora]] zur Produktionsstätte [[Mittelwerk GmbH|Mittelwerk]] für Rüstungsgüter umgebaut und erheblich erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Der Kohnstein liegt im [[Harz (Mittelgebirge)#Ausdehnung und Lage|Südharz]] im [[Naturpark Südharz]]. Sein überwiegender Teil mit dem Berggipfel zählt zum Ortsteil [[Salza (Nordhausen)|Salza]] (Stadt [[Nordhausen]]), ein kleiner Teil im Nordosten zu [[Niedersachswerfen]], einem nordöstlich des Bergs liegenden Ortsteil der Gemeinde [[Harztor]], und ein Stück im Nordwesten zur Stadt [[Ellrich]] mit dem Ortsteil [[Woffleben]] nordwestlich des Bergs. Der Kohnstein ist Teil des [[Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen|Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen]]. Nordöstlich bis östlich vorbei am Berg fließt die [[Zorge (Fluss)|Zorge]], die hier die [[Bere (Zorge)|Bere]] aufnimmt. Am Fuße des Kohnsteinmassivs liegt der &amp;#039;&amp;#039;Hirschenteich&amp;#039;&amp;#039;, ein künstlich angestauter Weiher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturräumliche Zuordnung ===&lt;br /&gt;
Der Kohnstein liegt in der [[Naturraum|naturräumlichen]] Haupteinheitengruppe [[Thüringer Becken (mit Randplatten)]] (Nr.&amp;amp;nbsp;48) auf der Grenze der Untereinheiten [[Liebenroder Hügelland]] (484.0) im Süden, die zur Haupteinheit [[Nordthüringer Hügelland]] (484) gehört, und [[Walkenrieder Zechsteinhügelland]] (485.0) im Norden, die zur Haupteinheit [[Südharzer Zechsteingürtel]] (485) zählt. Die Landschaft fällt nach Norden in den Westzipfel des zur Untereinheit [[Talfluren der südlichen Harzflüsse]] (485.3) gehörenden Naturraums &amp;#039;&amp;#039;Beretal&amp;#039;&amp;#039; (485.31) ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BfL-100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mittelbau-Dora memorial site - approach 43.jpg|mini|Anhydrit-Geröll am Fuße des Kohnstein]]&lt;br /&gt;
Das aus [[Gips]], [[Anhydrit]], [[Alabaster]] und [[Marienglas]] bestehende bis zu 200 Meter [[Mächtigkeit (Geologie)|mächtige]] Gesteinsvorkommen des Kohnsteins wurde seit dem Mittelalter abgebaut und ab 1860 in Fabriken verarbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KarWanWeg&amp;quot; /&amp;gt; Das Gestein entstand im [[Perm (Geologie)|Perm]] vor 299 bis 251 Mio.&amp;amp;nbsp;Jahren in der von Geologen sogenannten Werra-Folge, die in den Oberen und Unteren Werra-Anhydrit sowie das Werra-Salz unterschieden wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FuBerl&amp;quot; /&amp;gt; In diesem Berg wurde dieses Gestein abgebaut und wirtschaftlich vor allem für [[Mörtel]] und Bausteine verwendet. Gegenwärtig wird es hauptsächlich für die [[Estrich]]- und [[Gipskarton]]platten-Herstellung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es finden sich bekannte und typische Karsterscheinungen wie [[Doline]]n, Höhlen, [[Ponor]]e, Quellen sowie diverse Felsformationen, die in einem Zuge zu erwandern sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit der Jungsteinzeit siedelten Menschen im Tal der Zorge und nutzten den Kohnstein mit seinen steil zum Tal abfallenden Hängen als natürlich geschützten Platz. Auf dem Kohnstein wurden insbesondere auch [[Wollnashorn]]- und [[Mammuts|Mammut]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;knochen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Hallstattzeit]] wurde auf der Hochfläche mit dem Bau einer [[Wallburg]] begonnen, doch noch vor der Fertigstellung wurde die Anlage durch Feuer zerstört. Inzwischen hat der Tagebaubetrieb die Fläche der einstigen Wallburg restlos abgetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römer1987&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köhler2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 14. Jahrhunderts taucht der Berg als „Kansteyn“ in den Quellen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Vahlbruch: &amp;#039;&amp;#039;Heimatbüchlein der Grafschaft Hohnstein im Kreise Ilfeld (Südharz)&amp;#039;&amp;#039;. Crimderode 1927. [https://nordhausen-wiki.de/index.php?title=Heimatb%C3%BCchlein_der_Grafschaft_Hohnstein_im_Kreise_Ilfeld_(S%C3%BCdharz)#Nordh.C3.A4user_Stadtgesetz_von_1308._.28Die_11_Reichsd.C3.B6rfer..29 (Online)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1366 ließen die Hohnsteiner Grafen am Kohnstein die [[Schnabelsburg]] errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausblick Burgruine Hohnstein, Neustadt - Harz - panoramio.jpg|mini|Anhydrit-Abbau am Kohnstein]]&lt;br /&gt;
Offenbar sind auch Material und Gestein in viele frühe, alte Bauwerke bereits eingegangen. Eine Karte des Kurfürstentums Hannover von 1786 führt am Kohnstein mehrere Mühlen auf, den Kupferhammer, Ölmühlen (drei, eine Schnabelsmühle) sowie eine weitere Gipsmühle, die Kohnsteinmühle an. Im 19. Jahrhundert können dann dort drei Gipsmühlen, eine Lenzinmühle, Süßmilch sowie der Kupferhammer verortet werden, wobei ein weiteres „Kleines Gipswerk“ dort bestimmte Produkte (Hederich Pulver, Furnierhilfe) unter Verwendung von Gips hergestellt hat. Der alte Kupferhammer trug eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1664, für 1750 wird Schmied Felber als Eigner benannt. Bis 1917 bestand der ehem. Kupferhammer, der sich über ein Kalk- zum Gipswerk entwickelte, aus fünf Wirtschaftsgebäuden mit Wohnhaus, welches als Gipswerke Niedersachswerfen bzw. Fa. Otte firmierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Schäfer &amp;quot;Niedersachswerfen’ s alte Mühlen und der Gips Fragmente einer vergangenen Zeit&amp;quot;, 2023, Deutsche Nationalbibliothek, [https://d-nb.info/130890200X/34 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1917 ließ die [[BASF|Badische Anilin- &amp;amp; Soda-Fabrik]] (BASF) durch das Ammoniakwerk Merseburg Sulfatgestein im Kohnstein durch das Gipswerk Niedersachswerfen abbauen. Als der hauptsächlich über [[Tag (Bergbau)|Tage]] vorgenommene Abbau dieser Gesteine Mitte der 1930er Jahre nicht mehr wirtschaftlich rentabel war, wurde die Förderung des Gesteins auch unter Tage vorangetrieben. Die daraus entstehende [[Stollenanlage im Kohnstein]] sollte dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] als unterirdisches Treibstofflager dienen. Die Arbeiten am Treibstofflager begannen im Juli 1936 und wurden bis Sommer 1943 fortgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag146ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bombardierung der [[Heeresversuchsanstalt Peenemünde]] im August 1943 fiel die Entscheidung, die Produktion der [[A4 (Rakete)|V2]]-Rakete sowie der [[Fieseler Fi 103|V1]]-Flugbombe von Peenemünde [[U-Verlagerung|unter Tage]] zu verlagern. Als künftiger Standort wurde die bereits existierende Stollenanlage im Kohnstein ausgewählt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag32f&amp;quot; /&amp;gt; die anschließend durch [[KZ-Häftling|Häftlinge]] des in der Nähe angelegten [[KZ Mittelbau-Dora]] zur Produktionsstätte für Rüstungsgüter umgebaut und erheblich erweitert wurde. In der Zeit von Januar 1944 bis März 1945 wurden im Mittelwerk hauptsächlich [[Vergeltungswaffe]]n-Flugkörper vom Typ V1 und V2 produziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag45ff&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora wurde das Gebiet des Kohnsteins zunächst von amerikanischen Truppen besetzt und am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1945 der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|sowjetischen Militärverwaltung]] übergeben, welche im Sommer 1947 die Stollenzugänge zerstören ließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag152f&amp;quot; /&amp;gt; Das Stollensystem war bis zur [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] für Besucher verschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SChrist&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurden durch die [[Leunawerke]] am Kohnstein etwa 2 Mio. Tonnen Anhydrit jährlich im Tagebau abgebaut, was etwa 45 Prozent der damaligen Weltanhydritförderung entsprach. Die Hauptmenge des geförderten Anhydrits wurde für die chemische Industrie (z.&amp;amp;nbsp;B. Schwefelsäure- und Zement-Produktion) und auch zur Herstellung von Baustoffen (z.&amp;amp;nbsp;B. Anhydritbinder bzw. Fließanhydritestrich) verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Kaminski, G. Lungwitz: &amp;#039;&amp;#039;Einsatzmöglichkeiten von Anhydrit im Bauwesen. Studie.&amp;#039;&amp;#039; Bauakademie der DDR, Institut für Baustoffe; Berlin 1984&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war dann die AG für Mineraldünger bzw. Chemiewerk Leuna in sowjetischer Hand (SAG). Ab 1951 erfolgte die Umbenennung in Leuna-Werke „Walter Ulbricht“, 1954 dann DDR Volkseigener Betrieb (VEB): VEB Leuna-Werke „Walter Ulbricht“, Gipswerk Niedersachswerfen. Das Gipswerk Niedersachswerfen gehörte als exterritorialer Betriebsteil bis zur Umwandlung des VEB in die LEUNA-WERKE AG zum 1. Juli 1990 zur Betriebsdirektion Stickstoffprodukte, danach zum Geschäftsbereich TA (Technische Gase/anorganische Grundstoffe). Es erfolgte eine Umbenennung in Harzer Anhydritwerke.&amp;lt;ref&amp;gt;Notiz RA Werner Popp, Leuna, Sammlung Tim Schäfer &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1987 sind nach einer Schätzung 79 Mio. t Gips- und Anhydritprodukte geliefert worden. Für das Jahr 1990 kumulierte sich die ca. 60 Jahre laufende Nutzgesteingewinnung Anhydrit/Gips ohne Dolomit auf ca. 84 Mio. t bei ca. 34 Mio. t Abraum, der insbesondere an der nördliche Tagebauflanke deponiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufstellung Gipswerk Niedersachswerfen, Chronik Gipswerk, Helmut Mandel, Sammlung Tim Schäfer/Bestand Ing. Fritz Karl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[Treuhandanstalt]] kam der Kohnstein am 30.&amp;amp;nbsp;September 1992 in den Besitz des privaten bayerischen Bergwerksunternehmens Wildgruber (WICO), das die Anhydritvorkommen durch die &amp;#039;&amp;#039;FBM Baustoffwerk Wildgruber GmbH&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co Anhydritwerke KG&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Niedersachswerfen]] ausbeuten ließ. Dabei erwarb Wildgruber nur den Berg, nicht aber das Stollensystem und die darin verbliebenen Überreste des Mittelwerks, was in den folgenden Jahren wiederholt zu Konflikten zwischen Unternehmen und [[Denkmalschutz|Denkmalschützern]] führte. Im Dezember 2002 musste Wildgruber das Gipswerk am Kohnstein schließen. Im Februar 2004 übernahm die Firma [[Knauf Gips]] die WICO und damit auch 72 % der Anteile am Steinbruch im Kohnstein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gipsmarkt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus und Wandern ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordhausen B.jpg|mini|Heutiger Zugang zum Stollensystem im Kohnstein]]&lt;br /&gt;
Am Kohnstein entlang führte der [[Kaiserweg (Harz)|Kaiserweg]] (alte Heerstraße), auf dem nun wie auch auf dem vorbeiführenden [[Karstwanderweg]] gewandert werden kann. Bei der [[Schnabelsburg]] existierte lange Zeit eine populäre Ausflugsgaststätte. Am Maienkopf gab es ab 1934 eine Freilichtbühne, die 500&amp;amp;nbsp;Sitzplätze bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende 1991 wurde im Zuge der Neugestaltung der [[KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora]] ein neuer Zugangsstollen zur [[Stollenanlage im Kohnstein]] angelegt. Durch Mitarbeiter der Gedenkstätte sind seit 1995 Führungen durch einen kleinen Teil des Stollensystems möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag3180&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hirschenteich.jpg|mini|Der Hirschenteich südlich des Kohnsteins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 600&amp;amp;nbsp;m nordwestlich der KZ-Gedenkstätte und rund 550&amp;amp;nbsp;m östlich des Berggipfels treffen mehrere Wald- und Forstwege auf dem Komödienplatz ({{Coordinate|text=⊙|NS=51/32/24/N|EW=10/44/37/E|type=landmark|region=DE-ST|name=Lage: Komödienplatz}}; ca.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|300|DE-NHN|link=1}}),{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} aufeinander. Hier feierte das 1835 gegründete Realgymnasium des Nordhäuser Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums Maienfeste und führten Schüler auch lateinische Komödien auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoTaf&amp;quot; /&amp;gt; Der Komödienplatz war bis 2016 als Nr.&amp;amp;nbsp;99&amp;lt;ref name=&amp;quot;SteSteHWN&amp;quot; /&amp;gt; in das System der Stempelstellen der [[Harzer Wandernadel]] einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der massive Abbau im 20. Jahrhundert hat besonders am Kohnstein Wunden hinterlassen. Auch aktuell besteht ein Konflikt zum Gipsabbau in der Region. Einerseits besteht ein Bedarf und ein wirtschaftliches Interesse an der Rohstoffgewinnung. Andererseits wird zweifellos beim Neu-Abbau der Gipsrinde die in Hunderttausenden von Jahren geformte Landschaft stark verändert. Oberflächenformen und Karsterscheinungen gehen für immer verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Schutz steht die Gängertalshöhle. Diese wurde nach ihrer Entdeckung (1921) und Teilnutzung wieder verschlossen. Die Laughöhle hat einige Phänomene aufzuweisen: einen Höhlenteich, einen ca. 170 m² großen Raum sowie abzweigende Gänge, die offenbar nie weiter erforscht worden sind. In ihrem Grundriss ähnelt diese Laughöhle dem Riss Italiens.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Infopunkt Kohnstein, Niedersachswerfen, Schulstraße &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Tim Schäfer&lt;br /&gt;
   |Titel=Fotos, Fakten, Fanatismus: die Stollen des Mittelwerkes der SS im Kohnstein b. Nordhausen; vom WiFo-Auftrag des RKM-Reichskriegsministeriums &amp;amp; Lager für Reichsmarschall Hermann Göring, über SS-Brigadegeneral Dr.-Ing. Hans Kammler, Rüstungsverlagerung und zur Häftlingshölle des Arbeitslager und KZ Mittelbau-Dora in Nazideutschland (1918–1945)&lt;br /&gt;
   |Verlag=Iffland&lt;br /&gt;
   |Ort=[[Nordhausen]]-Salza&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-939357-00-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Udo Breger&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Raketenberg. Kohnstein, Dora und die V2&lt;br /&gt;
   |Verlag=Peter Engstler&lt;br /&gt;
   |Ort=[[Ostheim vor der Rhön|Ostheim]]/Rhön&lt;br /&gt;
   |Datum=1992&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-9801770-7-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hilmar Römer&lt;br /&gt;
   |Titel=Kleine Kohnsteinfibel&lt;br /&gt;
   |Verlag=reproFactory&lt;br /&gt;
   |Ort=Nordhausen&lt;br /&gt;
   |Datum=2010}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* Der Kohnstein – Ein deutscher Schicksalsberg. [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]]-[[Reportage]], 5. März 2024, (45 Min.)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-925746.html &amp;#039;&amp;#039;Der Kohnstein – Ein deutscher Schicksalsberg&amp;#039;&amp;#039;]. Film von René Römer: &amp;#039;&amp;#039;Der Osten – Entdecke wo du lebst&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.karstwanderweg.de/publika/geopark/kohnstein_d.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Kohnstein&amp;#039;&amp;#039;], in &amp;#039;&amp;#039;Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen&amp;#039;&amp;#039;, auf karstwanderweg.de (pdf; 127,51&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburgerunterwelten.de/images/stories/artikel/20090530_vereinsfahrt/kohnstein-stollen.gif &amp;#039;&amp;#039;Grundriss des Stollensystems im Kohnstein&amp;#039;&amp;#039;], auf hamburgerunterwelten.de&lt;br /&gt;
* [http://www.peterhall.de/history/dora/dora7.html &amp;#039;&amp;#039;Nutzung des Stollensystems im Kohnstein&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;April 2017, auf peterhall.de&lt;br /&gt;
* Geopark [http://www.karstwanderweg.de/publika/landmarken/7/index.htm &amp;#039;&amp;#039;Landmarke 7 Kohnstein – Thüringer Südharzrand&amp;#039;&amp;#039;], auf karstwanderweg.de&lt;br /&gt;
* Josef Tauchmann: [http://www.karstwanderweg.de/publika/mey_mus/9/50-61/index.htm &amp;#039;&amp;#039;Ein historisch-geographischer Lehrpfad zum Salza-Spring, Gedenkstätte Mittelbau-Dora und Kohnstein&amp;#039;&amp;#039;], 1984, auf karstwanderweg.de&lt;br /&gt;
* [http://www.karstwanderweg.de/kwn061.htm &amp;#039;&amp;#039;Blick zum Kohnstein&amp;#039;&amp;#039;] auf karstwanderweg.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tlug&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.tlug-jena.de/uw_raum/umweltregional/ndh/index.html?ndh08.html |wayback=20160304114149 |text=&amp;#039;&amp;#039;Landkreis Nordhausen&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2026-01-12 05:02:41 InternetArchiveBot }}, bei Freistaat Thüringen: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;BfL-100&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jürgen Spönemann: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt&amp;amp;nbsp;100]] Halberstadt.&amp;#039;&amp;#039; Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1970. →&amp;amp;nbsp;[http://geographie.giersbeck.de/karten/100.pdf Online-Karte] (PDF; 4,7&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KarWanWeg&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.karstwanderweg.de/kwn_land.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Karstlandschaft des Landkreises Nordhausen&amp;#039;&amp;#039;], auf karstwanderweg.de, abgerufen am 22.&amp;amp;nbsp;Dezember 2009&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FuBerl&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv |url=http://www.geo.fu-berlin.de/fb/e-learning/geofeld/gesteine/untererzechstein/index.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Werra-Folge&amp;#039;&amp;#039; |archive-is=20120904120040}}, in: &amp;#039;&amp;#039;Gesteine&amp;#039;&amp;#039; (Veröffentlichung des Fachbereichs Geologie an der FU Berlin), vom 22.&amp;amp;nbsp;Dezember 2009&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römer1987&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Hilmar Römer |Hrsg=Meyenburg-Museum |Titel=Bodendenkmale in und Niedersachswerfen |Sammelwerk=Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen |Band=Heft 12 |Ort=Nordhausen |Datum=1987 |Seiten=32}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köhler2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Michael Köhler |Titel=Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze |Verlag=Jenzig-Verlag |Ort=Jena |Datum=2001 |ISBN=3-910141-43-9 |Seiten=98, 161}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag146ff&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jens-Christian Wagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Produktion des Todes: Das KZ Mittelbau-Dora&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2001, S.&amp;amp;nbsp;146ff.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag32f&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jens-Christian Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945&amp;#039;&amp;#039;, Begleitband zur ständigen Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Göttingen 2007, S.&amp;amp;nbsp;32f.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag45ff&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jens-Christian Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945&amp;#039;&amp;#039;, Begleitband zur ständigen Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Göttingen 2007, S.&amp;amp;nbsp;45ff.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag152f&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jens-Christian Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945&amp;#039;&amp;#039;, Begleitband zur ständigen Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Göttingen 2007, S.&amp;amp;nbsp;152f.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JCWag3180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jens-Christian Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945&amp;#039;&amp;#039;, Begleitband zur ständigen Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Göttingen 2007, S.&amp;amp;nbsp;3180&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SChrist&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sebastian Christ: [http://www.spiegel.de/spiegelspecial/0,1518,415087,00.html &amp;#039;&amp;#039;Spuren der Geschichte – Überreste eines Mordregimes&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Der Spiegel]] Special, Ausgabe 3/2005 vom 9.&amp;amp;nbsp;Mai 2005&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gipsmarkt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.naturschatz.org/gips/aktu-gipsmarkt.htm &amp;#039;&amp;#039;Aktuell: Gipsmarkt-Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;], auf naturschatz.org&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SteSteHWN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Harzer Wandernadel: [http://www.harzer-wandernadel.de/wegfallende-stempelstellen/ &amp;#039;&amp;#039;Veränderte Stempelstellen seit 16.04.2016&amp;#039;&amp;#039;], auf harzer-wandernadel.de;&amp;lt;br /&amp;gt;siehe hierzu auch {{Webarchiv |url=http://www.harzer-wandernadel.de/home/stempelstellen_details.php?id=99 |text=ehemalige Stempelstelle 99 – &amp;#039;&amp;#039;Komödienplatz&amp;#039;&amp;#039; |archive-is=20130206214336}}, aus harzer-wandernadel.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoTaf&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto einer [http://jensunterwegs.de/b_stempel/000_stempel/stempel_099_komoedienplatz.php?id=6#4 Infotafel zum Komödienplatz], auf jensunterwegs.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7665586-6|VIAF=244332163}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Landkreis Nordhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Nordhausen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Daniel Mietchen</name></author>
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