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	<title>Kohliger Chondrit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T19:05:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kohliger_Chondrit&amp;diff=63819&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-124489: oder &quot;2–0,03&quot; (= 2–3*10^-2 = 2–3 %), was aber wohl kaum gemeint ist ...</title>
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		<updated>2025-07-03T20:59:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;oder &amp;quot;2–0,03&amp;quot; (= 2–3*10^-2 = 2–3 %), was aber wohl kaum gemeint ist ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Carbonaceous chondrites.jpg|mini|Verschiedene kohlige Chondrite. Von links nach rechts: [[Allende (Meteorit)|Allende]] (CV), [[Tagish Lake (Meteorit)|Tagish Lake]] (CI), [[Murchison (Meteorit)|Murchison]] (CM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kohligen Chondrite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellen eine besondere Form der [[Steinmeteorit]]e bzw. der [[Chondrit]]e dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BÜHLER&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=BÜHLER | Titel=Meteorite Urmaterie aus dem interplanetaren Raum | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-0348-6667-5 | Jahr=2013 | Online={{Google Buch | BuchID=2gKbBgAAQBAJ | Seite=130 }} | Seiten=130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie machen etwa 2 bis 3 Prozent der bisher gefundenen [[Meteorit]]en aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Horst Rauchfuss&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Horst Rauchfuss | Titel=Chemische Evolution und der Ursprung des Lebens | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-540-27666-1 | Jahr=2006 | Online={{Google Buch | BuchID=Pi4lBAAAQBAJ | Seite=83 }} | Seiten=83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie enthalten einen hohen Anteil an [[Kohlenstoff]] (bis zu 3 %), der in Form von [[Graphit]], [[Karbonat]]en und organischen Verbindungen, darunter [[Aminosäure]]n, vorliegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gregor Markl&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Gregor Markl | Titel=Minerale und Gesteine Mineralogie – Petrologie – Geochemie | Verlag=Springer-Verlag | ISBN=978-3-662-44628-7 | Jahr=2014 | Online={{Google Buch | BuchID=qufSBAAAQBAJ | Seite=420 }} | Seiten=420 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus enthalten sie [[Wasser]] und [[Mineral]]e, die durch den Einfluss von Wasser verändert wurden. Die kohligen Chondriten waren keinen höheren Temperaturen ausgesetzt, so dass sie kaum durch thermische Prozesse verändert wurden. Einige kohlige Chondrite, wie der [[Allende (Meteorit)|Allende-Meteorit]], enthalten [[Calcium-Aluminium-reiche Einschlüsse]] (CAIs). Es handelt sich dabei um Verbindungen, die früh aus dem [[Sonnennebel|solaren Urnebel]] auskondensierten und die ältesten im [[Sonnensystem]] entstandenen Minerale darstellen dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche primitive kohlige Chondrite, wie etwa der CM-Chondrit [[Murchison (Meteorit)|Murchison]], enthalten [[präsolare Minerale]], darunter [[Siliziumkarbid]] und winzige nur nanometergroße [[Diamant]]en, die offensichtlich nicht in unserem Sonnensystem gebildet wurden. Diese präsolaren Minerale wurden vermutlich bei der Explosion einer nahen [[Supernova]] oder in der Umgebung eines pulsierenden [[Roter Riese|Roten Riesen]] (genauer: eines sogenannten [[AGB-Stern]]s) gebildet, bevor sie in die [[Materiewolke]] gelangten, aus welcher sich unser Sonnensystem bildete. Bei derartigen Sternexplosionen werden Druckwellen freigesetzt, die Materiewolken in ihrer Umgebung verdichten können, was zur Bildung neuer [[Stern]]e und Sonnensysteme führen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Horst Rauchfuss&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer kohliger Chondrit, der [[Flensburg (Meteorit)|Flensburg-Meteorit]] (2019), lieferte den Nachweis für das bis dato früheste bekannte Vorkommen von flüssigem Wasser im jungen Sonnensystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Vieweg: [https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/262266/ Uralte Karbonate zeugen von Wasser], auf: wissenschaft.de vom 22. Januar 2021.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20210207055708/https://www.eurekalert.org/pub_releases_ml/2021-01/uoh-x012021.php Älteste Karbonate im Sonnensystem.] Auf: EurekAlert! vom 20. Januar 2021 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Anhand ihrer chemischen Zusammensetzung werden die kohligen Chondrite in die Gruppen CI, CB, CM, CV, CO, CR, CK, CH und CL eingeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Robert Hutchison&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Robert Hutchison | Titel=Meteorites A Petrologic, Chemical and Isotopic Synthesis | Verlag=Cambridge University Press | ISBN=978-0-521-03539-2 | Jahr=2006 | Online={{Google Buch | BuchID=dZi_wfCqDBwC | Seite=42 }} | Seiten=42 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=CL&amp;gt;{{Literatur |Autor=Knut Metzler u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=The Loongana (CL) group of carbonaceous chondrites |Sammelwerk=Geochimica et Cosmochimica Acta | Nummer=304 |Datum=2021-07-21 |Seiten=1-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NWA 3118 meteorite.jpg|mini|[[NWA 3118]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWA3118&amp;quot;/&amp;gt; kohliger Chondrit, CV3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Splitter &amp;quot;Matterhorn&amp;quot; vom Kohligen Chondrit HaH 280.jpg|miniatur|Splitter „Matterhorn“ vom Kohligen Chondrit [[HaH 280]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;HaH280&amp;quot;/&amp;gt; CK4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[CI-Chondrit]]e (C1), benannt nach dem Fall von Ivuna, [[Tansania]], enthalten einen hohen Gehalt an Wasser (bis zu 20 %) sowie zahlreiche [[organische Verbindungen]] wie [[Aminosäuren]]. Sie wurden im Laufe ihres Daseins nicht über 50&amp;amp;nbsp;°C erwärmt und dürften im äußeren Sonnensystem entstanden sein. Möglicherweise sind sie Bestandteile ehemaliger [[Komet]]en. Die CI-Chondrite enthalten keine sichtbaren [[Chondren]], da diese durch das Wasser zerstört wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BÜHLER&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* CB-Chondrite (Bencubbin, [[Australien]]) bestehen zu je etwa 50 % aus Nickel-Eisen und Silikaten. Trotz ihres hohen Eisengehalts werden die [[Meteorit]]en nicht zu den [[Stein-Eisen-Meteorit]]en gezählt. Vielmehr sind sie aufgrund ihrer mineralogischen Eigenschaften und chemischen Zusammensetzung eng mit dem CR-Chondriten verwandt. Vertreter dieser Gruppe werden auch als &amp;quot;[[Bencubbinit]]en&amp;quot; bezeichnet. Die Bencubbinite sind möglicherweise in der Grenzschicht zwischen dem Nickel-Eisen-Kern und dem silikatischen Mantel eines C-Asteroiden entstanden.&lt;br /&gt;
* CM-Chondrite (Mighei, [[Ukraine]]) sind den CI-Chondriten von ihrer chemischen Zusammensetzung her ähnlich, enthalten jedoch weniger Wasser. Sie weisen deutliche Chondren und häufig Einschlüsse von CAIs auf. Die CM-Chondriten dürften ebenfalls im äußeren Sonnensystem entstanden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BÜHLER&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* CV-Chondrite ([[Vigarano Mainarda|Vigarano]], [[Italien]]) sind von ihrer chemischen Zusammensetzung und Struktur her den gewöhnlichen Chondriten ähnlich. Sie enthalten jedoch im Gegensatz zu diesen [[Meteorit]]en Spuren von Wasser und organische Substanzen. CV-Chondrite weisen deutlich sichtbare Chondren und zahlreiche CAIs auf.&lt;br /&gt;
* CO-Chondrite ([[Ornans]], Frankreich) sind chemisch ähnlich zusammengesetzt wie die CV-Chondriten. Sie sind jedoch dunkler und weisen sehr kleine Chondren und wesentlich weniger CAIs auf.&lt;br /&gt;
* CR-Chondrite (Renazzo, Italien) ähneln den CM-Chondriten, enthalten jedoch mehr [[Nickel]]-[[Eisen]] und [[Eisensulfid]]. Spektroskopische Untersuchungen zeigen eine Übereinstimmung mit [[(2) Pallas|Pallas]], dem zweitgrößten [[Asteroid]]en des [[Asteroidengürtel|Asteroiden-Hauptgürtels]]. Möglicherweise stammen die CR-Chondriten von diesem Himmelskörper.&lt;br /&gt;
* CK-Chondrite ([[Karoonda (South Australia)|Karoonda]], [[Australien]]) besitzen einen hohen Anteil des Minerals [[Magnetit]], das diesen Meteoriten ein mattschwarzes Äußeres verleiht. CK-Chondrite enthalten verschieden große Chondren und gelegentlich Einschlüsse von CAIs.&lt;br /&gt;
* CH-Chondrite (High-Iron) enthalten einen hohen Anteil an Nickel-Eisen, oft mehr als 50 Gewichtsprozent.&lt;br /&gt;
* CL-Chondrite (Loongana, Australien) sind eine 2021 aufgrund neuer Analysen definierte Untergruppe mit zunächst fünf Vertretern. Sie zeichnen sich unter anderem durch einen starken Abbau flüchtiger Elemente aus sowie durch eine Anreicherung von Sauerstoff.&amp;lt;ref name=CL /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HaH280&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.lpi.usra.edu/meteor/metbull.php?code=11763 Hammadah al Hamra 280] (HaH 280). [[Meteoritical Bulletin]] Database, The Meteorological Society (MetSoc), Lunar And Planetary Institute (LPI), Stand: 18. Januar 2024.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWA3118&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.lpi.usra.edu/meteor/metbull.php?code=31246 Northwest Africa 3118] (NWA 3118). [[Meteoritical Bulletin]] Database, The Meteorological Society (MetSoc), Lunar And Planetary Institute (LPI), Stand: 18. Januar 2024.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteoritengestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-124489</name></author>
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