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	<title>Kognat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:25:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kognat&amp;diff=1588883&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jordi: /* Literatur */ keine Vorschau mehr vorhanden</title>
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		<updated>2026-02-13T23:59:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; keine Vorschau mehr vorhanden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt &amp;#039;&amp;#039;Kognat&amp;#039;&amp;#039; in der Sprachwissenschaft – zur blutsverwandten Person siehe [[Agnat]], zur Abstammung [[Deszendenzregeln #Kognatische, bilaterale Abstammung]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kognat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (maskulin, häufig auch feminin die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kognate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Plural]] in beiden Fällen: die &amp;#039;&amp;#039;Kognaten&amp;#039;&amp;#039;; von {{laS|cognatus|de=mitgeboren, verwandt}}) bezeichnet in der [[Sprachwissenschaft]] ein in Form und Inhalt verwandtes Wort in verschiedenen [[Einzelsprache]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{dwds.de |Stichwort=Kognat |Abruf=2026-02-03}}; vgl. Charles Patrick Proctor, Elaine Mo: &amp;#039;&amp;#039;The relationship between cognate awareness and English comprehension among Spanish–English bilingual fourth grade students.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TESOL Quarterly&amp;#039;&amp;#039; (Teachers of English to Speakers of Other Languages), Jg. 43 (2009), Heft 1, S. 126–136, hier: S. 126:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;A cognate is a word that shares similar orthographic and semantic characteristics in two languages, such that the spelling and meaning of a word and its cognate are highly similar.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Voraussetzung ist, dass sich das Wort und sein Kognat aus demselben Ursprungswort ([[Etymologie|Etymon]]) innerhalb einer [[Sprachfamilie]] entwickelt haben. Wortpaare oder größere Wortgruppen, die eine solche Verwandtschaft zeigen, werden als &amp;#039;&amp;#039;kognatisch verwandt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;urverwandt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kognat&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kenntnis der [[Lautgesetz]]e gestattet eine Identifizierung von Kognaten. Es zeigt sich, dass [[Sprachwandel]] mit systematischem [[Lautwandel]] einhergeht. Der Lautwandel-Prozess erfasst sämtliche [[Wort|Wörter]] einer Sprache. Sind systematische Lautkorrespondenzen zwischen gleichbedeutenden Wörtern in den verschiedenen Sprachen erkennbar, liegt eine hohe [[Empirische Evidenz|Evidenz]] dafür vor, dass diese Wörter Kognaten sind und sich vom selben Wort der gemeinsamen [[Ursprache]] der verglichenen [[Sprachgruppe]] herleiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Jäger (Linguist)|Gerhard Jäger]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie die Bioinformatik hilft, Sprachgeschichte zu rekonstruieren.&amp;#039;&amp;#039; In: Alfred Nordheim, Klaus Antoni (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenzüberschreitungen. Der Mensch im Spannungsfeld von Biologie, Kultur und Technik.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2260-7, S.&amp;amp;nbsp;139–166, hier: S.&amp;amp;nbsp;144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bedeutung (Sprachphilosophie)|Bedeutung]] der kognatischen Verwandten kann gleich geblieben sein oder sich in unterschiedlichen Sprachen auseinanderentwickelt haben. So haben etwa [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|fils}}&amp;#039;&amp;#039; und [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|it|figlio}}&amp;#039;&amp;#039;, die beide auf lateinisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|filius}}&amp;#039;&amp;#039; ‚Sohn‘ zurückgehen, in beiden Sprachen bis heute dieselbe Bedeutung. Dagegen ist die Bedeutung von deutsch &amp;#039;&amp;#039;brav&amp;#039;&amp;#039;, [[Niederländische Sprache|niederländisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|nl|braaf|de=gut, lieb, artig}}&amp;#039;&amp;#039;, [[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|brave|de=mutig}}&amp;#039;&amp;#039;, italienisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|it|bravo|de=geschickt, tüchtig, anständig}}&amp;#039;&amp;#039; und [[Spanische Sprache|spanisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|es|bravo|de=wild, ungezähmt, aufbrausend}}&amp;#039;&amp;#039; trotz kognatischer Verwandtschaft in jeder Sprache eine andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im strengen Sinne können nur [[Erbwort|Erbwörter]] Kognaten sein, [[Lehnwort|Lehnwörter]] und parallele Neubildungen hingegen nicht. Kognaten können auch innerhalb einer Sprache zwischen verschiedenen [[Varietät (Linguistik)|Varietäten]] wie zum Beispiel [[Dialekt]]en, Mundarten oder [[Sprachebene|Sprachregistern]] (im Deutschen z.&amp;amp;nbsp;B. das Wortpaar ‚[[Münze]]n‘ und ‚Moneten‘) oder zwischen [[Synonym]]en auftreten. Einen Sonderfall stellt die [[Dublette (Etymologie)|etymologische Dublette]] dar, bei der sich innerhalb einer Sprache aus einem gemeinsamen Ursprungswort (das aus der Sprache selbst oder aus einer Vorgänger- oder Herkunftssprache stammen kann) verschiedene Kognaten entwickelt haben, sodass sprachlich verwandte Wörter einer Sprache für unterschiedliche [[Begriff]]e stehen; so sind etwa die deutschen Wörter &amp;#039;&amp;#039;Keller&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zelle&amp;#039;&amp;#039; beide aus lateinisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|cella}}&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung von Kognaten in Form von [[Wortgleichung (Linguistik)|Wortgleichungen]] ist eine wichtige Methode der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Genealogie]] verwendet man den Begriff der [[Deszendenzregeln#Kognatische, bilaterale Abstammung|kognatischen Abstammung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Kognaten im Deutschen, Niederländischen und Englischen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! germanisches Wurzelwort !! Kognaten !! Bedeutung !! Erläuterung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;*slimbaz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(„schräg, schief, krumm, falsch“)&lt;br /&gt;
| dt.: &amp;#039;&amp;#039;schlimm&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| schlecht, übel, böse&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Im Deutschen konzentrierte sich die Bedeutung auf „falsch“. Im Niederländischen verschob die Bedeutung von „schräg“ über „hinterhältig/listig“ schließlich zu „kreativ/klug“, wobei im Verlauf sämtliche negativen Assoziationen vollständig verloren gingen. Im Englischen verschob sich die Bedeutung von „schräg/leicht abweichend“ zu „dünn/anmutig“, behielt dabei jedoch teilweise negative Konnotationen, etwa in der Wendung „a slim chance“ (eine geringe Chance).&amp;lt;ref&amp;gt;A. Liberman: &amp;#039;&amp;#039;Word Origins … And How We Know Them: Etymology for Everyone&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, 2009, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ndl. &amp;#039;&amp;#039;slim&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| klug, schlau, intelligent&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| engl. &amp;#039;&amp;#039;slim&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| schlank, schmal&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! germanisches Wurzelwort !! Kognaten !! Bedeutung !! Erläuterung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;*talō&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(„Erzählung, Bewertung, Urteil, Berechnung“)&lt;br /&gt;
| dt.: &amp;#039;&amp;#039;Zahl&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Ziffer, Nummer&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Im Deutschen verlor das Wort seine frühere Bedeutung von „Geschichte / Erzählung“. Die Idee der Aufzählung blieb zwar erhalten, ist jedoch rein quantitativ und konzentriert sich ausschließlich auf Zählen und Arithmetik. Im Englischen geschah das Gegenteil: Dort blieb der Aspekt des „Erzählens / Berichtens“ erhalten, während der Bezug zu Zahlen oder Zählen entfiel. Im Niederländischen verlagerte sich die Bedeutung vollständig in Richtung Kommunikation, wobei sie so abstrakt wurde, dass sie schließlich die allgemeine Bedeutung von „Sprache“ annahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EWN&amp;quot;&amp;gt;M. Philippa, F. Debrabandere, A. Quak, T. Schoonheim, N. van der Sijs: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisch Woordenboek van het Nederlands&amp;#039;&amp;#039;. Amsterdam 2003–2009: taal, zn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ndl. &amp;#039;&amp;#039;taal&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Sprache&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| engl. &amp;#039;&amp;#039;tale&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Geschichte, Erzählung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! germanisches Wurzelwort !! Kognaten !! Bedeutung !! Erläuterung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;*rehtaz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(„richtig, gerade, gerecht“)&lt;br /&gt;
| dt.: &amp;#039;&amp;#039;Recht&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Recht&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Im Deutschen wurde die ursprüngliche Bedeutung von „gerade, korrekt“ auf rechtliche und moralische Korrektheit eingeengt. Bemerkenswerterweise weitete sie sich zudem auf Anspruch oder Berechtigung (‚ein Recht auf etwas haben‘) aus, wodurch das Konzept der „Korrektheit“ erhalten blieb, nun jedoch stark mit Recht und Gesetz verknüpft. Englisch und Niederländisch vollzogen eine ähnliche Bedeutungsentwicklung; im Englischen blieb dabei als Adjektiv die Bedeutung von „korrekt/richtig“ erhalten, während im Niederländischen die Adjektivform zusätzlich die ursprüngliche Bedeutung „gerade“ beibehielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EWN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ndl. &amp;#039;&amp;#039;recht&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Recht, gerade&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| engl. &amp;#039;&amp;#039;right&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Recht, richtig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Boris Paraškevov: &amp;#039;&amp;#039;Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur: Lexikon etymologischer Dubletten im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-017470-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~gjaeger/lehre/ws1415/phylogeny/ielexMP.pdf Gerhard Jäger: &amp;#039;&amp;#039;Phylogenetische Methoden in der historischen Linguistik. Die IELex-Datenbank Maximum Parsimony.&amp;#039;&amp;#039; Forum Scientiarum, 2. Dezember 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Etymologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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