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	<title>Kodizill - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:26:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kodizill&amp;diff=1301033&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: /* Geschichte */ wird gleich gebläut</title>
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		<updated>2025-11-06T14:19:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; wird gleich gebläut&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kodizill&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  war eine im [[österreich]]ischen Rechtswesen definierte einseitige, jederzeit widerrufliche letztwillige Anordnung, die im Gegensatz zum [[Testament]] keine Erbeinsetzung, sondern bloß andere Verfügungen enthielt. Ein Kodizill konnte zum Beispiel der Ernennung eines [[Vermächtnis]]nehmers dienen. Mit Inkrafttreten des Erbrechts-Änderungsgesetzes 2015 am 1. Jänner 2017&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{§|1503|ABGB|RIS-B|DokNr=NOR40198686}} Abs&amp;amp;nbsp;7 Z&amp;amp;nbsp;1 ABGB idF {{BGBl|I Nr. 87/2015}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde der Begriff des Kodizills durch „sonstige letztwillige Verfügungen“ ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Kodizill in seiner heutigen Bedeutung entstammt dem [[Römisches Recht|römischen Recht]] der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]]. Anders als das [[Libralakt#Erbrecht|Libraltestament]] und dessen weiterentwickelte Formen des Siebenzeugen- oder Soldatentestaments, war das Kodizill nach römischer Rechtsauffassung kein &amp;#039;&amp;#039;[[testamentum]]&amp;#039;&amp;#039;. Es war vielmehr ein Schriftstück, das den strengen [[Form (Recht)|Formgeboten]] für ein Testament nicht genügte, weil beispielsweise nicht die notwendige Anzahl von Zeugen herangezogen worden war. Gleichwohl konnte das Kodizill ein Testament ersetzen oder als ergänzende Auslegungshilfe herangezogen werden. Allein die Erbeinsetzung selbst, durfte im Kodizill nicht enthalten sein. Im Kodizill enthaltene ergänzende Anordnungen galten als Teil des Testaments. Ebenso konnte das Testament auf ein zuvor oder danach entstandenes Kodizill verweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rüfner&amp;quot;&amp;gt;[[Thomas Rüfner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das „testamentum per aes et libram“ und andere Formen letztwilliger Verfügungen&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ulrike Babusiaux]], [[Christian Baldus]], [[Wolfgang Ernst (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Ernst]], [[Franz-Stefan Meissel]], [[Johannes Platschek]], [[Thomas Rüfner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Römischen Privatrechts&amp;#039;&amp;#039;. Band 1 §§ 1–58. Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5, § 18, S.&amp;amp;nbsp;518–553, hier: S.&amp;amp;nbsp;541 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals behandelte [[Augustus]] einen formlosen testamentarischen Nachtrag als gültige Verfügung, was fortan Schule machte. Neben dem streng [[Form (Recht)|formgebundenen]] Testament entstand das Kodizill als eine minder förmliche Art letztwilliger Verfügungen. Häufig war es als Brief an den „Belasteten“ formuliert. Ein „Intestatkodizill“ war eine [[Familienfideikommiss|fideikommissarische]] Anordnung des Erblassers. In diesem Fall hatte der Erblasser kein Testament hinterlassen. Ein Intestatkodizill war flexibel handhabbar und formlos möglich. Die Wirksamkeit des Kodizills hing ursprünglich von der Wirksamkeit des Testaments ab ([[Akzessorietät]]), ein Fehlschlagen des Testaments führte zur Unwirksamkeit des Kodizills.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Honsell]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht.&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;amp;nbsp;Auflage, Springer, Zürich 2001, ISBN 3-540-42455-5, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst die [[Klassik (Jurisprudenz)|klassischen Juristen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Iulius Paulus]], 14 &amp;#039;&amp;#039;Responsorum libri XXIII&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039; 28, 1, 29pr.&amp;lt;/ref&amp;gt; akzeptierten die Anordnung der Wirksamkeit des Kodizills auch bei Unwirksamkeit des Testaments als  Kodizillarklausel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rüfner&amp;quot; /&amp;gt; Einen bloßen Testamentsentwurf als Kodizill aufrechtzuerhalten, wies [[Ulpian]] allerdings als unzulässig zurück, wenn die finale Testamentserrichtung durch vorgreifenden Tod des Testators vereitelt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulpian, 2 &amp;#039;&amp;#039;De fideicommissis libri VI&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039; 32, 11, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kodizill wurde später ins [[Gemeines Recht|gemeine Recht]] übernommen, wo es sich beispielsweise im [[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|preußischen Allgemeinen Landrecht]] wiederfand. Es galten dieselben Formvorschriften wie für ein Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher wurde das Wort auch für einen Zusatz zu [[Völkerrechtlicher Vertrag|völkerrechtlichen Verträgen]] verwendet, zum Beispiel das [[Lappen-Codicill]] als Zusatz zum [[Grenzvertrag zwischen den Königreichen Norwegen und Schweden von 1751]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erbrecht (Österreich)|österreichischen Erbrecht]] ist der Begriff „Kodizill“ mit dem Erbrechts-Änderungsgesetz 2015&amp;lt;ref&amp;gt;{{BGBl|I Nr. 87/2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, das zum 1. Jänner 2017 in Kraft trat, entfallen. Bis dahin lautete § 533 ABGB:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesetzestext|Wird in einer letzten Anordnung ein Erbe eingesetzt, so heißt sie Testament; enthält sie aber nur andere Verfügungen, so heißt sie Codicill.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|553|ABGB|RIS-B|DokNr=NOR12018280}} ABGB in der Fassung vom 31. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anordnungen ohne Erbeinsetzung werden heute als „sonstige letztwillige Verfügungen“ bezeichnet. Wird hingegen in einer letztwilligen Verfügung eine Erbeinsetzung getroffen, heißt diese weiterhin [[Testament]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|552|ABGB|RIS-B|DokNr=NOR40172834}} Abs&amp;amp;nbsp;2 [[Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch|ABGB]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Recht wird der Begriff heutzutage nicht mehr verwendet. Nach dem [[Erbrecht (Liechtenstein)|Erbrecht Liechtensteins]] ist der Begriff des Kodizills nach wie vor aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Honsell]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht.&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;amp;nbsp;Auflage, Springer, Zürich 2001, ISBN 3-540-42455-5, S. 192.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meyers Enzyklopädisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1973, Band 14, S. 20.&lt;br /&gt;
* [[Peter Apathy]], Thomas Aigner, Thomas Wolkerstorfer: &amp;#039;&amp;#039;Studienkonzept Zivilrecht VII - Erbrecht&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage. LexisNexis Verlag, Wien 2022, ISBN 978-3-7007-8408-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4265499-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbrecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrecht (Liechtenstein)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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