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	<title>Kochbrunnen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:27:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-16T21:19:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wiesbaden - Kochbrunnenpavillon.jpg|mini|Pavillon des historischen Kochbrunnens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dampfender Kochbrunnenspringer Wiesbaden.jpg|mini|Dampfender Kochbrunnenspringer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kochbrunnen außer Betrieb.jpg|alternativtext=Kochbrunnen auf dem Kranzplatz|mini|Der Kochbrunnen ist defekt und brodelt mal nicht. Auch der Pavillon links dahinter ist außer Betrieb.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kochbrunnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Wiesbaden]] ist die bekannteste und heißeste [[Thermalquelle]] der Stadt. Die [[Natrium]]-[[Chlorid]]-Thermalquelle war im [[19. Jahrhundert]] Zentrum der Wiesbadener [[Trinkkur]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=HD|ID=197-058|titel=Brunnenmädchen am Kochbrunnen in Wiesbaden}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Name bezieht sich auf die Wassertemperatur von über 66&amp;amp;nbsp;°[[Celsius|C]].&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Name erklärt sich auch aus der Tatsache, dass in der früheren offenen Quellfassung fortwährend zahlreiche Gasblasen aufstiegen, sodass es aussah, als ob das Wasser der Quelle koche.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
Die Quelle auf dem Kochbrunnenplatz wurde 1366 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Bryeborn&amp;#039;&amp;#039; (Brühborn) und 1536 als &amp;#039;&amp;#039;Syedenborn&amp;#039;&amp;#039; (Siedeborn) erwähnt, scheint aber bereits in der Römerzeit bekannt gewesen zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voss-1902-3&amp;quot;&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?id=dfg-viewer&amp;amp;set%5Bimage%5D=9&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27112366-19020306-0-0-0-0.xml &amp;#039;&amp;#039;Wiesbadener Kochbrunnen – seit 1000 Jahren bewährt!&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Vossische Zeitung|Königliche privilegierte Berlinische Zeitung]], 6. März 1902.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kochbrunnen ist eine [[artesische Quelle]] und steigt aus 2.000 Meter Tiefe hervor. Heute ist sie durch eine 43 Meter tiefe Bohrung gefasst. Die Ergiebigkeit liegt bei etwa 360 Liter/Minute. Das Kochbrunnenwasser hat beim Austritt eine Temperatur von 66,1 [[Grad Celsius|°C]], riecht schwach nach [[Schwefelwasserstoff]] und schmeckt stark salzig. Es ist klar, trübt aber nach 24 Stunden unter Luftzutritt gelblich ein. Der hohe [[Kohlensäure]]gehalt hält die [[Wasserhärte|Härte]] zunächst in Lösung, nach dem Entspannen des Wassers fällt sie aber als [[Calciumcarbonat]] aus. Die dabei [[Oxidation|oxidierenden]] Metalle färben den [[Sinter]], die mineralischen Ablagerungen, rot ein. Die Summe der gelösten [[Mineralstoff]]e des Kochbrunnenwassers beträgt 8,1 g/L (im Vergleich: Meerwasser: ca. 30 g/L), davon 2,58 g/L Natrium und 4,39 g/L Chlorid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kochbrunnen ist eine der &amp;#039;&amp;#039;Primärquellen&amp;#039;&amp;#039; Wiesbadens. Nur ein kleiner Teil des Wassers speist die Trinkstelle im Kochbrunnenpavillon und den &amp;#039;&amp;#039;Kochbrunnenspringer&amp;#039;&amp;#039;. Die Hauptmenge wird in die Aufbereitungsanlage im [[Kaiser-Friedrich-Therme|Kaiser-Friedrich-Bad]] geleitet. Von dort gelangt es in das weit verzweigte Thermalwassernetz der Stadt. Ein Teil wird in das Thermalbad [[Aukammtal]] hochgepumpt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiesbaden.de/microsite/mattiaqua/thermalbad-aukammtal/content/ausstattung.php Kochbrunnenwasser im Thermalbad Aukammtal]&amp;lt;/ref&amp;gt; ein anderer Teil wird zur Beheizung  der Wohnungen im ehemaligen Palasthotel und des &amp;#039;&amp;#039;Weberhofs&amp;#039;&amp;#039; genutzt. Das Wiesbadener Rathaus wurde ebenfalls beheizt, jedoch aus Wartungsgründen abgestellt. Die aggressiven Salze des Wassers machen es erforderlich, dass Pumpen aus hochwertigem Edelstahl verwendet werden müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beim Verdampfen verbleibenden Salze wurden in der Vergangenheit aufgefangen und in Gefäße oder Tüten abgefüllt. Das trockene Salz wurde in andere Regionen verkauft und diente zu Heilanwendungen im eigenen Heim, wie aus Annoncen hervorging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voss-1902-3&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kochbrunnenplatz und Kranzplatz ==&lt;br /&gt;
Um den Kochbrunnenplatz und den benachbarten [[Kranzplatz]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Übergang der direkt nebeneinander liegenden Plätze verläuft auf Höhe der Spiegelgasse. Von dort in Richtung Webergasse/Langgasse liegt der Kranzplatz und, begrenzt von der Saalgasse/Taunusstraße/Georg-August-Zinn-Straße, der Kochbrunnenplatz. Beide Plätze waren bis 1908 durch das Alte Hotel Rose getrennt. Heute wird häufig – abweichend von der offiziellen Bezeichnung – der Kochbrunnenplatz als Teil des Kranzplatzes betrachtet.&amp;lt;/ref&amp;gt; gruppierten sich einige der Wiesbadener Grandhotels: so das älteste Hotel Deutschlands, der bereits 1486 gegründete &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarzer Bock (Wiesbaden)|Schwarze Bock]]&amp;#039;&amp;#039;, das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Palasthotel&amp;#039;&amp;#039; – es war das erste überhaupt mit Zimmertelefon – sowie das &amp;#039;&amp;#039;Hotel Rose&amp;#039;&amp;#039;, in dem seit September 2004 die [[Hessische Staatskanzlei]] untergebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kochbrunnenpavillon ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ansichten Deutschland Bokelmann 114.jpg|mini|Der Kochbrunnen Mitte des 19. Jh. (Stahlstich)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-NB Photoglob-Wehrli EAD-WEHR-23775-B Kochbrunnenplatz Wiesbaden.tif|mini|Trinkkurhalle, um 1912]]&lt;br /&gt;
Die erste steinerne Fassung der Quelle als Trinkbrunnen wurde 1823 gebaut. Sie war offen und mit einer 1,6 Meter hohen Mauer umschlossen. Der Zugang für Nicht-Kurgäste war seitdem versperrt. Das führte damals zu Protesten. Beanstandet wurde später die ungeschützte Quelle, sodass man ein Metallgitter überstülpte (die sogenannte „Käsglock“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Kochbrunnenpavillon wurde 1887/88 als Teil der prächtigen Trinkkuranlage gebaut und stand am Ende der Trinkkurhalle. Von dieser ging eine Treppe hinunter zur sprudelnden Quelle, aus der die &amp;#039;&amp;#039;Brunnenmädchen&amp;#039;&amp;#039; die Glaskrüge füllten, um dann das Heilwasser den Kurgästen in Gläsern zu reichen. Sieben Ziergitter verschlossen den Tempel, in den die Besucher hineinschauen konnten. Er war jedoch nur über die Trinkhalle erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg, im April 1952, richteten die Betreiber, wie bereits im Jahr 1937, einen neuen  Ausschank in der [[Kurhauskolonnade (Wiesbaden)|Brunnenkolonnade]] am [[Bowling Green (Wiesbaden)|Bowling Green]] ein. Die 129 Meter lange [[Kolonnade]] erhielt eine Vollverglasung. Die Trinkhalle, das Portal und der offene Teil der Wandelhalle wurden im Juli 1955 abgerissen. Im Folgejahr ließ die Kurverwaltung das verzierte Kuppeldach abnehmen und durch ein einfaches schräges Dach ersetzen. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1970 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Kochbrunnenspringer&amp;#039;&amp;#039; eingeweiht.&lt;br /&gt;
1976/77 wurde der Pavillon versetzt und erneuert, zugleich mussten drei von sieben verzierten Gittern rekonstruiert werden. Ein Originalgitter blieb erhalten, das Dach wurde etwas vereinfacht wieder als achteckige Kuppel ausgeführt. Die sprudelnde Quelle wurde geschlossen und dafür fließt nun eine Restmenge durch einen vierarmigen gekrümmten Auslauf in eine steinerne Brunnenschale. Der Tempel ist seitdem von vier Seiten zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kochbrunnen.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Kochbrunnen&amp;amp;shy;tempel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Kochbrunnen WIS.jpg|Trinkbrunnen im &amp;#039;&amp;#039;Kochbrunnentempel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Kochbrunnen fg01.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Kochbrunnenspringer&amp;#039;&amp;#039; fast identisch mit dem obereen bild--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wiesbaden fountain drops.jpg|Sinterablagerungen am Kochbrunnenspringer&lt;br /&gt;
Schenck Wiesbaden v 01a.jpg|Koch- oder Siedbrunnen bei [[Gottfried Anton Schenck|Schenck]] (1758)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Wandel- und Trinkhalle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kochbrunnen Wiesbaden 1900.jpg|mini|Ehemaliges Portal der Trinkkuranlage um 1900 auf dem Kochbrunnenplatz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KochbrunnenVaseJugendstil.jpeg|mini|hochkant|[[Jugendstil]]-Vase mit einer Ansicht des historischen Kochbrunnens mit Anlagen, um 1910, Porzellan mit Umdruckdekor]]&lt;br /&gt;
1887/1888 wurde am Kochbrunnen als Ersatz für einen gusseisernen Vorläuferbau durch den Architekten [[Wilhelm Bogler]] eine neue Trinkkuranlage errichtet. Sie hatte einen Z-förmigen Grundriss und verband die heute noch bestehende Arkadenhalle am Westrand des Platzes mit dem neuen Quellentempel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlagen haben den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden, jedoch wurde danach den Wiesbadenern der Zugang verwehrt, da die amerikanische Besatzungsmacht den Platz mit Stacheldraht umzäunte, um ihn als Parkplatz für ihre Armeefahrzeuge und Privat-PKWs der Soldaten zu nutzen. Erst nach langem Bitten der Stadt gaben die Besatzer im Juni 1946 die Kochbrunnenquelle und einen Teil der Wandelhalle frei. Im Juni 1949 wurde die Trinkhalle wieder eröffnet, war aber nur als Provisorium vorgesehen, weil man die zerstörte [[Kurhauskolonnade (Wiesbaden)|Brunnenkolonnade]] beim Kurhaus wieder aufbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=HD|ID=197-042|titel=Wiedereröffnung der Kochbrunnentrinkhalle in Wiesbaden, 29. Juni 1949}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pflege des Platzes und der Gebäude wurde so unzulänglich durchgeführt, dass der Magistrat im Februar 1955 beschloss, die Wandelhalle und die Brunnenhalle abzubrechen. Der Wiesbadener Kurier bezeichnete den Kochbrunnenplatz als „Schandfleck im Herzen der Kurstadt“.&amp;lt;ref&amp;gt;WK 1955/35. 11. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz Protesten der Badehausbesitzer begannen im Juli 1955 die Abbrucharbeiten der Trinkhalle, und der Wiesbadener Kurier schrieb: „Über diesen Abbruch freut sich jeder: Der Kochbrunnen wird planmäßig zertrümmert“. Es war der damalige Zeitgeist, der alles Alte beseitigen lassen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren wurde für die Erweiterung des Restaurants eine Glasfront vorgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jörg Koch: &amp;#039;&amp;#039;Heiß und ergiebig. Der Kochbrunnen.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Wiesbaden. 55 Meilensteine der Geschichte. Menschen, Orte und Ereignisse, die unsere Stadt bis heute prägen.&amp;#039;&amp;#039; Sutton, Tübingen 2023, ISBN 978-3-96303-485-5, S. 34f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kochbrunnenplatz|3=S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50.086331 |EW=8.241913 |type=landmark |region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineralquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermalquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiesbaden-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Wiesbaden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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