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	<title>Kobys - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:50:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kobys&amp;diff=1996300&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: fix</title>
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		<updated>2026-01-09T19:10:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Raushan Urazbayeva à la vièle qyl-qobyz Kazakhstan, Concert Bardic Divas Les poétesses de lAsie Centrale Kazakhstan et Ouzbékistan avec la collaboration de lAga Khan Music Initiative, Festival Les Orientales (Saint-Florent-Le-Vieil).jpg|mini|hochkant|Kobys-Spielerin und Sängerin Raushan Urazbayeva aus Kasachstan beim &amp;#039;&amp;#039;Festival Les Orientales (Saint-Florent-Le-Vieil)&amp;#039;&amp;#039; in Frankreich 2013]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kobys&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;qobyz&amp;#039;&amp;#039;, {{kkS-Cyrl|қобыз}}, ist eine mit dem [[Bogen (Streichinstrument)|Bogen]] gestrichene Schalenhals[[Lauteninstrument|laute]] in der Volksmusik von [[Kasachstan]], [[Usbekistan]] und [[Turkmenistan]], die auch &amp;#039;&amp;#039;qyl qobyz&amp;#039;&amp;#039; („Pferdehaar-Kobys“) zur Abgrenzung von der gleichnamigen Maultrommel &amp;#039;&amp;#039;[[Qopuz|kobys]]&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Dem zweisaitigen [[Streichinstrument]] werden [[Magie|magische]] Fähigkeiten zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Der in sehr verschiedenen Bauformen gefertigte Instrumenttyp gehört zu den orientalischen Kurzhalslauten, deren bekanntester Vertreter der [[Oud]] ist, und besitzt zwei [[Saite]]n aus [[Pferdehaar]] und einem [[Resonanzkörper]] aus Holz. Im Vergleich zur Musik der [[Usbeken]] und [[Turkmenen (Zentralasien)|Turkmenen]] hat die [[kasachische Musik]] mehr [[türkische Musik]]formen bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Korpus kann länglich tailliert aus einem Stück oder in eine obere und untere Kammer geteilt sein. Zweiteilige Ausführungen sind im unteren Teil mit einer Kamel- oder Ziegenhaut bespannt, die als Korpusdecke den [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] trägt. Der obere Teil des aus einem Holzblock hergestellten Resonanzkörpers hat einen zu den Saiten offenen Schallraum und zeigt eine Ähnlichkeit mit der [[Afghanistan|afghanischen]] und nord[[Indien|indischen]] Streichlaute &amp;#039;&amp;#039;[[sarinda]]&amp;#039;&amp;#039;. Andere Instrumente haben einen verleimten und an der Oberseite geschlossenen Korpus. Die verwendeten Holzarten sind [[Birken|Birke]] oder [[Maulbeeren|Maulbeerbaum]]. Der Bogen besteht ebenfalls aus Pferdehaar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Saiten sind im [[Quarte|Quart]]- oder [[Quinte|Quintabstand]] gestimmt und erzeugen einen weichen verschwommenen Klang mit vielen [[Oberton|Obertönen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kazakhstan postage stamp depicting a Kobyz.png|mini|hochkant|Briefmarke mit einer &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039;, Kasachstan 2003]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039; wird wegen ihrer zugesprochenen magischen Kräfte bei den Ritualen des [[Schamanismus|Schamanen]] &amp;#039;&amp;#039;(Baqsy)&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt und dient in einem Heilungsritual zur Vertreibung böser Geister.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kazakhdervish.com/video_explanation.php &amp;#039;&amp;#039;A Documentary Film Project.&amp;#039;&amp;#039; Kazakhdervish.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Instrument wird meist von Männern gespielt, Frauen mit &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039; gelten grundsätzlich als Schamaninnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich ist die Laute das Begleitinstrument der kasachischen epischen Dichtungen, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Ihr mythischer Ursprung führt zur Sagengestalt [[Dede Korkut]] zurück, der als ältester Sänger und Schamane gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vladimir N. Basilov: &amp;#039;&amp;#039;Islamic Shamanism Among Central Asian Peoples.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Diogenes,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 158, Sommer 1992, S. 5–18, hier S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Träger und Vermittler der großen [[Epos|Epen]] war früher der &amp;#039;&amp;#039;Jyrau&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;jyr,&amp;#039;&amp;#039; „epische Dichtung“). Er gehörte wie der türkische und aserbaidschanische &amp;#039;&amp;#039;[[Aşık]]&amp;#039;&amp;#039; zu einer in ganz Zentralasien verbreiteten Tradition von Dichter-Sängern. Ähnlich dem Schamanen konnte er mit den Totengeistern, den Seelen der verstorbenen Helden und mit Schutzgeistern in Verbindung treten. Der Jyrau hat die gesellschaftlichen Veränderungen im 20. Jahrhundert während der Zeit der [[Kasachstan#Sowjetische Herrschaft|Sowjetischen Herrschaft]] nicht mitgemacht. Für die sowjetischen Kommunisten repräsentierte er die zu überwindende [[Feudalismus|Feudalzeit]] und den [[Aberglaube]]n. An seiner Stelle wird heute der &amp;#039;&amp;#039;Jyršy&amp;#039;&amp;#039; tätig. Im Unterschied zum Jyrau besitzt er keine politische Macht und kann nicht in die Zukunft sehen, vermittelt aber durch den Vortrag kleinerer Epen ebenso moralische Werte und genießt einen gewissen Respekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich trug der Jyrau die epischen Texte ohne Begleitung vor, erst später spielte er zu seinem, mit kehliger Stimme vorgetragenen [[Oberton]]gesang die &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039;. Er hat dafür ein festes Melodierepertoire und bestimmte Spieltechniken zur Verfügung. War er im Lauf seines Vortrags in Kontakt mit Geistern und Ahnen getreten, so durfte er nicht mehr unterbrochen werden. Jyršy, die nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion wieder an die Traditionen der Epen anknüpfen, tun dies im zeitlichen Rahmen westlicher Aufführungspraxis und beschränken sich auf kurze, aus dem Stegreif vorgetragene Verse &amp;#039;&amp;#039;(terme)&amp;#039;&amp;#039;. Liedersänger die darauf spezialisiert sind, heißen &amp;#039;&amp;#039;Termeši.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039; ist auch das typische Begleitinstrument in den Volksliedern der [[Karakalpaken]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.sanat.orexca.com/eng/2-03/baksi_jyrau.shtml |wayback=20100107031125 |text=&amp;#039;&amp;#039;Baksi and Jyrau, Duutar and Kobyz. About traditional musical culture of the Karakalpaks.&amp;#039;&amp;#039; sanat.orexca.com}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu den &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039; spielenden Sängern und Dichtern waren die &amp;#039;&amp;#039;Aqyn,&amp;#039;&amp;#039; die sich auf der Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;[[dombra]]&amp;#039;&amp;#039; begleiteten, während der Sowjetzeit als Volkssänger begünstigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Almaty]], der Kulturhauptstadt des Landes, werden Stücke der kasachischen Musik und Adaptionen der westlichen Klassik von großen Orchestern konzertant aufgeführt. In modernen Arrangements kasachischer Volksmusik werden neben &amp;#039;&amp;#039;dombra&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039; weitere Volksmusikinstrumente wie die Längsflöte &amp;#039;&amp;#039;[[sybyzgy]]&amp;#039;&amp;#039;, die Wölbbrettzither &amp;#039;&amp;#039;[[jetigen]]&amp;#039;&amp;#039; und die Zupflaute &amp;#039;&amp;#039;scherter&amp;#039;&amp;#039; im Zusammenspiel eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean During: &amp;#039;&amp;#039;Zentralasien.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Musik in Geschichte und Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039; (MGG), Sachteil 9, 1998, Sp. 2322–2326&lt;br /&gt;
* Muchtar Muchanovič Magauin, Pavel Petrovič Kosenko: &amp;#039;&amp;#039;Kobyz i kop&amp;#039;e. Povestvovanie o kazachskich akynach i žyrau 14-18 vekov.&amp;#039;&amp;#039; Žazušy, Alma-Ata 1970&lt;br /&gt;
* Megan Rancier: &amp;#039;&amp;#039;The Musical Instrument as National Archive: A Case Study of the Kazakh Qyl-qobyz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ethnomusicology,&amp;#039;&amp;#039; Band 58, Nr. 3, Herbst 2014, S. 379–404&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonträger ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kazakhstan. Le Kobyz. L&amp;#039;ancienne viole des chamanes.&amp;#039;&amp;#039; CD veröffentlicht bei Auvidis Inedit, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kobyz|Kobys}}&lt;br /&gt;
* [http://saisaibatake.ame-zaiku.com/musical_instruments/bowed_instrument_kobyz.html &amp;#039;&amp;#039;Kobyz.&amp;#039;&amp;#039; saisaibatake.ame-zaiku.com] Foto einer Sarangi-ähnlichen Kobys&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=23IQkQEETfE &amp;#039;&amp;#039;Kobyz sound. Kazakh folk.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video (auf kasachischer Volksmusik basierende Komposition der Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Layla Qobyz&amp;#039;&amp;#039;: Layla Tazhibayeva spielt &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039;, begleitet von zwei &amp;#039;&amp;#039;kobys&amp;#039;&amp;#039; und Violinen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Streichinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Kasachstan)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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