<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Koaleszenz</id>
	<title>Koaleszenz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Koaleszenz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Koaleszenz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T19:53:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Koaleszenz&amp;diff=363418&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-44905-8: irreführendes Adjektiv entfernt: &quot;älter&quot; klingt nach nicht mehr aktuell...</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Koaleszenz&amp;diff=363418&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-24T08:43:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;irreführendes Adjektiv entfernt: &amp;quot;älter&amp;quot; klingt nach nicht mehr aktuell...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Koaleszenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;coalescere&amp;#039;&amp;#039;, ungefähr „Zusammenwachsen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.pons.com/übersetzung/latein-deutsch/coalescere |titel=Pons Online-Wörterbuch Latein-Deutsch |abruf=2022-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet in einer  fachübergreifenden wissenschaftlichen Sprache, die sich aus dem [[Latein]] herleitet, das Zusammenwachsen oder Verschmelzen von getrennt wahrnehmbaren Dingen oder Teilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
In dieser allgemeinsten Bedeutung steht Koaleszenz im biologischen und medizinischen Sprachgebrauch für das Zusammenwachsen sich berührender [[Organ (Biologie)|Organe]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Roche Lexikon Medizin,&amp;#039;&amp;#039; 5. Aufl., Urban &amp;amp; Fischer, München 2003, S. 1016, ISBN 3-437-15156-8&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Populationsgenetik]] spricht man von Koaleszenz, wenn beide Elternteile einen gemeinsamen Vorfahren haben, was bei geschlossenen [[Population (Biologie)|Populationen]] nach einer bestimmbaren Anzahl Generationen der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Bickeböller, Christine Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Genetische Epidemiologie,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Springer 2007, S. 102. ISBN 978-3-540-33568-9&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Kernspinresonanzspektroskopie]] wird der Wegfall der intermolekularen Kopplungen im beobachtbaren Spektrum ab einer bestimmten Temperatur als Koaleszenz bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hesse, Herbert Meier, Bernd Zeeh: &amp;#039;&amp;#039;Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie,&amp;#039;&amp;#039; 7. Aufl., Thieme, Stuttgart 2005, S. 103. ISBN 978-3-13-576107-7&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[historische Linguistik]] versteht unter Koaleszenz den Prozess der Verschmelzung benachbarter [[Laut]]e zu einem Laut.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache,&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 2000, S. 323. ISBN 978-3-476-01519-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entmischung von Dispersionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Koaleszenz.svg|mini|Schematische Darstellung des Zusammenfließens von Tröpfchen einer Emulsion zu einer kontinuierlichen Phase]]&lt;br /&gt;
Eine spezifische fachliche Bedeutung hat Koaleszenz in der [[Meteorologie]], der [[Kolloidchemie]] und der [[Verfahrenstechnik]]: Dort bezeichnet der Ausdruck die Entmischung von Bestandteilen einer [[Dispersion (Chemie)|Dispersion]] durch den Zusammenschluss der fein verteilten [[Kolloid]]e zu einer kontinuierlichen [[Phase (Materie)|Phase]]. Dies geschieht durch das Zusammenfließen von Tröpfchen in einem [[Aerosol]] oder einer [[Emulsion]] oder durch das [[Agglomerieren (Verfahrenstechnik)|Agglomerieren]] von Teilchen in einer [[Suspension (Chemie)|Suspension]]. Auch Gasbläschen in einem [[Schaum]] schließen sich auf diese Art zusammen. Einen Einfluss haben die [[Grenzflächenspannung]], die [[kinetische Energie]] und die [[Kinetik (Chemie)|Kollisionsrate]] der Kolloide. Die Anzahl und die Größe der Kolloide erhöhen die Koaleszenzwahrscheinlichkeit, die [[Viskosität]] ihres Mediums verringert sie. Für die Niederschlagsbildung ist die [[Koaleszenzeffizienz]] höher, wenn Tropfen unterschiedlicher Größe kollidieren. Wenn sich Feststoffe ähnlich wie flüssige und gasförmige Stoffe zusammenballen, spricht man von [[Flockung]]. Beim [[Sintern]] wird zwischen erwünschter Koagulation der festen Partikel, die sich zu einem Werkstück verbinden sollen, und unerwünschter Koaleszenz unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina Giesen: &amp;#039;&amp;#039;Modellierung und Simulation der Synthese von Nanopartikeln in der Gasphase: Untersuchungen zur Wechselwirkung von Koagulation und Koaleszenz,&amp;#039;&amp;#039; Cuvillier, Göttingen 2006, S. 15–19. ISBN 978-3-86537-726-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolloide von Leichtflüssigkeiten in Wasser oder von Gasen in Flüssigkeiten trennen sich von ihrem Dispersionsmedium vom Erreichen eines bestimmten Volumens an durch den [[Statischer Auftrieb|statischen Auftrieb]]. Feststoffe mit größerer [[Dichte]] als das Dispersionsmedium trennen sich von ihm durch [[Sedimentation]]. Eine Dispersion entmischt sich durch die Bestrebung ihrer Kolloide zur Koaleszenz fortwährend, in gewisser Abhängigkeit zu ihren [[pH-Wert]]en. Die Vorgänge sind vor allem in Bezug auf die Wirkung von [[Ion]]en und [[Dipolmolekül|Dipolen]] nicht im Einzelnen geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
Koaleszenz kann ein natürlicher Vorgang sein wie bei der Bildung von [[Regen]] in einer [[Wolke]], oder sie kann durch Verfahren und [[Additiv]]e gezielt beschleunigt oder verlangsamt werden: An der Oberfläche von Seifenwasser bildet sich Schaum, weil [[Seife]] die [[Oberflächenspannung]] des Wassers herabsetzt, sodass die Luftblasen sich langsamer verbinden. Koaleszenz kann unerwünscht sein, wie bei Kolloidsystemen in Reinigungsmitteln, Nahrungsmitteln oder Kosmetik, die zu ihrer Verhinderung [[Dispergiermittel]], [[Tenside]] oder [[Emulgator]]en enthalten oder vor Gebrauch geschüttelt werden müssen, oder sie kann absichtlich herbeigeführt werden, wie etwa bei [[Polyurethandispersion]]en als Beschichtungs- oder [[Klebstoff]] oder mit verschiedenen [[Trennen (Verfahrenstechnik)|Trennverfahren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koaleszenz ist zum Beispiel maßgeblich für die „Trocknung“ von Dispersionsbeschichtungen wie [[Dispersionsfarbe]]n und -lacken. Nach dem Verdunsten des Wassers fließen die Kunststoffteilchen zusammen und bilden einen Film. Um eine Filmbildung auch unterhalb der [[Mindestfilmbildetemperatur]] des Polymers zu ermöglichen, werden sogenannte Koaleszenzmittel (Filmbildehilfsmittel: wasserlösliche schwerflüchtige [[Lösungsmittel]]) verwendet, wie zum Beispiel [[2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat|Texanol]], [[Ethylenglycolmonobutylether|Butylglykol]] oder [[Dipropylenglycolmethylether]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-13-02483|Name=Mindestfilmbildetemperatur|Abruf=2014-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese quellen die Polymerteilchen an und setzen vorübergehend deren [[Glasübergangstemperatur]] herab, so dass die Teilchen miteinander verschmelzen können. Nach dem Verdunsten der Koaleszenzmittel stellt sich die ursprüngliche Glasübergangstemperatur wieder ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Apparate ===&lt;br /&gt;
Eine ganze Reihe von Apparaten in der Verfahrenstechnik machen sich die Koaleszenz zunutze, um Kolloide zu entmischen, vor allem die große Gruppe der [[Emulsionsspaltanlage]]n. Ferner gibt es folgende Anwendungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Koaleszenzabscheider ====&lt;br /&gt;
Bei einem [[Leichtflüssigkeitsabscheider]] (Ölabscheider) wird oft eine Koaleszenzstufe eingebaut. Diese Stufe besteht aus einem Behälter mit Zulauf und Ablauf, der einen Einsatz aus [[lipophil]]em Material mit großer Oberfläche enthält, an dem sich die Kolloide durch [[Adsorption]] sammeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar Brügging: &amp;#039;&amp;#039;Reaktionen in Leichtflüssigkeitsabscheidern,&amp;#039;&amp;#039; Kassel Univ. Press, Kassel 2014, S. 33–35. ISBN 978-3-86219-738-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Beispiel besteht dieser Einsatz aus V-förmigen Blechen, die wie Dächer übereinander angeordnet sind. Durch Löcher an der Knickkante der Bleche fließen kleinste im Wasser verteilte Öltröpfchen zu großen Öltröpfchen mit mehr [[Statischer Auftrieb|Auftrieb]] zusammen und können so durch den [[Dichte]]unterschied an der Oberfläche abgetrennt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch können auch die letzten 3 % Leichtflüssigkeit fast vollständig abgeschieden werden, während man ohne Adsorptions-Koaleszenzabscheider nur einen Wirkungsgrad von 97 % erzielen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Koaleszenzfilter ====&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Koaleszenzfilter wird vor allem für Apparate zur Reinigung von Aerosolen wie [[Rauch]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Görner, Kurt Hübner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gasreinigung und Luftreinhaltung,&amp;#039;&amp;#039; Springer VDI, Berlin 2013, S. G-67. ISBN 978-3-642-56309-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem Koaleszenzfilter wird Luft oder auch eine Flüssigkeit durch eine sehr durchlässige Sand-, Faser- oder Drahtgewebepackung geleitet, wobei Öl- und Schmutzpartikel mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Filteroberfläche auftreffen und aufgrund ihrer Haftkraft ([[Klebrigkeit]]) hängenbleiben. Abgeschiedene klebrige Substanzen wie Öl können nicht klebrige Schmutzpartikel auffangen. Beispiele sind die alten Luftfilter von Auto- und Motorradmotoren mit geölten Drahtgewebeeinlagen (Metallgestrick) oder [[Ölnebelabscheider]] (Demister) in Absaugungen von spanabhebenden Maschinen mit Kühlschmierstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abscheideleistung ist häufig nicht zufriedenstellend, deshalb werden bei nicht klebrigen Feinstäuben grundsätzlich andere Filterprinzipien (Oberflächenfilter wie die typischen Patronenfilter mit Abreinigung), Porenfilter, [[Elektrofilter|Elektrostatikfilter]] (bei Rauch etc.) verwendet oder nachgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= Martin Simon |Titel=Koaleszenz von Tropfen und Tropfenschwärmen |TitelErg=Diss. |Ort=TU Kaiserslautern |Datum=2004 |Online=https://kluedo.ub.uni-kl.de/frontdoor/deliver/index/docId/1682/file/publikation_diss_simon.pdf |KBytes=1300 |Abruf=2017-05-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Koaleszenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physikalische Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strömungsmechanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfahrenstechnik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Coalescence (physique)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-44905-8</name></author>
	</entry>
</feed>