<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Knut_Schmidt-Nielsen</id>
	<title>Knut Schmidt-Nielsen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Knut_Schmidt-Nielsen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knut_Schmidt-Nielsen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T04:07:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knut_Schmidt-Nielsen&amp;diff=925684&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Commons hinzugefügt, ISBN-Format</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knut_Schmidt-Nielsen&amp;diff=925684&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-22T16:59:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commons hinzugefügt, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Left to right Bodil Mimi Krogh Schmidt-Nielsen (b. 1918), Knut Schmidt-Nielsen (1915-2007), and Barbara Wagner.jpg|mini|Knut Schmidt-Nielsen (Mitte) mit Bodil Mimi Krogh Schmidt-Nielsen (links) und Barbara Wagner (rechts)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knut Schmidt-Nielsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. September]] [[1915]] in [[Trondheim]], [[Norwegen]]; † [[25. Januar]] [[2007]] in [[Durham (North Carolina)|Durham]], [[North Carolina]]) war ein bedeutender Forscher und Lehrbuchautor auf dem Gebiet der [[Tierphysiologie]], speziell der [[Ökophysiologie]] und der [[Vergleichende Physiologie|Vergleichenden Physiologie]]. Bereits zu Lebzeiten wurde er auf dem Gelände der [[Duke University]] durch eine lebensgroße [[Skulptur]] geehrt: ein [[Dromedar]], das von einem Mann beobachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Knut Schmidt-Nielsen studierte zunächst in [[Oslo]] Bergwerkskunde und Metallverarbeitung, später aber [[Zoologie]] in [[Kopenhagen]] und ging mit seiner Familie 1946 in die [[Vereinigte Staaten|USA]]. Dort verbrachte er zwei Jahre als [[Post-Doktorand]] am [[Swarthmore College]], danach ein Jahr an der [[Stanford University]] und drei Jahre am &amp;#039;&amp;#039;College of Medicine&amp;#039;&amp;#039; der [[University of Cincinnati]]. Von 1952 bis zu seiner [[Emeritierung]] Ende der 1980er-Jahre gehörte er der [[Duke University]] an. Ebenfalls 1952 erwarb er die Staatsbürgerschaft der [[Vereinigte Staaten|USA]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=https://dcprinciples.org/membership/obituaries/knut_schmidt-nielsen.htm | wayback=20150518091302 | text=Nachruf der &amp;#039;&amp;#039;American Physiological Society&amp;#039;&amp;#039;.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Duke University hatte er seit 1963 den &amp;#039;&amp;#039;James B. Duke-Lehrstuhl&amp;#039;&amp;#039; der Fakultät für Biologie inne und vertrat das Fachgebiet Physiologie. Auch im Ruhestand blieb er seiner Universität verbunden und lehrte in der ihm eigenen unterhaltsamen Weise u.&amp;amp;nbsp;a. das Schreiben von Fachaufsätzen; eines seiner Seminare hieß: „Wie schreibt man so, dass man von niemandem gelesen wird“ (&amp;#039;&amp;#039;„How to Write so that Nobody will Read You“&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsthemen ==&lt;br /&gt;
Knut Schmidt-Nielsen veröffentlichte 270 wissenschaftliche Zeitschriftenartikel sowie fünf Bücher, die in 16 Sprachen übersetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.dukenews.duke.edu/2007/01/schmidt-nielsen.html | wayback=20100615043604 | text=„Animal Physiology Expert Knut Schmidt-Nielsen Dies“. Nachruf der Duke University.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein 1975 erschienenes Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Animal Physiology. Adaptation and Environment&amp;#039;&amp;#039;, das später auch in deutscher Übersetzung erschien, setzte international Maßstäbe für die Darstellung des Wissens auf dem Gebiet der Vergleichenden Tierphysiologie, da der Autor nicht bloß Fakten aneinander reihte, sondern stets – und oft durchaus unterhaltsam – auch den [[Proximate und ultimate Ursachen von Verhalten|Anpassungswert]] physiologischer Besonderheiten erläuterte. Im Nachruf der Fachzeitschrift [[Science]] hieß es daher, Schmidt-Nielsen gelte als &amp;#039;&amp;#039;„der Vater der Vergleichenden Physiologie und der [[Integrative Biologie|Integrativen Biologie]]“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deaths: Forever Curious.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; Band 315, Nr. 5813, 2007, S. 745, {{Webarchiv | url=http://science.sciencemag.org/content/315/5813/newsmakers | wayback=20181206090222| text=Volltext.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt-Nielsen studierte insbesondere die physiologischen Anpassungsleistungen von Tieren in extremen [[Biotop]]en wie der Wüsten von [[Arizona]], der [[Sahara]] und der [[Arktis]], das heißt die Konsequenzen von Wassermangel, Salzüberschuss und stark von der Eigentemperatur abweichenden Umgebungstemperaturen. Ganz besonders galt sein Interesse zunächst den [[Kängururatten]] von Arizona, später bestimmten [[Froschlurche|Fröschen]], die in [[Salzwasser]] leben sowie den [[Kamele]]n. Seine 1998 erschienene [[Autobiografie]] trug in Anspielung an seine mehr als 20 Jahre lang betriebenen Kamel-Studien den Titel: &amp;#039;&amp;#039;„The Camel’s Nose: Memoirs of a Curious Scientist“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.scienceblog.com/community/older/1998/B/199801189.html |wayback=20150508090024 |text=Eine Rezension der Autobiographie.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Campus der Duke University erinnert seit Juli 1997 das lebensgroße [[Bronze]]-Ensemble &amp;#039;&amp;#039;The Scientist and Nature&amp;#039;&amp;#039; (ein Kamel und ein fragend dreinschauender Mann) an Schmidt-Nielsen und seine Erforschung der Physiologie von [[Dromedar]]en ab den frühen 1950er-Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Tierney Thys: &amp;#039;&amp;#039;Curiosity and the Camel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Duke University|Duke]] Magazine.&amp;#039;&amp;#039; Juli / August 1997, {{Webarchiv | url=http://www.dukemagazine.duke.edu/alumni/dm11/spotlight.html | wayback=20120707151220 | text=Volltext.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Schmidt-Nielsens langjähriger Arbeit mit Kamelen hatte man geglaubt, der Höcker diene der Wasserspeicherung; tatsächlich ist es ein Fettspeicher, und erst aus dem [[Dissimilation (Biologie)|Fettstoffwechsel]] wird auch Wasser gewonnen. Schmidt-Nielsen konnte nachweisen, welche speziellen Anpassungen der [[Niere]]n, der [[Körpertemperatur#Wärmeregulation|Wärmeregulation]] und selbst der [[Nasenschleimhaut|Nasenschleimhäute]] den Wasserverlust dieser Wüstentiere trotz hoher Umgebungstemperaturen minimieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.americanscientist.org/bookshelf/pub/famed-physiologists-self-portrait-is-more-than-meets-the-camels-nose |wayback=20140407085539 |text=&amp;#039;&amp;#039;Famed Physiologist&amp;#039;s Self-Portrait: Is More than Meets the Camel&amp;#039;s Nose.&amp;#039;&amp;#039;}} Auf: &amp;#039;&amp;#039;www.americanscientist.org&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt; Zitat „By applying countercurrent-exchange principles to the mucus-lined tube that is a camel&amp;#039;s nose, Schmidt-Nielson demonstrated how the animal, through the simple act of breathing, can save about 60 percent of the water that would have been lost from evaporation during respiration. This answered the age-old question of how a camel conserves water so that it may thrive in an environment where other animals would die of thirst.“ (so Sentiel A. Rommel vom &amp;#039;&amp;#039;Marine Mammal Pathobiology Laboratory of the Florida Marine Research Institute&amp;#039;&amp;#039;, Florida Department of Environmental Protection, in einer Rezension der Autobiografie Schmidt-Nielsens).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies ferner nach, dass Kamele weniger stark als andere Tiere auf das Prinzip der Kühlung durch Verdunstung setzen, sondern im Tagesverlauf ihre Körpertemperatur von morgens 34 Grad auf nachmittags 41 Grad erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;R. McNeill Alexander: &amp;#039;&amp;#039;Knut Schmidt-Nielsen (1915-2007).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; Band 446, 2007, S. 744, [[doi:10.1038/446744a]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt-Nielsen entdeckte ferner, dass in Salzwasser lebende [[Reptilien]], [[Amphibien]] und auch viele [[Meeresvogel|Meeresvögel]] spezielle Drüsen zum Ausscheiden von Salz entwickelt haben. Meeresvögel können mit deren Hilfe Tröpfchen von konzentriertem Salz in ihre Nasen ausscheiden und diese mit ruckhaften Kopfbewegungen wegschütteln. Beim [[Afrikanischer Strauß|Strauß]] zeigte er auf, welche [[Evolutionäre Anpassung|evolutionären Anpassungen]] ihn dazu befähigen, in heißer [[Steppe]]nlandschaft schnell zu laufen, ohne dabei zu [[Schweiß|schwitzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begonnen hatte Schmidt-Nielsen seine wüstenökologischen Studien in Arizona, wo er die Atmungstechnik von [[Kängururatten]] erforschte. Er fand heraus, dass die Nasenhöhle dieser vorwiegend nachtaktiven Tiere durch die eingeatmete Außenluft abgekühlt wird und dass – umgekehrt – die körperwarme Luft beim Ausatmen in der kühlen Nasen abgekühlt wird. Dies hat zur Folge, dass beim Abkühlen die Feuchtigkeit der Atemluft von der Nasenschleimhaut absorbiert werden kann. Eine vergleichbare Anpassungsleistung wies er später bei den Kamelen nach. Bei Hunden entdeckte er gemeinsam mit Kollegen eine gegenteilige Anpassungsleistung: Wenn Hunde nach einem Dauerlauf erhitzt sind und hecheln, dann atmen sie durch die Nase ein und durch das Maul aus, um möglichst viel Wärmeenergie in Form von warmer, feuchter Atemluft auszustoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit William Bretz beschrieb Schmidt-Nielsen schließlich erstmals die besondere Atemtechnik der Vögel. Im Unterschied zu den Säugetieren, deren Lunge eine Art „Sack“ ist und deren Luftzufuhr und -abfuhr über eine einzige Öffnung erfolgt, besteht die Lunge der Vögel aus vielen parallel verlaufenden Röhrchen, in deren eines Ende die Frischluft eintritt und an deren anderem Ende die Atemluft wieder austritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Knut Schmidt-Nielsen war Mitglied der [[National Academy of Sciences]] der USA, der [[Royal Society|Royal Society of London]] sowie der französischen [[Académie des sciences]]. 1963 wurde er in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt. 1992 wurde er in Japan mit dem &amp;#039;&amp;#039;International Prize for Biology&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet, dessen Ansehen in Asien dem [[Nobelpreis]] gleicht. Von 1980 bis 1986 war er Präsident der &amp;#039;&amp;#039;International Union of Physiological Sciences&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Camel&amp;#039;s Nose: Memoirs Of A Curious Scientist.&amp;#039;&amp;#039; [[Island Press]], 1998, ISBN 978-1-55963-512-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Animal Physiology: Adaptation and Environment.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, (5. Auflage, 1997), ISBN 978-0-521-57098-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scaling. Why is Animal Size so Important?&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 1984, ISBN 0-521-26657-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;How Animals Work.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 1972, ISBN 978-0-521-09692-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Desert Animals. Physiological Problems of Heat and Water.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107393719}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107393719|LCCN=n/79/61021|NDL=00455643|VIAF=108526158}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Schmidt-Nielsen, Knut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierphysiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Duke University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Royal Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmidt-Nielsen, Knut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Biologe und Physiologe &lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. September 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Norwegen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Durham (North Carolina)|Durham]], [[North Carolina]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>