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	<title>Knudsonhypothese - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T08:04:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knudsonhypothese&amp;diff=1477613&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andreas Werle am 16. Oktober 2021 um 15:38 Uhr</title>
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		<updated>2021-10-16T15:38:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knudsonhypothese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die [[Hypothese|Annahme]], dass [[Krebs (Medizin)|Krebs]] das Resultat mehrerer aufeinander folgender [[Mutation]]en in der [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] der betroffenen Zelle ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die Annahme wurde von [[Alfred G. Knudson]] im Jahre 1971 ausformuliert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred G. Knudson, Jr. |Titel=Mutation and cancer. Statistical study of retinoblastoma |Sammelwerk=[[Proceedings of the National Academy of Sciences]] |Band=68 |Nummer=4 |Datum=1971-04 |Seiten=820–823 |PMC=389051 |PMID=5279523}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Knudsons Arbeit führte indirekt zur Entdeckung der [[Onkogen|Krebsgene]]. Er erhielt dafür 1998 den [[Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award|Albert Lasker Award for Clinical Medical Research]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Theodor Boveri (Biologe)|Theodor Boveri]] postulierte bereits 1914, dass eine Kombination von chromosomalen Defekten zur Krebsentstehung führen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theodor Boveri |Titel=Zur Frage der Entstehung maligner Tumoren |Sammelwerk=[[Science]] |Band=40 |Nummer=1041 |Datum=1914-12-11 |Seiten=857–859 |Kommentar=Im Buch, Gustav Fischer, Jena 1914, S. 29–32 |DOI=10.1126/science.40.1041.857}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er vermutete, dass der Verlust (oder Defekt) zweier homologer elterlicher Chromosomen infolge von unabhängigen Mutationsereignissen zur Entstehung von Tumoren führt. Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Multi-Mutationen-Theorie&amp;#039;&amp;#039; der Krebsentstehung wurde erstmals 1953 von [[Carl O. Nordling]] im &amp;#039;&amp;#039;[[British Journal of Cancer]]&amp;#039;&amp;#039; publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. O. Nordling |Titel=A new theory on cancer-inducing mechanism |Sammelwerk=[[British Journal of Cancer]] |Band=7 |Nummer=1 |Datum=1953-03 |Seiten=68–72 |PMC=2007872 |PMID=13051507}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;B. Marte: &amp;#039;&amp;#039;Milestone 9: (1953) Two-hit hypothesis – It takes (at least) two to tango.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature Milestones Cancer.&amp;#039;&amp;#039; 1. April 2006 ([http://www.nature.com/milestones/milecancer/full/milecancer09.html nature.com]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nordling bemerkte, dass in den [[Industriestaat|Industrienationen]] die Häufigkeit von Krebserkrankungen mit einer 6er-Potenz des Lebensalters der Betroffenen zunimmt. Diese Beziehung kann durch die Annahme erklärt werden, dass zur Entstehung eines Tumors sechs aufeinander folgende Mutationen notwendig sind. Knudson unternahm eine statistische Analyse der Fallzahlen des [[Retinoblastom]]s, einem Tumor der [[Netzhaut]], der als erbliche und als sporadische Form auftritt. Er bemerkte, dass das Ersterkrankungsalter der Patienten im Falle der erblichen Form der Erkrankung geringer war und dass diese Patienten häufig einen Tumor beider Augen entwickelten, was für eine angeborene [[Disposition (Medizin)|Prädisposition]] spricht. Knudson nahm an, dass mehrere Mutationsereignisse notwendig seien, um den Tumor auszulösen. Bei den Kindern, die eine erbliche Form des Retinoblastoms zeigen, sollte demnach die erste Mutation angeboren sein und jedes weitere Ereignis das Risiko der Krebsentstehung stark erhöhen. Bei der sporadischen Form der Erkrankung sollten während der Lebenszeit der Patienten zwei Ereignisse notwendig sein, was das spätere Ersterkrankungsalter erklären würde. Später entdeckte man, dass die Tumorentstehung mit der Aktivierung von [[Onkogen]]en und der Deaktivierung von [[Tumorsuppressorgen]]en einhergeht. Das erste Ereignis mit der Aktivierung des Onkogens wird nicht notwendigerweise zur Entstehung eines Krebsgeschwulstes führen, solange in der Zelle ein Tumorsuppressor aktiv ist. Erst eine Schädigung der Tumorsuppressorgene (im Falle des Retinoblastoms eine Inaktivierung des [[RB1]]-Gens) führt zur Ausbildung der Erkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Knudson’s two-hit hypothesis for tumourigenesis involving a tumour suppressor gene (TSG).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Expert Reviews in Molecular Medicine.&amp;#039;&amp;#039; 2001 [http://journals.cambridge.org/fulltext_content/ERM/ERM3_08/S1462399401002654sup003.pdf journals.cambridge.org] (PDF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Onkologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas Werle</name></author>
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