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	<title>Knud Wollenberger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knud_Wollenberger&amp;diff=164043&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Normdaten korrigiert (Weiterleitende VIAF:23213550 durch VIAF:172149106224068491754 ersetzt), Kategorien umsortiert</title>
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		<updated>2024-08-12T03:09:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Normdaten korrigiert (Weiterleitende &lt;a href=&quot;/index.php?title=VIAF:23213550&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;VIAF:23213550 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;VIAF:23213550&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=VIAF:172149106224068491754&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;VIAF:172149106224068491754 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;VIAF:172149106224068491754&lt;/a&gt; ersetzt), Kategorien umsortiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knud Wollenberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Februar]] [[1952]] in [[Kopenhagen]], [[Dänemark]]; † [[25. Januar]] [[2012]] in Gortavrulla, [[Feakle|Feakle Parish]], [[County Clare]], [[Irland]]) war ein deutschsprachiger [[Lyriker]] dänischer Nationalität und [[inoffizieller Mitarbeiter]] der [[Ministerium für Staatssicherheit|DDR-Staatssicherheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Knud Wollenberger war Sohn des deutschen Wissenschaftlers [[Albert Wollenberger]] und dessen dänischer Ehefrau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit Online&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zeit.de/2012/18/S-Lengsfeld/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Vera Lengsfeld: Wund fürs Leben&amp;#039;&amp;#039;], Zeit Online, 26. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eltern kehrten 1955 aus dem amerikanischen Exil über Dänemark in die [[DDR]] zurück. Aufgrund seiner dänischen Staatsbürgerschaft genoss Sohn Knud später fast unbeschränkte Reisefreiheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;der spiegel&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Leinemann: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679348.html &amp;#039;&amp;#039;Sie hat nichts merken können.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 13. Januar 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; An der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]], wo er nach seinem Mathematikdiplom arbeitete, lernte er [[Vera Lengsfeld]] kennen. Sie heirateten 1980 und hatten zwei Söhne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit Online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollenberger war seit 1972 unter dem Tarnnamen „IM Donald“ Inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit und spionierte ab 1982 auch seine eigene Ehefrau aus, zum Beispiel in ihrer späteren Funktion als Mitgründerin der [[Kirche von Unten (DDR)|Kirche von Unten]]. Dies entdeckte sie selbst nach dem Ende des Regimes durch Akteneinsicht, woraufhin sie sich 1992 von ihm scheiden ließ und wieder ihren Geburtsnamen annahm. Wollenberger rechtfertigte seine Tätigkeit für die Stasi damit, dass er aufgrund seiner jüdischen Herkunft die DDR als Antwort auf [[Auschwitz]] sah und alles tun wollte, um ein neues Auschwitz zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Knud Wollenberger: Die DDR war für Knud die Antwort auf Auschwitz |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2012/21/S-Wollenberger/seite-5 |Abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Vera Lengsfeld: Eine Frau, die gerne aneckt |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/online/2009/34/vera-lengsfeld-portraet/seite-2 |Abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er habe diesen Staat für „reformierbar und für reformwürdig“ gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Leinemann |Titel=Sie hat nichts merken können |Sammelwerk=Der Spiegel |Band=3 |Datum=1992-01-13 |Online=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679348.html |Abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief entschuldigte sich Wollenberger bei Vera Lengsfeld und bat um Verzeihung. Er habe seine Frau durch die Zusammenarbeit schützen wollen, weil er Angst um sie gehabt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Vera Lengsfeld: Sie wollte kein leidenspathetisches Opfer sein |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2012/18/S-Lengsfeld/seite-4 |Abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adelheid Müller-Lissner |Titel=Verzeihen können – sich selbst und anderen |Verlag=Ch. Links Verlag |Datum=2012 |ISBN=978-3-86284-118-9 |Online=https://books.google.com/books?id=p7n0m7Hk3lYC |Abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vera Lengsfeld deutete an, dass eine private Klärung möglich gewesen wäre, wenn der Fall nicht in die Öffentlichkeit gelangt wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Vera Lengsfeld: |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2010/11/Rettung-11/seite-2 |Abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollenberger berichtete der Staatssicherheit auch über den [[Friedenskreis Pankow]], wozu er sich 1992 bekannte und später schriftlich Stellung bezog.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Subklew-Jeutner 1&amp;quot;&amp;gt;Knud Wollenberger: &amp;#039;&amp;#039;Das kann eigentlich nicht grundsätzlich schädlich sein, mit ihnen zu reden.&amp;#039;&amp;#039; In: Marianne Subklew (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ich wurde mutiger. Der Pankower Friedenskreis – politische Selbstbehauptung und öffentlicher Widerspruch.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung, Berlin 2003, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1985 arbeitete Wollenberger als [[Imker]], der sich im Sommer in [[Berlin-Buch]] um 120 Bienenvölker kümmerte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit Online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 arbeitete er in [[Dortmund]] beim Musiksender [[Onyx.tv]] und später noch bis 2004 als TV-[[Filmeditor|Editor]] in [[Berlin]]. Auch als [[Poetry-Slam]]mer machte er sich in der Szene bei verschiedenen Auftritten in ganz Deutschland einen Namen. Auf einem entsprechenden CD-[[Kompilation (Musik)|Sampler]] ist er mit einem Stück vertreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steffen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Erik Steffen |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/knud-wollenberger-geb-1952/6218970.html |titel=Knud Wollenberger (Geb. 1952) – Nachrufe – Berlin – Tagesspiegel |werk=www.tagesspiegel.de |abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2004 lebte Wollenberger zurückgezogen in Berlin-Buch. 2009 zog er zusammen mit seiner zweiten Frau Christiane nach Scarriff, [[County Clare|Clare]], Irland. Das Paar heiratete dort am 7.&amp;amp;nbsp;Juni 2010. Am 25. Januar 2012 starb er an [[Multisystematrophie]], an der er seit 1998 erkrankt war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sven Felix Kellerhoff]]: [https://www.welt.de/politik/deutschland/article13847849/IM-Donald-Der-Spion-der-aus-der-Kueche-kam.html &amp;#039;&amp;#039;IM „Donald“ – Der Spion, der aus der Küche kam.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Welt Online]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit Online&amp;quot; /&amp;gt; Sein Nachlass befindet sich im Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.havemann-gesellschaft.de/archiv-der-ddr-opposition/nachlaessepersoenliche-archivbestaende/w/ Nachlass]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Traueranzeige stand ein Satz, der nach Darstellung von Erik Steffen in einem [[Nachruf]] auf Wollenberger wie eine kryptische Lebensbilanz wirkte: „Und eine schwarze Sonne leckt die letzten Strahlen!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steffen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Bewertung kommt der Bürgerrechtler [[Roland Jahn]] zu dem Schluss, dass Wollenberger echte Reue gezeigt habe. Sein Fall zeige, dass auch in Extremfällen Vergebung möglich sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Stasi-Fälle: „Das Bereuen ist eine Voraussetzung für Vergeben“ |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2012/21/S-Roland-Jahn/komplettansicht |Abruf=2016-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Azurazur.&amp;#039;&amp;#039; Gedichte, [[Peter-Segler-Verlag]], Freiberg (Sachsen) 2003, ISBN 3-931445-69-0.&lt;br /&gt;
* zahlreiche Texte in der Anthologie &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Zeiten – 1990–2000.&amp;#039;&amp;#039; Peter-Segler-Verlag, Freiberg (Sachsen) 2003, ISBN 3-931445-07-0.&lt;br /&gt;
* Die Gedichte &amp;#039;&amp;#039;Darkroom&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sommer.Sonnen Untergang&amp;#039;&amp;#039; im Buch &amp;#039;&amp;#039;Punkt. Eine Anthologie.&amp;#039;&amp;#039; Faden-Verlag, Berlin/Leipzig 1999, ISBN 3-932594-07-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mikael Busch: &amp;#039;&amp;#039;Knud og Vera. Et Stasi-drama.&amp;#039;&amp;#039; People’sPress, Kopenhagen 2012, ISBN 978-87-7055-712-2.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Jana Simon]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Verräter&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Alltägliche Abgründe. Das Fremde in unserer Nähe&lt;br /&gt;
   |WerkErg=Reportagen und Porträts&lt;br /&gt;
   |Verlag=Ch. Links&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-86153-319-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=119–126}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129239585}}&lt;br /&gt;
* [[Christoph Dieckmann (Journalist)|Christoph Dieckmann]]: [https://www.zeit.de/2012/18/S-Lengsfeld/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Wund fürs Leben.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;18/2012, 26.&amp;amp;nbsp;April 2012.&lt;br /&gt;
* John Frølich: [https://www.zeit.de/2012/21/S-Wollenberger/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Wie konnte er nur?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;21/2012, 16.&amp;amp;nbsp;Mai 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129239585|VIAF=172149106224068491754}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wollenberger, Knud}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Friedenskreises Pankow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Däne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wollenberger, Knud&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschsprachiger Lyriker dänischer Nationalität und inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1952&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kopenhagen]], [[Dänemark]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Gortavrulla, [[Irland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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