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	<title>Knud Lavard - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knud_Lavard&amp;diff=278720&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Agnete am 23. September 2025 um 08:49 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-23T08:49:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Knut Lavard.jpg|mini|Knud Lavard (mittelalterliche Malerei in der Kirche von Vigersted bei [[Ringsted]] auf Seeland in Dänemark)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruinerne af Knud Lavards Kapel.JPG|mini|Ruine der Knud-Lavards-Kapelle im Haraldsted Skov]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SCt. Bendts kirke - ceiling 2014-04-15-09.jpg|mini|Knud Lavard im Vierungsgewölbe der St.-Bendts-Kirche in Ringsted (um 1300)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knud Lavard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Knut Laward (* [[12. März]] [[1096]] in [[Dänemark]]; † [[7. Januar]] [[1131]] Haraldsted Skov bei [[Ringsted]], Dänemark), war von 1114 bis 1130 [[Jarl]] und vielleicht auch erster [[Herzog]] im späteren [[Herzogtum Schleswig]] sowie von 1129 bis zu seinem Tod letzter [[Samtherrscher]] des westslawischen Stammesverbandes der [[Abodriten]]. Nach seiner Ermordung wurde er als Heiliger verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
Knud, Sohn des Königs [[Erik I. (Dänemark)|Erik I. Ejegod]] aus dem [[Haus Estridsson]] und dessen Frau Bodil Thrugotsdatter, wurde von seinen Eltern vor ihrem Aufbruch auf eine Pilgerreise nach [[Jerusalem]] 1101 dem [[Region Sjælland|seeländischen]] Großen [[Skjalm Hvide]] anvertraut. Nachdem seine Eltern auf dieser Pilgerreise 1103 den Tod gefunden hatten und sein Onkel [[Niels (Dänemark)|Niels]] 1104 König geworden war, wuchs Knud gemeinsam mit seinem Cousin [[Magnus (Schweden)|Magnus]] am königlichen Hof auf. Wohl aus Angst vor einem Anschlag seines Onkels entfloh er noch im Knabenalter und gelangte an den Hof des sächsischen Herzogs [[Lothar von Supplinburg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Mündigkeit im Jahr 1112 oder 1113 kehrte er nach Dänemark zurück, wo er sich an den Auseinandersetzungen seines Onkels Niels mit dem abodritischen Samtherrscher [[Heinrich von Alt-Lübeck]] um dessen Erbe nach seiner Mutter Sigrid beteiligte. Bei einem Angriff auf [[Wagrien]] wurde er im August 1113 in einer Schlacht bei [[Lütjenburg]] schwer verwundet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Otto Gaethke: &amp;#039;&amp;#039;Kämpfe und Herrschaft Heinrichs von (Alt-) Lübeck und Lothars von Supplingenburg im Slawenland 1093/1106-1125.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde Bd. 80 (2000) S. 63–163, hier S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jarl von Schleswig ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage bei Lütjenburg ließ sich Knud sein Erbe aushändigen und erhielt vom König spätestens Anfang des Jahres 1114 das Amt eines [[Jarl]]s in Schleswig übertragen. In dieser Stellung bemühte er sich, das Grenzgebiet zu Wagrien zu befrieden, aus dem der abodritische Samtherrscher Heinrich immer wieder Angriffe vortrug, um seinen Anspruch auf das Erbe nach seiner Mutter zu untermauern. Im Jahr 1114 versetzte Knud Heinrich einen empfindlichen Schlag, indem er eine von dessen Burgen zerstörte. In der Folge kam es offenbar zu Verhandlungen, die zumindest zu einer Anerkennung von Knuds Herrschaftsanspruch in Süd[[jütland]] durch Heinrich führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Otto Gaethke: &amp;#039;&amp;#039;Kämpfe und Herrschaft Heinrichs von (Alt-) Lübeck und Lothars von Supplingenburg im Slawenland 1093/1106-1125.&amp;#039;&amp;#039; - In: Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde Bd. 80 (2000) S. 63–163, hier S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob Knud dagegen tatsächlich, wie es spätere Quellen berichten, bereits als [[Herzog]] angesprochen werden kann, ist ungewiss und eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlich war er sogar nur für das Territorium zwischen [[Eider]] und [[Danewerk]] zuständig und nicht für das ganze spätere Schleswig. Das Gebiet des Jarls blieb jedenfalls rechtlich ein Teil des dänischen Königreiches und stand dem dänischen König offen. [[Saxo Grammaticus]] berichtet, Knud habe die Jarlswürde als Abfindung für den Verzicht auf seinen angestammten Thronanspruch erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Windmann: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig als Territorium&amp;#039;&amp;#039;. Wachholtz, Neumünster 1954, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1116 arrangierte die dänischen Königin [[Margarethe Fredkulla]] seine Hochzeit mit ihrer Nichte [[Ingeborg von Kiew]] aus dem [[Geschlecht (Genealogie)|Geschlecht]] der [[Rurikiden]]. Der Ehe entstammten drei Töchter sowie der postum geborene Sohn [[Waldemar I. (Dänemark)|Waldemar&amp;amp;nbsp;I.]]&amp;lt;ref&amp;gt; Horst Windmann: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig als Territorium&amp;#039;&amp;#039;. Wachholtz, Neumünster 1954, Stammtafel Abtlg. I (1050–1200).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Samtherrscher der Abodriten ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1129 trat Knud die Nachfolge des abodritischen Samtherrschers [[Heinrich von Alt-Lübeck]] an, indem er bei seinem Ziehvater [[Lothar III. (HRR)|Lothar III.]] gegen Zahlung eines großen Geldbetrages die Belehnung mit dem Land der Abodriten erreichte. Lothar III. übertrug ihm die abodritische Samtherrschaft &amp;#039;&amp;#039;(„regnum obotritorum“)&amp;#039;&amp;#039; und setzte ihm als Zeichen seiner Würde eine Krone auf. Umgehend ordnete Knud Lavard den Bau der [[Siegesburg]] an. Er konnte seine Herrschaft militärisch festigen und wurde schließlich von [[Abodriten]], [[Wagrier]]n und vermutlich von den [[Polaben]] anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Knud förderte den Handel und wurde zum Ältermann der nach ihm benannten [[Knudsgilde]] in seiner Residenzstadt [[Schleswig]], wo er seinen Sitz auf der [[Möweninsel|Juriansburg]] hatte. Dadurch wurde er zum ernstzunehmenden Anwärter auf den dänischen Königsthron. Überdies gibt es Hinweise darauf, dass Knud zunehmend versuchte, sich in seinem Territorium von der dänischen Krone unabhängig zu machen. Er geriet so in Konkurrenz zu seinem Vetter [[Magnus (Schweden)|Magnus]], der seinen Vater, König [[Niels (Dänemark)|Niels]], zu beerben beabsichtigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Zusammenkunft der Rivalen im Wald von Haraldsted (&amp;#039;&amp;#039;Haraldsted Skov&amp;#039;&amp;#039;) bei Ringsted auf Seeland wurde Knud am 7. Januar 1131 ermordet. Er ist in der [[St.-Bendts-Kirche (Ringsted)|St.-Bendts-Kirche]] in Ringsted begraben. Sein Halbbruder [[Erik II. (Dänemark)|Erich II. Emune]] nahm anschließend den Kampf gegen [[Magnus (Schweden)|Magnus]] auf. König Niels fand im Zuge der Auseinandersetzungen 1134 ebenfalls den Tod, als er auf der Flucht vor Erichs Anhängern in die Stadt Schleswig kam und dort von den Brüdern der Knudsgilde aus Rache erschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Aus der 1116 geschlossenen Ehe mit [[Ingeborg von Kiew]] hatte Knud vier Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Margarethe ∞ &amp;#039;&amp;#039;Stig Hvidlæder&amp;#039;&amp;#039; (Stig Weißhaut), der vermutlich identisch ist mit [[Hvide (Adelsgeschlecht)#Toke-Linie|Stig Tokesen Hvide]]. Ihre Tochter Kristina heiratete 1163/64 den schwedischen König [[Karl VII. (Schweden)|Karl Sverkersson]].&lt;br /&gt;
* Kristina (* 1118) ∞ 1133 [[Magnus IV.]] von Norwegen&lt;br /&gt;
* Katharina ∞ [[Prislav]], den verstoßenen Sohn des [[Abodriten|Abodritenfürsten]] [[Niklot]]&lt;br /&gt;
* [[Waldemar I. (Dänemark)|Waldemar I.]] (* 1131)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkschild Knud Laward, Schutzpatron der Knudsgilde in Flensburg bei der Knud-Laward-Straße, Flensburg 2013.JPG|mini|Gedenktafel an Knud Lavard bei der [[Liste der Straßen und Plätze in Flensburg/K|Flensburger Knud-Laward-Straße]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Knuds Sohn Waldemar I. konnte sich nach [[Dänischer Bürgerkrieg|bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen]] 1157 als alleinregierender König durchsetzen. Um seinen Anspruch auf den Thron zu rechtfertigen, förderte er die Verehrung seines Vaters, dem verschiedene Wundertaten zugeschrieben wurden. Knud Lavard wurde als Förderer und Schützer der Kirche verehrt und 1169 [[Heiligsprechung|heiliggesprochen]]. Die Verehrung als Schutzpatron der mächtigen [[Knudsgilde]], die als Schutzbruderschaft der Kaufleute inzwischen in vielen skandinavischen Städten vertreten war, verbreitete sich schnell. Ab dem 14. Jahrhundert geriet der Heilige Knud jedoch zusehends in Vergessenheit und wurde teilweise durch seinen gleichnamigen Onkel [[Knut IV. (Dänemark)|Knud den Heiligen]] verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch Knudsgilden, allerdings mehr in der Form von [[Schützenbruderschaft|Schützenbruderschaften]]. In mehreren Städten sind Straßen nach Knud Lavard benannt, darunter in [[Flensburg]], [[Randers]], [[Schleswig]] und [[Ystad]]. In [[Ringsted]] steht die Knud Lavards Kapel und seit 1902 ein Denkmal. In [[Kongens Lyngby]] steht die Sankt Knud Lavard Kirke. In Kopenhagen gibt es die Knud Lavard Gade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stammtafel der dänischen Könige]]&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|16|329|330|Knud, Laward|[[Georg Waitz]]|ADB:Knud Laward}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629030640/http://www.bautz.de/bbkl/k/Knud_l.shtml |band=4|spalten=183-186|autor=Susanne Schurr|artikel=Knud Lavard}}&lt;br /&gt;
* [[Brian Patrick McGuire]]: &amp;#039;&amp;#039;Glemte danskere. Helgener i Danmarks skabelse&amp;#039;&amp;#039;. Jensen &amp;amp; Dalgaard, Nyborg 2022, ISBN 978-87-7151-189-5, S. 95–132: &amp;#039;&amp;#039;Den venlige helgen: Knud hertug og Ringsted&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Canute of Denmark, Duke of Schleswig|Knud Lavard}}&lt;br /&gt;
* [http://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-1492077 Knud Laward] (Digitalisat der Handschrift Cod. ms. SH 8a, [[Universitätsbibliothek Kiel]], 14. Jahrhundert)&lt;br /&gt;
*[http://www.academia.edu/31111738/Boro%C5%84_Piotr_KANUT_LAWARD_-_REX_OBOTRITORUM._KONTROWERSJE_WOK%C3%93%C5%81_TYTULATURY_DU%C5%83SKIEGO_KSI%C4%98CIA_W%C5%81ADCY_S%C5%81OWIA%C5%83SKICH_PLEMION.pdf Piotr Boroń, Kanut Laward - Rex Obodtitorum. Kontrowersje wokół tytulatury duńskiego księcia, władcy słowiańskich plemion]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120330709|LCCN=nr96001185|VIAF=58976590}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Schleswig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Hauses Estridsson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dänische Geschichte (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Däne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1096]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1131]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Knud Lavard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=erster Herzog von Schleswig&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. März 1096&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dänemark]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Januar 1131&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ringsted]], Dänemark&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agnete</name></author>
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