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	<title>Knollenkalk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:29:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knollenkalk&amp;diff=1279853&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf „Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde“; Kleinkram</title>
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		<updated>2024-04-18T19:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf „Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde“; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adneter-Marmor-Wimbergbruch-Entfaerbung-Knollenkalk.jpg|miniatur|Adneter Knollenkalk. Typ &amp;#039;&amp;#039;Wimberg&amp;#039;&amp;#039; mit Entfärbung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosso Verona.jpg|miniatur| Knollenkalk aus Sant’Ambrogio (Valpolicella), ca. 18 × 14 cm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Černá rokle (3).jpg|miniatur|Knollenkalk, Blick auf die [[Sedimentationsebene (Petrologie)|Sedimentationsebene]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knotenkalk wildenfelser zwgeb.jpg|miniatur|Devonischer Knotenkalk]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knollenkalke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knotenkalke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Kalkstein]]e, die meist als farbige Gesteine ins Auge fallen. Ihre Entstehung durch [[Diagenese]] (Verpressung und Zementation) von Kalkschlämmen, die in Meeren abgelagert werden und sich zu knotenartigen [[Konkretion]]en verformten, ist eine gängige Erklärung. Der im Kalkschlamm befindliche [[Tonminerale|Ton]] wurde teilweise an die Knollenrandzonen in Schichten angelagert und verpresst. Diese Vorgänge führen in Meerestiefen ab etwa 300 Metern zur Gesteinsbildung. Die Tonminerallagen umschließen in manchen Knollenkalken die Karbonatansammlungen im Gestein vollständig und verstärken dadurch den optischen Eindruck, der für diese Gesteine namensprägend ist. Bei roten Knollenkalksteinen resultiert die Farbe aus [[Hämatit]]. Zahlreiche Knollenkalke entstanden im [[Devon (Geologie)|Devon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung mancher Knollenkalke wird jedoch auch mit metamorphen Vorgängen erklärt. Durch tektonische Beanspruchung bildeten sich über [[Schieferung]]sprozesse und unter [[Rieckesches Prinzip|Drucklösungserscheinungen]] des Kalkes entsprechende planare Texturen von Tonhäutchen um die verbleibenden Kalkansammlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Richter: &amp;#039;&amp;#039;Verkürzung von Fossilien und Entstehung von Flaser- und Knollenkalken durch Lösungsvorgänge in geschieferten kalkigen Gesteinen&amp;#039;&amp;#039;. In: Geol. Mitt. (4) 1965, Aachen, S. 235–248.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bildung der Knollenkalke ist ein Forschungsgebiet, auf dem sich seit [[Hanns Bruno Geinitz]] und [[Carl Wilhelm von Gümbel]] zahlreiche Geologen betätigt haben und zu unterschiedlichen Deutungen gekommen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Hildebrand: &amp;#039;&amp;#039;Über die chemisch-physikalischen Bedingungen der Knollenkalkbildung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (80) 1928, S. 308–342.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung und Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Wegen ihres strukturell wechselhaften und farbig lebendigen Erscheinungsbildes sind sie zu dekorativen Zwecken verwendet worden. Je nach Witterungsbeständigkeit können sie außen oder nur innen eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa sind Knollenkalke in Bayern, Thüringen, Sachsen, Böhmen, Mähren, Ungarn, Österreich, Norditalien und Südfrankreich für architektonische, bildhauerische Zwecke und für die [[Ebenist]]erie gewonnen worden. Die Sorten aus Italien wurden im Raum Bayern vornehmlich als Säulen und Balustraden verbaut. In Italien insbesondere am Gardasee werden auch Straßenbordsteine und Bodenbeläge auf Fußgängersteigen daraus gefertigt. Die [[Adneter Marmor]]e aus dem Land Salzburg, besonders die roten Adneter Knollenkalke aus dem Wimberg- und dem Lienbacherbruch, sind die Träger der gesamten gotischen Österreichisch-bayrischen Grabmalplastik&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Kretschmer, Hubert Kretschmer, Franz Zoglmaier: &amp;#039;&amp;#039;Marmor aus Adnet.&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben vom Salzburger Bildungswerk, örtliches Bildungswerk Adnet. Verlag Gemeinde Adnet/Salzburg, Adnet 1986 (= Heimatbuch Adnet 1). S. 48 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat den Steinbruch am Hasslberg bei [[Ruhpolding]], in dem Knollenkalke als [[Ruhpoldinger Marmor]] aufgeschlossen sind, zum Geotop erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Landesamt für Umwelt [https://www.umweltatlas.bayern.de/mapapps/resources/reports/sb_geotope/generateBericht.pdf?additionallayerfieldvalue=189A021  &amp;#039;&amp;#039;Steinbruch am Hasslberg bei Ruhpolding&amp;#039;&amp;#039;]. Geotopnr.: 198A21. Abgerufen am 20. Oktober 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelssorten ==&lt;br /&gt;
* [[Veroneser Marmor|Rosso Verona]] (Italien, Sant’Ambrogio di Valpolicella bei [[Verona]])&lt;br /&gt;
* Rosso Asiago (Italien, [[Asiago (Venetien)|Asiago]])&lt;br /&gt;
* Bianco Asiago (Italien, Asiago)&lt;br /&gt;
* [[Ruhpoldinger Marmor]] (Bayern, [[Ruhpolding]])&lt;br /&gt;
* einige Sorten des [[Adneter Marmor]]s (Österreich, [[Adnet]])&lt;br /&gt;
* Moneasa Rouge (Rumänien, [[Moneasa]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Albrecht Germann, Ralf Kownatzki, Günter Mehling: &amp;#039;&amp;#039;Natursteinlexikon.&amp;#039;&amp;#039; 5. völlig überarb. und akt. Auflage, Callwey, Kempten 2003.&lt;br /&gt;
* Dorrik A.V. Stow: &amp;#039;&amp;#039;Sedimentgesteine im Gelände. Ein illustrierter Leitfaden.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-2015-2.&lt;br /&gt;
* Roland Vinx: &amp;#039;&amp;#039;Gesteinsbestimmung im Gelände.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, München 2005, ISBN 3-8274-1513-6.&lt;br /&gt;
* [[Alois Kieslinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die nutzbaren Gesteine Salzburgs&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Das Bergland-Buch, Salzburg/Stuttgart 1964 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband 4).&lt;br /&gt;
* Katrin Hauer, Christian F. Uhlir: &amp;#039;&amp;#039;Adneter Marmor. Entstehung, Material, Abbau, Geschichte und seine Bedeutung als Kulturerbe&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Books on Demand, Norderstedt 2011, ISBN 978-3-8423-8152-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nodular limestones|Knollenkalk}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=IaXLw1trUy4 Video Marmorweg Adnet]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalkstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Sedimentgestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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