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	<title>Knochenmühle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T02:59:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knochenm%C3%BChle&amp;diff=1088033&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Balham Bongos: Formatierung gemäß Hilfe:Bilder#Bildlegende</title>
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		<updated>2026-03-16T09:15:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung gemäß &lt;a href=&quot;/index.php/Hilfe:Bilder#Bildlegende&quot; title=&quot;Hilfe:Bilder&quot;&gt;Hilfe:Bilder#Bildlegende&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Weitere Bedeutungen findet man unter [[Knochenmühle (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knochenmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden menschliche oder tierische [[Knochen]] durch [[Mahlwerk|Mahlen]] oder [[Pochwerk|Stampfen]] zerkleinert. Knochenmühlen sind heute hauptsächlich in [[Krematorium|Krematorien]] in Gebrauch. Vor allem im 19. Jahrhundert wurden überwiegend Tierknochen zerkleinert, das gewonnene [[Knochenmehl]] wurde als organischer [[Dünger]] in der [[Landwirtschaft]] eingesetzt. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Knochenmühle&amp;#039;&amp;#039; findet im übertragenen Sinne Verwendung für in besonderem Maße aufreibende bis zerstörerische Lebenssituationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung von Knochenmehl ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bone crusher.jpg|mini|Wassergetriebene Knochenmühle im [[Freilichtmuseum Ballenberg]], Schweiz]][[Datei:Leipzig - Goerdelerring - 20Schulmuseum in 10 ies.jpg|mini|Schulwandbild „Die Verwertung des Knochens“, um 1937]]&lt;br /&gt;
Knochenmühlen gibt es seit der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]]. Im beginnenden 19. Jahrhundert, als die traditionelle [[Dreifelderwirtschaft]] durch moderne agrarische Bewirtschaftung unter Einsatz von [[Düngemittel]]n ersetzt wurde, wurde Knochenmehl als Dünger im industriellen Maßstab hergestellt. Knochenmehl eignet sich aufgrund seiner Mineralhaltigkeit und chemischen Zusammensetzung gut als Pflanzendünger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1828 gab es im [[Rheinland]] 29 Knochenmühlen, davon die meisten im [[Bergisches Land|Bergischen Land]]. Üblicherweise wurden diese durch [[Wasserkraft]] angetrieben.&lt;br /&gt;
In der Mühle von Kings Lynn in England wurden die ausgegrabenen Überreste von Friedhöfen und Grabstätten aus Hamburg verwertet. Ein ökonomisches Lexikon aus dem Jahr 1853 vermerkt: „In England, Belgien und Frankreich ist bis jetzt das Düngen mit Knochenmehl am allgemeinsten und die Engländer haben noch bis in die neueste Zeit ganze Schiffsladungen Knochen aus Deutschland, selbst 1816 von dem [[Schlacht bei Waterloo|Schlachtfelde bei Waterloo]], geholt [...].“&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hoffmann (Hrsg.): Allgemeine Enzyklopädie für Kaufleite, Fabrikanten … Leipzig 1853. Stichwort „Knochen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Knochen wurden teilweise über Hunderte von Kilometern mittels Karren antransportiert (z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Ostpreußen]] zur Bücheler Knochenmühle bei [[Kürten]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rmdz.de/node/465]&amp;lt;/ref&amp;gt; und anschließend bis zu zwei Jahre zum Trocknen gelagert. Die so abgelagerten und anschließend gemahlenen Knochen wurden teilweise auch als Hühnerfutter verwertet, das [[Tierfett|Knochenöl]] war in der [[Feinmechanik]] sehr begehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1900 wurde das Knochenmehl nach und nach durch das [[Thomasmehl]] ersetzt, das bei der Stahlproduktion anfällt. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] förderten die Machthaber im Sinne ihres Konzepts der [[Autarkie]] eigenproduzierte Düngemittel und Knochenmühlen wurden erneut eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Vaupel: &amp;#039;&amp;#039;Wertvolle Knochen. Ein Thema im Schulunterricht der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kultur &amp;amp; Technik&amp;#039;&amp;#039; 3/2017, S.&amp;amp;nbsp;54–59 ([https://www.researchgate.net/publication/325589508_Kinder_sammelt_Knochen_Lehr-_und_Propagandamittel_zur_Behandlung_des_Themas_Knochenverwertung_an_deutschen_Schulen_im_Dritten_Reich PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] schlossen fast alle Knochenmühlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhaltene historische Knochenmühlen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Westfalen]] sind noch wenige Knochenmühlen erhalten, darunter die [[Knochenmühle (Fretter)|Knochenmühle in Fretter]] bei Finnentrop, die [[Knochenmühle (Mühlhofe)|Knochenmühle Meinerzhagen-Mühlhofe]] und die Knochenmühle in [[Isingheim]], im Erzgebirge die [[Dorfchemnitz (Zwönitz)#Sehenswürdigkeiten|Knochenstampfe Dorfchemnitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Göttingen]] weist der Name „Knochenmühle“ nur noch auf den ehemaligen Zweck eines historischen Gebäudes hin, das heute ein Restaurant beherbergt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |title=Wo Knochen gebrochen, Öl geschlagen und Stoff gewalkt wurde: Wie Mühlen bis heute Göttingens Stadtbild prägen |url=https://www.goettinger-tageblatt.de/lokales/goettingen-lk/goettingen/goettingen-maschmuehlenweg-walkemuehlenweg-und-co-wo-frueher-muehlen-standen-222XEYRVLJBXHIVSW2R2XVDQGM.html |last=Kohlwes |first=Tammo |date=2024-07-14 |archive-url=https://archive.is/20240714173250/https://www.goettinger-tageblatt.de/lokales/goettingen-lk/goettingen/goettingen-maschmuehlenweg-walkemuehlenweg-und-co-wo-frueher-muehlen-standen-222XEYRVLJBXHIVSW2R2XVDQGM.html#selection-1189.0-1189.109 |archive-date=2024-07-14 |website=[[Göttinger Tageblatt]] |access-date=2025-07-12 |url-status=deviated |at=Absatz 4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== NS-Vernichtungsstätten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jewish prisoners forced to work for a Sonderkommando 1005 unit pose next to a bone crushing machine in the Janowska concentration camp.jpg|mini|Ehemalige Zwangsarbeiter der [[Sonderaktion 1005]] demonstrieren die Funktion einer Knochenmühle im [[Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska]], August 1944]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Spuren der [[Aktion Reinhardt|Ermordung der Juden im besetzten Polen]] beseitigt werden sollten, wurden dafür auch Knochenmühlen verwendet. Für die Zerkleinerung der Knochen der in der [[Tötungsanstalt Hartheim]] getöteten und anschließend verbrannten Opfer setzte man eine elektrische Knochenmühle ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bizeps.or.at/die-toetungsanstalt-hartheim/ Die Tötungsanstalt Hartheim], Webseite www.bizeps.or.at, abgerufen am 3. August 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{OoeGeschichte |pfad=archiv/epochen/nationalsozialismus/orte-des-terrors/hartheim |autor=Josef Goldberger, Cornelia Sulzbacher |titel=Hartheim |abruf=2022-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestattungswesen ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Feuerbestattung|Kremierung]] von [[Leichnam|Leichen]] verbleiben z.&amp;amp;nbsp;B. Knochen. Nachdem große metallische Bestandteile (z.&amp;amp;nbsp;B. künstliche Gelenke) ausgesondert wurden, werden die verbliebenen Überreste in einer Trommel durch große Stahlkugeln zu Totenasche zerkleinert, die danach in [[Bestattungsurne|Urnen]] abgefüllt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizin ==&lt;br /&gt;
Wenn körpereigenes Knochenmaterial während einer Operation zerkleinert und wiederverwendet werden soll, kommen chirurgische Knochenmühlen zum Einsatz.&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Kleine hand- oder motorbetriebene Geräte für den Eigenbedarf von Einzelbauern und Tierzüchtern.}}&lt;br /&gt;
== Begriffsübertragung ==&lt;br /&gt;
* Die zeitgenössische Beschreibung der außerordentlich verlustreichen [[Schlacht um Verdun]] (1916) als „Knochenmühle“ hat sich bis heute im Sprachgebrauch gehalten.&lt;br /&gt;
* Der Volksmund verwendet gelegentlich die Bezeichnung „Knochenmühle“ für Orte, an denen sehr anstrengende Arbeit geleistet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden online]]: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Knochenmuehle &amp;#039;&amp;#039;Knochenmühle&amp;#039;&amp;#039;], siehe Bedeutung 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Volksmund als &amp;#039;&amp;#039;Knochemiehl&amp;#039;&amp;#039; (Knochenmühle) wurden auch die [[Triebwagen]] der ersten kommerziellen deutschen [[Straßenbahn]]-[[Linienverkehr|Linie]] der [[Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft]] (FOTG) bezeichnet. Der Antrieb über [[Zahnrad|Zahnräder]], die [[Spurweite (Schienenverkehr)|Spurweite]] von 1000&amp;amp;nbsp;mm, die aus Holz gefertigten [[Eisenbahnrad|Räder]] mit [[Eisenbahnrad#Radreifen|Radreifen]] aus Stahl und die fehlende [[Federung]] führten zu unruhigen Laufeigenschaften und der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Knochemiehl&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Nicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Bergische Mühlen&amp;#039;&amp;#039;, Martina Galunder Verlag, Wiehl, 1998, ISBN 3-931251-36-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bone crushers|Knochenmühlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7863873-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Knochenmuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlentyp nach Produkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knochenprodukt|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedhofsbewirtschaftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Balham Bongos</name></author>
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