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	<title>Knoblauchsrauke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knoblauchsrauke&amp;diff=108082&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-25T11:40:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name = Knoblauchsrauke&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName = Alliaria petiolata&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor = ([[Friedrich August Marschall von Bieberstein|M.Bieb.]]) [[Fridiano Cavara|Cavara]] &amp;amp; [[Loreto Grande|Grande]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName = Alliaria&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName = Thlaspideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name = Kreuzblütler&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName = Brassicaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name = Kreuzblütlerartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName = Brassicales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name = Eurosiden II&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang = ohne&lt;br /&gt;
| Bild = Alliaria petiolata (2).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Knoblauchsrauke (&amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knoblauchsrauke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knoblauchskraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lauchhederich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lauchkraut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knoblauchhederich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Alliaria]]&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der  [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Kreuzblütengewächse]] (Brassicaceae). Sie ist in [[Europa]] weit verbreitet. Die [[Trivialname]]n beziehen sich auf den [[Knoblauch]]duft, der beim Zerreiben der Blätter entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:190 Alliaria officinalis.jpg|mini|Illustration]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Allaria petiolata(04).jpg|mini|Bestand im Randbereich von Gehölzen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:knoblauchsrauke01.jpg|mini|Habitus im typischen [[Habitat]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alliaria petiolata 2 RF.jpg|mini|Blüten und Laubblätter]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knoblauchsraukentriebe.jpg|mini|Habitus vor der Blüte, im Monat April]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Samen und reifende Schoten der Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata).jpg|mini|Schwarze Samen und grüne Schoten Anfang Juli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild und Blatt ===&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke ist eine [[Zweijährige Pflanze|zwei-]] bis [[Mehrjährige Pflanze|mehrjährige]] [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Sie besitzt eine lange [[Pfahlwurzel]]. Der [[Sprossachse|Stängel]] ist schwach vierkantig, im basalen Bereich entwickelt er eine schwache Behaarung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jena&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lang gestielten, nierenförmigen [[Blatt (Pflanze)|Grundblätter]] sind am Rand buchtig gekerbt. Die Stängelblätter sind wechselständig angeordnet. Sie weisen eine herzförmige Blattspreite mit gebuchtetem Rand auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jena&amp;quot;&amp;gt;Dietrich, Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Frühblüher aus Jena&amp;#039;&amp;#039;, EchinoMedia Verlag, 1. Auflage 2008, ISBN 978-3-937107-15-8, S. 95ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstand und Blüte ===&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke blüht von April bis Juli.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. 2: Gefäßpflanzen |Auflage=14., durchgesehene |Verlag=Volk u. Wissen |Ort=Berlin |Datum=1988 |ISBN=978-3-06-012539-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem endständigen, [[Traube|traubigen]] [[Blütenstand]] sitzen viele Blüten. Die Blütenstiele sind dünn und meist nur etwa so lang wie der Kelch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die zwittrigen [[Blüte]]n sind, wie für Kreuzblütler typisch, vierzählig sowie 5 bis 8 Millimeter groß. Die vier weißen Kronblätter und vier Kelchblätter sind frei. Die Kelchblätter sind schmal eiförmig und 2 bis 3 Millimeter lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die Kronblätter sind länglich verkehrt-eiförmig und in einen kurzen Nagel verschmälert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;  Die Blüten besitzen sechs [[Staubblatt|Staubblätter]], von denen die zwei seitlichen deutlich kürzer sind. Am Blütenboden, am Grund der Staubblätter, sind ringförmig die Nektardrüsen angeordnet. Der [[Fruchtknoten]] ist grün und schlank und durch eine Scheidewand in zwei Fächer geteilt. Der Griffel ist 2 bis 2 Millimeter lang und unter der gestutzten Narbe keulenförmig angeschwollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht und Samen ===&lt;br /&gt;
Der befruchtete Fruchtknoten entwickelt sich zu einer [[Schote (Frucht)|Schote]] von drei bis sieben Zentimetern Länge. Die Schote ist dünn, im unreifen Zustand grün und mit nur zwei Millimetern Durchmesser nicht wesentlich dicker als der vormalige Blütenstiel. Die Fruchtklappen der Schote haben einen kantig vorspringenden Mittelnerv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Die Schote enthält in jedem der zwei Fächer sechs bis acht Samen, die jeweils nur etwa drei Millimeter lang und ausgereift von schwarzbrauner&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt; Farbe sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Reife verändert sich aufgrund des dann stattfindenden Austrocknungsprozesses die Farbe der Schote von grün zu hellbraun. Ist die Schote voll ausgereift, reißen die beiden Fruchtklappen von unten nach oben allmählich auf und fallen schließlich ab. Die Samen werden dabei noch nicht verstreut. Sie sind mit kurzen Stielen an der Scheidewand der Schote befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 36 oder 42.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke ist ein zweijähriger (bis ausdauernder) [[Hemikryptophyt]] und eine Schaftpflanze. Sie ist bis 1 Meter hoch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;, an mageren Standorten wurden aber fruchtende Pflanzen mit Wuchshöhen von nur 5 Zentimetern gefunden, was ein gutes Beispiel für die [[Modifikationsbreite]] dieser Art gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur optimalen Lichtausnutzung sind die unteren Laubblätter relativ groß und lang gestielt und werden nach oben hin deutlich kleiner und kurzstieliger.&lt;br /&gt;
Pflanzeninhaltsstoffe wirken [[Allelopathie|allelopathisch]] auf das Wachstum von [[Mykorrhiza]]pilzen ein und hemmt bzw. unterbindet dieses. Da wiederum viele Keimlinge von Bäumen von diesen Pilzen abhängen, unterbindet die Knoblauchsrauke so indirekt das Aufkommen von Gehölz in ihrer unmittelbaren Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synökologie ===&lt;br /&gt;
[[Vegetative Vermehrung]] wird über unterirdische Ausläufer und Wurzelsprosse sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke bietet den [[Nektar (Botanik)|Nektar]], der sich an der Basis der Blüte sammelt, frei zugänglich an. So finden sich neben [[Bienen]], [[Fliegen]] und [[Schwebfliegen]] auch [[Käfer]] als bestäubende Insekten ein. Zusätzlich zur Fremdbestäubung ist der Knoblauchsrauke [[Selbstbestäubung]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke breitet ihre Samen überwiegend durch [[Semachorie]] aus. Werden die Stängel, an denen die Schoten schräg ausgerichtet hängen, vom Wind oder von vorbeistreifenden Tieren oder Menschen in Bewegung versetzt, lösen sich die ausgereiften Samen von der Schote ab und werden ausgestreut. Wie viele andere Pflanzen auch verfügt die Knoblauchsrauke über mehrere [[Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen|Ausbreitungsstrategien]]. Bei Regen verschleimen die Samen und bleiben im Fell vorbeistreifender Tiere haften. Sie werden durch diese Strategie, die sogenannte [[Epichorie]], über eine größere Distanz verschleppt als durch die Semachorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tagfalter [[Waldbrettspiel]] (&amp;#039;&amp;#039;Pararge aegeria&amp;#039;&amp;#039;) saugt gern am Nektar der Knoblauchsrauke. Sie dient auch dem [[Aurorafalter]] (&amp;#039;&amp;#039;Anthocharis cardamines&amp;#039;&amp;#039;) als Nektarpflanze und zugleich neben dem [[Wiesenschaumkraut]] dessen Raupen als Futterpflanze.  Als Futterpflanze nutzt sie außerdem der stark gefährdete [[Mehlfarbener Raukenspanner|Mehlfarbene Raukenspanner]] (&amp;#039;&amp;#039;Lithostege farinata&amp;#039;&amp;#039;). [[Polyphagie (Ökologie)|Polyphag]] ernähren sich die Raupen der [[Achateule]] (&amp;#039;&amp;#039;Phlogophora meticulosa&amp;#039;&amp;#039;) und des [[Grünader-Weißling]]s (&amp;#039;&amp;#039;Pieris napi&amp;#039;&amp;#039;) von der Knoblauchsrauke. [[Ernährung|Oligophag]] sind die Raupen des [[Kreuzblütler-Blattspanner]]s (&amp;#039;&amp;#039;Xanthorhoe designata&amp;#039;&amp;#039;) und [[Gemeiner Blattspanner|Gemeinen Blattspanners]] (&amp;#039;&amp;#039;Xanthorhoe fluctuata&amp;#039;&amp;#039;) auf die Art angewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.floraweb.de/pflanzenarten/schmetterlinge.xsql?suchnr=280&amp;amp;sipnr=280&amp;amp; &amp;#039;&amp;#039;Die Knoblauchsrauke als Schmetterlingspflanze&amp;#039;&amp;#039;] bei [http://www.floraweb.de/ Flora Web]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke wächst wild in den meisten Teilen [[Europa]]s, [[Vorderasien]]s und Zentralasiens bis China und Indien und kommt stellenweise auch in [[Nordafrika]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; Die Knoblauchsrauke ist in [[Nordamerika]] und [[Südamerika]] ein [[Neophyt]], der als [[invasive Pflanze]] gilt. Sie ist vermutlich durch europäische Siedler bewusst als [[Küchenkraut]] und [[Heilpflanze]] nach Nordamerika verschleppt worden (sogenannte [[Ethelochorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist eigentlich eine Pflanzenart der [[Laubwald|Laubwälder]], gedeiht aber besonders gut in Gebüschen und Hecken sowie an Mauern und [[Feldrain|Wegrainen]], in Gärten und auf Schuttplätzen (Ruderalstellen). Sie befindet sich dort häufig in der Gesellschaft von [[Brennnessel]]n. Wie diese schätzt sie frische, stickstoffreiche [[Lehm]][[Boden (Bodenkunde)|böden]]. Sie ist häufig auch in schattigen Parkanlagen und in Gehölzen im städtischen Raum zu finden.&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke ist ein Stickstoffzeiger und eine Halbschattenpflanze. Auch in Astgabeln von Bäumen kann sie epiphytisch wachsen. Sie ist eine Charakterart der Ordnung Glechometalia hederaceae.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Allgäuer Alpen steigt sie in Bayern nahe der Scheuen-Alpe südöstlich [[Balderschwang]] bis zu 1080 Meter über Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert2001&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Kanton Wallis]] erreicht sie sogar 1800 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+ (feucht), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 5 (sehr nährstoffreich bis überdüngt), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;Species Plantarum&amp;#039;&amp;#039;, Tomus 2, S. 660–661 als &amp;#039;&amp;#039;Erysimum alliaria&amp;#039;&amp;#039;. Unter der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Alliaria&amp;#039;&amp;#039; konnte dieses Artepitheton aber keine Verwendung finden. Daher wurde das nächstälteste Epitheton als Basionym gesucht. Es fand sich bei [[Friedrich August Marschall von Bieberstein]] in  &amp;#039;&amp;#039;Flora taurico-caucasica&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, S. 126, 1808 als &amp;#039;&amp;#039;Arabis petiolata&amp;#039;&amp;#039;. Die Neukombination zu &amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(M.Bieb.) Cavara &amp;amp; Grande}} wurde 1913 durch [[Fridiano Cavara]] und [[Loreto Grande]] in &amp;#039;&amp;#039;Bull. Orto Bot. Regia Univ. Napoli&amp;#039;&amp;#039;, 3, S. 418 veröffentlicht. Weitere Synonyme für &amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(M.Bieb.) Cavara &amp;amp; Grande}} sind: &amp;#039;&amp;#039;Erysimum alliaria&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}}, &amp;#039;&amp;#039;Sisymbrium alliaria&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Scop.}}, &amp;#039;&amp;#039; Alliaria officinalis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Andrz.}}, &amp;#039;&amp;#039;Alliaria officinalis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Andrz. ex M.Bieb.}} Der Name &amp;#039;&amp;#039;Alliaria&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;Allium&amp;#039;&amp;#039; als „Lauchpflanze“ abgeleitet, taucht bei [[Hieronymus Bock]] und [[Leonhart Fuchs]] im 16. Jahrhundert auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke hat im [[Mittelalter]] und der frühen Neuzeit eine gewisse Rolle als Gewürzpflanze gespielt und geriet, als Gewürze preisgünstiger und damit für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich wurden, als solche zunehmend in Vergessenheit. Ähnlich wie beim [[Bärlauch]] entdeckt die moderne Kräuterküche allmählich die Knoblauchsrauke in zunehmendem Maße wieder. Allerdings lässt sich die Knoblauchsrauke nicht so vielfältig verwenden wie der Bärlauch, da ihre Geschmacksstoffe flüchtiger sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Knoblauchsrauke als Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Die Knoblauchsrauke wurde früher zu Heilzwecken verwendet. Sie wirkt [[antiseptisch]], leicht harntreibend und schleimlösend. Man sagt ihr darüber hinaus auch antiasthmatische Eigenschaften nach. In der [[Volksmedizin]] wurden aus den Blättern Breiumschläge zur Behandlung von Insektenstichen und Wurmerkrankungen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung als Gewürz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Thioglycoside to Allyl Isothiocyanate V.1.png|mini|rechts|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allylisothiocyanat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (unten,  &amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;blau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; markiert) bildet sich bei der [[Hydrolyse]] von [[Sinigrin]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clayden&amp;quot;&amp;gt;Jonathan Clayden, Nick Greeves, Stuart Warren, Peter Wothers: &amp;#039;&amp;#039;Organic Chemistry&amp;#039;&amp;#039;, Oxford University Press, 2001, S.&amp;amp;nbsp;1367–1368. ISBN 978-0-19-850346-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; einem Inhaltsstoff der Knoblauchsrauke.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knoblauchsrauke (&amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039;) wurde schon vor 4000 v. Chr. im [[Mesolithikum]] als Gewürz benutzt, wie [[Phytolith]]en an Scherben von Tontöpfen aus [[Neustadt in Holstein]] an der Ostsee und [[Stenø]] in Dänemark zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-23769911 | titel=Prehistoric Europeans spiced their cooking | autor=Suzi Gage | hrsg=BBC News | datum=2013-08-21 | zugriff=2013-08-22 | sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0070583 | titel=Phytoliths in Pottery Reveal the Use of Spice in European Prehistoric Cuisine | autor=Saul Hayley, Madella Marco, Fischer Anders, Glykou Aikaterini, Hartz Sönke, Oliver E. Craig | hrsg=PLoS ONE 8(8): e70583. {{DOI|10.1371/journal.pone.0070583}} | datum=2013-08-21 | zugriff=2013-08-22 | sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist die Knoblauchsrauke das älteste bekannte einheimische Gewürz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurde die Knoblauchsrauke mit ihrem pfeffrig-knoblauchartigen Geschmack vor allem von der ärmeren Bevölkerung genutzt, die sich die teuren Gewürze nicht leisten konnte. Sie wurde im Mittelalter aus diesem Grund sogar in Gärten angebaut. Zum Essen werden die Blätter von April bis Juni gesammelt. Der Engländer [[John Evelyn]], der 1699 ein Kochbuch &amp;#039;&amp;#039;Acetaria, a Discourse on Sallets&amp;#039;&amp;#039; schrieb, nannte die Pflanze unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Jack-by-the hedge&amp;#039;&amp;#039; – was als Hinweis auf ihre Häufigkeit zu verstehen ist – sowie &amp;#039;&amp;#039;Alliaria&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;sauce alone&amp;#039;&amp;#039;. Des Weiteren wies er darauf hin, dass die Pflanze viele wertvolle medizinische Eigenschaften habe und  „besonders von Leuten auf dem Lande als Salat gegessen werde, wo sie wild unter Bänken und Hecken wachse“. Auch heute werden die jungen Blätter der Knoblauchsrauke in England noch häufig für Sandwichfüllungen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der scharfe Geschmack der Knoblauchsrauke ist auf ätherische Öle und das [[Glukosid]] [[Sinigrin]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clayden&amp;quot; /&amp;gt; zurückzuführen, das den Glukosiden ähnelt, die in anderen Mitgliedern der [[Kohl]]familie zu finden sind. Beim Kochen verflüchtigt sich allerdings der pfeffrig-knoblauchartige Geschmack. Knoblauchsrauke muss daher Speisen in rohem Zustand beigegeben werden.&lt;br /&gt;
Die moderne Kräuterküche hat die Knoblauchsrauke wiederentdeckt und mischt die feingehackten Blätter in Salatsoßen und Quark- oder [[Frischkäse]]mischungen oder als Zutat für [[Pesto]]. Darüber hinaus werden die geschmacksintensiven Blüten verwendet, um salzige [[Sorbet]]s und Salate zu dekorieren.&lt;br /&gt;
Die schwarzen Samen der Knoblauchsrauke lassen sich ähnlich wie Pfefferkörner verwenden und haben einen sehr scharfen Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[Hansjörg Küster]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kulturgeschichte der Gewürze.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C.&amp;amp;nbsp;H. Beck, München 1997, ISBN 3-406-42025-7.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lestrieux, Jelena de Belder: &amp;#039;&amp;#039;Der Geschmack von Blumen und Blüten.&amp;#039;&amp;#039; Dumont Verlag, Köln 2000, ISBN 3-7701-8621-4.&lt;br /&gt;
* Angelika Lüttig &amp;amp; Juliane Kasten: &amp;#039;&amp;#039;Hagebutte &amp;amp; Co: Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Fauna Verlag, Nottuln 2003, ISBN 3-935980-90-6.&lt;br /&gt;
* [[Ruprecht Düll]], [[Herfried Kutzelnigg]]: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait.&amp;#039;&amp;#039; 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GRIN|ID=401|Rang=genus|WissName=Alliaria|Abruf=2022-08-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1002520|WissName=Alliaria petiolata (M. Bieb.) Cavara &amp;amp; Grande|Abruf=2022-08-23}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 473.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erhard Dörr, [[Wolfgang Lippert (Botaniker)|Wolfgang Lippert]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora des Allgäus und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 573.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Friedrich Markgraf]]: &amp;#039;&amp;#039;Familie Cruciferae.&amp;#039;&amp;#039; S. 118–120. In [[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Illustrierte Flora von Mitteleuropa]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Band IV, Teil 1, Verlag Carl Hanser, München 1958.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Alliaria petiolata|Knoblauchsrauke (&amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|280}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|280}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Kreuzbluetler/alliaria.htm  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
* [http://kbd.kew.org/kbd/search.do?general=Alliaria+petiolata Literatur zu &amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039; in den &amp;#039;&amp;#039;Kew Bibliographic Databases&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
* Walter Obermayer: [http://www.uni-graz.at/walter.obermayer/plants-of-styria/images/alliaria-petiolata.html Fotos von &amp;#039;&amp;#039;Alliaria petiolata&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website [http://www.uni-graz.at/~oberma/home.htm Institut für Pflanzenwissenschaften].&lt;br /&gt;
* [http://www.heilpflanzenkatalog.net/heilpflanzen/heilpflanzen-europa/206-knoblauchsrauke.html Verwendung in der Volksheilkunde].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzblütengewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wildkraut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blattgemüse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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