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	<title>Knappheit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knappheit&amp;diff=48686&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Arianndi: Formulierung</title>
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		<updated>2025-12-06T22:17:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formulierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den volkswirtschaftlichen Begriff; für das Sachbuch aus dem Jahr 2013 siehe [[Knappheit (Buch)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knappheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;scarcity&amp;#039;&amp;#039;}}) ist in der [[Volkswirtschaftslehre]] das Missverhältnis zwischen den unbegrenzten [[Bedürfnis]]sen der Menschen und den zu ihrer [[Bedürfnisbefriedigung]] begrenzt zur Verfügung stehenden [[Waren|Gütern]] ([[Ware|Waren]] und [[Dienstleistung|Dienstleistungen]]). Das Gegenteil ist der [[Überflussgesellschaft|Überfluss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Nicht die gesamte Volkswirtschaft ist von Knappheit gekennzeichnet. [[Freies Gut|Freie Güter]] wie [[Luft]] weisen keine Knappheit auf, denn sie sind im betreffenden Gebiet zur betrachteten Zeit in so großer Menge vorhanden, dass jeder Mensch so viele Einheiten des Gutes konsumieren kann wie er will, beziehungsweise bis seine [[Sättigungsmenge (Wirtschaft)|Sättigungsmenge]] erreicht ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Woll, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 12. Auflage, 1996, S. 50 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wirtschaftsgüter dagegen werden über ihre Knappheit definiert (und deshalb auch „knappe Güter“ genannt), denn sie stehen nicht zu jeder Zeit und an jedem gewünschten Ort in der gewünschten Qualität und Menge zur Verfügung;&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 1984, Sp. 1925&amp;lt;/ref&amp;gt; in der DDR waren Bananen knapp, in der BRD dagegen nicht. [[Trinkwasser]] wiederum ist in der Wüste knapp, in Deutschland jedoch nicht. Für die Frage der Knappheit ist nicht die Begrenztheit der Güter von Bedeutung, sondern dass sie im Verhältnis zum Umfang der Bedürfnisse zu gering sind;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=KjDoBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA107&amp;amp;dq=Knappheit+Wirtschaften&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiMzoKujcnZAhXnDMAKHUl8Bi0Q6AEIMjAC#v=onepage&amp;amp;q=Knappheit%20Wirtschaften&amp;amp;f=false Günter Vornholz, &amp;#039;&amp;#039;VWL für die Immobilienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 107]&amp;lt;/ref&amp;gt; Knappheit ist also ein relativer Begriff. Sie erfordert [[Wirtschaften]], das darauf abzielt, die Knappheit zu mildern und die knappen Mittel so zu lenken, dass eine bestmögliche Bedürfnisbefriedigung erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschaftslexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 1984, Sp. 2398&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappheit kann sich neben der [[Quantität]] oder [[Qualität]] ([[Produktqualität]], [[Dienstleistungsqualität]]) auch auf Ort oder Zeitpunkt ihrer Verfügbarkeit beziehen. Jede Art von [[Mangel (Quantität)|Mangel]] (wie [[Geldmangel]]) betrifft lediglich bestimmte [[Wirtschaftssubjekt]]e an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leviathan frontispiece cropped British Library.jpg|mini|250px|Titelblatt von Hobbes’ &amp;#039;&amp;#039;Leviathan&amp;#039;&amp;#039; (1651)]]&lt;br /&gt;
Die Knappheit ist so alt wie die menschlichen Bedürfnisse. Im [[Merkantilismus]] galt [[Geld]] als knapp. [[Martin de Azpilcueta]] sinnierte 1556 über die Beziehung zwischen Knappheit und [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraft]] des Geldes, denn bei knappem Geld seien Güter billiger zu haben;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin de Azpilcueta, &amp;#039;&amp;#039;Comentario resolutorio de usuras&amp;#039;&amp;#039;, 1556, S. 98 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei Knappheit ist Geld mehr wert. Diese Überlegungen sind der Vorläufer für die 1568 von [[Jean Bodin]] formulierte naive [[Quantitätstheorie]] des Geldes. In seiner [[Preistheorie]] verwandte der Merkantilismus einen relativen Knappheitsbegriff: Güter sind mehr oder weniger knapp, und dementsprechend ist ihr Preis höher oder niedriger. Eine systematisch entwickelte Knappheitstheorie geht jedoch erst auf [[Thomas Hobbes]] und [[John Locke]] zurück. Für Hobbes galt Knappheit in seinem 1651 erschienenen Hauptwerk [[Leviathan (Thomas Hobbes)|Leviathan]] als Verhältnis zwischen begrenzten Zugriffsmöglichkeiten und unbegrenzter Begierde. Da alle Güter knapp seien, bedürfe es dem Staat als Regulativ.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hobbes, &amp;#039;&amp;#039;Leviathan or the Matter&amp;#039;&amp;#039;, 1651/1996, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle Wirtschaftssubjekte müssten permanent danach trachten, sich besserzustellen, in einem „beständigen Fortgang von einem Wunsch zum andern, wobei die Erreichung des ersteren immer dem folgenden den Weg bahnen muss“.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hobbes, &amp;#039;&amp;#039;Leviathan or the Matter&amp;#039;&amp;#039;, 1651/1980, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; John Locke ging 1690 in seiner Knappheitstheorie davon aus, dass nicht die [[Soziale Beziehung|sozialen Beziehungen]] die Ursache für Knappheit seien, sondern dass Knappheit von Natur aus gegeben sei. Daher müsse der Mensch für knappheitsbewältigende [[Produktion]] und für [[Expansion (Wirtschaft)|Expansion]] sorgen. Die Knappheit des [[Boden (Produktionsfaktor)|Bodens]] ist für ihn eine Folge der Geldwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;John Locke, &amp;#039;&amp;#039;Second Treatise of Government&amp;#039;&amp;#039;, 1690/1977, S. 228&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Samuel von Pufendorf]] unterstrich 1675 in seinem Hauptwerk „Acht Bücher“ nachdrücklich, welche Rolle die Knappheit eines Gutes für die auf dem Markt geltende Größe spielt: „Die Seltsamkeit einer Sache thut demnach das meiste zu Erhöhung ihres Preises.“&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel von Pufendorf, &amp;#039;&amp;#039;De jure naturae et gentium libri octo&amp;#039;&amp;#039;, Buch V, 1675, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei den Merkantilisten das Geld „knapp“ war, galt bei den [[Physiokratie|Physiokraten]] [[Grund und Boden]] als knapp. Auch für die [[klassische Nationalökonomie]] galt der Boden stets als knappes Gut. Diese Knappheit von Grund und Boden beschrieb [[Adam Smith]] mit den Worten, die Existenz von [[Grundrententheorie|Grundrenten]] sei Indiz für die „Freigiebigkeit der Natur“. Er unterschied in seinem Buch [[Der Wohlstand der Nationen]] (März 1776) zwischen der &amp;#039;&amp;#039;natürlichen Knappheit&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;natural scarcity&amp;#039;&amp;#039;}}) und der &amp;#039;&amp;#039;künstlichen Knappheit&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;artificial scarcity&amp;#039;&amp;#039;}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations&amp;#039;&amp;#039;, Band IV, 1776, S. 380 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er definierte Knappheit in Bezug auf die [[Nachfrage]], nicht in Bezug auf das [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thomas Robert Malthus]] untersuchte 1798 das Verhältnis von [[Bevölkerungswachstum]] und [[Bodenertrag]] und gelangte in seinem [[Bevölkerungsgesetz]] zu der [[Prognose]], dass der Bodenertrag nur in [[Arithmetische Folge|arithmetischer Progression]] (1, 2, 3, 4, 5 usw.) wachsen könne, die [[Bevölkerung]] jedoch in [[Geometrische Folge|geometrischer Progression]] (1, 2, 4, 8, 16 usw.) wachse, mit der Folge von [[Hunger]] und [[Armut]]&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Robert Malthus, &amp;#039;&amp;#039;An Essay on the Principle of Population&amp;#039;&amp;#039;, 1798, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; durch Knappheit der [[Nahrung]]. Nicht Verbesserungen in der Produktion, sondern [[Familienplanung|Geburtenkontrolle]] (etwa durch [[Enthaltsamkeit]]) erschien dem Pfarrer Malthus als Möglichkeit, die Armut dauerhaft zu bekämpfen. [[David Ricardo]] sah 1817 den [[Grundeigentümer]] als Nutznießer der Knappheit, weil in einer wachsenden Volkswirtschaft der Boden der einzige nicht vermehrbare [[Produktionsfaktor]] sei. „Es gibt einige Güter, deren Wert ausschließlich durch ihre Knappheit bestimmt wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo, &amp;#039;&amp;#039;On the Principles of political Economy and Taxation&amp;#039;&amp;#039;, 1817, S. 12 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ricardo zufolge kann die Grundrente immer dann entstehen, wenn Grund und Boden sich als knapp und von unterschiedlicher Qualität erweisen. Seine [[Grundrententheorie|Differentialrententheorie]] zeigt, dass er die Knappheit primär aus natürlichen und erst sekundär aus sozialen Faktoren ableitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst [[John Stuart Mill]] stützte 1848 die Malthussche [[Bevölkerungslehre]] mit dem [[Bodenertragsgesetz]].&amp;lt;ref&amp;gt;John Stuart Mill, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1848, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Der von Mill beeinflusste [[Neomalthusianismus]] propagierte [[Verhütungsmittel]] zur Geburtenkontrolle, die Malthus noch abgelehnt hatte. Ihre Prognosen sind heute [[Verifizierung|verifiziert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nassau William Senior]] entwickelte 1836 seine Theorie der konstitutiven Eigenschaften [[Reichtum]] stiftender Güter ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Constituents of Wealth&amp;#039;&amp;#039;}}), zu deren Güter-Eigenschaften er die &amp;#039;&amp;#039;Begehrtheit&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;utility&amp;#039;&amp;#039;}}), &amp;#039;&amp;#039;technische Tauglichkeit&amp;#039;&amp;#039; zur Befriedigung von Bedürfnissen, Knappheit ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;limitation of supply&amp;#039;&amp;#039;}}) und [[Übertragbarkeit]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;transferableness&amp;#039;&amp;#039;}}) zählte; Knappheit hielt er für die wichtigste.&amp;lt;ref&amp;gt;Nassau William Senior, &amp;#039;&amp;#039;Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, 1854, S. 6–13&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit widersprach er der Auffassung von Smith, Malthus und Mill, für die Reichtum lediglich aus materiellen Objekten bestand. Eine von [[Antoine-Elisée Cherbuliez]] 1852 für seinen Beitrag über Knappheit zu einem Volkswirtschaftlexikon erstellte Systematik der Knappheitsursachen unterschied zwischen normalen (Ernteausfälle), anormalen (Kriege, Epidemien) und künstlichen Krisenursachen. Daraus leitete er die echte (durch natürliche Ursachen) und künstliche (durch [[Staatsintervention]]) herbeigeführte Knappheit ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Antoine-Élisée Cherbuliez, &amp;#039;&amp;#039;Disette&amp;#039;&amp;#039;, in: Dictionnaire de l&amp;#039;économie politique, Band I, 1852, S. 555–563&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Léon Walras]] existierte Knappheit ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;rareté&amp;#039;&amp;#039;}}) der Dinge, wenn sie sowohl nützlich als auch in der Menge nur begrenzt verfügbar sind. Er definierte 1874 die Knappheit als die Beziehung zwischen der Unendlichkeit der Bedürfnisse und der Seltenheit der zu ihrer Befriedigung verfügbaren Mittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Léon Walras, &amp;#039;&amp;#039;Eléments de l’économie pure ou théorie de la richesse sociale&amp;#039;&amp;#039;, 1874/1926, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater Antoine-Auguste Walras definierte 1831 die Knappheit als Quotienten von Nachfrage und Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gustav Cassel]]s Preistheorie aus 1918 beruhte ausschließlich auf dem Prinzip der Knappheit, die gesamte Wirtschaft wird nach Cassel vom Prinzip der Knappheit beherrscht. „Da die Mittel der Bedürfnisbefriedigung in der Regel nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen und da die Bedürfnisse der zivilisierten Menschen in ihrer Gesamtheit unersättlich sind, sind die Mittel der Bedürfnisbefriedigung im Verhältnis zu den Bedürfnissen in der Regel knapp“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Cassel, &amp;#039;&amp;#039;Grundgedanken der theoretischen Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 1918/1932, S. 151&amp;lt;/ref&amp;gt; Sobald sich mithin für eine bestimmte Ware ein Preis bildet, wird nur diejenige Nachfrage, die den Preis zu zahlen bereit ist, befriedigt und so beschränkt, dass sie mit dem Angebot übereinstimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Cassel, &amp;#039;&amp;#039;Grundgedanken der theoretischen Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 1918/1932, S. 151&amp;lt;/ref&amp;gt; [[John Maynard Keynes]] prognostizierte 1931 den Zeitpunkt der [[Sättigung (Wachstum)|Sättigung]] und das „Ende des dunklen Tunnels der Knappheit“.&amp;lt;ref&amp;gt;John Maynard Keynes, &amp;#039;&amp;#039;Economic Possibilities for our Grandchildren&amp;#039;&amp;#039;, in: Essays in the Persuasion, 1931, S. 358–373&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Profit]] entsteht Keynes’ [[Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes|Allgemeiner Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes]] vom Februar 1936 zufolge durch die Knappheit an [[Realkapital]] ([[Produktionsmittel]]), ein Geldzins existiere nur wegen der Geldknappheit.&amp;lt;ref&amp;gt;John Maynard Keynes, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes&amp;#039;&amp;#039;, 1936, S. 178 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Knappheit ist bei [[Lionel Robbins]] 1932 die Grundlage des wirtschaftlichen Handelns,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=qoToCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA18&amp;amp;dq=volkswirtschaftslehre+Mangel+Knappheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiIn-yz2KrYAhWS4qQKHYxoAbgQ6AEIQDAE#v=onepage&amp;amp;q=volkswirtschaftslehre%20Mangel%20Knappheit&amp;amp;f=false Maria Grewe/Markus Tauschek (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Knappheit, Mangel, Überfluss&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 18 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn die [[Wirtschaftswissenschaft]]en interessierten sich für das menschliche Verhalten als „Beziehung zwischen Zielen und knappen Mitteln mit alternativen Verwendungsmöglichkeiten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Lionel Robbins, &amp;#039;&amp;#039;An Essay on the Nature and Significance of Economic Science&amp;#039;&amp;#039;, 1932, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Knappheit liegt vor, wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot. Im ungünstigsten Fall ist bei gegebener Nachfrage das Angebot „null“, die Knappheit also am größten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knappheit kann daher sowohl durch die Angebots- als auch die Nachfrageseite ausgelöst werden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Natürliche Knappheit&amp;#039;&amp;#039;: Liegt vor allem bei zufälliger Knappheit, bei [[Nichterneuerbarer Rohstoff|nicht-erneuerbaren Rohstoffen]] und bei nicht produzierbaren Gütern vor.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zufällige Knappheit&amp;#039;&amp;#039;: Unvorhersehbare Schwankungen im Angebot von Obst, Gemüse oder Getreide, etwa durch schlechte [[Ernte]]n wegen [[Dürre]] oder [[Unwetter]], werden als zufällige Knappheit definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Heribert Gierl, Michael Plantsch: &amp;#039;&amp;#039;Sind knappe Produkte attraktiver? : Der Stand der bisherigen Forschung.&amp;#039;&amp;#039; In: Journal of Research and Management. Vol. 29,  2007, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Knappheit ist durch die [[Landwirtschaft]] nicht beeinflussbar, sie kann zu erheblichen Preissteigerungen beitragen.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Nicht-erneuerbare Rohstoffe&amp;#039;&amp;#039; kommen aus [[Lagerstätte]]n mit begrenzten [[Rohstoffvorkommen]]. Je höher ihr [[Verbrauch]] und/oder je geringer ihr Vorkommen ist, umso mehr steigt ihre Knappheit (etwa [[Edelmetall]]e wie [[Gold]], [[Platin]] oder [[Palladium]]; [[Diamant]]en).&lt;br /&gt;
** Zu den &amp;#039;&amp;#039;nicht produzierbaren Gütern&amp;#039;&amp;#039; gehört beispielsweise [[Wasser]], das zur [[Wasserknappheit]] führen kann. Diese kann durch Dürre ausgelöst werden, aber auch strukturell bestehen wie in der [[Wüste]]. Der [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]] unterliegt als nicht vermehrbarem [[Produktionsfaktor]] einer natürlichen Knappheit (abgesehen von den wenigen Möglichkeiten der [[Landgewinnung]] oder [[Melioration]]), da dem weltweiten [[Bevölkerungswachstum]] nicht nutzbare [[Brachfläche]]n gegenüberstehen, so dass die Besiedlung weitgehend durch Erhöhung der [[Bevölkerungsdichte]] gelöst werden muss.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachfragebedingte Knappheit&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** [[Hamsterkauf|Hamsterkäufe]]: Im Vorfeld etwa von vorhergesagten [[Naturkatastrophe]]n kommt es zur starken Nachfrage nach Lebensmitteln und sonstigen Gütern, die als [[Notvorrat]] dienen und einen Zeitraum überbrücken sollen, während dessen nicht gekauft werden kann. Die für den [[Handel]] nicht planbaren großen Nachfragemengen führen zu Engpässen in der Versorgung.&lt;br /&gt;
** Der [[Mangel (Quantität)|Mangel]] kann auch erst während des Verkaufsprozesses entstehen, wenn Güter mit dem Attribut „solange der Vorrat reicht“ oder „knappe Vorräte“ angepriesen werden, so dass der [[Verbraucher]] sie als knapp und damit wegen des [[Knappheitsprinzip]]s als besonders begehrenswert wahrnimmt. Das gilt auch für die „limitierte Auflage“.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Künstliche Knappheit]]&amp;#039;&amp;#039;: Ist das Angebot nicht auf natürliche Weise begrenzt wie beispielsweise bei Edelmetallen, so kann eine künstliche Knappheit erzeugt werden.&lt;br /&gt;
** Eine künstliche Ursache von Knappheit wird vor allem von Unternehmen bei [[Luxusgut|Luxusgütern]] praktiziert, die bewusst weniger anbieten als Nachfrage vorhanden ist. Renommierte [[Modelabel]]s (wie die [[It-Bag]]s von [[Louis Vuitton]], [[Hermès (Unternehmen)|Hermès]] oder [[Chanel]]) oder Schmuckhersteller nutzen das Knappheitsprinzip durch [[Hochpreisstrategie]] und Wartezeit, verzichten auf die Ubiquität und vermarkten ihre Produkte nur in wenigen ausgesuchten [[Flagship-Store]]s. Auch das [[Guerilla-Marketing]] und der [[Pop-up-Verkauf]] nutzen das [[Marketinginstrument]] der künstlichen Knappheit. Während Guerilla-Stores den Zugang zum Laden durch eine ungewöhnliche [[Lage (Immobilie)|Lage]] reglementieren, bieten Pop-up-Stores ein zeitlich begrenztes ([[Windhundprinzip]]), knappes [[Sortiment]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Katharina Hutter, Stefan Hoffmann: [https://books.google.de/books?id=QUsiBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA123&amp;amp;dq=K%C3%BCnstliche+Knappheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiJxuqAr5baAhUzyaYKHQuhAocQ6AEIPDAE#v=onepage&amp;amp;q=K%C3%BCnstliche%20Knappheit&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Professionelles Guerilla-Marketing: Grundlagen - Instrumente - Controlling&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 123.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Staatlich angeordnete&amp;#039;&amp;#039; [[Einfuhrkontingent]]e (wie die [[Zuckerquote]]) oder [[Produktionsquote]]n ([[Milchquote]]) stellen eine künstliche Verknappung des Angebots dar. Durch sie soll entweder die heimische Industrie geschützt oder ein [[Marktversagen]] beseitigt oder verhindert werden.&lt;br /&gt;
** Die maximal mögliche Zahl aller [[Bitcoin]]s beträgt 21 Millionen. Die maximale Geldmenge wurde durch das Netzwerkprotokoll festgelegt und kann nicht durch einzelne Teilnehmer beeinflusst werden. Bitcoins haben daher die Eigenschaft der Knappheit. Durch die Halbierung des Block Rewards für das Errechnen eines neuen Blocks nach jeweils 210.000 Blöcken sinkt zudem das Angebot an neuen Bitcoins, was (im Falle weiter zunehmender Nachfrage) zu einer zusätzlichen Verknappung des Angebots führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Knappheitsthemen beschäftigen die Volkswirtschaftslehre, spielen bei Armut und Hunger sowie beim Verteilungsproblem eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volkswirtschaftslehre ===&lt;br /&gt;
Die Volkswirtschaftslehre kann als „Lehre von der Knappheit“ beschrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Hanusch, Thomas Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;. 1998, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je größer die Knappheit ist, umso mehr wird das Bedürfnis und damit auch der [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] und [[Wert (Wirtschaft)|Wert]] von Gütern wachsen. Ein Gut ist dann knapp, wenn es nicht ausreicht, um alle darauf gerichteten Konsumwünsche zu befriedigen. Ökonomische Knappheit hat demnach nichts mit absoluter Begrenztheit oder Seltenheit zu tun. Der [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] zeigt die relative Knappheit von Gütern oder Dienstleistungen an. Der Preis eines knappen Gutes ist größer als null, der eines [[Freies Gut|freien Gutes]] ist null.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=U0PQBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;dq=preistheorie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwispuXg8rPYAhUPIewKHSaCAKgQ6AEIMzAC#v=onepage&amp;amp;q=preistheorie&amp;amp;f=false Rudolf Richter, &amp;#039;&amp;#039;Preistheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1970, S. 12]&amp;lt;/ref&amp;gt; Je größer die Knappheit eines knappen Gutes, desto höher ist sein Preis. Die [[Preisbildung]] hat nach dem [[Knappheitsprinzip]] die Aufgabe, die Nachfrage so weit zu beschränken, dass sie mit den zur Verfügung stehenden Gütermengen befriedigt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Friedrich Mauke, &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik&amp;#039;&amp;#039;, Band 140, 1934, S. 537.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Armut und Hunger ===&lt;br /&gt;
[[Armut]] und [[Hunger]] sind heute zwei weltweite Erscheinungsformen der Knappheit. Sie müssen nicht notwendigerweise große Armut oder einen [[Mangel (Quantität)|Mangel]] an lebensnotwendigen Gütern bedeuten, auch wenn dies in [[Entwicklungsland|Entwicklungs-]] und [[Schwellenland|Schwellenländern]] oft zu beobachten ist. Armut ist zweifellos der am meisten verbreitete und wichtigste Fall von Knappheit. Der Reichtum erscheint damit als ein Überfluss von ökonomischen Gütern, Armut als deren Mangel. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Knappheit finanzieller Mittel“ findet bisher vor allem in der [[Soziologie]] statt, und zwar im Rahmen der so genannten „[[Armutsforschung]]“. Hunger ist die Knappheit an Nahrung. Die globale [[Wasserknappheit]] „hat ihre Grundursachen jedoch in den Machtverhältnissen, in Armut und Ungleichheit, nicht in der tatsächlichen Verfügbarkeit von Wasser“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[United Nations Development Programme]] (UNDP), 2006, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine latente Knappheit ergibt sich aus der begrenzten Verfügbarkeit [[Nichterneuerbarer Rohstoff|nichterneuerbarer Rohstoffe]]. Ihr [[Verbrauch]] vergrößert deren Knappheit. Alle Beispiele zeigen, dass Knappheit orts- und/oder zeitabhängig ist, so dass die Knappheit auch ein Verteilungsproblem darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verteilungsproblem ===&lt;br /&gt;
Die Verteilung nennt man in der Wirtschaftswissenschaft [[Allokation (Wirtschaftswissenschaft)|Allokation]]. Ein Verteilungsproblem existiert als Problem überhaupt nur dann, wenn Knappheit vorliegt. Ohne Knappheit gäbe es kein Verteilungsproblem, weil der [[Bedarf]] für jedermann jederzeit gedeckt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=KklIwleB0z4C&amp;amp;pg=PA192&amp;amp;dq=Knappheit+Verteilungsprinzip&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi0m-r5uevZAhUohaYKHfX2B-UQ6AEIMDAC#v=onepage&amp;amp;q=Knappheit%20Verteilungsprinzip&amp;amp;f=false Thorsten Kingreen, &amp;#039;&amp;#039;Das Sozialstaatsprinzip im europäischen Verfassungsverbund&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 192]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Niklas Luhmann]] zufolge sind Verteilungsprobleme mit der Knappheit von Gütern verbunden: „Im Unterschied zum allgemeinen Problem der Endlichkeit soll von Knappheit … nur gesprochen werden, wenn die Problemlage durch Entscheidungen mitbestimmt ist, die innerhalb der Gesellschaft beobachtet und zur Diskussion gestellt werden können&amp;amp;nbsp;– seien es Zugriffsentscheidungen oder Verteilungsentscheidungen. Erst die Entstehung von Knappheit spaltet die Gesamtheit der im Prinzip endlichen Menge in knappe und nicht knappe Güter.“&amp;lt;ref&amp;gt;Niklas Luhmann, &amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaft der Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 177 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem rechtsstaatlichen [[Verteilungsprinzip]] folgt zunächst, dass der Staat die durch den Markt entstandene primäre Güterverteilung als Ausfluss der grundrechtlichen Freiheit grundsätzlich hinzunehmen hat. Der Staat würde zum totalitären Versorgungsstaat, übernähme er für alle ungleich verteilten knappen Güter eine Verteilungsfunktion. Im freiheitlichen [[Sozialstaat]] gewährt Knappheit daher als solche kein [[Eingriffsrecht]] des Staates, denn über das [[Existenzminimum]] hinaus hat verfassungsrechtlich niemand einen Anspruch auf einen konkreten Anteil an der Gütermenge.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Kingreen, &amp;#039;&amp;#039;Das Sozialstaatsprinzip im europäischen Verfassungsverbund&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 192&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Staat ist nur bei der sekundären Güterverteilung ([[Umverteilung]]) befugt, die [[Marktergebnis]]se der primären Güterverteilung zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
(Betriebs)Wirtschaftliche Entscheidungen führen in der Praxis stets zu Knappheit und damit zu Verteilungsproblemen.&amp;lt;ref&amp;gt;Niklas Luhmann, &amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaft der Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt; Knappheit der betrieblichen [[Produktionsfaktor]]en besagt, dass im Unternehmen die [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitäten]] so dimensioniert werden müssen, dass mittelfristig deren [[Vollbeschäftigung]] erwartet werden kann. Temporär kann sich dann bei Beschäftigungsspitzen Knappheit zeigen, die [[Produktionsprogramm#Engpässe|Engpass]] genannt wird und zur [[Überbeschäftigung]] von [[Personal]] führt ([[Überstunden]]). Überbeschäftigung ist ein [[Indikator (Wirtschaft)|Indikator]] für knappe Kapazitäten. Hiervon können alle [[betriebliche Funktion|betrieblichen Funktionen]] betroffen sein (beispielsweise Material-, Personal-, Finanz- oder Logistikknappheit). Im [[Einproduktunternehmen]] kann bei linearer Produktionsfunktion lediglich der Engpassfaktor knapp sein, dem dann auch der [[Deckungsbeitrag]] zugerechnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Albach]], &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 239&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Engpässe sind kaum vermeidbar wie beispielsweise der [[Fachkräftemangel]]. [[Eugen Schmalenbach]] sah die [[Werkstoff (Produktion)|Werkstoffe]] als knappen Faktor an, was er „gehemmte Beschaffung“ nannte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Schmalenbach, &amp;#039;&amp;#039;Kostenrechnung und Preispolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 150 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl diese Engpässe als auch [[Überkapazität]]en müssen durch eine vorausschauende Engpassplanung ([[Produktionsplanung]]) vermieden werden. [[Konrad Mellerowicz]] stellte 1926 fest, dass ohne Nachfrage keine Knappheit vorhanden sein könne, weil ein Gut knapp nur gegenüber einer bestimmten Nachfrage sein könne. In der Knappheit liege zudem bereits das Element des Angebotes, denn nur bei einem nicht genügenden Angebot könne eine Knappheit entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen betriebswirtschaftlicher Wertungslehre: Ein Beitrag zur Theorie der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1926, S. 50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei relativ preisunabhängig (hohe [[Preiselastizität]] der Nachfrage) gekauften Gütern haben die Anbieter ein Interesse daran, sie künstlich zu verknappen. Im Rahmen des [[Marketing]]s wird künstliche Knappheit als Marketinginstrument genutzt. Um die Exklusivität eines Produktes oder einer [[Marke (Recht)|Marke]] zu sichern, wird die produzierte Menge bewusst zu niedrig angesetzt und auf die möglichen Erträge aus den nicht produzierten Mengen verzichtet. Typische Beispiele sind limitierte (und teilweise nummerierte) Sonderauflagen von Produkten, insbesondere von Luxusgütern oder aber auch Güter, die jeder Mensch zum Leben braucht (wie beispielsweise [[Speisesalz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Knappheit in der Soziologie ==&lt;br /&gt;
Knappheit wird in der [[Soziologie]] seltener direkt thematisiert. Jedoch ist die Bekämpfung der „Knappheit“ (nach [[Bálint Balla]]) Gegenstand &amp;#039;&amp;#039;allen&amp;#039;&amp;#039; [[Soziales Handeln|sozialen Handelns]]. Dies erklärt sowohl unterschiedliche Formen [[Konfliktsoziologie|sozialer Konflikte]] als auch Formen der Hilfe. Um sie zu beheben, arbeitet der soziale Akteur, wählt Formen der Gegenseitigkeit (siehe [[Tausch (Soziologie)|Tausch in der Soziologie]]), entreichert oder bereichert andere oder sucht Formen der Kompensation in anderen sozialen Feldern (siehe [[Sublimierung (Psychoanalyse)|Sublimierung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bálint Balla]]: &amp;#039;&amp;#039;Knappheit als Ursprung sozialen Handelns.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg: Reinhold Krämer 2005, ISBN 3-89622-070-5.&lt;br /&gt;
* [[Alois Hahn]]: Soziologische Aspekte der [[Knappheit#Knappheit in der Soziologie|Knappheit]]. In: Klaus Heinemann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Soziologie wirtschaftlichen Handelns.&amp;#039;&amp;#039; Opladen 1987, S. 119–132.&lt;br /&gt;
* [[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Knappheit.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 6 (S. 177–229) in &amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaft der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1988, ISBN 3518287524.&lt;br /&gt;
* [[Sendhil Mullainathan]], [[Eldar Shafir]]: &amp;#039;&amp;#039;Scarcity – why having too little means so much.&amp;#039;&amp;#039; London: [[Allen Lane]], an imprint of [[Penguin Books]], 2013, ISBN 978-1-84614-345-8.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;[[Knappheit (Buch)|Knappheit – Was es mit uns macht, wenn wir zu wenig haben.]]&amp;#039;&amp;#039; [[Campus-Verlag|Campus Verlag]], Frankfurt 2013, ISBN 978-3-59342-048-6, übersetzt von Carl Freytag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4164266-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arianndi</name></author>
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