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	<title>Knananiten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T23:54:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knananiten&amp;diff=327422&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-05-16T14:22:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knananiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knanaya-Christen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine streng [[Endogamie|endogame]] Gruppierung innerhalb der [[Thomaschristen]] in Südindien und der [[Christliche Diaspora|Diaspora]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Um 350 zogen 72 Familien chaldäischer [[Judenchristen]] mit ihrem Führer, dem reichen Kaufmann Thomas von Kinayi (auch Thomas von Kana oder Thomas von Kynai), einem Bischof namens [[Uraha Mar Yousef]] und mehreren Klerikern aus ihrer persischen Heimat an die [[Malabarküste|Pfefferküste]] nach Südindien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://apnades.in/archdiocese/histor/ Webseite zur Geschichte der Erzeparchie Kottayam]&amp;lt;/ref&amp;gt; Kynai oder Kana lag ca. 70 km südlich des heutigen [[Bagdad]]. Durch sie und ihre Geistlichen, die dem [[Chaldäischer Ritus|ostsyrischen (chaldäischen)]] Ritus folgten, kamen die Thomaschristen während ihrer Reise in Kontakt mit der [[Assyrische Kirche des Ostens|Assyrischen Kirche des Ostens]]. Cheraman Perumal, der Herrscher von [[Malabar]], nahm die Zugewanderten freundlich auf und gewährte ihnen das Recht, sich in [[Kodungallur]] niederzulassen. Später erhielten die Zugewanderten fürstliche Privilegien, die auf Kupferplatten gehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Pfefferküste, dem heutigen [[Kerala]], lebten zu jener Zeit bereits die aus apostolischer Zeit herrührenden, auf die Missionstätigkeit des [[Thomas (Apostel)|Apostels Thomas]] zurückgehenden [[Thomaschristen]]. Auch bei ihnen bestanden starke judenchristliche Traditionen, da der Apostel zunächst unter seinen dort als Gewürzhändler ansässigen Landsleuten missioniert hatte. Die Judenchristen vermischten sich jedoch schnell mit neuen Christen aus der einheimischen Bevölkerung. Die Zuwanderer unter Thomas von Kana, sogenannte Südisten oder Knananiten, waren hingegen stark endogam geprägt. Sie befolgten zwar den gleichen ostsyrischen Liturgieritus wie die indischen Thomaschristen, schotteten sich als ethnisch-religiöse Gruppe aber stark von ihnen ab. Sie durften nur untereinander heiraten, hatten ihre eigenen Pfarreien und verkehrten weitgehend nur unter ihresgleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So blieb es auch unter der portugiesischen Kolonialherrschaft und bei der späteren Spaltung der gesamten Thomaschristen in einen größeren katholischen und in einen kleineren [[Autokephalie (Kirche)|autokephalen]] Teil. In beiden Lagern lebten die Knananiten wieder abgesondert und endogam. Die katholischen Knananiten wurden am 29. August 1911 durch Papst [[Pius X.]] kraft der [[Apostolische Konstitution|Apostolischen Konstitution]] &amp;#039;&amp;#039;In universi christiani&amp;#039;&amp;#039; zum exklusiv für sie errichteten Apostolischen Vikariat Kottayam zusammengefasst. Am 21. Dezember 1923 wandelte Papst [[Pius XI.]] dieses Vikariat durch die Apostolische Konstitution &amp;#039;&amp;#039;Romani Pontifices&amp;#039;&amp;#039; zur regulären [[Diözese]] ([[Eparchie]]) um. Papst [[Benedikt XVI.]] erhob sie am 12. Mai 2005 zur Erzeparchie.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kaldaya.net/2009/11/Nov19_09_E2_EarlyMasseIndia_.html Zur Geschichte der Thomaschristen und ihrer jüdischen Wurzeln an der Malabarküste]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Es gibt heute in Indien ca. 300.000 knananitische Christen; 200.000 gehören zur [[Syro-malabarische Kirche|syro-malabarischen Kirche]], 100.000 zur [[Malankara Syrisch-Orthodoxe Kirche|Malankara syrisch-orthodoxen Kirche]]. In beiden Kirchen bilden die Knananiten eine streng endogame ethnische Gruppierung mit eigenen Bischöfen und eigenem Klerus. Diese Endogamie geht so weit, dass ein syro-malabarischer Knananite zwar eine orthodoxe Knananitin heiraten kann, aber niemals eine nicht-knananitische Angehörige der eigenen syro-malabarischen Kirche. Um ihre ethnische Gruppierung rein zu halten, missionieren und evangelisieren die Knanatiten auch nicht – obwohl das eigentlich dem christlichen Missionsauftrag widerspricht. Es ist auch nicht möglich, durch [[Konversion (Religion)|Konversion]] oder Beitritt Mitglied ihrer Gemeinschaft zu werden. Allerdings wird Endogamie jetzt als [[Kaste]]ndünkel in der Gemeinde verstanden und daher vermieden, obwohl wirtschaftlich gutgestellte Mitglieder weiterhin dieser Praxis folgen, um ihren Reichtum für einen engen Kreis zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die katholischen Knananiten errichtete Papst [[Pius X.]] am 29. August 1911 exklusiv das [[Erzeparchie Kottayam|Apostolische Vikariat Kottayam]]. Am 21. Dezember 1923 wandelte es [[Pius XI.]] unter Bischof [[Alexander Chulaparambil]] (1877–1951) in eine reguläre [[Diözese]] (Eparchie) um, [[Benedikt XVI.]] erhob es 2005 zur Erzeparchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die syrisch-orthodoxe Knananiten-Diözese in Chingavanam wurde 1910 errichtet und 2007 von Patriarch [[Ignatius Zakka I. Iwas]] zum Erzbistum erhoben. Sie hat heute (2008) einen Erzbischof, Kyriakose Mar Sevarios, und drei Bischöfe, 117 Priester und 103 Pfarreien, davon 24 auswärtige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2000/0392/ Kerstin Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Mond, Gott Siva und heiliger Thomas. Die religiöse Gemeinschaft der Knanaya in Kerala.&amp;#039;&amp;#039;] Dissertation. Marburg 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://apnades.in/archdiocese/histor/ Webseite zur Geschichte der Erzeparchie Kottayam]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20091208132507/http://www.kaldaya.net/2009/11/Nov19_09_E2_EarlyMasseIndia_.html Zur Geschichte der Thomaschristen an der Malabarküste und ihrer jüdischen Wurzeln]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thomaschristen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Indien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Indien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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