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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Knallquecksilber</id>
	<title>Knallquecksilber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:12:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knallquecksilber&amp;diff=78595&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
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		<updated>2026-01-23T20:48:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel  = [[Datei:Mercury-fulminate.png|300px|Struktur von Knallquecksilber]]&lt;br /&gt;
| Andere Namen    = * Quecksilber(II)-fulminat&lt;br /&gt;
* Quecksilberfulminat&lt;br /&gt;
* Quecksilberdifulminat&lt;br /&gt;
* Quecksilbercyanat&lt;br /&gt;
| Summenformel    = Hg(CNO)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;crc&amp;quot;&amp;gt; {{CRC Handbook |Auflage=90 |Kapitel=4 |Startseite=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|628-86-4}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer       = 211-057-8&lt;br /&gt;
| ECHA-ID         = 100.010.053&lt;br /&gt;
| PubChem         = 11022444&lt;br /&gt;
| ChemSpider      = &lt;br /&gt;
| Beschreibung    = weiß-graues Pulver&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=Quecksilberfulminat|ZVG=500092|CAS=628-86-4|Abruf=2017-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse    = 284,62 g·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat        = fest&lt;br /&gt;
| Dichte          = 4,42 g·cm&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt    = explodiert oberhalb von 160–180 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dampfdruck      = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit     = wenig löslich in Wasser (100 mg·l&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; bei 15,5&amp;amp;nbsp;°C)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CLH             = {{CLH-ECHA|ID=100.010.053|Name=Mercury difulminate|Abruf=2016-02-01}}&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz   = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme = {{GHS-Piktogramme|01|06|08|09}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort  = Gefahr&lt;br /&gt;
| H               = {{H-Sätze|200|331|311|301|373|410}}&lt;br /&gt;
| EUH             = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P               = {{P-Sätze|?}}&lt;br /&gt;
| Quelle P        = &lt;br /&gt;
| MAK             = 0,1 mg·m&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knallquecksilber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (chemisch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quecksilber(II)-fulminat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist das Quecksilbersalz der [[Knallsäure]]. Es bildet in reiner Form farblose Kristalle und ist giftig. Die Kristalle zerfallen explosionsartig bei geringer mechanischer oder thermischer Belastung. Knallquecksilber fand historisch als [[Initialsprengstoff]] Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Knallquecksilber wurde wahrscheinlich bereits Ende des 17. Jahrhunderts von [[Johannes Kunckel|Kunkel von Löwenstern]] und anderen [[Alchemie|Alchemisten]] erstmals isoliert. Die Herstellung aus [[Quecksilber]], [[Ethanol]] und [[Salpetersäure]] wird erstmals 1799 von dem Engländer [[Edward Charles Howard|E. Howard]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner ausgeprägten Initiierfähigkeit war Knallquecksilber seinerzeit der am weitesten verbreitete Initialsprengstoff. Es wurde in [[Zündhütchen]] und [[Sprengkapsel]]n verwendet. [[Alfred Nobel]] setzte Knallquecksilber in Sprengkapseln zur Zündung von [[Dynamit]] ein. Erst diese relativ sichere Zündmethode begründete den breiten Erfolgskurs von Dynamit-Sprengstoffen. Allein im Deutschen Reich betrug die Jahresproduktion an Knallquecksilber Anfang des 20. Jahrhunderts etwa 100&amp;amp;nbsp;t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist Knallquecksilber allerdings durch andere Stoffe ersetzt worden, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bleiazid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung und Darstellung ==&lt;br /&gt;
Quecksilberfulminat wird durch Umsetzung von elementarem Quecksilber oder [[Quecksilber(II)-oxid]] mit konzentrierter [[Salpetersäure]] in Gegenwart von Ethanol hergestellt. Die Synthese größerer Mengen an Quecksilberfulminat erfordert strenge Sicherheitsvorkehrungen und darf nur durch ausgebildetes Fachpersonal erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Darstellung kleiner Mengen kann das 1901 von dem Italiener Angelico beschriebene Verfahren für [[Silberfulminat]] benutzt werden. Anstelle von Ethanol erfolgt die Umsetzung hier mit wässrigen Lösungen von [[Malonsäure]] und [[Natriumnitrit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verunreinigungen durch Nebenprodukte können durch ein- oder mehrmaliges Umkristallisieren aus Ammoniak-Lösung beseitigt werden. Aus wässrigen Lösungen kristallisiert Knallquecksilber als [[Hemihydrat]] Hg(CNO)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;amp;nbsp;·&amp;amp;nbsp;½&amp;amp;nbsp;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Wissenschaft-Online-Lexika: &amp;#039;&amp;#039;Eintrag zu „Quecksilberfulminat“ im Lexikon der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 11. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mercuryfulminate puryfied.jpg|mini|Knallquecksilber]]&lt;br /&gt;
=== Physikalische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Quecksilberfulminat ist in heißem [[Wasser]], [[Ethanol]] und in [[Salpetersäure]] gut, in kaltem Wasser hingegen nur schlecht löslich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Bereits bei geringer mechanischer oder thermischer Belastung zerfällt Quecksilberfulminat explosionsartig. Dabei entstehen elementares [[Quecksilber]], [[Stickstoff]] und [[Kohlenstoffmonoxid]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{ONC{-}Hg{-}CNO \longrightarrow Hg + N_2 + 2 \ CO}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei kann der Zerfall durch Verdämmen oder Zünden größerer Mengen leicht in eine [[Detonation]] (v = 5000&amp;amp;nbsp;m/s) übergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei der Explosion eine Wolke von atomarem, giftigem Quecksilberdampf entsteht, wird es als Sprengstoff heute nicht mehr verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallstruktur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mercury fulminate 01.jpg|mini|Knallquecksilber-Kristalle]]&lt;br /&gt;
Untersuchungen zum Kristallgitter des Knallquecksilbers wurden bereits in den 1930er Jahren durchgeführt. Erst 2007 wurden klare Ergebnisse erzielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Beck, Evers, Göbel, Oehlinger, [[Thomas M. Klapötke|Klapötke]]: &amp;#039;&amp;#039;The Crystal and Molecular Structure of Mercury Fulminate (Knallquecksilber)&amp;#039;&amp;#039;. [[Z. anorg. allg. Chem.]] 2007, Bd. 633, Nr. 9, S. 1417–1422.&amp;lt;/ref&amp;gt; Knallquecksilber liegt demnach [[orthorhombisch]] vor. Die Hg-Atome und die zwei umgebenen C-Atome sind – wie bereits vermutet – linear angeordnet, so dass die molekulare, gestreckte Anordnung von O-N-C-Hg-C-N-O bestätigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheitshinweise ==&lt;br /&gt;
Quecksilberfulminat ist ein [[Initialsprengstoff]] und daher besonders explosionsgefährlich. Es kann durch [[Zündquelle]]n oder mechanische Einwirkung wie Reibung oder Stoß zur Explosion kommen, aber auch durch die Einwirkung von [[Strahlung]], durch Trocknen oder Kontakt mit anderen chemischen Verbindungen, wie beispielsweise [[Schwefelsäure]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quecksilberfulminat ist giftig und umweltgefährlich; für Wasserorganismen stellt es ein besonders hohes Gefahrenpotential dar. Unter Wasser gelagert ist es nicht explosionsfähig und chemisch stabil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* R. Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Das Knallquecksilber und andere Sprengstoffe.&amp;#039;&amp;#039; Survival Press, Radolfz., November 2001, ISBN 3-8311-2876-6&lt;br /&gt;
* A. Stettbacher: &amp;#039;&amp;#039;Die Schieß- und Sprengstoffe.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Leipzig, 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quecksilberverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cyanoverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 18(a)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stickstoff-Sauerstoff-Verbindung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
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