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	<title>Knallkapsel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:29:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Knallkapsel&amp;diff=391046&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PhiRho~dewiki: Wort für Verständlichkeit ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-22T16:10:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wort für Verständlichkeit ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pétard sncb.jpg|miniatur|Ausgelegte Knallkapsel der Belgischen Eisenbahn [[Nationale Maatschappij der Belgische Spoorwegen/Société Nationale des Chemins de fer Belges|SNCB]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Railroad torpedo with lead straps.jpg|miniatur|Knallkapsel [[Vereinigte Staaten|amerikanischer]] Bauart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knallkapsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein kleiner [[Knallkörper|Sprengkörper]], der auf [[Schiene (Schienenverkehr)|Eisenbahnschienen]] befestigt wird und mit einem lauten [[Knall]] explodiert, sobald er von einem [[Schienenfahrzeug]] überfahren wird. Das dient dazu, um einem [[Zug (Schienenverkehr)|Zug]] einen [[Nothaltauftrag]] zu erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz ==&lt;br /&gt;
Knallkapseln kommen zum Einsatz, wenn Gefahrenstellen abgesichert werden müssen und die Zeit für eine anderweitige [[Eisenbahnsignal|Signalisierung]] nicht mehr ausreicht, eine Signalstörung vorliegt oder wenn die Gefahr besteht, dass ein anderes Signal beispielsweise wegen Nebels oder Schneetreibens vom Zugpersonal nicht wahrgenommen werden kann. Um das &amp;#039;&amp;#039;Knallsignal&amp;#039;&amp;#039; zu geben, werden in ausreichendem Abstand vor der Gefahrenstelle mehrere (normalerweise drei) Knallkapseln kurz hintereinander ausgelegt. Schon die [[Explosion]] einer einzigen Knallkapsel gilt als Haltesignal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Eine mögliche Zusammensetzung des aktiven Teils einer Knallkapsel besteht primär aus:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web |url=http://www.freeinfosociety.com/media/pdf/4651.pdf |title=Archived copy |access-date=2016-01-20 |archive-date=2016-05-07 |archive-url=https://web.archive.org/web/20160507145420/http://www.freeinfosociety.com/media/pdf/4651.pdf |url-status=dead |language=en |pages= 182, 376}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 40 % [[Kaliumchlorat]]&lt;br /&gt;
* 37 % feinem Sand&lt;br /&gt;
* 16 % [[Schwefel]]&lt;br /&gt;
* und Bindemittel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorformen ===&lt;br /&gt;
In den Anfängen der Eisenbahn erfolgte die [[Sicherung von Zugfahrten]] durch Fahren im Zeitabstand. Blieb ein voranfahrender Zug liegen, musste der folgende Zug gewarnt werden. Ein Eisenbahner hatte die Aufgabe, dem folgenden Zug entgegenzulaufen und ihm mit einer Flagge oder einem Licht ein Haltesignal zu geben. Das war – besonders bei schlechter Sicht – sehr risikobehaftet. In [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] bestand bei einigen Bahnen die Regel, um den folgenden Zug zu warnen oder wenn z.&amp;amp;nbsp;B. durch eine [[Entgleisung (Bahn)|Entgleisung]] auch das Gleis der Gegenrichtung betroffen war, im jeweiligen Gleis mit Glut aus der Feuerung der Lokomotive ein Feuer zu entzünden. Das war für die [[Schwelle (Bahn)#Holzschwelle|Holzschwellen]] nicht besonders schonend. Diese primitiven Verfahren wurden abgelöst, als [[Edward Alfred Cowper]] 1841 die Knallkapseln erfand.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Lionel Thomas Caswell Rolt]]: &amp;#039;&amp;#039;Red for Danger&amp;#039;&amp;#039;. Auflage: London 1978, S. 34. &amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurden damals „Petarden“ genannt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Begriff leitete sich aus dem [[Französische Sprache|Französischen]] ab, von „Pétarde“: Knallkörper oder [[Feuerwerkskörper]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz ===&lt;br /&gt;
Problematisch erwies sich der Einsatz von Sprengkapseln in der Praxis. Zwischen dem potentiellen Hindernis auf der [[Bahnstrecke|Strecke]] und dem Einsatzpunkt der Knallkapseln musste ein ausreichender Abstand bestehen, damit einem sich nähernden Zug ausreichend Abstand für den [[Bremsweg]] blieb. Das bedeutete, dass ein Eisenbahner den Einsatzpunkt für die Knallkapseln erst einmal erreichen musste. Das konnte sich bei Schnee, Nebel oder anderen widrigen Umständen als schwierig erweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wurden unterschiedliche Mechaniken entworfen und konstruiert, damit eine Lokomotive, die ein „Halt“ gebietendes Signal überfuhr, gegebenenfalls die Kapseln selbst auf dem [[Gleis]] platzierte, um sie dann zu überfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 21f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Entwicklung wurde nach der Einführung des [[Vorsignal]]s aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Staaten ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Unfallverhütung Knallkapseln.tif|mini|Knallkapsel als Gefahrenquelle (1933)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde mit der Einführung des Knallsignals lange gezögert, da die Knallkapseln als unzuverlässig galten. Und auch hier wurde noch bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts mit mechanischen „Knallsignalauslegern“ experimentiert&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 21f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und es kamen [[Knall-Lichtsignal]]e zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Knall-Lichtsignal auf der Betriebsstation Kostheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz&amp;#039;&amp;#039; vom 24. April 1909, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Preußische Staatseisenbahnen|Preußischen Staatseisenbahnen]] waren die Knallkapseln im [[Gepäckwagen (Eisenbahnwagen)|Gepäckwagen]] mitzuführen. 1903 war zum Beispiel vorgeschrieben, dass dort jeweils zwei Packungen mit je sechs Knallkapseln vorrätig zu sein hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bekanntmachung Nr. 207, S. 188. In: Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Sammlung der herausgegebenen Amtsblätter&amp;#039;&amp;#039; 7 (1903). Mainz 1904. Amtsblatt vom 4. April 1903. Nr. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Schrankenwärter]] mussten Knallkapseln vorrätig halten.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz&amp;#039;&amp;#039; vom 18. April 1931, Nr. 20. Bekanntmachung Nr. 294, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einsatzfälle waren insbesondere, wenn ein Zug auf freier Strecke liegenblieb, ein Zugteil zurückgelassen werden musste, ein Gleis wegen Unbefahrbarkeit mit einer Haltscheibe (Sh 2) abgeriegelt werden musste oder ein Hauptsignal sich aufgrund einer Störung nicht mehr auf „Halt“ stellen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abstand zwischen Hindernis und Knallkapseln sollte dem jeweiligen Bremsabstand entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Regel waren drei Knallkapseln auf dem in Fahrtrichtung rechten Schienenstrang in einem Abstand von 30 m anzubringen. Als Haltsignal galt schon, wenn auch nur eine Kapsel auslöste.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle Dienststellen an der Strecke, alle dort arbeitenden, ebenso wie die Lokomotiven und die [[Zugführer]] waren mit Knallkapseln ausgerüstet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 23f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Änderung der [[Eisenbahn-Signalordnung]] zum 8. Juli 1986 bei der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]] gab es das [[Schutzsignal|Knallsignal (Sh&amp;amp;nbsp;4)]] in [[Westdeutschland]] nicht mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BGBl|1986 I S. 1012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zügen wurden schon einige Jahre vorher keine Knallkapseln mehr mitgeführt. 1992 wurde das Signal auch im Bereich der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] abgeschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dbwelt-2016-7-4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Titel=Als die Knallkapsel verschwand | Sammelwerk= [[DB Welt]] | Nummer=7 | Jahr=2016 | Seiten= 4 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzige Ausnahme blieben Züge, die nach [[Luxemburg]], [[Belgien]] oder [[Frankreich]] fahren, wo das Mitführen der Explosivkörper im Zug weiterhin vorgeschrieben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knallkapseln zählen zu den gefährlichen Gütern. Sie sind in die [[Gefahrgutklasse]] 1 (explosive feste Stoffe) eingeordnet, die [[UN-Nummer]]n für Knallkapseln sind 0192, 0193, 0492 und 0493. Für die Aufbewahrung und Handhabung gelten besondere Vorschriften. Im [[Führerstand]] von [[Triebfahrzeug]]en gab es ein Fach für die Knallkapseln, das [[Plombe (Siegel)|verplombt]] und mit einem rot eingekreisten „K“ markiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großbritannien ===&lt;br /&gt;
Die Knallkapsel verbreitete sich schnell bei den Eisenbahnen auf den [[Vereinigtes Königreich|britischen Inseln]].&amp;lt;ref&amp;gt; [[Lionel Thomas Caswell Rolt]]: &amp;#039;&amp;#039;Red for Danger&amp;#039;&amp;#039;. Auflage: London 1978, S. 34. &amp;lt;/ref&amp;gt; 1876 waren sie in den Signalordnungen fest verankert.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
Auch in [[Frankreich]] wurden die Knallkapseln als Eisenbahnsignal bald eingeführt. 1876 waren sie auch dort in den Signalordnungen fest verankert.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunz, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verabschiedung von Lokführern in Frankreich werden Knallkapseln in ironischer Weise verwendet. Bei Einfahrt in den letzten Bahnhof werden mehrere Knallkapseln gelegt und eventuell weitere Nothaltaufträge gegeben. Dies soll dem Lokführer anzeigen, dass er hier endgültig halten und nicht noch weiter fahren soll.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Einsatz von Knallkapseln&amp;#039;&amp;#039; (Weblinks).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
In den [[USA]] werden Knallkapseln im [[Timetable and Train Order|Timetable-and-Train-Order]]-Betrieb zum [[Folgefahrschutz]] bei außerplanmäßig langsamen oder außerplanmäßig haltenden Zügen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kunz: &amp;#039;&amp;#039;Wenig bekannt, selten genutzt: Das Knallsignal bei Eisenbahnen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Verkehrsgeschichtliche Blätter]] (vb) 1/2017, S. 21–24.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Enzyklopädie des Eisenbahnwesens |Autor=[[Victor von Röll]] |Auflage=2. |Verlag=Urban &amp;amp; Schwarzenberg |Ort=Berlin / Wien |Datum=1923 |Online=http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Knallsignale |Abruf=2019-05-13 | Kommentar=Lexikoneintrag „Knallsignale“ }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat | Railway detonators}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=a0nh86B4Avc Einsatz von Knallkapseln anlässlich der Pensionierung des Lokführers].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahnsignal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrotechnischer Satz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lärmquelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PhiRho~dewiki</name></author>
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