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	<title>Kluftkarre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:42:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kluftkarre&amp;diff=2355450&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2020-06-11T11:47:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schichttreppe Kluftkarren Orjen.jpg|mini|Kluftkarren an einer Schichttreppe, [[Reovačka greda]], Montenegro]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kluftkarre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Karre (Rinne)|Karrenstruktur]] erster Ordnung. Sie entsteht in [[Karst]]gebieten durch [[Lösungsverwitterung]] entlang vertikalen Unstetigkeitsflächen im Gesteinskörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ausführlichere wissenschaftliche Beschreibung von Kluftkarren, [[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;grikes&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;cutters&amp;#039;&amp;#039;, beginnt im Jahr 1900 mit M. Eckert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Eckert |Titel=Wiss. Ergänzh. Z. Dtsch.-Österr. Alpenver. |Band=31 |Datum=1900 |Seiten=52–60}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1904 mit E. Chaix.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Chaix |Titel=Globe |Band=44 |Ort=Genf |Datum= |Seiten=49–60}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgen neben vielen anderen Autoren 1930 H.G. Lindner, 1960 [[Alfred Bögli]], 1966 M.M. Sweeting, 1970 A. Pluhar &amp;amp; D.C. Ford und 1978 K. Wirth. Eine neuere Arbeit stammt von Helen S. Goldie aus dem Jahr 2008.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helen S. Goldie |Titel=Kluftkarren or grikes as fundamental karstic phenomena |Sammelwerk=Karst Rock Features, Karren Sculpturing |Datum=2008 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karstfelsen.JPG|mini|Kluftkarren im [[Velebit]]]]&lt;br /&gt;
Kluftkarren sind wie der Name impliziert an [[Kluft (Geologie)|Klüfte]], Risse, Brüche oder andere vertikale Unstetigkeitsflächen des Karstgesteins gebunden. Zu [[Flachkarre]]n stehen sie meist mehr oder weniger senkrecht und sind wie sie Karrenstrukturen erster Ordnung. Kluftkarren zeigen im Profil eine keilförmige Gestalt, sie sind an der Oberfläche wesentlich breiter als in der Tiefe. Nur bei schmäleren Kluftkarren ist dieses Keilprofil geradlinig, größere Kluftkarren sind an der Oberfläche trompetenartig ausgeweitet. Kluftkarren können vollständig mit [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] verfüllt sein&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. D. Howard |Titel=Bull. Natl. Speleol. Soc. |Band=25 |Datum=1963 |Seiten=45–65}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, oft findet sich Pflanzenbewuchs meist jedoch nur in tieferen Lagen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J.T. Parry |Titel=Can. Geogr. |Nummer=1 |Datum=1960 |Seiten=14–21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; viele Kluftkarren sind auch vollkommen leer.&lt;br /&gt;
Klufkarren beginnen an Haarrissen im Submillimeter- bis Millimeterbereich und können sich bis hin zum Meterbereich ausweiten. In ihrer Längendimension erreichen sie den Zehnermeterbereich, in der Tiefe oft mehrere Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kluftkarren sind gewöhnlich mit Karrenstrukturen zweiter oder dritter Ordnung assoziiert, meist mit [[Rillenkarre]]n oder [[Rinnenkarre]]n, die selbst wieder von [[Napfkarre]]n oder Lösungsrippeln überprägt werden können&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J.N. Jennings |Titel=Karst |Verlag=Massachusetts Institute of Technology Press |Ort=Cambridge, Mass. |Datum=1971}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sind die Flachkarren an der Oberfläche mit Rundkarren überzogen, so leiten diese mit Erreichen des Randes in vertikale Rinnenkarren über. Oft sind Kluftkarren auch mit horizontal verlaufenden Lösungsrippeln überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Kluftkarren können im nackten Fels oder unter Bodenbedeckung entstehen.&lt;br /&gt;
Es besteht kein Zweifel, dass Kluftkarren durch eine Kombination aus chemischer Lösungsverwitterung und hydrodynamischen Fliessprozessen geschaffen werden. Grundbedingung für ihr Entstehen ist jedoch das Vorhandensein eines Netzes vertikaler Unstetigkeitsflächen im Gestein, die es dem auf den Flachkarren sich sammelnden Niederschlag ermöglichen, sich selektiv in tiefere Bereiche einzuätzen.&lt;br /&gt;
Das nach unten sich verjüngende keilförmige Profil der Klüfte belegt, dass differentielle Lösungsprozesse am Werk sind und dass die örtliche Lösungsgeschwindigkeit nach unten allmählich abnimmt. Die konvexe Ausgestaltung ausgereifter Kluftkarren deutet ferner darauf hin, dass diese Abnahme der Lösungsgeschwindigkeit mit der Tiefe nicht konstant bleibt und keine lineare Funktion darstellt. Der in einer das Gestein bedeckenden [[Grenzschicht]] erfolgende [[Massentransfer]] ist maximal unmittelbar an der Oberfläche und verringert sich mit zunehmender Tiefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Kluftkarren durchschlagen zumindest eine Sedimentbank, können aber durchaus wesentlich weiter in den Schichtverband vordringen. In Karstgebieten sind sie folglich Strukturen von fundamentaler Tragweite, da sie die prinzipiellen Drainagewege zum darunterliegenden Epikarst, zu [[Doline]]n, zu unterirdischen [[Höhle|Höhlensystemen]] und Flussläufen herstellen. Dennoch sollte ihre Bedeutung in der Kanalisierung des oberirdischen Ablaufs nicht unterschätzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burren (Sitomon).jpg|mini|Mit Vegetation verfüllte Kluftkarren im [[Burren]]]]&lt;br /&gt;
Kluftkarren sind vorwiegend in [[Kalk (Gestein)|Kalken]] und [[Dolomit (Gestein)|Dolomiten]] anzutreffen, ihr Vorkommen ist daher weltweit. Schöne Beispiele von Kluftkarren finden sich in [[Karbon (Geologie)|karbonischen]] Kalken am [[Malham Tarn]] oder am [[Buttertubs-Pass]] in [[Yorkshire]] und im [[Burren]] in [[Irland]], im [[Giant Grikeland]] in [[Australien]] und in [[El Torcal|El Torcal de Antequera]] in [[Spanien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Karre (Rinne)]]&lt;br /&gt;
* [[Karst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=J.R.L. Allen&lt;br /&gt;
   |Titel=Sedimentary structures – their character and physical basis&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-444-42232-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwitterung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erosion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exogene Morphodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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